Vegetationsökologie Tropischer & Subtropischer Klimate / LV-TWK (B.8)
 
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TU-Berlin > Fakultät VI > Institut für Ökologie > Fachgebiet Ökosystemkunde - Pflanzenökologie
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Ökozonen bzw. Zono-Biome - Teil 2 ...

Ökozonen nach Schulz (Tabelle)   Walter Zonobiome
Zono-Biome nach Walter (Tabelle + Klimadiagramme)  
Ecological zone breakdown used in FRA 2000 (FAO)  
Anteil der Vegetationszonen an der Landfläche  
Weitere Unterteilung innerhalb der Vegetationszonen  
Probleme bei der Bodenklassifikation  
Vergleich von FAO Bodeneinheiten mit der Klassifiktion Soil Taxonomy  
     
  Abb. rechts: Zono-Biome nach Walter & Breckle (1983, S. 23)  
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Ökozonen (nach SCHULTZ 2000, S.26-27)
   
 
 
Ökozonen
N-Amerika
Eurasien
S- und
Mittelamerika
Afrika
Australien
(mit Neuseeland)
Polare/
Subpolare Zone
In Kanada vom arktischen Archipel bis zum Südende der Hudson Bay (Barren Grounds, Labrador); Norden und Westen von Alaska. Arktische Inseln und Island; etwa 300-500km breite Küstenzone nördlich desPolarkreises in Skandinavien und Russland (haubptsächlich in Sibirien)      
Boreale Zone Etwa 700 km breiter Gürtel von Alaska bis Neufundland (grösster teil Kanadas südlich der Tundren). 1000 - 1500 km breiter Gürtel von Skandinavien bis Kamschatka (grösster Teil von Sibirien südlich der Tundren).      
Feuchte Mittelbreiten Westküste von Oregon bis Kanada sowie der NO der USA (etwa östl. von 95 Grad W u. nördl. von 36 Grad N) und benachbarte Gebiete von kanada (Montreal). W-, Mittel-, und O-Europa bis ca. 1500 km östl. Ural (Nowosibirsk) sowie NO-China (Mandschurei, Beijing [Peking]), Korea (ausser Süden) und N-Japan. Südliches Chile (Westpatagonien, 'Kleiner Süden')   SO-Australien (Melbourne) und Tasmanien; Südinsel von Neuseeland.
Trockene Mittelbreiten Great Plains von Saskatchewan und Alberta in Kanada bis Texas in den USA (etwa westl. von 95 Grad W) sowie Grosses Becken. Teilweise über 2000 km breiter innerkontinentaler Gürtel von der Ukraine bis zur Wüste Gobi und der Mongolei. Südliches Argentinien (Ostpatagonien).   Neuseeland: kleines Gebiet auf der O-Seite der Südinsel.
Winterfeuchte Subtropen Küstennahe Gebiete von Kalifornien. Breiter saum am N- und O-Rand vom Mittelmeer, nach O bis in den Iran. Mittleres Chile. N-Afrika: Küstensäume von Marokko, Algerien und Tunesien; Cyrenaika in Libyen:
S-Afrika: Kapregion.
SW-Australien (Perth) und SO-Australien (Adelaide).
Immerfeuchte Subtropen SO-der USA, etwa bis 36 Grad N und westl. bis zur Langgrassteppe von Texas. Mittleres China (südl. 32 Grad N), südl. Hälfte von Japan (nordw. bis etwa 37 Grad N). S-Staaten von Brasilien (Sao Paulo, Parana, Sta. Catarina u. Rio Grande do Sul), östl.Pampa von Argentinien und Uruguay. Östl. Teile von S-Afrika: Natal, Transkei, östl. Kapregion Küstenzone und Great Dividing Range von O-Australien, etwa zwischen 23 und 37 Grad S, Nordinsel von Neuseeland.
Tropisch/
subtropische Trockengebiete
vgl. S- und Mittelamerika! Naher Osten, Pakistan und NW-Indien. Mittelamerika: Sonora und Chihuahua Wüste (von N-Mexiko bis in den SW der USA);
S-Amerika: Caatinga in NO-Brasilien, Gran Chaco und Monte in Paraguay und N-Argentinien; Atacama in Chile und Peru.
N-Afrika: Sahara, Sahel;
E-Afrika: von Somalia bis nach N-Tansania;
S-Afrika: Namib, Kalahari und Karoo;
SW-Madagaskar (Toliara).
Australien ausser den mehr oder weniger breiten Küstenregionen im Norden, Osten, Süden und Südwesten.
Sommerfeuchte Tropen   Östliches und südöstliches Indien, Thailand, Kambodscha, Vietnam und äusserster Süden von China. Mittelamerika: grösste Teile von Mexiko;
S-Amerika: Llanos del Orinoco, Campos cerrados (grösste Teile von Brasilien südl. des Amazonasbeckens).
Sudan Zone (südl. des Sahel); grosse Teile von O- und Zentralafrika (südl. des Kongobeckens); mittleres Madagaskar. Nördlichste Teile von Australien (Arhem Land, York Halbinsel).
Immerfeuchte Tropen   Grösste Teile von Sri Lanka, Burma, Malaysia, Indonesien, Philippinen und Neuguinea. Mittelamerika: von Chiapas (S-Mexiko) bis Panama; die grössten Anteile der Karibischen Inseln.
S-Amerika: Amazonasbecken, Küstenregionen in SO-Brasilien (Rio de Janeiro)
Guinea Zone (südl. der Sudan-Zone) in W-Afrika; Kongobecken in Zemtralafrika; Ostseite von Madagaskar.  
 
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Zono-Biome (nach WALTER 1973, S.25/26)
   
 

Klimazonen
als
Zonobiome


Beschreibung
Weit über 1000 weitere Diagramme mit detaillierten Angaben zu Temperaturverlauf und Niederschlägen finden Sie u.a. unter

Klimadiagramme weltweit und Wetter & Klima

[date of access: 21.06.04]


Typische
Klimadiagramme


Zum Zoomen der weiteren Beispiele bitte Lupen anklicken!
I. Äquatoriale Zone Etwa zwischen dem 10. Breitengrad N und S mit einem Tageszeitenklima, d.h. die Tagesschwankungen der Temperatur sind grösser als die Jahresschwankung der Tagesmittel, die das ganze Jahr um 25 - 27 Grad C liegen. Der Jahresniederschlag ist meist hoch, die Regenmaxima liegen zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche; doch gibt es in dieser Zone auch einzelne aride Gebiete.

Beispiel Klimatypus I
Äquatoriales feuchtes Klima in Kolumbien (typisch), Kamerun (trockener) und Australien (Übergangszone zu II)
II. Tropische Zone Nördlich und südlich von I (etwa bis zu 30 Grad N und S) mit bereits merklichem Jahresgang der Tagesmittel der Temperatur; die Regenmaxima verschieben sich in die Sommermonate und bilden schliesslich ein Maximum zur Zeit des Zenitstandes der Sonne. Wir haben somit eine Sommerregenzeit und eine Trockenzeit in den kühlen (Winter-) Monaten. Diese wird mit zunehmender Entfernung vom Äquator immer länger, zugleich nehmen die Jahresniederschläge ab.

Beispiel Klimatypus II
Tropisches Klima mit Sommerregen in Brasilien, Südafrika (schon mit Frösten) und Australien
III. Subtropische Trockenzone Polwärts vom 30. Breitengrad im Bereich der absteigenden Luftmassen, die sich erwärmen und sehr trocken werden. Die Niederschläge sind sehr gering, die Temperaturen am Tage infolge der starken Einstrahlung sehr hoch; dagegen können sie nachts bei starker Ausstrahlung in den Wintermonaten sogar unter Null sinken. Es ist die Zone der Wüsten.

Beispiel Klimatypus III
Arides subtropisches Wüstenkliam in Peru (etwas Winterregen), SW-Afrika (selten Sommerregen, oft Nebel) und Arabien (mit Winterregen)
   
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IV. Übergangszone mit Winterregen Um den 40. Breitengrad herum, die im Sommer in die Zone des hohen Luftdrucks und der trockenen Luft fällt, im Winter jedoch bereits zyklonale Regen erhält. Es ist das typische Klima des Mittelmeergebietes ohne kalte Jahreszeit, aber mit gelegentlichen Frosteinbrüchen und einer langen Sommerdürre.

Beispiel Klimatypus IV
Etesienklima von mediterranem Typus in Chile, Südafrika und Portugal
V.-VIII. Gemässigte Zonen Mit zyklonalen Regen zu allen Jahreszeiten, die aber mit zunehmender Entfernung vom Ozean abnehmen. Wir unterscheiden deshalb ein feuchtes ozeanisches Klima und ein trockenes kontinentales, bei dem zugleich die Sommer heisser und insbesondere die Winter kälter werden.
Es handelt sich im einzelnen im folgende Klimagebiete:
 
V. Warmtemperiertes Klima Mit wenig ausgeprägter, meist fehlender Winterkälte, grosser Feuchtigkeit namentlich im Sommer.

Beispiel Klimatypus V
Warmtemperiertes und feuchtes Klima in Uruguay, Südafrika und Türkei (Rize, Nord-Anatolien mit hohen Niederschlägen)
VI. Typisches gemässigtes Klima Wie z.B. in Mitteleuropa, mit einem kalten, aber nicht zu lange anhaltenden Winter oder mit fast frostfreiem Winter, dann aber sehr kühlem Sommer (extrem ozeanisch).

Beispiel Klimatypus VI
Gemässigtes Klima in Norwegen, Chile (sehr feucht, milde Winter, aber kühle Sommer) und USA (kalte Winter, aber heisse Sommer)
VII. Arides gemässigtes Klima Mit kontinentalem Charakter, starken Temperaturgegensätzen im Sommer und Winter und geringen Niederschlägen. Es ist das Klima der temperaten Steppen.

Beispiel Klimatypus VII
Arides gemässigtes Klima in Zentralasien (Steppenlandschaften, extrem kontinental und Halbwüste bis Wüste als VIIa mit kalten Wintern, vgl. auch Subzonobiome), N-Amerika (Prärie), Argentinien (Pampa) sowie sehr kleines Steppengebiet Neuseelands (ausgeglichener)
VIII. Boreales und kaltgemässigtes Klima Mit kühlen und feuchten Sommern und kalten Wintern, die über ein halbes Jahr andauern.

Beispiel Klimatypus VIII
Boreales kaltes Klima in Sibirien (extrem kontinental), Zentralrussland und Schweden (ausgeglichener)
IX. Arktische Klimazone Mit geringen über das gesamte Jahr verteilten Niederschlägen, aber trotzdem infolge der tiefen Temperaturen mit einem feuchten kurzen Sommer ohne Nächte und sehr langem, kaltem und dunklem Winter.

Beispiel Klimatypus IX
Arktisches Klima im Norden der UdSSR (kontinental), Norwegen (feucht) und Argentinien (maritim)
 
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ANMERKUNGEN
und
weitere
HINWEISE:


Von dieser allgemeinen Zonierung kommen im einzelnen starke Abweichungen vor:

Zunächst ergeben sich asymmetrische Verhältnisse zu beiden Seiten des Äquators. Durch das Überwiegen der Meeresfläche auf der Südhemisphäre ist das Klima dort allgemein kühler und ausgeglichener, d.h. ozeanischer; die Zone III ist nur wenig ausgeprägt. Da nur S-Amerika über den 40 Grad S hinausragt, nimmt die gemässigte Zone nur eine kleine Fläche ein, die boreale fehlt ganz und die antarktische ist fast nur durch den vereisten antarktischen Kontinent vertreten.

Abweichungen bedingen auch die planetaren Winde: Die Passate (NO- und SO-Passate sind ursächlich trockene Luftmassen), die äquatorwärts wehen, bringen keinen Regen, wenn sie ablandig strömen und nicht auf Gebirge stossen (Steigungsregen); dasselbe gilt von dem Monsun, der in O-Afrika über Festland weht.

Andererseits bringen Monsune (quasi eine Sonderform der Passatzirkulation als Folge der Verlagerung der ITC) -, aber auch Passate, die vom warmen Meer her kommen - Regen, wie z.B. der Guinea-Monsun und die Monsunwinde Indiens, Indonesiens und SO-Asiens.

Gebirgszüge stören ebenfalls die Zonierung; sie erhalten auf der Luvseite durch die Steigungsregen hohe Niederschläge, während sie auf der Leeseite trocken sind, ebenso wie das weite Tiefland im Windschatten.

Durch das Zusammenwirken aller dieser Faktoren und weiterer lokaler Einflüsse erklärt sich die Niederschlagsverteilung auf der Erde und damit die Ausbildung klimatisch bedingter ökologischer Zonen. Vgl. Sie die Abbildungen zu den Biomen und Zono-Ökotonen unten! (aus Walter 1985, Legende vgl. oben!)

   
 
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Ecological zone breakdown used in Forest Resources Assessment (FRA) 2000 of FAO
   
  Anmerkung: Die folgende Ökologische Zonierung durch FAO und WCMC ist von besonderer Bedeutung, da sie mittlerweile international Verwendung findet!
   
  Source: Forest Resources Assessment 2000 (FAO) [date of access: 16.09.2005]
  "ECOLOGICAL ZONE MAP

The underlying strategy for the FRA ecological zoning reflected both the thematic and technical needs of the map as well as the many operational constraints that were expected in its development. In terms of ecosystem principles, the map requirements were such that zones or classes were defined and mapped using a holistic approach. That is, both biotic and abiotic components of ecosystems were considered in the zoning scheme. Beyond the thematic content and zoning, practical aspects of digital cartographic production, such as data availability, currency, scale and the associated reliability of the map inputs, were also taken into account (Simons 2001).

FAO conducted two preliminary studies to identify specific alternatives and constraints in the development of a global ecological zone (GEZ) map appropriate for FRA 2000 purposes (Preto 1998; Zhu 1997). Findings from these studies, experience in the development of the tropical ecological zone map for FRA 1990, and recommendations from other parties consulted in the process indicated that FAO could not complete an entirely new global ecological zoning map by 2000 because of the large amount of scientific, organizational and financial resources and time required. FAO therefore focused on identifying an existing scheme that might be used or adapted to the programme's needs. A Workshop on Global Ecological Zones Mapping, held in Cambridge, United Kingdom in July 1999, and attended by experts from 15 countries, helped set the framework.

Because of the enormity of conducting the work on a global scale, a classification scheme had to be chosen that would meet FAO's thematic requirements, be practical to construct with available resources and meet the scrutiny of diverse users from all parts of the world. Existing schemes were each developed for specific purposes according to various environmental criteria. Macroclimate (temperature and precipitation) was an element used by most (Preto 1998; WCMC 1992). Since macroclimate correlates well with the potential vegetation associated with a particular locale, it was considered a logical basis for the FRA ecological zoning as well."
   
 
EZ Level 1 - Domain

EZ Level 2 - Global Ecological Zone

Name:

Criteria (equivalent to Köppen-Trewartha climatic groups)

Name (reflecting dominant zonala vegetation)

Code

Criteria (approximate equivalent of Köppen-Trewartha climatic types, in combination with vegetation physiognomy, and one orographic zone within each domain)

Tropical

All months without frost: in marine areas over 18°C

Tropical rain forest

TAr

Wet: 0-3 months dry,b during winter

Tropical moist deciduous forest

TAwa

Wet/dry: 3-5 months dry, during winter

Tropical dry forest

TAwb

Dry/wet: 5-8 months dry, during winter

Tropical shrubland

TBSh

Semi-arid: evaporation > precipitation

Tropical desert

TBWh

Arid: all months dry

Tropical mountain systems

TM

Approximately > 1.000m altitude (local variations)

Subtropical

Eight months or more over 10°C

Subtropical humid forest

SCf

Humid: no dry season

Subtropical dry forest

SCs

Seasonally dry: winter rains, dry summer

Subtropical steppe

SBSh

Semi-arid: evaporation > precipitation

Subtropical desert

SBWh

Arid: all months dry

Subtropical mountain systems

SM

Approximately > 800-1000 m altitude

Temperate

Four to eight months over 10°C

Temperate oceanic forest

TeDo

Oceanic climate: coldest month over 0°C

Temperate continental forest

TeDc

Continental climate: coldest month under 0°C

Temperate steppe

TeBSk

Semi-arid: evaporation > precipitation

Temperate desert

TeBWk

Arid: All months dry

Temperate mountain systems

TM

Approximately > 800 m altitude

Boreal

Up to three months over 10°C

Boreal coniferous forest

Ba

Vegetation physiognomy: coniferous dense forest dominant

Boreal tundra woodland

Bb

Vegetation physiognomy: woodland and sparse forest dominant

Boreal mountain systems

BM

Approximately > 600 m altitude

Polar

All months below 10°C

Polar

P

Same as domain level

   
 
a Zonal vegetation: resulting from the variation in environmental, i.e. climatic, conditions in a north-south direction.

b A dry month is defined as the month in which the total precipitation expressed in millimetres is equal to or less than twice the mean temperature in degrees Centigrade.

However, a climatic map showing such key features as temperature and precipitation is not necessarily an ecological map until the boundaries are shown to correspond to significant biological boundaries. Likewise, maps of landform types (derived from digital elevation data) are not necessarily ecological maps until it has been shown that the types co-vary with other components of the ecosystem, such as vegetation (Bailey 1998).

For the choice of climatic parameters to be used in the FRA 2000 map a number of global systems were surveyed (Köppen 1931; Trewartha 1968; Thornthwaite 1933; Holdridge 1947). Köppen modified by Trewartha was selected as the best candidate because of the number of classes that corresponded well to FRA 2000 needs. Moreover, while Köppen-Trewartha is based on climate, there is a demonstrated good correspondence between its subzones or climatic types and the natural climax vegetation types and soils within them (Bailey 1996).

FAO, in cooperation with EDC and UNEP-WCMC, thus developed a prototype zoning scheme for FRA 2000 based on Köppen-Trewartha. The zoning was made hierarchical using Köppen-Trewartha's climatic groups and climatic types as FAO ecological zone levels 1 and 2, respectively."

 
Source:Forest Resources Assessment 2000 (FAO) [date of access: 16.09.2005]
   
 

LITERATURE mentioned above:

Bailey, R.G. 1998.
Ecoregion map of North America. USDA Forest Service Publication No. 1548, Washington, DC.
Bailey, R.G. 1996. Ecosystem geography. New York, Springer Verlag.
Holdridge, L.R. 1947. Determination of world plant formations from simple climatic data. Science, 105: 367-368.
Köppen. 1931. Grundrisse der Klimakunde. Berlin, Walter de Gruyter Co.
Preto, G. 1998. A proposal for the preparation of the global eco-floristic map for FRA 2000. Rome, FAO. (unpublished)
Simons, H. 2001. Global ecological zones mapping. FRA Working Paper No. 56. Rome, FAO.
Thornthwaite, C.W. 1933. The climates of Earth. Geographic Review, 23.
Trewartha, G.T. 1968. An introduction to weather and climate. New York, McGraw-Hill.
WCMC. 1992.
Global biodiversity: status of the earth's living resources. London, Chapman & Hall.
Zhu, Z. 1997. Develop a new global ecological zone map for GFRA 2000. Rome, FAO.

   
 
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A n t e i l  (in %) der Ökozonen an der Landfläche der Erde
(nach Schultz, 1988)

 Ökozonen
Anteil der Zonen an der Landfläche
% der
Gesamtfläche
% der
eisfreien Fläche
 1. Polare / subpolare Zone
 1.1 Tundra und Permafrostzone
 1.2 Eiswüsten
14,8
3,9
10,9
4,4
4,4
-
 2. Boreale Zone
13,0
14,7
 3. Feuchte Mittelbreiten
9,7
10,9
 4. Trockene Mittelbreiten
 4.1 Grassteppen (Prairien)
 4.2 Wüsten und Halbwüsten
11,0
8,0
3,0
12,3
8,9
3,4
 5. Tropische / subtropische Trockengebiete
 5.1 Dornensavannen und -steppen
 5.2 Wüsten und Halbwüsten
20,9
9,2
11,7
23,4
10,1
13,3
 6. Winterfeuchte Subtropen
1,8
2,0
 7. Sommerfeuchte Tropen
16,3
18,3
 8. Immerfeuchte Subtropen
4,1
4,6
 9. Immerfeuchte Tropen
8,3
9,4
 
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Weitere Unterteilungen innerhalb der Vegetationszonen
   
 

Walter grenzt aus seinen Zonobiomen auch noch die Orobiome aus. Es sind Gebirgsgegenden, die wegen ihrer Höhe eine andere Vegetation (oft extrazonale, d.h. klimaabhängige zonale Vegetation, welche innerhalb einer anderen Vegetationszone vorkommt) tragen.

Eine nähere Beschreibung findet sich hier!

   
  Pedobiome sind Sonderstandorte mit speziellen Bodenausbildungen, z.B. dauervernässte, salzige, sandige oder steinige Böden, welche eine azonale (d.h. vom Klima unabhängige) Vegetation tragen. Sie wird weniger durch das Makroklima als durch die speziellen Bodeneigenschaften geprägt (siehe auch Anmerkung unten!).
   
  Ergänzung:
Der Begriff Biom kommt aus der Landschafts- und Bioökologie. Er beschreibt grossräumige - in der Regel einheitliche - Lebensräume, die als zusammengesetze und verschiedene Ökosysteme funktionieren. Innerhalb dieser können dann wieder Vegetationseinheiten (z.B. "Pflanzengesellschaften") ermittelt werden.
 
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Probleme bei der Bodenklassifikation
   
 

Eine weltweit gültige - und anerkannte - Ansprache von Böden existiert (noch) nicht. Es ist wohl nicht übertrieben, von einem - wenigstens teilweise - internationalen Chaos zu sprechen, was es besonders für Nicht-Bodenkundler schwer macht, die unterschiedlichen Bewertungen auf vorhandenen Kartenwerken miteinander zu vergleichen.

Die neuesten Informationen zur  Bodengeografie und Bodenkunde sowie Systematik der Böden  finden Sie auf der Seite "Literatur und Hinweise zur VL-TWK"

 

KLEINER ÜBERBLICK:

Einerseits gibt es länderspezifische Klassifikationen, z.B.

  • Deutschland - Klassifikation der Geologischen Landesämter und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, wie sie der Bodenkundlichen Kartieranleitung zu Grunde liegt,
  • Schweiz - Bodenklassifikation der Schweiz nach Pallmann,
  • USA - Soil Taxonomy, etc.)

und jene, welche von internationalen Organisationen verwendet werden. Dabei handelt es sich vornehmlich um die

  • FAO -Klassifikation - International Reference Base for Soil Classification (IRB).

    Eine weite Verbreitung - und einen grossen Einfluss - hat international auch die in den USA entwickelte Soil Taxonomy (1975, 1994) gefunden.

    Der Natural Resources Conservation Service (NRCS) des United States Department of Agriculture (USDA) stellt die 12 Ordnungen mit zahlreichen Unterordnungen der Soil Taxonomy, inkl. jeweils ein Beispielprofil, im Internet vor.
    [date of access: 21.06.04]

Die ursprüngliche - europäische - Systematik geht auf russische Einteilungen zurück und berücksichtigt vor allem die vegetationszonalen und klimatischen Parameter bei der Bodenbildung.

"In diesem Jahrhundert setzten sich grundsätzlich die morphogenetischen (oder pedogenetischen) Systeme durch, bei denen einerseits die analytischen Merkmale eines Bodens sowie andererseits die Prozesse der Bodenbildung und die Entwicklungsgeschichte im Vordergrund stehen.

Eine dritte Möglichkeit der Klassifikation besteht in der Verwendung der analytischen Bodenmerkmale allein (unabhängig von der Entstehung) als Kriterien. Diese Klassifikation wird von den USA und etwas abgeändert von der FAO verwendet, und lässt sich nicht problemlos mit unseren pedogenetischen Systemen parallelisieren. (...)

Zunehmend wird (...) das Klassifikationssystem der FAO angewendet. 1998 wurde zudem von der International Society of Soil Science des International Soil Reference and Information Centre ISRIC, die sog. 'World Reference Base for Soil Resources' (WRB) verabschiedet (als PDF-Datei zum Herunterladen), die eine Modifikation des FAO-Systems darstellt." (www.source: Uni Zürich, Bodenkunde)
[date of access: 21.06.04]

Bei den, im Rahmen der LV TWK genannten Bodentypen, wird dem Klassifikationssystem der FAO der Vorzug gegeben, gleichwohl versucht, auf entsprechende Benennungen der US. Soil Taxonomy hinzuweisen.

 
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Vergleich von FAO-Bodeneinheiten mit der Klassifikation der US-Soil Taxonomy
   
 
FAO Soil Units U.S. Soil Taxonomy
Acrisols Ultisols
Andosols Andepts
Arenosols Psamments
Cambisols Inceptisols
Chernozems Borolls
Ferralsols Oxisols
Fluvisols Fluvents
Gleysols Aquic Suborders
Greyzems Borolls
Histosols Histosols
Kastanozems Ustolls
Lithosols Lithic Subgroups
Luvisols Alfisols
Nitosols Ultisols and Alfisols
Phaeozems Udolls
Planosols --
Podzols Spodosols
Podzoluvisols Glossic Great Groups of Alfisols
Rankers Lithic Haplumbrepts
Regosols Orthents, Psamments
Rendzinas Rendolls
Solonchaks Salic Great Group
Solonetz Natric Great Group
Vertisols Vertisols
Xerosols Mollic Aridisols
Yermosols Typic Aridisols
   
vgl. Sie FAO - Soil Unit Classification Scheme  auf der Website "GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Website Office of Arid Lands Studies.
   
  www.source: Department of Soil Science University of Wisconsin-Madison 1525 Observatory > courses
  [date of access: 21.06.04]
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LV-TWK-Kehl
© Harald Kehl - TU-Berlin - Institut für Ökologie



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