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Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise
aus gegebenem Anlass:
Ausdrücklich
wird für eine effiziente Nutzung von vor allem fossilen Energieträgern
und Rohstoffen im Allgemeinen sowie die dringend notwendige Ausschöpfung
der Einsparpotentiale auf einer seriösen wissenschaftlichen
Basis plädiert.
Die
hier vorgestellten Texte im Rahmen der Klimadebatte stellen keinen
Datenpool im eigentlichen Sinne dar. Gleichwohl handelt es sich
um einen Infopool. Die Seiten unterliegen einer grossen Dynamik,
da sie ständig ergänzt oder modifiziert werden, und sie
müssen selbstredend unvollständig sein. Die Texte appellieren
explizit an eine zurückhaltende Vorsicht
und Verantwortung bei der Darstellung
von Forschungsergebnissen
und sollen ausschliesslich
dazu anregen, angeblich unumstössliche Tatsachen zu hinterfragen
sowie Widersprüchlichkeiten aufzuzeigen. Dies betrifft
BEIDE
Seiten der Diskussion.
Wenn es einen Konsens
gibt, dann den:
Das nichtlineare
stochastische Klimasystem ist zu komplex und in weiten Teilen nur
fragmentarisch verstanden, weshalb es eindeutige "Wahrheiten"
nicht geben kann. Vgl. Sie in diesem Kontext die Bemerkungen
von Nico Stehr (Dept. of Sociology - Univ. of Alberta) und Hans
von Storch (GKSS - Geesthacht, Met. Institut - Uni. Hamburg) "Klima
und Kultur" und von Stefan Rahmstorf (PIK Potsdam) "Die
Welt fährt Achterbahn", aber auch die umfangreichen
Ausführungen von Alfons Baier (Angewandte Geologie - Uni Erlangen)
zu einigen
Aspekten
der "Klimakatastrophe" und den "Imponderabilien"
bzgl. Entwicklung von Klimamodellen und Computersimulationen.
Mit der Verlinkung auf
Dokumente etc. wird keinesfalls die jeweils dort geäusserte
Position übernommen oder abgelehnt. Die in der Öffentlichkeit
häufig nicht bekannten Dokumente und Positionen sollen jedoch
zur selbständigen Meinungsbildung beitragen. Bemerkungen bzw.
Zitate in Diskussionsforen wie: "Die
Universität Berlin sagt ..." etc., sind grober Unfug.
Vgl. Sie dazu "Allgemeine
Hinweise" und "Copyright
& Disclaimer" zur Nutzung der Website.
Wie aus vielen Bemerkungen
innerhalb des Internet-Projektes leicht zu erkennen ist, wird weder
auf den Seiten der Vorlesungen noch auf den Seiten zur Klimadebatte
dem ungezügelten Wirtschafts- oder Neoliberalismus das Wort
geredet; damit auch nicht dem grenzenlosen Wachstum und Konsum.
Das
Gegenteil ist richtig!
Ausdrücklich werden
jedoch Bemerkungen und Publikationen von Vertretern des IPCC intensiver
hinterfragt, da die "Summary for Policy Makers" weit reichende
Folgen für Politik und Gesellschaft haben kann. Falschaussagen
oder Halbwahrheiten können hier besonders problematische, vor
allem auch kostenintensive, Folgen haben. Lt. Tageszeitung "Die
Welt" vom 27. März '07 werden von der Unternehmensberatung
McKinsey die Kosten zur Erreichung der Klimaschutzziele, d.h. Senkung
der
CO2-Emissionen um 20%,
in der EU-25 bis 2020 auf angeblich 800 bis 1.100 Milliarden Euro
geschätzt.
Bei weltweit ca. 22.942
Millionen Tonnen CO2-Emissionen
(der Anteil Deutschlands beträgt ca. 3%, Stand 2003, eurostat,
Energy
Information Administration (EIA) und "Statistik kurzgefasst
- Umwelt und Energie 9/2006 - Jürgen Förster, EU-2006",
gemittelter Wert, Angaben variieren um bis zu 10% *1
- weitere Angaben auf der Seite "Kohlenstoffkreislauf")
wäre das aktuell dann der Preis für die Reduktion anthropogener
Kohlendioxid-Emissionen weltweit um ca. 3,5% (was eine nicht mehr
messbare Verringerung des Treibhauseffektes in K wäre) und
bei unverminderter Zunahme dieser Emissionen (z.B. um wenigstens
3% im Jahr, die Volkswirtschaften von China, Indien, Afrika, S-Amerika,
O-Europa etc. werden schneller und weiter ungehindert nach westlichem
Vorbild wachsen, auch die USA rechnen mit einer weiteren Zunahme
ihrer CO2-Emissionen
um 19% bis zum Jahr 2020 lt. Klima-Bericht
der US-Regierung) - wird dieser reduzierte Anteil durch die
EU-25 um das Jahr 2020 wenig über 2% betragen.
Selbst wenn unterstellt
wird, dass die Annahmen des IPCC bzgl. Klimawirksamkeit des anthropogenen
Anteils der CO2-Emissionen
zutreffend
sind ( was
jedoch stark umstritten ist), hätte die erhoffte anteilige
Reduktion um 2% so gut wie keinen Einfluss auf das Weltklima, wohl
aber einen drastischen Einfluss auf die europäische Wirtschaft
(cf. Kommentar von Konrad Kleinknecht: "Kopenhagen - quo vadis?",
im SdW, März 2010, S. 22-24).
Betrachtet
man die hohen Wachstumsraten in einigen EU-Ländern (wo sich
die CO2-Emissionen
in den letzten 15 Jahren um ca. 50% erhöht haben) und geht
davon aus, dass bis 2020 die Türkei EU-Mitglied sein wird (wo
sich die CO2-Emissionen
wegen des rasanten Wirtschaftswachstums in den letzten 15 Jahren
um ca. 65% erhöhten),
ist die Erreichung dieser ambitionierten Ziele schlicht eine Illusion.
Bestätigt
wird diese Vermutung auch durch neuerliche
Untersuchungen, wonach "Messungen zufolge (...) sich der
jährliche Zuwachs des CO2-Ausstoßes
gegenüber den neunziger Jahren verdreifacht (hat). Die Schuld
tragen nicht nur die boomenden Schwellenländer."
Und
der "Energiehunger" wird rasant weiter steigen. In einer
SPIEGEL
ONLINE - Meldung vom 13. November 2007 heisst es:
- "
... Alle Welt redet vom Klimawandel, der CO2-Vermeidung
und dem Energiesparen. Eine gestern in Rom vorgestellte Studie
des Weltenergierates WEC zeigt, wie schwer der Kampf gegen die
Erderwärmung noch werden dürfte. Denn der Energiebedarf
der Menschheit steigt und steigt - und könnte sich bis 2050
verdoppeln. Der WEC-Prognose zufolge wird
sich die globale Nachfrage nach Strom, Öl, Gas und Kohle
um 70 bis 100 Prozent erhöhen."
*1:
Die Erfassung und Quantifizierung von Kohlendioxid-Emissionen
ist weltweit sehr uneinheitlich. Nicht alle Länder folgen der
vom IPCC empfohlenen Methodik. Häufig kommen nationale Systeme
zum Einsatz (vgl. "Statistik kurzgefasst - Umwelt und Energie
9/2006 - Jürgen Förster, EU-2006").
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