Vegetationsökologie Tropischer & Subtropischer Klimate / LV-TWK (B.8)
 
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Flora und Vegetation mediterraner Gebiete 2

Hygrothermische Charakterisierung
Bedeutung von Gebirgen
Höhenzonierung
  Erläuterung zu Xerophyten
  Hinweise und Hyperlinks zum Thema
 
  Campanula peregrina

SE-Turkey, Amanos Mtn., near Topaktaş Yayla, 1100m a.s.l.
© 2004 Şaban Çimen

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Hygrothermische Charakterisierung
   
 

Eine hygrothermische Charakterisierung der Winterfeuchten Subtropen von "vollarid" (z.B. Alexandria, Damaskus, Palmyra, Bagdad) bis humid / perhumid (z.B. Monacco, San Francisco, Conception, Pemperton) kann mit Hilfe des pluviothermischen Quotienten (Q) nach Emberger und dem mittleren Temperaturminimum des kältesten Monats (in °C) vorgenommen werden. Vgl. Sie dazu die Grafik Winterfeuchten Subtropen PDF-Datei, 74KB,(ZB IV).

In dem angrenzenden ZB III (subtropisch/tropische Trockengebiete) sind die Wachstumsbedingungen meist ganzjährig durch Trockenheit eingeschränkt (höchstens 3-5 mässig humide Monate, d.h. in N-Afrika z.B. nördliche Sahara mit geringem winterlichen Regen, die zentrale Sahara fast ohne Regen, sonst mit seltenem episodischem Regen und die Süd-Sahara mit geringem Sommerregen), die sommerlichen Temperaturen sind meist sehr hoch (vgl. Sie dazu noch einmal die

hygrothermischen Wachstumsbeding. der "Winterfeuchten Subtropen" auf der vorhergehenden Seite sowie die
hygrothermischen Wachstumsbeding. der "Sommerfeuchten Tropen".

In den Winterfeuchten Subtropen (ZB IV) verkürzt die sommerliche Trockenzeit die Vegetationsperiode oder schränkt das Pflanzenwachstum sommerlich zumindest deutlich ein. Die Lufttemperaturen bleiben während der winterlichen Vegetationsperiode deutlich unter dem Optimum für Lebensprozesse. Während der Sommermonate herrscht eine relative Trocken- bzw. Dürrezeit.

   
 

Das geringe (Boden-)Wasserangebot während der Sommermonate gilt als der primär limitierende Faktor der Vegetationsentwicklung (siehe Abb. unten!).

Zum Vergleich: In den Zono-Biomen V (warmtemperiert, humid > Immerfeuchte Subtropen) und VI (typisch temperiert, nemoral > feuchte Mittelbreiten) ist die winterliche Abkühlung so stark, dass das Pflanzenwachstum deutlich eingeschränkt wird. Die Vegetationsperiode in den feuchten Mittelbreiten verkürzt sich dadurch auf 7-11 Monate, in den Immerfeuchten Subtropen wird dagegen das Pflanzenwachstum nur für 1-2 Monate (leicht) eingeschränkt.

   
 
   
 

In dem Beispiel oben wird die Bodenwasserdynamik in -40 und -80 cm Bodentiefe dargestellt. Die Bodenwasserdynamik wurde in bar gemessen, wobei 14.7 bar einem pF-Wert von 4.2 (± Welkepunkt) entspricht.

 
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Bedeutung von Gebirgen
 
 

Einige generelle Bemerkungen zu Gebirgen innerhalb der Ökozonen bzw. Zonobiome (ZB). Sie erheben sich als Orobiome (nach Walter & Breckle) aus den ZB und gehören zu ihr (!). Multizonale Orobiome erstrecken sich über mehrere ZB.

Mit der Höhe ändern sich die Ökosysteme entsprechend dem sich verändernden Klima in vertikaler Richtung, d.h. die Mitteltemperaturen nehmen ab und die Vegetationsperioden werden kontinuierlich kürzer (vgl. Beispiel PDF-Datei, 58KB, für einen Temperaturgradienten im Jahresverlauf und Vegetationsperioden auf den Höhenstufen!).

Die Klimaveränderung vollzieht sich in vertikaler Richtung viel rascher als in horizontaler, z.B. in den N-Alpen bei einem Meter Höhenunterschied um etwa denselben Betrag wie am Alpenfuss um einen Kilometer polwärts.

Die Vegetation der Höhenstufen PDF-Datei, 34KB, verändert sich kontinuierlich, weshalb Ökotone (Übergangsbereiche zwischen ökologischen Raumeinheiten) kaum auffallen. Eine Ausnahme ist die Grenze zwischen der hochmontanen und alpinen Stufe mit der Baumgrenze.

Die Niederschlagshöhe nimmt in der Regel mit der Höhe zu (Staueffekt), oberhalb der Wolkenstufe jedoch wieder ab (vgl. die Klimadiagramme PDF-Datei,49KB, innerhalb der Ökozone "Winterfeuchte Subtropen" eines Orobioms in der SO-Türkei). Auch die direkte Sonneneinstrahlung nimmt mit der Höhe zu, und die Gegensätze zwischen den Nord- und Südhängen werden grösser.

 
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Höhenzonierung der Vegetation des ZB IV am Mittelmeer:
 
 

humide Höhenstufenfolge in der Türkei In den Gebirgen des ZB IV nimmt mit der Höhe über NN zwar die sommerliche Trockenzeit ab, doch wird die Vegetationsperiode durch Abnahme der winterlichen Temperaturmittel verkürzt. Typisch mediterrane Arten der (Küsten-) Ebenen und collinen Stufe werden mit zunehmender Höhe über NN durch sub-mediterrane Arten abgelöst, welche leichte (aber regelmässige) winterliche Fröste ertragen.

Entsprechend den sich o.g. ändernden thermo-hygrischen Bedingungen auf dem Höhengradienten der Gebirge am Mittelmeer, verändern sich vertikal Vegetationstypen und Artenzusammensetzungen der Vegetation. Vereinfachend kann die Höhenzonierung PDF-Datei, 34KB am Mittelmeer (!) in drei Hauptstufen (und zwei Typen) unterschieden werden.

 
   
Hyperlinks und Hinweise zum Thema:   [date of access: 12.02.2006]
   
 
  • Botanischer Garten - Botanisches Museum, Berlin-Dahlem (BGBM), Gewächshäuser, besonders das sogenannte Mittelmeerhaus (Pflanzen des Mittelmeergebietes und der Kanarischen Inseln, Baumfarne)

    • Im übrigen: Viel interessanter und natürlich sehr empfehlenswert ist ein Besuch des Dahlemer Botanischen Gartens mit seinen Gewächshäusern und den aussergewöhnlichen Pflanzen-Sammlungen aus verschiedenen Klimazonen und Kontinenten!
   
   
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© Harald Kehl - TU-Berlin - Institut für Ökologie



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