TU-BERLIN Ergänzungen zur Vorlesung TWK an der TU-Berlin
Inst. f. Ökologie

Vegetationsökologie Tropischer & Subtropischer Klimate
von PD Dr. H. Kehl
LV-TWK-Kehl
  ZM11
   
Die Debatte um den Klimawandel
Oft nur eine "Rede über das Wetter"? S. A2-15
Suchfunktion
Teil 1: I Vorbemerkungen zur Klimadebatte und neuen globalen "Verantwortung"
    II Das Niveau der Klimadebatte VI Stand der Dinge - nur wenige Aspekte
    III Eine Welt voller Widersprüche VII Katastrophen haben immer Konjunktur
    IV Temperaturzunahme seit der "Kleinen Eiszeit" VIII Unterschätzte Risiken - das eigentliche Problem?
    V Diskussion um u. Anspruch auf den Konsens   Mehr Links zum Thema "Global Warming"
Teil 2: Erkenntnisse zu und Interpretationen der aktuellen Klimaentwicklung
Teil 3: Bedeutung der Sonnenfleckenaktivität - gering oder hoch?
 
   
Teil
1- I: Die Klimadebatte und die neue "Verantwortung" Hinweis bitte beachten!
   
Peak-Oil - Auch ein Hintergrund.   Themen dieser Seite:
   
  Vorbemerkungen
  Hintergründe und Methoden der Auseinandersetzung
  Besonnene und kritische Stimmen in der Debatte
WEO Offensive und tw. extrem populistische Stimmen
  Andere Wissenschaftler und Journalisten
EWG Weitere kritische Stimmen
  Argumentationsstrategien und -methoden
  Zur Rehabilitiering der Kernkraft / Kernenergie
  Relevanz von sogenannten "Globaltemperaturen"
 
  Vorbemerkungen zur fast unausweichlichen - anthropogen bedingten - 'Katastrophe'.*
  *:Vgl. Sie dazu auch S. Freud (1930) Das Unbehagen in der Kultur, Teil 1.
und P. Watzlawick (2005) Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen ...
sowie
Sören Kierkegaard, dänischer Theologe u. Philosoph, (1813-1855)
"Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
dass die Ansicht falsch ist. Menschen, die Recht haben, stehen meistens allein."
 
   
   

Vorbemerkungen auch deshalb, weil bei eher fachfremden, gleichwohl kritischen Naturwissenschaftlern, welche die heftigen Diskussionen der Klimatologen untereinander (bzw. jener, die sich dafür ausgeben) aufmerksam verfolgen, der Eindruck entstanden ist, dass politische (und finanzielle) Implikationen von grösserer Bedeutung sind als verifizierbare wissenschaftliche Ergebnisse.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen steht häufig dasIPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), oder Wissenschaftler und Einrichtungen, die ihm nahestehen. Wie dieSelbstbeschreibung des IPCC nahelegt (siehe unten), wird der anthropogen bedingte Klimawandel (AGW - Anthropogenic Global Warming) als wahrscheinlich suggeriert und bildet quasi die Legitimation dieser zwischenstaatlichen Organisation, etabliert 1988 durch WMO und UNEP.

  • "The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) is a scientific body tasked to evaluate the risk of climate change caused by human activity."
  • "The IPCC does not itself carry out research, nor does it monitor climate or related phenomena. A main activity of the IPCC is publishing special reports on topics relevant to the implementation of the UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)."
  • "The IPCC bases its assessment mainly on peer reviewed and published scientific literature."
  • "The stated aims of the IPCC are to assess scientific information relevant to:
    • human-induced climate change,
    • the impacts of human-induced climate change,
    • options for adaptation and mitigation."

Es ist also kaum zu erwarten, dass das IPCC jemals auch nur ansatzweise die These in Frage stellen wird, wonach der Klimawandel anthropogene Ursachen hat, da damit seine Legitimation weitestgehend obsolet würde.



D
ass Skepsis gegenüber offiziellen Verlautbarungen des IPCC und seinen Protagonisten angebracht ist, zeigen
peinliche Falschmeldungen und dubiose Wissenschaft sowie die 2009 durch Datenpiraterie an die Öffentlichkeit gelangte Email-Korrespondenz ("alleged CRU Emails") zwischen führenden Vertretern der AGW-Hypothese. Hier wird das geradezu inzestuöse Peer-Review-Verfahren für einschlägige Publikationen und die Entwicklung eines Konsenses innerhalb einer "concerned community" überdeutlich. Der Hinweis von Enders (2008), wonach "bei wissenschaftlichen Arbeiten (...) von einem vorausgegangenen Abgleich der wissenschaftlichen Ergebnisse in einem Wissensnetzwerk ausgegangen werden [kann]", hat hier eine besondere Tragweite.

Auch wenn die Gatekeeper-Allüren an sich (hier ganz aktuell im Fall Bengtsson 2014-05) undvermutliche Versuche der Datenmanipulation im Vordergrund der sogenannten "ClimateGate" - Diskussion stehen, so sind es doch eher die gewollte Intransparenz bei der Interpretation verwendeter Daten, die offensichtlich gezielte Verwendung von "grauer" NGO-Kampagnen-Literatur (vgl. Interview mit Schellnhuber in der SZ vom 12.02.2010) sowie die Verhinderung (cf. unter 21.Nov. 2009) von nicht mehr ergebnisoffener Forschung, welche der Glaubwürdigkeit einiger Klimawissenschaftler schweren Schaden zufügen.

Zunehmend werden von führenden IPCC Wissenschaftlern kritische Hinterfragungen - auch zum sogenannten Treibhauseffekt - als unlauterer und unsachlicher Skeptizismus abgewertet (siehe unten und Kommentar in der NZZ vom 14.10.07!). Ein Aufsatz zu den "Wurzeln des IPCC" von Tony Gilland findet sich im NOVO-Magazin, 91/92 (2007/2008).

Siehe auch: "Wenn Forschern die Demokratie lästig wird" (SPON, 29.12.2009), "Die Wolkenschieber" (SPON, 29.03.2010, in 7 Teilen, von Marco Evers, Olaf Stampf und Gerald Traufetter) und "Global Warming" - Eine Welt voller Widersprüche.


Kritik an den IPCC-Thesen vom
anthropogen bedingten Klimawandel scheint mittlerweile sogar der 'political correctness' zu widersprechen. Und der "Kampf gegen den Klimawandel bzw. die Klimakatastrophe" zum guten Ton zu gehören.


"D
ass der Streit der Klimaforscher eskalieren würde, hatte sich abgezeichnet. 'Der Umgangston ist rau geworden', sagte
[Dr.] Uwe Mikolajewicz vom Max-Planck-Institut für Meteorologie zu SPIEGEL ONLINE. Das liege an der starken Politisierung des Themas: Auf der einen Seite versuchen sogenannte Klimaskeptiker trotz zahlreicher gegenteiliger Belege häufig in dogmatischer Weise, Zweifel an der These der globalen Erwärmung zu säen. Auf der anderen Seite kämpften Klimaforscher 'mit quasi-religiösem Sendungsbewusstsein für die Rettung der Welt', meint [Prof. Dr. Ulrich] Cubasch [FU-Berlin, Inst. f. Meteorologie]. Wer sich differenzierter äussere, gelte schnell als Nestbeschmutzer." Aus: Rüpeleien unter Klimaforschern - Streit vor US-Kongress, von Axel Bojanowski in SPIEGEL-Online vom 28. Juli 2006.

   
    Der Autor dieser Website, welche als kleine Ergänzung zum virtuellen Manuskript der Vorlesung Vegetationsökologie tropischer und subtropischer Klimate an der TU-Berlin, Institut für Ökologie, zu verstehen ist, favorisiert die Position einer skeptischen Wissenschaft, welche die Diskussion um die "CO2-Hypothese" keinesfalls für abgeschlossen hält. Dabei ist unbestritten, dass global - und regional unterschiedlich - die Temperaturen seit dem Ende der Kleinen Eiszeit leicht zugenommen haben. Aktuelle und seriöse Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Sonnenaktivität und diverse, bisher nur schlecht verstandene Rückkoppelungsprozesse, eine weitaus grössere Rolle für die globale Klimaentwicklung spielen als bisher angenommen. Vgl. Stand der Forschung.
   
    Generell ist den kritischen Bemerkungen von Prof. Heinz Miller, Vizedirektor des AWI für Polar-und Meeresforschung in Bremerhaven, in einem Beitrag von Hans Schuh in DIE ZEIT (2007,Nr. 24) zuzustimmen, wonach derjenige, der "von Klimaschutz redet, (...) Illusionen [weckt]. (...) Klima lässt sich nicht schützen und auf einer Wunschtemperatur stabilisieren. Es hat sich auch ohne Einwirkungen des Menschen oft drastisch verändert." (siehe Bluemle 1999) Schlagworte wie Klimakollaps oder -katastrophe hält er für irreführend. "Das Klima kann nicht kollabieren, Natur kennt keine Katastrophen." Was wir Menschen als Naturkatastrophen bezeichneten, seien in Wahrheit Kulturkatastrophen, weil unser vermeintlicher Schutz vor äusseren Unbilden versage. "Wer Häuser dicht am Strand, am Fluss oder in Lawinengebieten baut, muss mit Schäden rechnen", sagt er. Andere sagen: "Nicht in Auen bauen", wenn man in der Nähe von Flüssen etc. wohnen will.
   
    Gleichwohl werden aus gutem Grunde die widersprüchlichen Verlautbarungen und Erwartungen von Vertretern der "CO2-Hypothese" intensiver hinterfragt, da deren - wohl oft von Ideologie und Geltungssucht geprägten - Äusserungen von hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung sind und besonders in den Medien zu hysterischen Reaktionen geführt haben und die Klimafrage von einigen Politikern und Wissenschaftlern zum "Schicksalsthema" der Menschheit schlechthin hochstilisiert wird. Zum Hintergrund der Klimadiskussion lohnt es sich, Spencer Weart zu lesen:The Discovery of Global Warming, Harvard University Press, 2004. Der Autor wendet sich mit Nachdruck gegen jeglichen Alarmismus und setzt sich für ergebnisoffene und gegen politisch instrumentalisierte Wissenschaft (und v.v.) ein. Vgl.Hinweis!
   
    Dem Autor dieser Seiten ist durchaus bewusst, dass jede auch noch so zurückhaltend kritische Position zur hochgradig ideologisch belasteten Diskussion um die Klimaentwicklung, zu einem Applaus aus der "falschen" Ecke führt. Das wird sich nie ganz vermeiden lassen. Die gesellschaftspolitische Position des Verfassers wird sich dem Leser jedoch unschwer aus den hier vorgestellten "Bemerkungen" erschliessen. Vgl. z.B. den Hinweis zur Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie in der EZ.
 
 
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  Hintergründe und Methoden in der Auseinandersetzung:
         
 

In den letzten ca. 150 Jahren - seit dem Ende der "Kleinen Eiszeit" [Hinweis]  - sind die Temperaturen global (Anmerkung dazu!) um 0.6 ± 0.2 K gestiegen. Im wesentlichen in der nördlichen Hemisphäre mit ihren grösseren Landmassen, d.h. vor allem im Nordatlantikraum und benachbarter Festländer. Auf die markante Abkühlung zwischen etwa dem 15. und 19. Jahrhundert vor allem wiederum in der nördlichen Hemisphäre mit häufigen Missernten, Hungersnöten, Sturmfluten und Überschwemmungen, ökonomischem Niedergang und sozialen Unruhen, folgte eine mehr oder weniger kontinuierliche Erwärmung, welche zum Beginn des 21. Jahrhunderts etwa die Temperaturen der Mittelalterlichen Warmzeit erreicht hat.

Generell sollte klar sein: Es hat NIE ein "stabiles Klima" gegeben. Es ist und war immer hoch dynamisch, d.h. auch, die klimatischen Bedingungen unterschiedlicher Klimazonen sind von permanenten und unterschiedlich starken Veränderungen geprägt.

   
 
   
 

Zu den Hintergründen der aktuellen Auseinandersetzung zählt das Erreichen des - zeitlich stark umstrittenen - globalen Ölfördermaximums, des sogen."global Peak-Oil". Ausserdem ist wohl damit zu rechnen, dass ab etwa 2050 (vgl. auch Splitting the Difference Between Oil Pessimists and Optimists, Nov. 2009) sich der globale Energieverbrauch verdoppelt haben wird und der Verteilungskampf um diese Ressourcen an Schärfe gewinnen wird. Die Auseinandersetzungen zwischen Persischem Golf und Kaspischem Meer (Strategische Ellipse) sind wohl nur ein Anfang (vgl. Brzezinski 1998, Cohen 1996). Die aktuelle Auseinandersetzung um die Ukraine spielt hier eine wesentliche Rolle, auch wenn dies in der Öffentlichkeit kaum diskutiert wird.

Über die tatsächlichen
globalen Reserven fossiler Energieträger ist jedoch wenig bekannt; siehe Abb. oben sowie Analysen vonWEO und EWG. Von elementarer ordnungspolitischer Bedeutung ist jedoch der Umstand, dass grosse Teile der globalen Wirtschaft von diesen endlichen fossilen Energieträgern abhängen und daher nach Alternativen gesucht werden muss.

Anmerkung: Als dieser Absatz geschrieben wurde, war von dem neuen Öl- und Gasboom durch das umstrittene Fracking (Hydraulic Fracturing) - bisher vor allem in den USA - noch nicht die Rede. Der "global Peak-Oil" dürfte sich damit weiter in die Zukunft verschieben. Ende Januar 2016 erklärte die Internationale Energie-Agentur (IEA) laut DWN sogar, dass die Märkte im Überangebot ertrinken könnten. Generell werden jedoch mittel- bis langfristig vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage und der nach wie vor hohen Explorationskosten sowie Unwägbarkeiten für die Umwelt, die Verteilungskämpfe um leichter, d.h. konventionell zu fördernde fossile Energieträger wohl kaum abnehmen.

Hinzu kommt die grosse Verletzlichkeit der Infrastruktur der Industriegesellschaften durch Wetter und Witterungsverläufe (weniger durch das Klima), was die "Klimaschutz"-Argumentation besonders relevant erscheinen lässt.

"Knapp ein Drittel der amerikanischen Wirtschaft ist wetterabhängig - insbesondere die Landwirtschaft, die Tourismusbranche, die Energie- und Versicherungswirtschaft. Derzeit werden an den Terminbörsen der USA jährlich Wetter-Derivate im Vertragswert von 14 Milliarden Dollar umgesetzt" (GEO Magazin, Nr. 09/02).

   
   
 

Zu fragen ist jedoch, ob nachvollziehbare wirtschaftspolitische Intentionen, wie Entwicklung und Erschliessung der Märkte für neue Umwelttechnologien, oder sogenannte"erneuerbare Energien" (die Energiewende könnte für D. zum Exportschlager werden, so Frau Dr. A. Merkel am 29.01.2014) vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen, Legitimation sind - oder sein dürfen? - für politisch akzeptierte und sogar befeuerte Katastrophen-Szenarien?

Dazu fast wörtlich HerrS. Gabriel am 15.03.2014 im inforadio des rbb zum Thema Energiewende, Energieeffizienz etc. auf die Frage, ob es hier um Klimaschutz, oder bei der ganzen Debatte doch eher um Ideologie ginge? Antwort in Auszügen:

"Es geht darum,
1. die deutsche Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu reduzieren. Das ist der Ursprung für die Energiewende gewesen
", etc. (hier erfolgt ein Hinweis auf den aktuellen Russland-EU-Konflikt).

"2. Ziel der Energiewende ist, einen neuen Industriezweig aufzubauen, das haben wir geschafft", etc.
und an 3. Stelle folgt dann das Klimaargument mit den vermutlich ernst gemeinten, gleichwohl sachlich falschen Hinweisen (
weil auswendig gelernt, aber Sinn nicht verstanden?), den Klimawandel könne man ja heute schon an den Wetterveränderungen sehen, aber auch an den ständigen Naturkatastrophen.

Und es sollte nicht allzu sehr verwundern, wenn nicht nur vermutet wird, dass die gegenwärtige - minimale - globale Temperaturzunahme, mit dem Aufhänger CO2 - Anstieg, nur ein probates Argumentations-Vehikel ist zur "politisch korrekten" Durchsetzung eben dieser eher energie-wirtschaftlichen Intentionen, auch unter Inkaufnahme zutiefst antidemokratischer Zielsetzungen.
Mehr zum unverantwortlichen Alarmismus.

   
  In diesen Kontext gehört auch der "Forscherdisput: Grabenkampf um Klimawandel-Kriege", kommentiert von Markus Becker in SPON vom 21. Jan. 2014. Links zur These in PNAS, zur Gegenstudie in PNAS und zur Reaktion von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen (Kommentar in SPON) finden sich im o.g. Artikel.
[date of access 21.01.14]
   
 
   
  Die Melange aus Ressourcen-Verknappung, Substitutions- bzw. Kompensations-Notwendigkeit, exponentiellem Wachstum der Weltbevölkerung und Abhängigkeit von Umweltstabilität, sind die besten Voraussetzungen, katastrophale Bedingungen für die Zukunft erfolgreich zu suggerieren, wenn nicht gehandelt wird. Zu fragen bleibt immer noch: cui bono?
   
  An dieser Stelle muss daran erinnert werden, dass noch vor 30-40 Jahren vor dem Hintergrund endlicher fossiler Energie-Ressourcen und der Zunahme von CO2 (als einem Treibhausgas von vergleichsweise geringer Bedeutung) in der Atmosphäre, Wissenschaftlern (übrigens auch Klimawissenschaftlern!) und Umweltschützern dies als Argument diente (und aktuell wieder dient), vehement den Ausbau der Kernenergie zu fordern. Tatsächlich mehren sich die Hinweise auf eine damalige starke Einflussnahme der "Energie-Lobby" über die Verteufelung von CO2 die Kernenergie "hochzujubeln". Vgl. Sie z.B. das Interview mit Prof. Hasselmann im SPIEGEL 1992, oder den umstrittenen „The Great Global Warming Swindle“ - Film. Auch wenn der CO2 - Anstieg einerseits als Indikator für die vermehrte Nutzung fossiler Energieträger stehen mag, so ist andererseits die Bedeutung der Anreicherung von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre für die globale Temperaturzunahme seit etwa 1850 mit extrem vielen Unsicherheiten behaftet.
   
 
 
  Die Ursachen für den nachgewiesenen Erwärmungstrend - er wird heute allgemein als "Global Warming" bzw. einseitig anthropogenic global warming (AGW) bezeichnet (vgl. Treibhaus-Effekt) - sind in der Wissenschaft umstritten. Viele Klimawissenschaftler sehen als Antriebskraft nicht unbedingt (oder ausschliesslich) die mit dem Industriezeitalter steigenden Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre, denn Korrelation heisst nicht gleich Kausalität! (Correlation Is Not Causation / 2009) PDF-File [750KB, 20pp., last date of access 23.03.14], weshalb darüber ein heftiger Streit entbrannt ist.
 
  Nach Aussagen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) besteht dagegen in der Klimawissenschaft ein weitgehender Konsens  was offensichtlich eine NICHT zutreffende Behauptung ist - , dass der Erwärmungstrend, das Ausmass sowie seine Geschwindigkeit einmalig seien und dafür vor allem erhöhte - anthropogene - Kohlendioxid-Konzentrationen in der Atmosphäre die überaus wahrscheinliche Ursache sind.
 
 
  • Zitat: (nach 2007 IPCC-SPM - Summary for Policymakers)
    "Most of the observed increase in globally averaged temperatures since the mid-20th century is very likely
    [>90% probability, Anm. Autor] due to the observed increase in anthropogenic greenhouse gas concentrations."
  • In einer Stellungnahme der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft heisst es jedoch nach wie vor: "Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte. Allerdings liegt bereits eine Reihe von Indizien für eine anthropogene Erwärmung vor." [last date of access 11.11.11]
  Von den Verfechtern der CO2-Hypothese (z.B. dem Ozeanografen Prof. Stefan Rahmstorf - seit 1996 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung *1 -, der meint, "Die Wahrheit zum Klima" zu kennen, und daran ist tunlichst nicht zu zweifeln, denn "Klimawissenschaftler lügen nicht" *1a) werden jene Wissenschaftler, welcher dieser Einschätzung skeptisch gegenüber stehen, als sogenannte"Klimaskeptiker", "Klimakritiker" oder "Klimaleugner" (denier, AGW heretics) *2 bezeichnet. Dabei handelt es sich um völlig unsinnige und oft diskriminierend verwendete Begriffe; tatsächlich ist es die "Killerphraseologie" einer aggressiven Rhetorik, zutreffend beschrieben in einem Leserbrief an das SdW vom Febr. 2009, um vom Mainstream abweichende, kritische Stimmen bzgl. IPCC- Verlautbarungen, pauschal zu diskreditieren. (vgl."Information oder Desinformation?"!)
 
  Oft wird von IPCC-Protagonisten "ad hominem" argumentiert, um damit den kritischen und skeptischen Wissenschaftler als Person und damit die von ihm vertretenden Argumente umso leichter diffamieren zu können. Bei ernst zu nehmenden Kritikern handelt es sich - wie oben angedeutet - um Wissenschaftler, die gegenüber der Hypothese einer ausschliesslich anthropogen bedingten globalen Erwärmung teilweise starke Vorbehalte haben, oder sich gegen den unkritischen Katastrophen-Alarmismus, und/oder gegen nicht mehr ergebnisoffene, politisierte Wissenschaft wenden. Vgl. dazu z.B. Lindzen (2008)
 
 
 
  Es verursacht bestenfalls ungläubiges Kopfschütteln, wenn Bücher schreibende (oder auch Filme drehende) Politiker zur Stützung ihrer Intentionen eine nicht der Realität entsprechende Situation suggerieren und falsche Behauptungen aufstellen, z.B.:
   
  "An dem jüngsten Klimabericht des IPCC haben weltweit etwa 1.400 Wissenschaftler und 480 Institute gearbeitet, insgesamt waren etwa 8.000 bis 10.000 Personen beteiligt. Und dann schreiben zwei Journalisten im "Cicero", dass das alles nicht stimmt. Ich halte das für verantwortungslos." Interview mit Michael Müller (Diplom-Betriebswirt und Staatssekretär im BMU) am Dienstag, den 17. Juli 2007, in n-TV.de. Siehe auch Eine Welt voller Widersprüche.
   
  Michael Müller ist Mitherausgeber des Buches mit dem Titel: "Der UN-Weltklimareport - Bericht über eine aufhaltsame Katastrophe", 2007, 1. Aufl., 429 S., Paperback, Kiepenheuer & Witsch Verlag (mit einem Vorwort von Umweltbundesminister Sigmar Gabriel).
   
  Eine geharnischte Besprechung dieses Buches bzw. unerträglichen Elaborates finden Sie im Spektrum der Wissenschaft (März 2008, S.104) von Sven Titz, promovierter Meteorologe und freier Journalist, unter dem Titel: "Vermischung von Wissenschaft und Politik - Angehörige des Bundesumweltministeriums verkaufen die Politik ihres Hauses unter dem Titel »UN-Weltklimareport«".
   
  Abgesehen davon, dass das Buch eine "Mogelpackung" ist, welche den UN-Klimareport nur auf etwa einem Viertel der Seitenzahl behandelt, "die Gefahr einer Klimakatastrophe beschwört" und "in den düstersten Farben ausmalt", liest es sich "über weite Strecken wie eine Programmschrift des Umweltministeriums" (Sven Titz - SdW, März 2008, S.104).
   
  Handelt es sich bei dem Buch also um eine Art "scheinheilige" Propagandaschrift, so sind in dem o.g. Interwiew die Angaben zu den beteiligten Wissenschaftlern und Institutionen des IPCC falsch *3 und es wird suggeriert, bestenfalls zwei - natürlich nicht ernst zu nehmende - Journalisten hätten einen verantwortungslosen Beitrag gegen den IPCC-Bericht im Magazin Cicero (Magazin für Politische Kultur) publiziert. Vgl. Sie dazu "Das Niveau der Klimadebatte", "Diskussion um u. Anspruch auf den Konsens" und "Katastrophen haben immer Konjunktur".
   
  Da der Diplom-Betriebswirt Herr Müller offensichtlich das Magazin Cicero liest, ist ihm sicher nicht der kritische Beitrag des Meteorologen und "Harvard trained atmospheric physicist"Prof. Richard S. Lindzen entgangen. Vgl."Überhitzte Prognosen - Die Temperaturen steigen, die Klimakatastrophe droht, und das CO2 ist daran schuld."
   
  Lindzen ist im Gegensatz zu vielen seiner Kritiker und den oft selbsternannten Klimaforschern tatsächlich renommierter Meteorologe. Er lehrt und forscht am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, Boston, und hat über 200 wissenschaftliche Publikationen (überwiegend peer reviewed) im Bereich Meteorologie und Klimatologie verfasst. Vgl. auch Richard S. Lindzen in Wikipedia (engl. version). Lindzen hat weder behauptet, es gäbe keine globale Erwärmung seit dem Ende der Kleinen Eiszeit, noch die Klimawirksamkeit von CO2 infrage gestellt. Von ihm wird jedoch die Bedeutung des anthropogenen Anteils von CO2 als "Treibhausgas" an der leichten Erwärmung weniger hoch eingeschätzt als z.B. vom IPCC 4th AR. "Er gilt als einer der profiliertesten Kritiker der Theorie vom Treibhauseffekt, als einer der wenigen Querdenker, deren wissenschaftliches Know-how unbestritten ist." (Spiegel-Online, vom 07. März 2001)
 
 
 
  Und bzgl. Katastrophenmeldungen (vgl. Hintergrund zur Verwendung des Begriffes "Klimakatastrophe") - welche nie explizit, aber sehr wohl implizit auch vom IPCC selbst verbreitet werden - ist anzumerken: Wer mit Fleiss den "Geist aus der Flasche" liess, sollte sich nachträglich nicht - heuchlerisch und mit Krokodilstränen? - über die nach Katastrophenmeldungen lechzenden Medien beklagen. *4 Vor dem Hintergrund des Verständnisses von Prof. Stephen Schneider (und vieler anderer) ist das unglaubwürdig und auch unredlich! Vgl. Sie dazu auch die Bemerkungen zum Niveau der Debatte.
 
  Nachtrag: "Furchterregend wie ein Science-Fiction-Film" - so bewertet Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon den neuen Weltklimabericht", lt. SPIEGEL-ONLINE-WISSENSCHAFT vom 17.Nov. 2007.
   
 

Hier einige Beispiele für Diffamierungen von Wissenschaftlern:
Beispiel 1
Beispiel 2 PDF-File, 124 KB, 8S.
Beispiel 3
Beispiel 4
Reaktionen von zwei Wissenschaftlern aus Berlin (Prof. em. Karin Labitzke, Prof. em. Horst Malberg)

   
 

Ein m.E. besonders eindrucksvolles Beispiel von Irreführung (man könnte es gut begründet auch eine Diskriminierung nennen) finden Sie auf der S.8 eines populärwissenschaftlichen Artikels des gelernten Ozeanografen Prof. Stefan Rahmstorf (2004) "Die Klimaskeptiker" (Münchener Rück, Wetterkatastrophen und Klimawandel - Der Stand der Wissenschaft), wo unter "Populärwissenschaftliche Skeptiker-Publikationen" (im Gegensatz zur Fachliteratur) die Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum (!) zur wissenschaftlichen Studie (vgl. Beispiel 1) von Shaviv, N.J. & J. Veizer (2003) "Celestial Driver of Phanerozoic Climate?" - 0.4MB, 40S. GSA Today, Vol. 13, No. 7, ( Geological Society of America), aufgeführt ist. Siehe dazu die Anmerkung 4a

Auf Diffamierungen wies auch "Oekologismus.de" hin (Ökologismus) in dem Beitrag "Rahmstorf contra Singer: Gedanken zum Klima der Debatte", vom 19.03.2008 (Website seit Nov. 2010 offline).

Zu den "... rabiaten Methoden des Klimaforschers Rahmstorf" (SPIEGEL Online vom 12.09.07) und zu dessen Dogmatismus und Einschüchterungsversuchen gegenüber Kritikern (man könnte das wohl auch Mobbing nennen, siehe auch weiter unten), fand 2007 eine heftige Diskussion in einigen Medien statt. Der Satz in dem Artikel von Jan-Philipp Hein und Markus Becker, "Dass Menschen für den Klimawandel entscheidend mitverantwortlich sind, bezweifelt fast niemand mehr", ist grober Unfug. Vgl. Sie Dennis Bray & Hans von Storch (2007) PDF-File 132 S., "The Perspectives of Climate Scientists on Global Climate Change" und auch "Richtigstellungen und Kommentare zum FAZ-Beitrag von Stefan Rahmstorf" vom 04.09.07 sowie "Die 'Klimaskeptiker' antworten - Wir müssen Urängste relativieren" vom 05.09.07 in der FAZ.

Zur Ehrenrettung von Herrn Rahmstorf sah sich die Leibniz-Gemeinschaft in einer idw - Pressemitteilung am 24.10.2007 genötigt. Der sogenannte Zwischenruf   "Alte Hüte in neuen Medien"  ist sehr lesenswert, vor allem auch die Unterzeichnerliste. [date of access: 07.11.07] Vgl. Hinweis unten!

Die aktuelle Verurteilung von Rahmstorf durch das Landgericht Köln (09.02.2011)PDF-File wg. "Unwahrer Tatsachenbehauptungen" (zur Verfügung gestellt "auf der privaten Website von Hans von Storch, dem Direktor des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht", lt. SPON vom 01.12.2011) und die devote Haltung der "Frankfurter Rundschau" in diesem Fall werfen ein beredtes Licht auf die ideologisierte Auseinandersetzung um die angeblich katastrophale Klimaentwicklung.

Vgl. Sie dazu "Unabhängiger Wissenschaftler, oder politischer Agitator" PDF-File in wpk Quarterly (Ausgabe II, 2011) von dem Journalismusforscher Markus Lehmkuhl vom Forschungszentrum Jülich unter dem Titel (S.4): "Ideologie und Klimawandel oder: Wie man Journalisten mundtot macht - Eine freie Journalistin wird zur Zielscheibe des renommierten Klimaforschers Stefan Rahmstorf, der im Kampf um die vermeintliche Wahrheit auch vor persönlichen Diffamierungen nicht halt macht.". [date of access: 27.12.11]

Im übrigen wird der Eindruck erweckt, als gäbe es in der Fachliteratur überhaupt keine kritischen Stimmen zur CO2 - Hypothese bzw. zur einmaligen Temperaturentwicklung der letzten 150 bzw. 1.000 Jahre. Dies ist jedoch nicht richtig (siehe unten das Vorwort und folgende Seiten, vor allem Literatur!).

   
 
 
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  Besonnene und kritische Stimmen in der Klimadebatte:
   
  Marco Wehr (2014) "Politikberater - Die Kompetenzillusion" - in faz.net vom 07.01.2014
[date of access: 07.01.2014]
     
   

Untertitel: "Orakelgekrakel: Wenn Politiker sich auf wissenschaftliche Berater verlassen, kann das übel enden. Milliarden werden dabei in den Sand gesetzt. Rekapitulation eines falschen Vertrauensverhältnisses."

Auszüge: "Wissenschaftliche Prognostiker sind die Propheten unserer Zeit. Doch oft halten die mathematisch verbrämten Zukunftsprognosen einer kritischen Überprüfung nicht stand. Das hat extreme Konsequenzen: Mangels eigenen Sachverstands verlassen sich Politiker auf diese Expertisen und verantworten leichtsinnig Investitionsentscheidungen, die in die Billionen gehen ..."

"Ist es wirklich sinnvoll, die Katastrophe auf den Philippinen schon am Tag des Unglücks zu instrumentalisieren? Wenn ein etablierter Forscher wie der Klimatologe Hans von Storch zur Besonnenheit rät und dafür eintritt, sorgfältig zwischen dem zu unterscheiden, was man weiß, und dem, was sich unserem Wissen entzieht, dann sollte man das ernst nehmen. Es müssen aber auch die erkenntnistheoretischen Werkzeuge vorhanden sein, die helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen ..."

     
  v. Storch, H. & W. Krauß (2013) Die Klimafalle: Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung. - Hanser Verlag. [date of access: 21.03.2013]
     
   

Besprechung des Buches von Storch & Krauß (2013) in SPON am 14.03.13 durch Axel Bojanowski unter dem Titel "Vorwürfe gegen Klimaforscher: Wahn der Weltverbesserer / Die einen warnen fast hysterisch vor dem Klimawandel, die anderen verharmlosen ihn. Nun berichten zwei Insider, wie Umweltforscher mit Seilschaften, Machtstreben und großer politischer Nähe ihre eigene Glaubwürdigkeit zerstören." [date of access: 21.03.2013]

Siehe auch "Forscher als Politikberater - Der die Welt rettende Professor ist gescheitert" (wohl mit Bezug auf einen anderen Herren aus dem gleichen e.V.), in einem Gastbeitrag von v. Storch & Stehr in SPON vom 11.12.2011)

     
     
 

von Storch, Hans (2011) Eine Wissenschaft in der Falle der eigenen Wichtigkeit.- Beitrag in FAZ.Net vom 29. Nov. 2011. [date of access: 29.11.11]

     
   

"Die Hypothese, dass der Mensch das Klima verändert, brachte die Klimaforschung auf den Gedanken, ihm ein neues Verhalten vorzuschreiben. Kritischer Blick auf den Erfolg eines Faches."

Dem "... Artikel liegt [lt. FAZ.Net] ein Vortrag auf dem Kolloquium zum achtzigsten Geburtstag von Klaus Hasselmann zugrunde." -- Sehr zu empfehlen!!

     
     
 

von Storch, Hans (2003), welcher den AGW für erwiesen hält: Anpassung und Vermeidung - Zürich, 12. Nov. 2003 (Vs16.11.2003) - 9S.

     
     
  Carl Friedrich Gethmann (2009), Direktor der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen sowie Prof. für Philosophie, in einem Interview im SdW (Spektrum der Wissenschaft) vom August 2009, S. 72-76:
     
    "... Fast alle Folgerungen aus dem Klimaproblem ergeben sich auch schon aus ressourcen - ökonomischen Erwägungen. Um den fossilen Tresor zu schonen, brauche ich gar nicht über das Klima nachzudenken. Ich halte es für moralisch bedenklich, auf Grund von mehr oder weniger wahrscheinlichen Hypothesen sehr stark in die soziale und individuelle Sphäre zu intervenieren, (...) Vergessen wir nicht: Es gibt in der Krise nicht nur Verlierer. Das klingt zynisch, aber jetzt kommt eine typische Philosophenempfehlung: Es gibt Gewinner und Verlierer des Klimawandels. Kanada und Russland haben ihre Weizenanbaugrenze in den letzten Jahrzehnten schon um etliche Kilometer nach Norden verlegt; sie werden durch Abschmelzen der Polkappen Zugang zu natürlichen Ressourcen haben, an die man bisher wirtschaftlich vertretbar nicht herankam. Warum sagen wir nicht: Wir nehmen die Gewinner in Anspruch, um die Verlierer (...) zu entschädigen? ..."
     
     
  Schultz, Jürgen (2008) Die Ökozonen der Erde. 4. Aufl. - Ulmer UTB 1514.
     
    Die 4. Aufl. des Standardwerkes der Geoökologie wurde um ein wichtiges Kapitel zum Klimawandel aus ökologischer Perspektive erweitert (S.37-71), mit einer sachlichen Stellungnahme zu den IPCC-Verlautbarungen, welche "in der Bevölkerung das Gefühl von Bedrohung erzeug(en) und damit der Politik die Pflicht zum Handeln aufzwingen will" (S.38). Schultz weist mit Recht auf Unsicherheiten und Mängel bei der Datenerhebung hin und kritisiert den IPCC, welcher Forschungsergebnisse in selektiver Weise nutzt, "die bei anderen Wissenschaftlern und auch in weiten Teilen der Öffentlichkeit als nicht objektiv, vielmehr als tendenziös oder sogar unredlich empfunden wird." (S.37, Fussnote)-- Sehr zu empfehlen!!
     
     
 

Pielke, Roger A. Jr. (2005) Misdefining ‘‘climate change’’: consequences for science and action.- Environmental Science & Policy 8 (2005) 548–561. [date of access: 19.01.11]

       
    "Abstract:
The restricted definition of ‘‘climate change’’ used by the Framework Convention on Climate Change (FCCC) has profoundly affected the science, politics, and policy processes associated with the international response to the climate issue. Specifically, the FCCC definition has contributed to the gridlock and ineffectiveness of the global response to the challenge of climate change. This paper argues that the consequences of misdefining ‘‘climate change’’ create a bias against adaptation policies and set the stage for the politicization of climate science. The paper discusses options for bringing science, policy and politics in line with a more appropriate definition of climate change such as the more comprehensive perspective used by the Intergovernmental Panel on Climate Change."
(© 2005 Elsevier Ltd. All rights reserved)
     
     
 

In der Reihe "Rundgespräche der Kommission für Ökologie", herausgegeben von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, verlegt vom Verlag Dr. Friedrich Pfeil, erschien 2005 der Band 28 mit dem Titel: "Klimawandel im 20. und 21. Jahrhundert: Welche Rolle spielen Kohlendioxid, Wasser und Treibhausgase wirklich?" Mit Beiträgen von Schönwiese, Wanner, Grassl, Egger, Fiedler, Heintzenberg, Volz, Solanki..

   
    In dem Vorwort des Bandes heisst es (verfasst von Prof. H. Hagedorn, Prof. K.-E. Rehfuess, Dr. H. Röck):
   
    "Viele Klimaforscher sind aufgrund von Hypothesen und Modellrechnungen davon überzeugt, dass die derzeit ablaufende Klimaerwärmung mit allen Nebenerscheinungen ganz überwiegend durch den Anstieg des Kohlendioxids (CO2) und anderer Treibhausgase aus anthropogenen Quellen verursacht wird. Diese Auffassung bestimmt das in den Medien verbreitete Weltbild und ist Grundlage der Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung (Stichworte Kyoto-Protokoll, Emissionsrechtehandel).

Demgegenüber verweisen andere Wissenschaftler mit guten Argumenten darauf, dass die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Energie- und dem Wasserhaushalt der Atmosphäre/Erde und auch die Einflüsse anderer Klimaparameter bisher nur wenig verstanden und deshalb in den gegenwärtig benutzten Klimamodellen nur unvollkommen abgebildet sind. Die Belastbarkeit der aus den verfügbaren Modellen abgeleiteten Klimavorhersagen ist daher in Frage zu stellen. Wegen der vielen Einflussfaktoren mit oft unzureichend bekannten Wechselwirkungen wird sogar überhaupt bezweifelt, dass die künftige Klimaentwicklung prognostiziert werden kann.

Die Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat in dieser Situation versucht, im Rahmen des Rundgesprächs »Klimawandel im 20. und 21. Jahrhundert: Welche Rolle spielen Kohlendioxid, Wasser und Treibhausgase wirklich?« führende Vertreter der »mainstream«-Hypothese und prominente Kritiker derselben zu einem intensiven Gedankenaustausch zusammenzuführen. Ziel der Tagung war es,

       
     
  • Klimaänderungen in der Vergangenheit und der Gegenwart darzustellen und ihre möglichen Ursachen zu identifizieren,
  • zu hinterfragen, inwieweit derzeitige Klimamodelle die an sie gestellten Anforderungen erfüllen und wo Schwachstellen in der Klimamodellierung liegen,
  • am Beispiel wichtiger Parameter, wie Niederschlag oder Aerosole, bestehende Wissenslücken aufzuzeigen sowie
  • die Folgerungen zu diskutieren, die sich aus dem gegenwärtigen Kenntnisstand für die Politik wie für jeden Einzelnen ergeben. (...)
     
      .... Der Band richtet sich gleichermassen an Fachleute wie an interessierte Laien. Wir hoffen, auf diese Weise auch einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion zum Thema »Klimawandel und Klimamodellierung« zu leisten."
     
      Zusammenfassungen einiger Beiträge finden Sie auf einer separaten Seite.
     
     
  Danish National Space Center: Climadebate and FAQ:
     
    "Why is the climate changing? Climate is subject to influences by both natural and human forces, including greenhouse gases, aerosols, solar activity, and land use change (siehe auch Houghton 2008). The climate system is extremely complex and any estimate of the human contribution to climate change is very uncertain. ... Climate models only include the effects of the small variations in the direct solar radiation (infrared, visible and UV). The effects of cosmic rays on clouds are not included in models and the models do a rather poor job of simulating clouds in the present climate. Since cloud feedbacks are a large source of uncertainty, this is a reason for concern when viewing climate model predictions." [date of access: 25.09.07]
     
     
  Don't fight, adapt! Signatories of an open letter on the UN climate conference, National Post, Canada,
     
    Über hundert kritische Wissenschaftler weltweit haben zum Abschluss der Bali-Konferenz einen Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in Sachen Klima unterzeichnet. Hier eine deutsche Übersetzung des Schreibens an Ban Ki-Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen New York, NY, Vereinigte Staaten von Amerika, vom 12. Dezember 2007.
     
     
  Weitere Publikationen:
     
 

Baier, Alfons (2010 Febr.) Von Wolkenschichten, Wärmespeichern und Vulkanen - (einige Aspekte zur "Klimakatastrophe"), GeoZentrum Nordbayern. [date of access: 28.03.10] -- Sehr zu empfehlen!!

     
  Blümel, Wolf Dieter (2006) Klimafluktuationen - Determinanten für die Kultur- und Siedlungsgeschichte.- Nova Acta Leopoldina NF 94, Nr. 346 (W.D. Blümel, Institut für Geographie der Universität Stuttgart) PDF-File 3,3 MB, 29 S. - [date of access: 16.12.07] -- Sehr zu empfehlen!!
     
  Blümel, Wolf Dieter (2002) 20.000 Jahre Klimawandel und Kulturgeschichte - Von der Eiszeit in die Gegenwart - (erschienen in: Wechselwirkungen - Jahrbuch aus Lehre und Forschung der Universität Stuttgart) PDF-File 4,8 MB, 35 S. [date of access: 16.12.07] -- Sehr zu empfehlen!!
     
  D’Aleo, J. & A. Watts (2010, Jan. 29) Surface Temperature Records: Policy Driven Deception? PDF-File 6.1 MB, 111 pp.- Publ. by Science and Public Policy Institute (SPPI). Wikipedia zu SPPI [Hinweis]
     
  "Global Warming Primer" PDF-File 40S. from the National Center for Policy Analysis (NCPA)
     
  Goklany, Indur M. (2008) What to Do about Climate Change.- Policy Analysis Nr. 609 (Febr.), publ. by CATO - Institute. PDF-File 28 S.
     
     
  Gray, Vincent (2007) Climate Change 2007: The Physical Science Basis PDF-File 9S.- Summary for Policy Makers - (Zur Verlässlichkeit der verwendeten Daten in den IPCC-Reports)
     
  Gray, Vincent (2002) “The Greenhouse Delusion: A Critique of 'Climate Change 2001”.
     
     
  International Climate Science Coalition, with the Manhattan Declaration on Climate Change: “Global warming” is not a global crisis, signed by more than 100 scientists (climate science specialists or scientists in closely related fields)
     
  Klaus, Václav (2007) Blauer Planet in grünen Fesseln: Was ist bedroht: Klima oder Freiheit? - Verlag: Gerold's.
     
     
  Kramm, Gerhard & Ralph Dlugi (2010) On the meaning of feedback parameter, transient climate response, and the greenhouse effect: Basic considerations and the discussion of uncertainties.- arXiv: 1002.0883v1 [physics.ao-ph]
     
  Kramm, Gerhard & Fritz Herbert (2009) Similarity Hypotheses for the Atmospheric Surface Layer Expressed by Non-Dimensional Characteristic Invariants – A Review.- The Open Atmospheric Science Journal, Volume 3, pp.48-79 (32)
     
  Kramm, Gerhard (2008) Comment to "Recent Climate Observations Compared to Projections" by Rahmstorf et al..- arXiv:0801.1870v1 [physics.ao-ph]
     
  Kramm, Gerhard, Assoc. Prof. Dr. -Homepage with List of Publications (Geophysical Institute, University of Alaska Fairbanks.
     
     
  Lindzen, R.S. (2008) zu den Hintergründen der Politisierung der Klimawissenschaften: Climate Science: Is it currently designed to answer questions? - 36 S.   Abstract
     
     
 

Lomborg, Bjorn (2007) Cool It: The Skeptical Environmentalist's Guide to Global Warming.- Knopf Publishing Group.

     
 

Lomborg, Bjorn (2002) Apocalypse No!.- Zu Klampen.

     
 

Lüdecke, Horst-Joachim (2013) Energie und Klima. Chancen, Risiken, Mythen. expert-Verlag, Ehningen bei Böblingen, ISBN 978-3-8169-3195-9.

Besprechung im Physikjournal der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) von
Prof. Dr. Konrad Kleinknecht

     
 

Malberg, Horst (2007) Meteorologie und Klimatologie. Eine Einführung.- (5. Aufl., 396 S.) Springer (für den Klimawandel etwas ganz Normales ist und der die Sonne als treibende Kraft definiert).

     
     
  Reichholf, Josef H. (2002) Die falschen Propheten. Unsere Lust an Katastrophen.- Wagenbach.
     
    Science & Environmental Policy Project (SEPP). It was founded in 1990 by atmospheric physicist S. Fred Singer.
     
     
  Schönwiese, Christian-Dietrich (1997) "Die Klimadebatte - Zwischen Katastrophe und Verharmlosung", bereits im Oktober 1997. Prof. Schönwiese hält den AGW für erwiesen.
     
  Schulte, Uwe (2003) Streit um Heisse Luft - Die Kohlendioxid Debatte (ISBN 3-510-95913-2) S. Hirzel Verlag Stuttgart, Leipzig.
     
     
  Singer, S. Fred (2008 ed.) "Nature, Not Human Activity, Rules the Climate", auf der S. 19: "How much do we know about carbon dioxide in the atmosphere" PDF-File 50 S., publ. by The Heartland Institute.
     
  Singer, S.F. & Dennis Avery (2006 ) Unstoppable Global Warming: Every 1500 Years.- Rowman & Littlefield Publishers.
     
  Singer, S.F., Interview (Professor Emeritus) by Nova on the Issue of Global Warming, March 12, 2000, by The Independent Institute.
     
  Singer, S.F. (1999) Hot Talk, Cold Science: Global Warming’s Unfinished Debate.- The Independent Institute.
    Professional Background of S. Fred Singer
     
     
  Spencer, Roy W. (2008) Global Warming and Nature's Thermostat.
     
  Spencer, Roy W. (2008) Climate Confusion: How Global Warming Hysteria Leads to Bad Science, Pandering Politicians and Misguided Policies that Hurt the Poor.- Encounter Books.
     
     
 

Storch, Hans von (2003), welcher den AGW für erwiesen hält: Anpassung und Vermeidung - Zürich, 12. Nov. 2003 (Vs16.11.2003) - 9S.

     
     
  Svensmark, Henrik & Nigel Calder (2007) The Chilling Stars - A New Theory of Climate Change.- Icon Books Ltd.
     
  Svensmark, Henrik & Eigil Friis-Christensen (1997) Variation of cosmic ray flux and global cloud coverage-a missing link in solar-climate relationships.- Journal of Atmospheric and Terrestrial Physics, v. 59, p. 1225-1232.
     
  Das Geheimnis der Wolken. Eine ARTE-Sendung in 5 Teilen auf YouTube.
     
    "Das für den Klimawandel in erster Linie die von Menschen verursachten CO2-Emissionen verantwortlich sein sollen, zieht eine Gruppe von Wissenschaftlern um den dänischen Physiker Henrik Svensmark in Zweifel. Für sie sind Zusammenhänge magnetischer Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung und Wolkenbildung für die Erdtemperaturen von erheblicher Bedeutung. ..."
[last date of access: 18.11.12]
     
  Symposium "Klimaveränderung durch Treibhausgase im Kreuzfeuer der Wissenschaft" (2002) Die Österreichisch-Bayerische Gesellschaft lud zu einem Symposium in die Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München.
     
  The New Zealand Climate Science Coalition, Commonsense about Climate Change. (Eine Sammlung von kritischen Beiträgen zur Klimadebatte sowie zu den Grundannahmen)
     
 

Weart, Spencer (2004) The Discovery of Global Warming.- Harvard University Press.

  • "...The story of how scientists reached their conclusion - by way of unexpected twists and turns and in the face of formidable intellectual, financial, and political obstacles - is told for the first time in The Discovery of Global Warming.
  • Spencer R. Weart lucidly explains the emerging science, introduces us to the major players, and shows us how the Earth's irreducibly complicated climate system was mirrored by the global scientific community that studied it. ..."
     
  Wunsch, Carl (Position): Climate change - in my view (March 2006); er hält den AGW für möglich.
     
  Volz, Hartwig (2006) Sea Water Emissivity – A neglected climate forcing.- Santa Fe Conference, RWE Dea AG, Wietze E&P Laboratory, Wietze, Germany. PDF-File 25 S.
     
  Vahrenholdt, F. & S. Lüning (2012) Die kalte Sonne - Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet.- Hoffmann und Campe, Hamburg. (445 S., € 24,99)
--
Sehr zu empfehlen!!
     
    Der Verlag über das Buch:
"Der Weltklimarat ist sich sicher: Die Klimaerwärmung ist vom Menschen verschuldet. Doch sind die berüchtigten Treibhausgase tatsächlich vornehmlich für unser Klima verantwortlich? Und warum wird es nicht mehr wärmer? Vahrenholt und Lüning haben sich im Laufe ihrer Untersuchungen intensiv mit den verschiedenen Klimamodellen beschäftigt. Sie kommen zu der Auffassung, dass die Erderwärmung der letzten 150 Jahre Teil eines natürlichen Zyklus ist, der überwiegend von der Sonne geprägt wird. Die nächsten Jahrzehnte werden eher zu einer leichten Erdabkühlung als zu einer weiteren Erwärmung führen. Das bietet Zeit, erneuerbare Energieträger zielgerichtet auszubauen und diese Umstellung in ökonomisch vernünftiger Weise und nachhaltig zu gestalten.
"
[date of access: 29.11.2012]
     
     
    Vgl. Sie auch: Klimageschichte - Ein kleiner Überblick.
 
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  Andere Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten zur Klimadebatte:
     
  Klimakonferenz Kopenhagen: Der Weltuntergang fällt aus! Zweifel an der (Hypo)These vom menschengemachten Klimawandel häufen sich. Die Alarmisten rudern vorsichtig zurück, doch die Politik schaltet weiter auf Durchzug. Von Günter Keil in NovoArgumente 103 (11–12 2009)
     
  Leggewie fordert Umdenken in der Klimadebatte
     
    Hamburg (ots) - Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie und der Sozialpsychologe Harald Welzer fordern in der ZEIT ein Umdenken in der Klimadebatte. Es reiche nicht aus, den Klimawandel vermeiden zu wollen, Forschung und Politik müssten auch über Anpassungsstrategien nachdenken: "Wir müssen uns endlich mit dem Gedanken anfreunden, dass der globalen Klimaerwärmung mit der Total-Auswechselung von Glühbirnen gegen Energiesparlampen kein Einhalt zu gebieten ist." Leggewie und Welzer sehen auch die Sozial- und Geisteswissenschaften in der Pflicht, sich dem Thema Klimawandel zu stellen: "Die Lebensstilideale des Westens - die permanente Verfügbarkeit aller denkbaren Güter, eine Kultur der Verschwendung - müssen auf eine Weise korrigiert werden, dass dabei nicht zähneknirschender Verzicht, sondern ein Gewinn an Lebensqualität herauskommt."
     
    Presseportal - Orig. in DIE ZEIT, Nr. 17 vom 17. April 2008. // Anmerkung dazu unten!.
     
   
  Benjamin R. Barber (2007) Consumed: How Markets Corrupt Children, Infantilize Adults, and Swallow Citizens Whole.- W. W. Norton; 1 edition (March 19, 2007). In Deutsch (2008) Consumed! Wie der Markt Kinder verführt, Erwachsene infantilisiert und die Demokratie untergräbt 395 S., C.H.Beck. (Passend zur Ressourcenverschwendung)
   
   
  Klimadebatte in DIE ZEIT
         
        "Der Streit um den Klimawandel ist in vollem Gange: Während Klimaforscher- und Schützer wie Popstars auftreten, sprechen einige Medien von der "Klimalüge" - und gelten als Ketzer. Was stimmt wirklich? Wie objektiv sind die Forscher?" (verschiedene - jedoch kaum noch kontroverse, dagegen vornehmlich unkritisch-nachplappernde und dem Mainstream folgende - Beiträge von sogenannten Wissenschafts-Journalisten u.a.). [Hinweis modifiziert am 13.12.'10]
       
       
  David Whitehouse in "NewStatesman": Has global warming stopped? vom 19. Dez. 2007, mit fast 3.000 Kommentaren. Vgl. auch Vorhersagen zur Temperaturentwicklung sogar mit einem Abkühlungstrend? Oder doch wenigstens gleichbleibenden Temperaturen in den nächsten 10-15 Jahren?
       
  "The fact is that the global temperature of 2007 is statistically the same as 2006 as well as every year since 2001. Global warming has, temporarily or permanently, ceased. Temperatures across the world are not increasing as they should according to the fundamental theory behind global warming – the greenhouse effect. Something else is happening and it is vital that we find out what or else we may spend hundreds of billions of pounds needlessly." Anmerkung zu Whitehouse / BBC
       
   
  John Coleman, der Gründer des Wetterkanals in den USA (The Weather Channel), sagte im November 2007 unter dem Titel: "Der grösste Betrug der Geschichte" u.a.:
   
  "... Die Umweltextremisten zusammen mit gewissen Politikern spannten zusammen mit den Film- und Medienleuten sowie Umweltjournalisten um dieses „wissenschaftliche“ Bild einer Katastrophe aufzubauen, welches unsere Zivilisation bedroht, als Konsequenz der Klimaerwärmung, ausser wir folgen ihre radikale Agenda. Jetzt ist diese absurde und manipulierte Wissenschaft als Tatsache akzeptiert und ein Glaubensbekenntnis für die Massenmedien, den politischen Parteien, den Schulunterricht und vielen leichtgläubigen umweltbewussten Menschen geworden. Gegenmeinungen werden nicht toleriert und mit vernichtender Kritik abgewiesen ... "
   
  Argus (2007) Die Klimakatastrophe - was ist dran? Der Nairobi-Report über Klimawandel, Klimawahn und Klimaschwindel.- Thuss & van Riesen Medienverlag, Jena (72 S., € 8.90). "Argus" beschäftigt sich mit folgenden Fragen:
   
 

1. Gibt es eine wesentliche Erwärmung über die normalen Schwankungen hinaus?
2. Ist der Anstieg des Kohlendioxids, der in der Atmosphäre seit etwa 100 Jahren zu beobachten ist, die wesentliche Ursache dafür?
3. Und wenn ja, hat der Mensch mit seiner technischen Kohlendioxid-Erzeugung daran einen massgeblichen Anteil?
4. Ist dieser Klimawandel insgesamt schädlich oder eher nützlich?
5. Können wir, die Menschheit insgesamt, realistischerweise etwas dagegen tun?

   
  NOVOSTI (25.06.2008) Russlands Wissenschaftler wollen These der anthropogenen Klimaerwärmung widerlegen.
   
 

"Unser Planet erlebt seit den letzten zwölf Jahren einen Mangel an Sonnenenergie, der im Durchschnitt mit der Gesamtkapazität von 18 Millionen Atomkraftwerken verglichen werden kann."
"Diese Auffassung vertritt der Leiter des Labors für Weltraumforschungen des astronomischen Hauptobservatoriums Pulkowo (bei Sankt Petersburg), Chabibullo Abdussamatow, im Gespräch mit RIA Novosti."
"Laut Prognose wird der Sonnenenergiestrom im gegenwärtigen 200-jährigen Zyklus etwa um das Jahr 2041 sein Minimum erreichen. "Dieser Wechsel eines 200-jährigen Zyklus erfolgt zum ersten Mal für unsere Generation", sagte Abdussamatow."
"Das 200-jährige Absinken der Strahlungsintensität der Sonne wird laut Abdussamatow ein weiteres globales Klimaminimum auslösen, das aufgrund der thermischen Insertion der Weltmeere mit einer Verspätung von 15 bis 20 Jahre eintreten wird." mehr

   
  "Wolkige Projektionen - Nachweislich zuverlässige Klimavorhersagen sind noch nicht möglich. Umso mehr wird die Diskussion über den Klimawandel von ökonomischen und politischen Interessen bestimmt. Sie sollten offengelegt werden." meint Sven Titz in Spektrum der Wissenschaft, April 2007, S. 26-30.
   
  " ... Die wissenschaftliche Debatte geht jedoch auch nach dem Fourth Assessment Report des IPCC weiter. Viele Details des Klimas und des Klimawandels müssen erst noch erforscht werden. Und vor allem sollte man bei der Einschätzung der Warnungen beachten, dass die Zuverlässigkeit eines der wichtigsten Instrumente, auf dem sie beruhen, nach wie vor nicht erwiesen ist. Trotz aller Fortschritte steht noch immer nicht fest, dass sich mit Klimamodellen das Klima tatsächlich korrekt vorhersagen lässt. Den Modellen fehlt eine entscheidende wissenschaftliche Qualifikation: Es war bislang unmöglich, ihre Vorhersagegüte rigoros zu testen."
   
  "Legt die Erderwärmung tatsächlich eine Pause ein?", fragt Spektrum der Wissenschaft im August 2008. Dazu schreibt Sven Titz im SdW (S.54-60), "Im Wechselbad des Klimas"
   
  "Die Temperaturen von Atlantik und Pazifik schwanken im Verlauf von Jahrzehnten - mit weit reichenden Auswirkungen. Die rätselhaften Oszillationen könnten vorübergehend sogar die globale Erwärmung aufhalten." (SdW 08/2008) - Vgl. Sie dazu auch: Keenleyside et al. 2008, Tsonis et al. (2007), Wood (2008). sowie hier.
   
 
 
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  Offensive,  (und tw extrem populistische)  kritische Stimmen:
   
 

Hier zwei Beispiele für die offensive "Öffentlichkeitsarbeit" von sogenannten "Skeptikern" bzw. Wissenschaftlern, welche eine postulierte, anthropogen bedingte, globale Temperaturerhöhung kritisch hinterfragen, aber auch die Hintergründe und Folgen der neuen Klimaschutz-Politik.

   
  A

UK (C4) Documentary "The Great Global Warming Swindle" - ein Video auch zum Herunterladen.

   
 

According to a group of scientists brought together by documentary-maker Martin Durkin, if the planet is heating up, it isn't your fault ... British TV, Channel 4, Länge des Videos (englisch): 1 Std. 13 Min. 32 Sek. - 08.03.2007
Es lohnt sich, den Film anzuschauen. "Zwei Dutzend durchaus namhafte Klima- und Wetterforscher – unter ihnen auch IPCC-Autoren selbst – kommen in dem (...) Streifen zu Wort."
WELT-Online

   
 

Einige Wissenschaftler, welche sich in dem Film äusserten, fassten ihre Argumente im April 2006 in einem offenen Brief an die kanadische Regierung zusammen: CBC. - 5S. -

Andere Wissenschaftler, z.B. Carl Wunsch (siehe unten!) verwahrten sich gegen falsche und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.

   
  Besprechungen des Videos:
   
 

WELT-Online - „Der grosse Schwindel um die globale Erwärmung", vom 20. März 2007 ()
FAZ.Net Nachrichten - "Globale Erwärmung - Ist der Klimawandel nichts als Schwindel?" von Christian Schwägerl, vom 23. März 2007
TELEPOLIS - "Der Anti-Gore - Eine Dokumentation über die Häretiker des Klimacredos", von Peter Mühlbauer, vom 7. März 2007.

     
    Reaktion von Prof. Carl Wunsch (MIT), der die Darstellung als solche kritisierte, seine Ausführungen in dem Film jedoch nicht revidierte:
     
    Partial Response to the London Channel 4 Film "The Great Global Warming Swindle" (11 March 2007)
Some further comments on "The Great Global Warming Swindle" (20 July 2007)
Position von Carl Wunsch: Climate change - in my view (March 2006)
   
  B CBC - Global Warming Doomsday Called Off
  Sunday, November 27, 2005 at 7pm ET on CBC Newsworld
     
 

"In this eye-opening documentary viewers will discover how the most respected researchers from all over the world explode the doom and gloom of global warming. Humans stand accused of having set off a global climate catastrophe by increasing the amount of carbon dioxide in the atmosphere. The prophecy of doom is clear and media pass on the message uncritically. Now serious criticism has arisen from a number of heavyweight independent scientists. They argue that most of the climatic change we have seen is due to natural variations. They also state that if CO2 is to play a role at all -it will be minuscule and not catastrophic! This story presents a series of unbiased scientists as our witnesses. We will hear their eloquent criticism of the IPCC conclusions illustrated by coverage of their research work."

CBC - "Global Warming Doomsday Called Off" zu sehen bei
video.google.com, 43 Min. 59 Sek. (hier schnellere Ladezeiten als bei CBC)

     
 
 
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  Zur Rehabilitierung (oder Ablehnung) von Kernenergie / Kernkraft / Nuklearindustrie:
     
   

Nachdem Sie das umstrittene Video gesehen haben, sind evtl. diese - mehr oder weniger - aktuellen Meldungen nicht uninteressant, vor allem, wenn Sie ein "begeisterter" Befürworter der Kernkraft-Nutzung sind.

Abb. rechts:
Nuclear power plant | Lizenzfreies Foto © vencav #12533502, Veröffentlicht: 09/5/2012 bei depositphotos.com, vermutlich Kernkraftwerk Temelin.

     
 

"Atomenergie: Klimaforscher fetzt sich mit Umweltverbänden. - Klimaforscher James Hansen (siehe auch hier) kämpft mit Ökoaktivisten gegen die Erderwärmung - jetzt wirft er ihnen vor, sie würden aus Furcht vor dem Verlust von Spenden ein wirksames Mittel gegen den Klimawandel ablehnen: Atomkraftwerke. Umweltverbände sind entsetzt." Meldung in SPIEGEL ONLINE vom 22. Dezember 2013.

"Erderwärmung: Renommierte Klimaforscher fordern Renaissance der Kernkraft. - Die Menschheit verbraucht immer mehr Energie, der Ausstoß von Treibhausgasen steigt, der Klimawandel schreitet voran. Vier namhafte Klimaforscher [Ken Caldeira, Kerry Emanuel, James Hansen und Tom Wigley] fordern nun einen Ausbau der Atomkraft. Nur so sei eine Senkung der CO2-Emissionen realistisch." Meldung in SPIEGEL ONLINE vom 04. November 2013.

Briten und Franzosen planen grosses Atom-Comeback - Deutschland planlos, "... Für die deutsche Atomlobby ist das ein gefundenes Fressen. Ein besseres Argument als die britisch-französische Kooperation können sie sich nicht wünschen: Das Ausland hat die Lösung - nur in Deutschland bremsen grüne Ideologen den Fortschritt." Meldung in SPIEGEL ONLINE vom 22. März 2008.

... was sich wenigstens für Deutschlands Atomenergiepolitik mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima (März 2011) grundlegend geändert hat.

Jedoch: "Vorbild Schweden: Im Zeichen des Klimaschutzes hat sich das Blatt vollständig gewendet. Rings um Deutschland werden neue Kernkraftwerke bestellt und Laufzeiten verlängert. Die schwedische Regierung will das Ausstiegsgesetz endgültig kassieren und den Weg zum Bau neuer Atomkraftwerke frei machen." Kommentar von Stefan Dietrich in FAZ.net vom 6. Februar 2009.

"Ei, wer strahlt denn da? Die Grünen und die neue Atomdebatte", ein unbedingt lesenswerter und ironischer Beitrag von Cora Stephan, im Politischen Feuilleton von Deutschlandradio Kultur, 11.02.2009.

Die Klimadebatte als Falle - Bedeutung des IPCC-Reports für die zivile Nuklearindustrie, von
LINKSNET am 13. April 2007.

Ausbau der Kernenergie - Bush drückt aufs Tempo (Sarkozy: „Atom ist die Energie der Zukunft“), FAZ.NET vom 11. Sept. 2007.

Blair-Regierung setzt auf neue Kernkraft, Meldung in SPIEGEL ONLINE vom 23. Mai 2007.

Atomic energy is not the answer - The Royal Society is deeply misguided in backing nuclear power over renewable energy, writes Paul Brown on Monday, February 10, 2003. Einerseits favorisiert die Royal Society (Britain's leading scientists) also den Ausbau der Kernenergie und polemisiert andererseits gegen die Ölindustrie. Dieses Verhalten steht in keinem Widerspruch zu den Behauptungen in dem o.g. Video.

Vgl. Sie dazu: Adamek, S. & K. Otto (2008) Der gekaufte Staat: Wie bezahlte Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben.- Kiepenheuer & Witsch Verlag (304 S.). Hier eine Besprechung des Buches.

Vgl. Sie dazu: Treibhausgasemissionen und Vermeidungskosten der nuklearen, fossilen und erneuerbaren Strombereitstellung. 20S. Arbeitspapier vom März 2007 des Öko-Instituts, Freiburg.

Vgl. Sie dazu die Hintergründe zum Ausbau der Kernenergie in GB: Die grünen Geister, die Frau Thatcher mit ihrer Klimadebatte rief - Capital-Online.

Vgl. Sie dazu "Atomkraft-Bilanz weltweit - Überblick weltweit – welche Staaten die meisten Atomkraftwerke haben und planen", Artikel in Focus.de vom 15.03.2011.

           
 
 
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  Weitere kritische Stimmen:
   
  Ökologismus und Klimawandel kommentiert Artikel aus verschiedenen Medien und beschäftigt sich mit Klimapolitik und Wissenschaft mit eher ironischem Unterton.
     
  World Climate Report ist eine Website, welche wissenschaftliche Artikel auswertet, die der Mainstream-Ansicht kritisch gegenüberstehen (Patrick J. Michaels, Robert C. Balling, Jr., Robert E. Davis).
     
 

Science reading for Bali's beach, Terence Corcoran, Financial Post Published: Wednesday, December 05, 2007.

  • " ... But as we've shown on this page in the past, the IPCC - a United Nations bureaucracy that literally dictates the world view on climate change - may not be the most reliable or trustworthy of agencies. It is, above all, a government-controlled body with a political mission that IPCC officials pursue with religious and dogmatic fervour. The IPCC distorts, exaggerates and manipulates its science, producing conclusions that are aimed at generating a political response and raising public awareness.

    To doubt IPCC science is considered sacrilegious. We are required to "believe" anthropomorphic climate change is real, or otherwise face ridicule. For scientists, it can mean excommunication...."

     
 

Kritische Journalisten und andere Autoren (kleine Auswahl)
"Angst ist ein gutes Herrschaftsinstrument, aber ein schlechter Ratgeber", von Miersch & Maxeiner (scheinschlag, 03/07)
"Gleichschaltung des Wissens", von Maxeiner (Die Achse des Guten, 02/07)
"Warum Kritiker der Horrorszenarien keine Chance haben", von Ulli Kulke (WELT-Online, 02/07)

"Kassandras kontra Wissenschaft", von Björn Schwentker (DIE ZEIT online, 02/08)
"Sintflut-Prognose bringt Forscher ins Schwimmen", von Axel Bojanowski (SPIEGEL-ONLINE, 05/07)
"Not the End of the World as We Know It", von Olaf Stampf (SPON, 05/07).

     
  "Kritisches zur Klimaforschung - Propaganda und Wirklichkeit" 20 S., von Michael Kalisch (2009), ein gelernter Biologe und Wissenschaftsautor für anthroposophische Zeitschriften, der sich seit 25 Jahren mit Meteorologie und Klimatologie und seit 2004 schwerpunktmäßig mit dem aktuellen Klimawandel beschäftigt, im Themenheft 'Klimawandel' der Fachzeitschrift Gegenwart, Bern, 2-2009, S.1-20.
     
  "Meine vorerst letzte Antwort" von Michael Kalisch (Okt. 2010) in 'erziehungsKUNST - Waldorfpädagogik heute'. Eine unbedingt lesenswerte Replik auf dieBemerkungen seiner Kritiker.
     
  Christian Bartsch, Günter Ederer, Matthias Horx, Wolf Lotter, Dirk Maxeiner, Josef Reichholf und Wolfram Weimer (2007) Die „Klimaskeptiker“ antworten - Wir müssen Urängste relativieren.- F.A.Z. vom 05.09.2007.
     
 

Schreckensszenarien - Der Klimawandel ist Tieren und Pflanzen schnuppe, von Michael Miersch in der Berliner Morgenpost vom Dienstag, 9. März 2010 14:42

  • Erneut irrt der vermeintlich unfehlbare Weltklimarat. Entgegen seinen Schreckensszenarien für die Tier- und Pflanzenwelt kommen immer mehr Wissenschaftler zu anderen Ergebnissen. Die Anpassungsfähigkeit der Natur scheint größer als vermutet. Klimapolitiker wollen davon aber nichts wissen.
     
 

Michael Crichton (2005) Klima-Angst (State of Fear).- Blessing 2005. -Besprechung in der SZ-Online vom 20.01.05 von Cord Riechelmann.

  • M. Crichton starb am 4. Nov. 2008 in Los Angeles mit 66 Jahren an Krebs. Ein Beispiel für die unverhohlene Freude am Tod Crichtons, gepaart mit bösartiger Niederträchtigkeit bei jenen Umweltaktivisten und / oder Ökologisten, denen die CO2-These heilig ist, finden Sie auf der Seite "Climate Progress". Vgl. Sie dazu auch den folgenden Abschnitt! zu den - unverantwortlich - fanatisierten Jüngern der AGW-Bewegung.
     
  Scientists opposing the mainstream scientific assessment of global warming, Info by Wikipedia
   
 

Interview von Peer Teuwsen in der Weltwoche (Schweiz, Ausgabe 13/07) mit dem US-Klimatologen Prof. Richard S. Lindzen (MIT) "Ich hoffe, das hört bald auf" - "Der alte Mann und das Klima" - vgl. auch Angaben zu Lindzen in Wikipedia [Hinweis]

Und hier eine hoch aktuelle Stellungnahme von Lindzen (27. Sept. 2008) zu den Hintergründen der Politisierung der Klimawissenschaften: Climate Science: Is it currently designed to answer questions? - 36 S.   Abstract

   
  Infos zum IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) in Wikipedia [Hinweis] .
   
 
 
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  Beispiele für "Argumentations-Strategien" und "wissenschaftliche Methoden",
  vorgestellt von Diskutanten ausserhalb der Klimawissenschaften:
   
  How to talk to climat sceptic von Gristmill (Umweltaktivisten)
Eine Liste mit vorformulierten Antworten für Anhänger der AGW-Hypothese auf die häufigsten kritischen Einwände von "Skeptikern", zusammengestellt von "Coby Beck" (aktiver Blogger, leicht metaphysische Tendenzen, beschäftigt sich mit "Climate Change Issues", Vancouver, Canada), der drei Kategorien von Einwänden gegen AGW unterscheidet ( die Liste wird hier vorgestellt, da die Argumente teilweise typisch und nahezu deckungsgleich auch für IPCC-Wissenschaftler sind - viele Antworten sind definitiv falsch). Interessanterweise wird dieser "Guide" auch von jener IPCC-gläubigen Wikipedia-Gemeinde empfohlen, welche Rahmstorfs Äusserungen als zielweisend zitiert:
   
     
    a) Notwendige Anmerkung zu nicht-wissenschaftlichen Foren, aber auch Wissenschaftlern mit einem Hang zur Demagogie, ...
   

... denn einige Wissenschaftler spielen heute "eine besondere Rolle. Oft übernehmen sie die Rolle von Umweltaktivisten, die der Öffentlichkeit [aber nicht nur ihr, Anm. Verf.] einreden, dass Wetterextreme nicht mehr normal, sondern unheilvolle Zeichen seien, die das Umdenken und Einlenken einer verblendeten Menschheit erforderten." Aus: "Weine nicht, wenn der Regen fällt" von Stehr & Storch (2000), in WELT-ONLINE.

Bei den Anhängern der AGW-Hypothese aus dem Kreis der Laien (mit Betroffenheitsgerede) fällt eine nahezu kritiklose Übernahme der IPCC-Verlautbarungen auf (Schuld am Hype haben Medien, nicht Wissenschaftler, besonders ihre Wissenschaftler nicht). Die gemeinsame pessimistische Haltung gegenüber der Kultur, die moralisierende Überhöhung der eigenen Argumente zur Stützung der vorgeblichen Wahrheit und die romantische Verklärung *5 von "natürlicher" Natur und die Angst *5a vor der ungewissen Zukunft (der Mensch als Natur-Vergewaltiger und -zerstörer) führt hier oft zu Solidaritäten mit dem Charakter von Glaubensgemeinschaften. Diese schaffen zunehmend "ein Klima sektiererischer Nötigung" mit inquisitorischem Charakter. In der zu einem Glaubenskrieg verkommenen Debatte (typisch sind suggestiver Pathos und hysterische Rhetorik) werden Skeptiker des Mainstreams gleichsam zu Herätikern. Es überrascht dann auch nicht mehr, wenn von U.S.-Behörden bereits von "Ökoterrorismus" gesprochen wird. *6

Der Soziologe Ulrich Beck spricht in einem Interview - (in:“Und jetzt?  Politik, Protest und Propaganda”, edition suhrkamp 2500, 28.05.2007) - von einer missionierenden "Risiko-Religion" und der Philosoph und Religionswissenschaftler Norbert Bolz von einem Glaubensersatz bzw. einer Ersatzreligion. Und diese Religion einer - auch häufig orientierungslosen Jeunesse - erfährt einen zunehmend starken Zulauf, denn "Menschen wünschen sich einfache Erklärungen [für hochkomplexe Vorgänge] und sind deshalb für Ideologien offen, die ihnen die Welt ganz schlicht erklären" (Urban 2008: 92).

Beck, Bolz und Urban könnten durchaus richtig liegen, denn schliesslich ist Klimaschutz "moralische Verpflichtung" und dient der "Bewahrung der Schöpfung", wie der aufmerksame Beobachter der Diskussion von einer führenden Politikerin dieses Landes Anfang Sept. 2007 wohl ein wenig irritiert (?) vernehmen durfte. Für die Medien wurde daraus eine Handlungsreisende zur Rettung des Weltklimas, um eine drohende "Weltkatastrophe" abzuwenden. Die wirklichen Gründe sind wohl eher hier zu finden, oder vielleicht doch eher hier (auf dem Weg zur neuen Weltgesellschaft)?

Neben vielen Journalisten, welche die Debatte um die Klimaerwärmung kritisch und eher ausgewogen reflektieren, fallen einige (evtl. nützliche "Idioten"?) auf, die Verlautbarungen von IPCC-Vertretern (fast sakrosankt, weil "mit UN-Mandat") vehement verteidigen und teilweise deren Argumente, Darstellungsstrategien und neuen diffamierenden Wortschöpfungen (wobei der gerade wg."Unwahrer Tatsachenbehauptungen" verurteilte Potsdamer Klimafolgenforscher Stefan Rahmstorf vom PIK hier eine besondere Kreativität entwickelt hat) unreflektiert übernehmen (wie abgeschrieben), z.B. Christian Gapp [date of access: 20.06.07], Bernhard Pötter oder Jens Lubbadeh [date of access: 13.03.08], um nur drei zu nennen. Einer von ihnen entblödet sich nicht (Verzeihung, aber man muss das leider so nennen), Wissenschaftler, die die AGW-Hypothese skeptisch sehen, in die Nähe von ewig gestrigen Gegnern der Evolutionstheorie zu stellen *7 und kritische Journalisten als "Einpeitscher" zu bezeichnen (was auf sie zurückfällt). Das erinnert nun wieder an die heuchlerische "Haltet den Dieb" - Mentalität, womit das ein typisches Beispiel wäre für "Unseriöse Informations- und Diskussionstaktiken"! Vgl. dort Nr. 4.

Eine deutschsprachige Website unter dem Namen"Klimadebatte - Vor uns die Sintflut" des Politik-Journalisten Manuel Lianos aus Berlin, gibt sich eher moderat. Mit dem Anspruch auf Neutralität wird teilweise subtil die Position jener wiedergegeben, welche die AGW-Hypothese für erwiesen halten. Diese Seite ruft zur "Klimarettung" auf und zum Handeln für "gemeinsames Überleben", d.h. zur gemeinsamen Rettung der Welt.

     
     
     
  JunkScience:
     
  JunkScience.com:  The Real 'Inconvenient Truth' (vgl. Anmerkung 1 folgend) - "Greenhouse, global warming - and some facts" und "If 'global warming' is real, what could be causing it?"
     
    JunkScience.com stellt in einem Online-Kurs (Junk Science Judo - A Short Course) die Regeln für "seriöse Wissenschaft" vor und will aufzeigen, wie "schlechte Wissenschaft" (Definition von Junk Science [Hinweis] erkannt wird. Zusammengestellt von Dr. Steve Milloy vgl. Anmerkung 2 unten!, Cato Institute, Washington DC.
   
     
    b) Anmerkung 1 zu Junk Science: Ist lt. Eigendarstellung
   
  • a "Top Resource" and one of the "Most Popular" health news web sites by Yahoo!
  • "One of the 50 Best Web Sites" by Popular Science
  • a "Hot Pick" by Science.

    Auch wenn die - überhebliche - Eigendarstellung nicht auf Richtigkeit überprüft werden konnte, sind die Bemerkungen von JunkScience durchaus lesenswert und ganz sicher bzgl. der "Global Warming" - Debatte bemerkenswert. Trotzdem sind die überaus kritischen Ausführungen der englischsprachigen
    Wikipedia zu Dr. Steve Milloy [Hinweis] zu berücksichtigen! Hier wird viel Wert darauf gelegt, dass es sich bei Steve Milloy um einen konservativen, wirtschaftsliberalen Lobbyisten handelt und er der Tabak- und Ölindustrie nahe steht.


    Anmerkung 2:
    Mr. Milloy holds a B.A. in Natural Sciences from the Johns Hopkins University, a Master of Health Sciences in Biostatistics from the Johns Hopkins University School of Hygiene and Public Health, a Juris Doctorate from the University of Baltimore, and a Master of Laws from the Georgetown University Law Center.
     
 

Nebenbei: Wikipedia-Beiträge [Hinweis] favorisieren fast ausschliesslich die AGW-CO2-Hypothese und äussern sich überaus kritisch gegenüber Wissenschaftlern, welche der AGW-Hypothese skeptisch gegenüber stehen. Im allgemeinen sind die englischsprachigen Seiten wesentlich differenzierter.

Ein gutes Beispiel für Einseitigkeit ist das neue - deutschsprachige - "WikiProjekt Klimawandel", wo ganz im Stil der IPCC-Vertreter mit Selbstverständlichkeit vom "menschlich verursachten Klimawandel" und den "wissenschaftlich oft nicht haltbaren Minderheitenmeinungen so genannter Skeptiker" gesprochen wird. Hier die lange, unvollständige "List of scientists opposing the mainstream scientific assessment of global warming" in der wiederum englischsprachigen Wikipedia.

In den Wikipedia-Kontext gehören auch die von Umweltaktivisten betriebenen Websites "Center for Media and Democracy (CMD)" und "SourceWatch", (essentially a two-person operation run by Sheldon Rampton and John Stauber) welche kategorisch alle Kritiker des Alarmismus als "right-wing" und "conservative" einstufen und der Tabak-, Alkohol-, Öl- und Nuklear-Industrie nahestehend verdächtigen.

Vgl. Sie auch Wikiversity: Kurs - Die Globale Erwärmung. Mit Ulrich Beck könnte man sagen: Die missionierende "Risiko-Religion" hat Wikipedia als Plattform für ihre Zwecke "geentert".

   
   
 

... Bilden Sie sich selbst eine Meinung! Dafür ist unabdingbar, nicht nur den verkürzten offiziellen Verlautbarungen zu folgen, sondern sich intensiv darüber hinaus zu informieren.

 
   
  ANMERKUNGEN:
   
  Relevanz von sogenannten "Globaltemperaturen":
   
 

Die Berechnung von mittleren Globaltemperaturen bzw. Temperaturabweichungen, oder -anomalien von einem willkürlich bestimmten Mittelwert für eine bestimmte Zeitspanne (als Normalität, die es nicht gibt, da das Klima immer dynamisch und nie statisch war und ist) ist extrem wirklichkeitsfremd und nicht nur ökologisch unsinnig. Der gefundene Index ist ein Kunstprodukt und eine oberflächliche "Wahrheit". Die Genauigkeit von 0.6 ± 0.2 K "globaler Temperaturerhöhung" (als Abweichung vom Mittelwert) seit etwa 1850 soll wissenschaftliche Seriosität suggerieren, die in diesem Kontext überhaupt nicht möglich ist. Auch wenn gebetsmühlenhaft von sogenannten Experten das Gegenteil behauptet wird.

Vgl.
Essex, C., R. McKitrick and B. Andresen (2007)
Does a global temperature exist?- J. Non-Equilibrium Thermodynamics, 32, 1-28.

Folgte man den (wissenschaftlich unzulässigen) methodischen Ansätzen jener Experten, dann blieben immer noch folgende Umstände zu berücksichtigen: Die Dichte der Messnetze ist regional sehr unterschiedlich (vgl. NASA-GISS Global Maps from GHCN Data / NASA-GISS Surface Temperature Analysis und A. Kapala, 2002, Meteorologisches Institut der Universität Bonn), die tatsächlichen Beobachtungsjahre - "station record length" - pro Klimastation (weltweit nur wenige tausend) weichen sehr stark voneinander ab (oft unter 30 Jahre). Im wesentlichen wird die nördliche Hemisphäre in der Nähe von Siedlungsstrukturen (mit ihren unterschiedlich wirksamen Wärmeinseln) abgedeckt und in der südlichen Hemisphäre, inkl. Tropenbereich, ist das Messnetz extrem schwach ausgeprägt. Aus weiten Teilen der semiariden und ariden Gebiete liegen überhaupt keine Messdaten vor und aus der Antarktis und Arktis nur noch verschwindend wenige.

Nebenbei: Wer einmal das "Vergnügen" hatte, als seriös bezeichnete Datenreihen im mediterranen oder nordafrikanischen Bereich auf Plausibilität zu überprüfen, findet jene "Experten" verwegen, die solche Messwerte verwenden. Abenteuerlich wird es aber, wenn solche Daten dann auch noch "angepasst" werden. In welche Richtung eigentlich?

Diese Frage ist sicherlich berechtigt. "Kurt Brunner, Professor für Kartographie an der Universität der Bundeswehr München, interpretiert die Klimadaten der Vergangenheit "extrem anders" als viele seiner Kollegen. Ausgehend von derselben Datenbasis ließen sich unterschiedliche Szenarien modellieren. "Man kann sich das so rechnen, wie es einem passt, möchte ich fast sagen". Aus: Schwachstellen der "Klima-Bibel", Bayern 3, vom 14.06.2007) [last date of access: 18.11.07]

Alleine die Richtwerte für die verschiedenen Klima- bzw. Vegetationszonen (oder auch Klimata) weichen bereits innerhalb der ÖkoZonen um mehrere Grad voneinander ab, je nachdem wo und wie (!) die Daten gewonnen wurden (z.B. Höhe ü.NN, Nähe zu Siedlungsstrukturen, allgemein der Nutzungsgrad der Landschaft - von a- bis meta-hemerob, Nähe zu Feuchtgebieten oder Küstennähe etc.), oder nicht zuletzt in Abhängigkeit davon, wie genau die Messinstrumente der Klimastationen waren bzw. sind.

Ein Temperatur-Mittelwert zwischen den unterschiedlichenÖkoZonen, von den Tropen bis zu den eisbedeckten Polen, ist ebenso Nonsense, wie das "Globalklima" ansich.

Auch einzelnen Klimaforschern scheintdiese Erkenntnis nicht ganz fremd. Vgl. Sie dazu auch die neueste Publikation von Mann et al. (2009). Nach Drew Shindell, einem der Mitautoren, ist es nicht zielführend, 'immer mit der globalen Durchschnittstemperatur zu argumentieren. Stattdessen müsse es darum gehen, die regionalen Auswirkungen der Klimaänderungen besser zu untersuchen - "wo sie eine Rolle spielen für Menschen, Wasserversorgung und Ökosysteme"'.

Die kurz- bis langfristige Variabilität an einem Ort hat eine wesentlich grössere ökologische Bedeutung als der errechnete Mittelwert als Basis. Minimale Temperaturerhöhungen in einer Zone kompensieren entsprechende Abnahmen in einer anderen Zone. Alleine die Messungen der Durchschnittstemperaturen auf dem Höhengradienten einer Gebirgsabdachung in jeweils der gleichen Höhe über der Bodenoberfläche führen zu Aussagen, die für die jeweiligen Ökosysteme völlig irrelevant sind (Kehl 1998). Es sind Werte ohne ökologisch relevante Bedeutung. Sogenannte globale Mittelwerte und Abweichungen von ihnen sind Konstrukte, die der Orientierung dienen, die jedoch dem Laien den Blick verstellen für eine dynamische Wirklichkeit, ebenso wie starre Grenzen zwischen Klima- bzw. Vegetationszonen, die es bestenfalls für Kartografen gibt.

Generell ist die Veränderung der Variabilität der Standortparameter (Temperatur, Niederschlag etc. mit ihren Minima und Maxima über einen ausreichend langen Zeitraum beobachtet) und nicht der Mittelwert der Temperatur von ökologischer Relevanz für die Beurteilung von Klimaveränderungen, lokal und regional. Und hier sind i.d.R. die weiten Standortamplituden der jeweiligen zonalen Flora und Fauna von ausschlaggebendem Interesse.

 
   
  Kyoto-Protokoll:
   
  In einer Broschüre des Bundesministerium für Bildung und Forschung (Herausforderung Klimawandel, BMBF / 2003) -PDF-File [59 S.] heisst es zu den Herausforderungen und Perspektiven der Klimaforschung: [date of access: 07.09.06]
   
  S.10: "Daher ist das Protokoll in seiner jetzigen Form kaum geeignet, das Klima zu stabilisieren. Seine Wirkung ist eher im politischen Bereich zu finden, da es die einzige völkerrechtliche Basis für weitergehende Massnahmen darstellt."
   
  S.51: "... die Auswirkungen des Kyoto-Protokolls sind nur vereinzelt hochgerechnet worden. Danach scheint die im Kyoto-Protokoll vorgesehene Reduktion der Treibhausgas-Emissionen der Industrieländer nur einen geringen Effekt auf die Temperaturentwicklung zu haben ...".
   
 
  Pressemittteilung idw / Leibniz-Gemeinschaft:
   
  Die o.g. Pressemitteilung mit dem Titel "Alte Hüte in neuen Medien?" wurde von 17 Personen unterzeichnet. Davon waren (soweit ersichtlich):
   
  nur 4 im engeren und weiteren Sinne Klimatologen, 6 stehen dem PIK sehr nahe (tw Mitglieder oder Unterstützer), 4 beschäftigen sich mit der Klimapolitik oder machen Politikberatung im Umweltbereich, und 3 haben mit der Klimaforschung im eigentlichen Sinne nichts zu tun, 2 davon sind Ozeanografen, ebenso wie Rahmstorf. Die Liste suggeriert Internationalität, jedoch müsste der Wirkungsort einiger Unterzeichner eher Potsdam lauten. Mit der Leibniz-Gemeinschaft hat die Mehrzahl der Unterzeichner nicht direkt zu tun. Einige Angaben sind falsch. Erstaunlich auch, dass sich so wenige hochkarätige Klimatologen bereit gefunden haben, diesen "Zwischenruf" zu unterzeichnen. Immerhin unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft. Man möge selber recherchieren und sich seine eigene Meinung bilden.
   
 
 
Anmerkung zu Leggewie et al.
   
  Welche Art des "Umdenkens" (siehe oben!) tatsächlich gemeint ist, wird deutlich in einem aggressiven und mit skurilen Falschaussagen durchsetzten Artikel von Schellnhuber, Leggewie und Schubert in einem ZEIT-Artikel (Online) vom 16.04.2010 (Wirtschaft) mit dem Titel "Zwei Grad und nicht mehr - Die Angriffe auf den Klimaschutz mehren sich. Sie sind haltlos und verlogen", mit dem unsachlichen und emotionalisierenden Titelbild einer Eisbärenmutter auf "Futtersuche über Eisschollen".
     
  Von Bedeutung in diesem Artikel ist lediglich eine Bemerkung im letzten Absatz: "Selbst wenn es gar keinen gefährlichen Klimawandel gäbe, wofür leider nichts spricht [es aber auch keine Beweise gibt, siehe auch hier lt. Schellnhuber], wäre dieser Entwicklungspfad (nachhaltigerer Lebensstil, Bewegung in das ungerechte Nord-Süd-Verhältnis, gemeinsame Zukunftsvorsorge) sinnvoll und empfehlenswert."
   
 
  Anmerkung zu Whitehouse / BBC
   
  David Whitehouse was BBC Science Correspondent 1988–1998, Science Editor BBC News Online 1998–2006 and the 2004 European Internet Journalist of the Year. He has a doctorate in astrophysics and is the author of The Sun: A Biography (John Wiley, 2005).
   
   
 
 

[1] "Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK e.V.) erhält jährlich 6,4 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln und weitere 3,3 Millionen aus anderen Quellen, über die keine Angaben gemacht werden. Es ist ein eingetragener Verein (zu den Mitgliedern gehört auch die Münchner Rückversicherung), der Direktor des Instituts, Hans Joachim Schellnhuber, ist der Bundesregierung als Klimaberater verpflichtet." FAZ.NET [date of access: 27.09.07]

  • Anmerkung: Lt. Email von Herrn Rahmstorf vom 13.01.08 ist die Aussage "und weitere 3,3 Millionen aus anderen Quellen, über die keine Angaben gemacht werden" in der FAZ.Net "schlicht gelogen". Herrn Rahmstorfs Angaben zufolge finden sich die genauen Finanzierungsquellen in den Zweijahresberichten, die auch im Internet zur Verfügung gestellt werden (und bisher nicht gefunden werden konnten).

Hier das seit einiger Zeit nicht mehr verwendete, jedoch als Hintergrundinformation aussagekräftige Logo des PIK Potsdam mit unübersehbar metaphysischem "Touch", welches man eher bei einer sektenähnlichen Gemeinschaft vermuten würde. Gesicherte Informationen zur Symbolik des Logos stehen nicht zur Verfügung, doch lassen sich Ähnlichkeiten mit diversen Symbolen der Freimaurerei nicht von der Hand weisen. Tiefere Einblicke in die "Philosophie" der Bewegung vermittelt das sogenannte "Potsdamer Manifest 2005" und ein Aufsatz von Sven Titz (2008 / 93) im NOVO-Magazin unter dem Titel "Klimaschutz: eine Frage der Motivation?" PDF-File 4 S. (Auszug).
[last date of access: 04.02.12]

  • Untertitel: "Der Eifer, mit dem einige Klimaforscher die Vermeidung von CO2 - Emissionen fordern, erklärt sich auch aus ihrer Weltanschauung. Spekulativ-biologische Vorstellungen und esotherische Denkmodelle dienen als Bezugspunkte für eine Vision weltweiter soziopolitischer Organisation, die sich als neu und moderat gebärdet."
 
 

[1a] Diese Meldung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aus dem POLIXEA PORTAL sollte sehr aufmerksam gelesen werden. Achten Sie auf die Wortwahl! Und vgl. Sie dann Dennis Bray & Hans von Storch (2007) PDF-File 132 S., "The Perspectives of Climate Scientists on Global Climate Change", sowie AAAS “all-stars” lead biased discussion von World Climate Report. [date of access: 02.12.07]

Und bzgl. umumstössliche Wahrheiten z.B. eines Herrn Rahmstorf, stellt Martin Urban in seinem Artikel "Die Kunst, den Zweifel auszuhalten", SdW vom Januar 2008, S. 93, treffend fest: "Wer die Wahrheit weiss, mit dem ist keine Diskussion darüber möglich."

  • Anmerkung: Lt. Email von Herrn Rahmstorf vom 13.01.08 hat dieser sich über den Titel seines eigenen Beitrages in FAZ "auch sehr geärgert", was durchaus nachvollziehbar ist. Dazu ist jedoch anzumerken: Wer sich als Wissenschaftler bei einem derart strittigen Thema fleissig der Medien bedient und sich damit dem Niveau der Journaille aussetzt (was m.E. nun überhaupt nicht seriös ist), sollte sich nachträglich nicht über die Geister, die er rief, beklagen. Sich nun über die "dramatisierenden" und in Extreme verdrehenden Medien zu echauffieren, entbehrt - wie bereits oben angedeutet - nicht ganz der Komik.
  • Anmerkung zur Datenmanipulation in der Wissenschaft.
 
  [2] Sicher ist ein Schelm, wer bei dem Begriff "Leugner" üble Intentionen für bestimmte Assoziationen unterstellt? Man darf diesen Versuch auch als infam bezeichnen.
 
 

[3] "The Working Group I contribution is the first of three that comprise the full IPCC Fourth Assessment Report, which includes the input of more than 1,200 authors and 2,500 scientific expert reviewers from more than 130 countries. In subsequent reports, Working Group II evaluates “Impacts, Adaptation and Vulnerability” and Working Group III evaluates “Mitigation of Climate Change." Vgl. Sie auch: Annex I - III, "Glossary" to "Reviewers of the IPCC WG 1 Fourth Assessment Report". PDF-File 48 S.

Findings of the IPCC Fourth Assessment Report: Climate Change Science, Union of Concerned Scientists (UCS). ("According to the George C. Marshall Institute, the UCS was the fourth-largest recipient of foundation grants for climate studies in the period 2000-2002, a fourth of its $24M grant income being for that purpose.")

Wieweit diesen Angaben zu vertrauen ist, erfahren Sie evtl. hier: "An Analysis of the Review of the IPCC 4AR WG 1 Report by John McLean (August 2007, updated 24 October 2007) PDF-File 27 S. und "Bias and Concealment in the IPCC Process: The "Hockey-Stick" Affair and its Implications", by David Holland (2007) - Reprinted from Energy & Environment, Vol. 18, No. 7+8. ) PDF-File 34 S.
Anmerkung:
Energy & Environment is not a peer-reviewed science publication!

 
  [4] Um einen Einblick in journalistische "Zwänge" (zwanglos übertragbar auf alle möglichen Problemfelder) zu erhalten, lohnt es sich Joris Luyendijk (2007) "Wie im echten Leben - Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges" - Tropen Verlag, 255 Seiten, 19,80 EUR, zu lesen. Besprechung von Harald Staun "Kritik an Korrespondenten" in Spiegel-Online vom 30. Sept. 2007. [date of access: 07.10.07]
 
 

[4a] In einer persönlichen Email vom 13.01.08 teilte Herr Rahmsdorf mit, dass sich seine Ausführungen lediglich auf eine in der Pressemitteilung - bis dato - herunterladbare Grafik bezogen hätten. Der Artikel von Shaviv und Veizer (2003) als solcher sei von ihm dort nicht kritisiert worden. Der Vorwurf der Diskriminerung käme einer Verleumdung gleich.

Anmerkung: Dazu ist anzumerken, dass in der PM an keiner Stelle explizit auf die eher unscheinbare Grafik (als Teil eines angefügten kleinen Grafik-Kompositums) verwiesen wird. Die Pressemitteilung ist per se keine populärwissenschaftliche Publikation und nahezu ausschliesslich eine Besprechung der o.g. Publikation von Shaviv & Veizer. Für die PM ist schon die Gesamt-Grafik eine Nebensächlichkeit, auf welche an keiner Stelle des Textes hingewiesen wird. Es handelt sich im übrigen nicht um ein normales Zitat, sondern um eine unzulässige und diskriminierende Kategorisierung (!) der Quelle.

Nur ein Bruchteil der auf S. 83 angeführten Literatur wird im Text zitiert. In der Definition von Rahmstorf zeichnen sich "Klimaskeptiker" dadurch aus, das sie "den Sinn von Klimaschutzmassnahmen vehement bestreiten" (Rahmstorf 2004: 77). Entsprechende Anmerkungen finden sich nicht in der PM und diesbezügliche schriftliche Äusserungen von Shaviv oder auch Veizer sind dem Autor dieser Seiten nicht bekannt. Eine Anfrage bei Herrn Veizer erbrachte keine Bestätigung, ganz im Gegenteil. Gleichwohl wird von Veizer angenommen, dass: "Eine signifikante Reduktion der Treibhausgase (...) die globale Temperatur nicht deutlich verringern (wird), da nur ungefähr ein Drittel der Erwärmung im vergangenen Jahrhundert auf den Menschen zurückgeht." Und wer nur ein wenig mit der mathematischen Statistik vertraut ist, weiss, dass diese Aussagen eine hohe Wahrscheinlichkeit besitzen.

Der Artikel von Shaviv und Veizer wird an anderer Stelle - vgl. Pressemitteilung idw - u.a. auch von Herrn Rahmstorf als Spekulation und fragwürdige Wissenschaft heftig kritisiert.

   
 
 

[5] Dazu drei Literaturtips:

  • "Romantik - Eine deutsche Affäre" von Rüdiger Safranski (2007) im Hanser Verlag. "Es ist der Roman des deutschen Geistes" wie Matthias Matussek in Der Spiegel vom 03.09.07 treffend meinte.
  • "Der sanfte Wahn - Ökologismus total" von Heinrich Eilingsfeld (1993) in der Sutter Verlagsgesellschaft.
  • "Die Lust am Untergang - Selbstgespräche auf Bundesebene" von Friedrich Sieburg (2010) in Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main (zuerst erschienen 1954). Vgl. Besprechung in Wikipedia.
 
  [5a] In der Besprechung des Romans von Michael Crichton (KLima-Angst) von Cord Riechelmann in SZ Online vom 20.01.2005 heisst es dazu: "Sein [Crichtons] Gegner ist das amerikanische Juste-milieu in Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und Naturschutzorganisationen. Also fragt er nach dem Effekt, den die Protagonisten des Just-milieu im Zusammenhang mit der Erderwärmung zuerst hervorbringen. Und findet ihn in der Angst. Dass es einen Konnex zwischen „ökologischer Kommunikation“ (Niklas Luhmann) und der Angst gibt, hat Luhmann bereits 1986 betont und entgegen seiner sonstigen Gewohnheit der Angst „eine große politische und moralische Zukunft“ vorausgesagt. „Die Angst kann den Anspruch erheben, allgemein zu sein: volonté générale“, schreibt Luhmann. (...) Der Witz von Luhmanns Kennzeichnung der Angst als volonté générale wird deutlicher, wenn man eine Bestimmung des Philosophen Robert Spaemann dazunimmt: „,Volonté générale‘ ist ja ein ‚rechter‘ Begriff."
 
 

[6] "Der verwandelte Glaubenseifer - Religionen und Ersatzreligionen", von Josef Schmid, Politisches Feuilleton am 30.10.2007 im Deutschlandradio Kultur. [date of access: 30.10.07] Der aufmerksame Beobachter fühlt sich unweigerlich erinnert an eine "von der amerikanischen politischen Kultur geprägte", wirtschaftlich hoch effiziente Organisation, welche für sich Anspruch nimmt, eine empirische „Wissenschaft“ zu sein und "die Welt in Aufgeklärte und Unaufgeklärte (einteilt). Kritik gehört für sie zur Gegenaufklärung." Diese Art des Selbstverständnisses kommt bekannt vor. Überspitzt und sicher nicht ohne Polemik, wäre dann evtl. von den "Scientologen" des PIK-Potsdam zu sprechen?

Siehe auch den FAZ-Untertitel zu "Kirche, Sekte, Menschenverführer", 8. Dez. 2007, S.2. - vgl. Scientology - und den Katholischen Nachrichtendienst: "Hat der wahrscheinlich nächste UN-Generalsekretär, der Südkoreaner Ban Ki-moon, Verbindungen zur Mun-Sekte?" Vgl.Mun-Sekte! - dort den Abschnitt zur politischen Einflussnahme.

Nach eigenem Bekunden ist Ban Ki-moon kein Mitglied irgendeiner Kirche oder Religionsgemeinschaft.

 
 

[7] Diese Form der Diskriminierung scheint Methode zu haben (nicht nur bei IPCC- oder PIK-"embedded journalists") und ist evtl. auch PIK-typisch. Zu dieser Auffassung kann gelangen, wer das Interview in DIE ZEIT, 11.10.2007, Nr. 42, mit Herrn Prof. Hans Joachim Schellnhuber gelesen hat. Herr Schellnhuber ist Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Distinguished Science Adviser of the Tyndall Centre for Climate Change Research (siehe Anmerkung 1 und interessante Hintergründe: Wer mit Wem?). Titel des Interviews: "Der Kampf um die Lufthoheit - Forscher sammeln nicht nur Daten. Sie machen auch Politik." Zitat Schellnhuber: "... ich war mit der kühlen wissenschaftlichen Rationalität nicht durchgedrungen. Das ist ähnlich wie mit Leuten, die Darwins Evolutionstheorie nicht akzeptieren ...".

Die in diesem Vergleich liegende Anmassung ist auch deswegen besonders perfide, weil Charles Robert Darwin als aussergewöhnlicher Wissenschaftler sich der Wahrheit verpflichtet fühlte, in keiner Hinsicht dem bequemen und seinerzeitigen "Mainstream" folgte und vor allem seine Erkenntnisse nicht "marktschreierisch" und ungeprüft in die Welt "hinaus posaunt" hatte. Darwin war wohl eher eine bescheidene Persönlichkeit, übrigens ein gelernter Theologe, den es anfänglich sogar Überwindung kostete, die geradezu umstürzlerischen Ergebnisse seiner vieljährigen Forschungsarbeit vorzustellen. Immerhin erschütterte die von ihm (sowie Alfred Russel Wallace) entwickelte Evolutionstheorie das Selbstbild der Menschen in bisher ungekanntem Masse. Wurden nicht gerade die wenigen Evolutionstheoretiker als Ketzer und Häretiker in der Viktorianischen Zeit verspottet und angegriffen?

Die Konsens-Wissenschaft des IPCC und die Bauchgefühle aus dem PIK mit den fundierten Erkenntnissen eines Charles Darwin vergleichen zu wollen, ist unerträglich vermessen. Und geradezu bösartig ist es, die seinerzeitigen "Skeptiker" aus Klerus und konservativer "Mainstream"-Wissenschaft mit den heutigen Skeptikern der AGW-Hypothese zu assoziieren, da gerade diese in aller Regel einen besonderen Abstand zu Metaphysik und religöser Natur-Verklärung haben.

Bei Betrachtung desVereins-Logos des PIK Potsdam sind Zweifel angebracht, ob hier, mit Verlaub, Metaphysik, Esoterik und Naturwissenschaft bzw. Glauben, Naturverklärung und gesichertes Wissen überhaupt noch getrennt werden sollen. Zweifellos ist das Logo jedoch ein Bekenntnis zu theistischen Ideenwelten.

Vgl. Sie auch "Das Niveau der Klimadebatte", "Zum sogenannten Treibhauseffekt", "Bedeutung der Sonnenaktivität" und Literatur dazu. Dort finden Sie auch viel "kühle, wissenschaftliche Rationalität".

   
 
   
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Weiterführende Links zum Thema "Global Warming" etc. innerhalb dieser Website ( nur kurze Hinweise!):
   
  Das zyklische Auftreten von Kalt- und Warmzeiten im Laufe der Erdgeschichte.
Das zyklische Auftreten Warm- und Kaltzeiten (150 Mio. Zykluszeit / Eis-Zeitalter)
Das zyklische Auftreten Warm- und Kaltzeiten (125.000. Zykluszeit / Eiszeit-Zyklus)
Klimaschwankungen im Jungpleistozän und Holozän und Vegetationsgeschichte
Kurzer Überblick zur Klimageschichte
Literaturangaben zur Klimageschichte, kleine Auswahl
Globalklimatische Grundlagen und Entstehung von Vegetationszonen
Die glaziale und postglaziale Vegetationsgeschichte Afrikas
Postglaziale aride und humide Phasen in der Sahara Afrikas
Meeresspiegel während des LGM (120m unter NN) u. Simulation um +5m ü.NN
Glaziale bis postglaziale Nordseegeschichte
Entwicklung der Insel Sylt
Holozäne Optima und Pessima
2000 Jahre Temperaturentwicklung der nördlichen Hemisphäre, Bemerkungen zum "Hockeystick"
Sargasso Sea Surface Temperature (3000 BP - Present)
Der sogenannte Treibhauseffekt
Hurrikane haben nicht immer Saison
Elektromagnetisches Spektrum, Strahlungsenergie und Absorption
Die Bedeutung von Kohlendioxid
Der Kohlenstoffkreislauf - Ein kleiner Einblick
Das zyklische Auftreten von Sonnenzyklen
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© Harald Kehl - TU-Berlin - Institut für Ökologie



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