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Eiszeiten
und andere Ursachen: |
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(Angaben
teilweise aus: Chorlton, W. (1985) Der Planet Erde: Eiszeiten.- Time-Life-Bücher) |
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"Der
kontinuierliche Wechsel zwischen warm und kalt
- Der
Mensch hat das normale Klima unserer Erde nie kennengelernt. Während
des grössten Teils seiner 4,6 Milliarden dauernden Existenz war
unser Planet entweder unwirtlich heiss oder trocken und völlig
eisfrei.
Nur siebenmal brachten Eiszeitalter, die durchschnittlich 50 Millionen
Jahre dauerten,
niedrigere Temperaturen mit sich; das Aufkommen der Menschheit fällt
in das
jüngste dieser Eiszeitalter"
(Chorlton 1985: 20)
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Insgesamt
wurden bisher 7 Eiszeitalter innerhalb
von 4,6 Milliarden Jahren nachgewiesen (davon 6 im letzten Viertel dieses
Zeitraumes), gegenwärtig wird die Vermutung geäussert, dass
der Durchgang unseres Sonnensystems durch die Spiralarme unserer Galaxie
im Abstand von jeweils ca. 150 Millionen Jahren Eis-Zeitalter auslösen
könnte ( Siehe Abb. unten "Auftreten von Kalt-
und Warmzeiten ..." und vgl. HIER:
) [date
of access: 04.10.04]
Bzgl. Ursachen des
150 Mio. - Jahre - Zyklus handelt es sich jedoch weitgehend um Spekulationen,
da bisher ein verlässliches Gesamtbild unserer Galaxie gar nicht
vorliegt. Vgl. Astrophysical Journal Letters,
10.9.2005, S. L149 (besprochen in SdW, Okt. 2005, S. 10)
Zeitalter
- Epochen - Zyklen:
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Infos zu kosmischen Ursachen für globale Vereisungen finden
Sie weiter unten! |
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Auftreten
von Kalt- und Warmzeiten mit ca. 150 Mio. Zykluszeit: |
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Abb.
rechts:
(zum Vergrössern anklicken!)
Zyklisches
Auftreten von Kalt- und Warmzeiten mit
ca. 150 Millionen Jahren Zykluszeit.
Die mittlere
globale Temperatur von ~22°C
bestimmte die überwiegende Zeit der Erdgeschichte. Paläoklimatologen
vermuten, dass wir uns gerade am Ende eines Eiszeitalters befinden, jedoch
innerhalb einer Eis-Epoche, von der wir nicht wissen, wann sie zu Ende
ist. (verändert
nach: ©
Paleontology Science Center Paleoclimatology
- The Study of Ancient Climates)
[date of access: 03.02.05]
Zur Orientierung:
Die aktuelle
Durchschnittstemperatur auf der Erde beträgt zurzeit ±15°C,
wie in der Abb. unten "Klimaentwicklung und -schwankungen"
zu erkennen ist.
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Einen sehr guten Überblick zur Klimageschichte seit dem Tertiär
bietet die Website
"Geographie-Diplom" |
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Mittelfristige
globale Klimaveränderungen - Zykluszeit von ca. 125.000 Jahren: |
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Abb.
rechts:
(zum Vergrössern anklicken!)
Zyklisches Auftreten von Kalt- und Warmzeiten
mit ca. 100 bis 125.000 Jahren Zykluszeit.
"The medium
term climate changes includes the semi-regular advances and retreats of
the glaciers during an individual Ice Age. The last 2.8 Ma have been marked
by large global climate oscillations that have been recurring at approximately
a 100,000 yr. periodicity at least for the past 800,000 years. The warm
periods, called interglacial periods, appear to last approximately 15,000
to 20,000 years before regressing back to a cold ice age climate."
(verändert nach: ©
Paleontology Science Center Paleoclimatology
- The Study of Ancient Climates)
[date of access: 11.08.06]
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Vielfältige
kosmische Ursachen für Vereisungen: |
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Die
Ursache für die verschiedenen Vereisungen liegen nach heutigem
Wissensstand im Zusammenwirken sich verändernder kosmischer Bedingungen,
die der serbische Mathematiker, Geophysiker und Astronom Milutin Milankovic
(geb. am 28. Mai 1879 in Dali bei Osijek, Kroatien, damals zu Österreich-Ungarn
gehörend und gestorben am 12. Dez. 1958 in Belgrad, nun Jugoslawien
bzw. aktuell Serbien) zwischen 1912 und 1941 durch umfassende Berechnungen
nachwies (aber bereits teilweise schon vor 2.000 Jahren von dem Astronom
Hipparchos von Nikäa erkannt wurde) und die hier nur kurz angedeutet
werden können.
Milankovic' Berechnungen
in seinem Werk "Théorie mathématique
des phénomènes thermiques produits par la radiation solaire"
(1920, erarbeitet in Budapest an der Akademie der Wissenschaften), basierten
auf Ideen (1842) des französischen Mathematikers Joseph
Alphonse Adhémar sowie des Schotten James
Croll (1875) und wurden - obwohl von Wladimir Köppen und
seinem Schwiegersohn Alfred Wegener in den 20er Jahren unterstützt
(vgl. Köppen
& Wegener 1924, Klimate der geologischen Vorzeit) -
lange angezweifelt, bis sie durch geologische bzw. sedimentologische Untersuchungen
in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts endgültig bewiesen
wurden.
Eine Zusammenstellung
aller Erkenntnisse und Theorien können Sie bei Wikipedia
Hinweis
bzw. bei Scott
Rutherford von der Roger Williams University, Dept. of Environmental
Sciences, Bristol, Rhode Island, oder auf den Seiten der NASA,
nachlesen! Hier nur ein kurzer Überblick.
[date of access: 07.09.04]
(1
ka = 1.000 Jahre)
- Die Exzentrizität
(100 ka) - Änderung des Ellipsenradius der Erdumlaufbahn:
Die jährliche Umlaufbahn der Erde verändert sich im Laufe
einer Periode von rund 100.000 Jahren von einem fast vollkommenen Kreis
zu einer länglichen Ellipse und wieder zurück zum Kreis. Dabei
schwankt die Entfernung der Erde zur Sonne um 18,5 Millionen Kilometer
(aktuell nur 4,9 Mio km).
- Die Schiefe
der Ekliptik bzw. Neigungswinkel der Erdrotationsachse, gen.
Obliquität (41 ka): Die Rotationsachse der Erde verläuft
nie lotrecht zur Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne, sondern in einem
Winkel, der im Verlauf einer Periode von 41 ka zwischen 21°55' und
24°18'° schwankt. Zurzeit beträgt der Neigungswinkel 23°26'25".
Wegen dieser Neigung der Erdachse ändert sich die Intensität
der auf jeden Punkt der Erde treffenden Sonnenstrahlung während
der einjährigen Umlaufzeit, die die Jahreszeiten verursacht. Wenn
der Neigungswinkel am grössten ist, kommt es auf der Nord- wie
auf der Südhalbkugel zu den heissesten Sommern und kältesten
Wintern. Vor 25 ka (LGM, vgl. oben!) erhielt die Erde auf 65° nördlicher
Breite nur soviel Sonne wie heute auf 71° nördlicher Breite,
rund 450km weiter nördlich.
- Die Präzession
(25.780 Jahre - [nach anderen Angaben 19 bis 23 ka]):
Während sich die Form der Umlaufbahn (Exzentrizität) und der
Neigungswinkel der Rotationsachse (Schiefe der Ekliptik) ändern,
vollführt die Erde gleichzeitig eine langsame Kreiselbewegung im
Raum - ihre Achse beschreibt einen Kreis (Wanderung des Himmelsnordpols),
den sie alle 25.780 Jahre vollendet und der als Umlauf des Perihels
bezeichnet wird. Überlagert wird die Präzession von der
Nutation.
Diese Kreiselbewegung, die sogen. Präzession,
hat zur Folge, dass sich der Abstand zwischen Erde und Sonne
(aktuell mittl. Abstand 149.597.870 km) in einer bestimmten Jahreszeit
langsam verändert. So erreicht auf der Nordhalbkugel die Erde auf
ihrer Umlaufbahn gegenwärtig den sonnennächsten Stand (das
Perihel) im Winter (Januar mit 147.099.600 km in Sonnennähe)
und den sonnenfernsten Stand (das Aphel mit 152.096.200 km in
Sonnenferne) Anfang Juli.
(www. source Zeiss
Planetarium Jena)
[date of access: 05.05.04]
Diese Kombination begünstigt milde Winter und kühle Sommer
- und damit das Anwachsen von Eisdecken. Vor rund 11 ka jedoch waren
die Verhältnisse genau umgekehrt und damit nach Ansicht vieler
Wissenschaftler die Voraussetzungen für das Abschmelzen des Eises
auf der Nordhalbkugel gegeben.
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Das
Holozän - ein klimadynamisches Interglazial: |
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Aber
offensichtlich extrem stabil verglichen mit anderen Interglazialen! |
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 Das
aktuelle Holozän als Interglazial
(d.h. die heutige Warmzeit) umfasst bisher etwa 10.500 (11.500)
Jahre und ist ganz sicher endlich - Die so genannte Eem-Warmzeit als Interglazial
zwischen dem vorletzten Eiszeit-Zyklus, der Saale-Eiszeit, und der letzten
langen Vereisung, der Weichsel-Vereisung, dauerte z.B. "nur"
etwa 10.000 - 12.000 Jahre. Dieses Interglazial war allem Anschein nach
durchschnittlich wärmer und zeichnete sich durch extrem kalte Zwischenstadien
von einigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten aus (Greenland Ice Core Program
- GRIP).
Abb. rechts
oben: (zum Vergrössern anklicken!)
Holozäne Optima und Pessima (nur Temperaturen) im wesentlichen
der nördlichen Hemisphäre.
Nach: Dansgaard
& Johnsen (1969) und Schönwiese
(1995) - Weitere Literaturangaben zur Abbildung vgl. dort!
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Abb.
rechts:
(zum Vergrössern anklicken!)
Klimaentwicklung
und -schwankungen mit den Temp.-Kurven
des letztgenannten Eiszeit-Zyklus von etwa 125 ka (125.000 Jahre), wobei
das gegenwärtige Holozän detaillierter dargestellt wird.
Ausbreitungsdynamik
der Flora: Neben der o.g., erdgeschichtlich weit zurückliegenden
Ausbreitungsdynamik der Flora (bedingt durch Verlagerung der Landmassen
als Folge der o.g. Plattentektonik,
oder Ereignisse mit Massensterben als Folge externer Einflüsse, vgl.
oben!), führen die pleistozänen Klimaentwicklungen
mit sich abwechselnden Glazialen
(Vereisungen) und Interglazialen (Warmzeiten) zu ständigen Wanderungsbewegungen
der Flora.
[date
of access: 07.09.04]
Von George
H. Michaels and Brian M. Fagan (2003), The University of California,
wurden maximale Eisausdehungen, Meeresspiegelschwankungen und Vegetationsverbreitungen
während der letzten 130.000 Jahre dargestellt, speziell während
der maximalen Vereisung (LGM = late glacial maximum) vor 30.000 - 20.000
Jahren (Würm / Weichsel / Wisconsin).
Besonders die Verbreitung
von Vegetationsformationen während dieses Zeitraums von Michaels
& Fagan ist jedoch umstritten und für Europa und Afrika während
der letzten Hochvereisung wohl nicht richtig.
vgl. "The
Ice Age".
[date of access: 28.11.05]
Sicher
scheint dagegen, dass die tropischen Regenwälder Afrikas und
S-Amerikas während des LGM auf nur wenige, mosaikartige Reste
geschrumpft waren. Vgl.
Flora
& Vegetation der Immerfeuchten Tropen - Teil 2
Abb.
links:
(zum Vergrössern anklicken!)
Vegetationsverbreitung auf dem afrikanischen Kontinent während
des LGM bis zur Gegenwart. Postglazial setzte auch in anderen Teilen unserer
Erde eine Vegetationsdynamik in Abhängigkeit von sich verändernden
Niederschlags- und Temperaturbedingungen ein.
Nach: Adams J.M. & Faure H. (1997)
Palaeovegetation maps of the Earth during the Last Glacial Maximum, and
the early and mid Holocene: an aid to archaeological research.-
Journal of Archaeological Science. v.24 p.623-647. (verändert
und ergänzt).
Abb.
links:
(zum Vergrössern anklicken!)
Aride und feuchte Phasen in der Sahara Afrikas während
des Holozäns.
Nach: Kevin White & David J. Mattingly
(2006) Versunkene Seen in der Sahara.- SdW,
September 2006, S. 51. (verändert und ergänzt)
Während der Hochphase
des letzten Eiszeit-Zyklus' traten in Gruppen sogenannte Dansgaard-Oeschger-Zyklen
mit einer Periode von 1.500 bis 3.000 Jahren auf. Kennzeichnend
sind rasche Erwärmung (Flora und Fauna aus
Randgebieten wandert ein) und danach kontinuierlicher Rückgang
der Temperaturen (eingewanderte Flora und Fauna
weicht wieder zurück). Eine
Sequenz dieser Zyklen wird Bond-Zyklus genannt und von einem sogenannten
Heinrich-Ereignis abgeschlossen.
Nähere Informationen
dazu aus dem PIK-Potsdam, zu
raschen Klimaschwankungen im letzten Glazial,
818K,
4 S., von Prof. Martin Claussen.
[date of access: 04.10.04]
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Wärme-
und Kälteperioden |
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Abb.
rechts: (zum Vergrössern anklicken!)
Holozäne und glaziale Temperaturänderungen sowie Vegetationsentwicklungen
SE-Europas und des östlichen Mittelmeerraums.
Innerhalb des aktuellen
Holozäns können Wärme-
und Kälteperioden unterschiedlicher Dauer nachgewiesen werden,
welche einen erheblichen Einfluss auf die Vegetationsdynamik
hatten.
- Hocherwärmung
im Atlantikum: Besonders hervorzuheben sind nach
Claussen
[date of access: 05.05.04] Ausdehnungen der Savannenvegetation
(Sahelgürtel mit spärlicher Vegetation und monsunalen Niederschlägen
von 50 bis 200mm/a) nach Norden während der Hocherwärmung
des Atlantikums, den sogenannten holozänen Optima vor ca. 7.000
und ca. 4.500 Jahren (vgl. in Abb. Klimaschwankungen
im Jungpleistozän und Holozän, den Zeitabschnitt 'Holozäne
Optima'). Diese Savannenvegetation zog sich wegen ausbleibender
sommermonsunaler Niederschläge um etwa 5.500 BP jedoch relativ
abrupt zurück und führte wiederum zu einer Ausdehnung der
Wüstengebiete, wie wir sie heute kennen.
- Kälteperiode
gerade vorbei: Die letzte bedeutende begann
Anfang
16. Jahrh. und endete Mitte 19. Jahrh. als sogenannte "Kleine
Eiszeit" (LIA) mit dem sogen. Maunderminimum
um etwa 1645 - 1715 mit geringerem solarem Magnetismus und dem Dalton-Minimum
zum Ende der Kleinen Eiszeit. Die Alpengletscher hatten während
dieses relativ langen Zeitraums ihre grösste Ausdehnung seit mehreren
tausend Jahren erreicht (vgl. Abbildung links mit einem Beispiel des
Aletschgletschers). Siehe dazu auch Klimanotizen.de.
[date of access: 22.02.05]
- Wärmeperiode
seit ca. 1860: Sie begann etwa 1860 und hält weiterhin
an. Verantwortlich dafür sind wesentlich
solare
Einflüsse ( Literatur
dazu). Einige Indizien könnten jedoch darauf hindeuten, dass
sie durch direkte oder indirekte anthropogene Einflüsse (z.B. Treibhausgase,
Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen) - marginal - verstärkt
wird.
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Weitere
detaillierte Angaben zu holozänen Klimaschwankungen weiter
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Bedeutung
der Sonnenfleckenaktivität für die globale Klimaentwicklung |
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NEU! Ausführliche
und aktuelle Infos zu diesem Themenkomplex finden Sie seit
dem 18.01.2007 unter |
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NEU! Infos
zur aktuellen Klimaentwicklung, auch zum Stand der Diskussionen,
finden Sie unter |
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Kleine
Auflistung holozäner Klimaschwankungen:
1* |
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(zu Altersangaben "BP" und
"BC" vgl. Sie bitte Wikipedia!
und die Anmerkung unten) |
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BP *2
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BD *2 |
Phasen
/ Perioden |
| ca.
11.500 - ca. 8.500 |
ca.
9.500 - ca. 6.500 |
generell
humide Phase im Bereich der Sahara Afrikas, (White
& Mattingly 2006, SDW,
Sept.: 46-53) - Vgl. Sie dazu auch die Abb. mit postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara! |
| ca.
9.700 |
ca.
7.700 |
Feuchteperiode
in Afrika, der Tschadsee hat etwa die Grösse des Kaspischen
Meeres erreicht (Science, 18.10.2002) - Vgl. Sie dazu auch die Abb.
mit
postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara! |
| ca.
9.200 - ca. 5.700 |
ca.
7.200 - ca. 3.700 |
Periode
des Atlantikum als wärmster Abschnitt des Holozän,
Temp. in der nördlichen Hemisphäre etwa 1 bis 2 K höher
als heute, jedoch ähnlich feucht wie heute (nach Berner
& Streif 2000: 135); nach Schönwiese
(1995) wird das Atlantikum in 3 Maxima (7-6 ka BP, 4-5
ka BP und 3 ka BP) aufgeteilt. |
ca.
8.300 -
ca. 7.800 |
ca.
6.300 -
ca. 5.800 |
ca.
500 Jahre Dürreperiode in Afrika,
nachgewiesen im Gletschereis des Kilimandscharo. Der Tschadsee schrumpft
und droht auszutrocknen (vgl. nächste Angabe für die Sahara!);
- Vgl. Sie dazu auch die Abb. mit postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara! |
ca.
8.200
ca. 7.500 |
ca.
6.200
ca. 5.500 |
starker
Kälteeinbruch (ca. 200 Jahre) begleitet von extrem ariden
Phasen zwischen 8 und 7 ka BP in der nördlichen Hemisphäre
(GISP2-Eiskern Grönland und Ammersee, Bayern, nach Berner
& Streif 2000: 135 sowie Klimaentwicklung in der Holozän-Warmzeit,
Website
der GGR) |
zwischen
ca. 8.000 - ca. 7.000 |
zwischen
ca. 6.000 - ca. 5.000 |
unbeständige,
insgesamt aride Phase
im Bereich der Sahara Afrikas, (White
& Mattingly 2006, SDW,
Sept.: 46-53) |
| ca.
7.000 - ca. 5.000 |
ca.
5.000 - ca. 3.000 |
Optimum
(1. Temp.-Max. im Atlantikum nach Schönwiese)
mit wesentlich höheren Durchschnittstemperaturen (um 2 bis 4
K in Europa und N-Amerika, Wintertemperaturen jedoch niedriger als
heute), einer weitaus geringeren Vergletscherung als heute und einer
Waldgrenze in den Alpen, die etwa 200 - 300 Meter höher lag,
humide Phase an den äquatorseitigen Rändern der Sahara
mit Ausdehnung der Savannenvegetation nach Norden, die humide Phase
dauert hier von etwa 7.000 bis etwa 5.000 BP (vgl. Sie die Abb. mit
postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara!) |
| ca.
6.700 - ca. 5.500 |
ca.
4.700 - ca. 3.500 |
Lange
- eher schwach - aride
Phase in N-Afrika, langsamer Vegetationsrückgang
im nördlichen Bereich der Sahara (nach Claussen
et al., 1999) |
| ca.
6.100 - ca. 5.400 |
ca.
4.100 - ca. 3.400 |
Klimapessimum
mit sehr niedrigen Temperaturen in der nördlichen Hemisphäre |
ca.
5.440
(± 30 J.) |
ca.
3.940
(± 30 J.) |
Abrupter
Beginn einer sehr ariden
Phase in N-Afrika mit schnellem Vegetationsrückzug
in der Sahara. (nach Claussen
et al., 1999) |
ab
ca.
5.000 BP - dato: |
ab
ca.
3.000 BD - dato: |
Beginn
einer ariden Phase
im Bereich der Sahara Afrikas, die bis heute anhält,
(White & Mattingly
2006, SDW, Sept.: 46-53) |
| ca.
5.300 - ca. 4.200 |
ca.
3.300 - ca. 2.200 |
Optimum
(2. Temp.-Max. im Atlantikum nach Schönwiese
/ bzw. Übergang zum Subboreal) mit wesentlich höheren
Durchschnittstemperaturen und geringerer Vergletscherung als heute
und einer Waldgrenze in den Alpen, die etwa 200 - 300 Meter höher
lag, im 2. Optimum Entwicklung der ägyptischen Hochkultur; |
| ca.
5.200 - ca. 5.000 |
ca.
3.200 - ca. 3.000 |
Dürreperiode
und kühle Bedingungen in Afrika, nachgewiesen im Gletschereis
des Kilimandscharo; |
| ca.
4.000 - ca. 3.700 |
ca.
2.000 - ca. 1.700 |
Dürreperiode
in Afrika, nachgewiesen im Gletschereis des Kilimandscharo (Science,
18.10.2002, S. 589, zit. in SdW, Dez. 2002, S. 44); |
| ca.
4.000 - ca. 3.600 |
ca.
2.000 - ca. 1.600 |
Extrem
abrupt einsetzende Dürreperiode in N-Afrika. "The
transition to today's arid climate was not gradual, but occurred in
two specific episodes. The first, which was less severe, occurred
between 6,700 and 5,500 years ago. The second, which was brutal,
lasted from 4,000 to 3,600 years ago. Summer temperatures increased
sharply, and precipitation decreased, according to carbon-14 dating.
This event devastated ancient civilizations and their socio-economic
systems." (Besprechung des Artikels von Claussen
et al., 1999 in ScienceDaily) |
| ca.
3.500 - ca. 3.100 |
ca.
1.500 - ca. 1.100 |
Klimapessimum:
ausgeprägteste Klimaverschlechterung in der Löbben Kaltphase,
dokumentiert in der Schweiz durch Gletschervorstösse. "Insbesondere
gelang es, die mehrteilige Löbben-Kaltphase (mehrfach)
nachzuweisen. Um 4475 ± 75 yBP sowie um 3340 ±
80 yBP erreichten die Gletscher ihre grösste postglaziale Ausdehnung
im Bereich der Oberhornalp." Wipf
(2001) |
ab
ca. 3.100 |
ab
ca. 1.100 |
Optimum
(3. Temp.-Max. im Atlantikum nach Schönwiese
/ im Subboreal) relativ kurze Phase mit höheren Durchschnittstemperaturen
und geringerer Vergletscherung als heute, wird verschiedentlich auch
"Klimaoptimum der Bronzezeit" genannt |
| ca.
2.900 - ca. 2.300 |
ca.
950 -
ca. 350 |
Klimapessimum
am Ende der Bronzezeit bis in die Eisenzeit (mit den bisher niedrigsten
holozänen Temperaturen, evtl. nur Europa). Häufig wird diese
Phase auch "Klimapessimum der Bronzezeit" genannt, vgl.
u.a. Wolf-Dieter Blümel
(2002) - siehe auch unter Publikationen! |
| |
ca.
350 BD -
ca. (250)
ca. 350 AD |
Römisches
Optimum ( "Globale"
Temperaturerhöhung?) Lokale Erwärmung
um ca. 4K (um 2.300-2.000 cal. year B.P., - siehe dazu
Anmerkung unten!
- Angaben modifiziert am 01.10.08), nach Sediment-Untersuchungen eines
israelisch-schwedischen Wissenschaftlerteams in Ost-Afrika (Bergsee
auf dem Mt. Kenia, Klimageschichte von 4.550 - 1.250 BP), vgl. Rietti-Shati
et al. (1998).
Wesentliche Erwärmung in der nördlichen Hemisphäre.
Bergbau in den Alpen, wo heute Dauerfrost herrscht - extrem starker
Rückgang der Vergletscherung; die Gletscherzungen lagen
mindestens 300m höher als heute (vgl.
Schlüchter
& Joerin, 2004), Holzhauser
et al. (2005), Joerin
et al. (2006) und die Abbildung;
Hannibal gelingt es, die Alpen zu überqueren 217 BC / zweiter
Punischer Krieg 218-201 BC. Von Blümel
(2002) wird auf der Basis umfangreicher Feldforschungen
angenommen, dass die Mitteltemperaturen in Europa während des
römerzeitlichen Klimaoptimums etwa 1 - 1,5° C höher
waren als heute. Teilweise höhere Temperaturen als heute für
diesen Zeitraum wurden auch von dem DFG-Projekt
Drama
gefunden. Bereits um 250 AD setzte dann "eine dramatische
Verschlechterung" ein. |
| |
ca.
350 -
ca. 550 |
Klimapessimum
der
Völkerwanderungszeit;
Trockenheit in Zentralasien, Aridisierung und Abkühlung auch
in Italien und Arabien, starke Ausdehnung der Gletscher im Alpenraum,
verbunden mit einem Sinken der Baumgrenze. Heftige Sturmfluten an
europäischen Küsten. |
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ca.
750 -
(ca. 850)
ca. 1250
(ca.1150) |
Mittelalterliches
Wärmeoptimum,
Wikinger (Normannen s.l.) besiedeln Grönland und treiben
Ackerbau; sie entdecken lange vor Kolumbus (N-)Amerika. In England,
aber auch im östlichen Mitteleuropa (Ostpreussen, Pommern),
entstehen zahlreiche Weinanbaugebiete. Die landwirtschaftlichen
Anbaugrenzen in den Mittelgebirgen reichen etwa 200 m höher
als heute. Stärkster Rückgang des Waldes (Bork
et al. 1998) und intensive Ausweitung der Ackerflächen.
Die Alpengletscher haben sich fast wieder so weit zurück gezogen,
wie zur Zeit des wesentlich länger andauernden "Römischen
Optimums" und die Geschwindigkeit des Eisrückzuges nach
dem davor liegenden Pessimum entspricht der Dynamik nach dem Ende
der "Kleinen Eiszeit". Vgl. Joerin
et al. (2006).
Die Temperaturen
lagen nach
Loehle (2007)
vermutlich vor allem in der nördlichen Hemisphäre
und regional 1 bis 1.5 K über der langjährigen Mitteltemperatur,
oder entsprachen nach Cubasch
et al. (2004) und Moberg
et al. (2005) etwa den heutigen. Glaser
(2001) vermutet jedoch, dass die aktuellen Werte bereits
leicht über denen des Mittelalterlichen Wärmeoptimums
liegen.
Auf der Grundlage
von Feldforschungen wird von Blümel
(2002: 22) dagegen angenommen, dass die mittleren Temperaturen
im Vergleich zu heute um 1,5 - 2,0 °C gestiegen waren und Vermutungen
gerechtfertigt sind, dass dieses Optimum auch in den Randgebieten
der sommerfeuchten Tropen (Namibia) zu höheren Niederschlägen
geführt hatte (ibid, S.25-26).
Übrigens: auch während dieser Zeit kam es immer wieder
zu Kälteeinbrüchen in Mittel- und Nordeuropa, die mit
Phasen geringer Niederschläge in Mittelamerika korrelierten
und wohl zum Kollaps der klassischen Mayakultur während einer
Superdürre zwischen 1.300 - 1.100 BP führten! (vgl.
Peterson
& Haug 2006)
|
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ca.
1150 - 1850 |
Klimapessimum
(Kleine Eiszeit),
in Mittelamerika lange Periode geringer Niederschläge, Wikinger
verlassen im 15. Jahrh. Grönland, Missernten und Hungersnöte
treten in Europa auf (kühl und regenreich), Sturmfluten und Überschwemmungen
sind häufig, die Getreidepreise steigen zum Ende der Kleinen
Eiszeit in unermessliche Höhen - um 1805 herum, gleichzeitig
sogenanntes Dalton - Minimum (Maunder - Minimum 400 - 330 BP), die
Temperaturen lagen weltweit vermutlich ca. 2 K unter den heutigen;
vgl. Hinweise zur Sonnenfleckenaktivität! |
| |
1850
- dato
Erwärmung |
Heftige
und sehr kontroverse Diskussion
darüber, ob anthropogen bedingt oder nicht, vor dem
Hintergrund einer auf 6.57 Milliarden angewachsenen Menschheit (2006,
Dez.).
Hier aktuelle
Zahlen zur Weltbevölkerung. |
| Gegenwart: |
'Modernes
Optimum' mit leichter Abnahme der Permafrostgebiete und Zunahme der
Niederschläge an den südlichen Rändern der Sahara?
Satellitenbilder zeigen keine Ausweitung der Sahara
(Science 31 July 1998: Vol. 281. no. 5377, pp. 633 - 634), aber gegenwärtig
einen Rückgang der Wüsten Afrikas und eine Zunahme der
Vegetation an den nördlichen und südlichen Rändern
der Savannenzonen (New Scientist, 2002, Nr. 2361, S. 4), aber auch
einen Rückgang des arktischen, nicht jedoch des antarktischen
Eises. |
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1*
& 2* Anmerkungen:
- Bei der hier verwendeten
Zeitangabe BP (before present) handelt es sich im Wesentlichen um Kalenderjahre
vor Heute. Die Altersangabe BP wird eigentlich für unkallibrierte
14C - Daten verwendet. "Present" - also die Gegenwart
- ist das Jahr 1950, es ist das Jahr der "Erfindung" dieser
Methode. Generell ist in der populärwissenschaftlichen, aber auch
wissenschaftlichen Literatur, nicht immer klar, ob es sich um kallibrierte
14C - oder unkallibrierte 14C - Daten handelt.
Hinzu kommt, dass die zeitlichen Angaben zum gleichen Ereignis in der
Literatur oft sehr weit voneinander abweichen, eine Diskussion über
die Hintergründe dieser Abweichungen gehört jedoch nicht zum
Anliegen dieser Übersicht. Da die o.g. Zeitangaben ausschliesslich
der Orientierung dienen und Abweichungen von ±50 - 80 Jahren
BD (before date) bzw. BC (before christ) in diesem Kontext völlig
unerheblich sind, wurde bei Altersangaben BD das Jahr 1950 als Ausgangsjahr
nicht mehr berücksichtigt.
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- Die markante Temperaturerhöhung
bezieht sich auf einen Hochgebirgssee des Mount Kenya. Rietti-Shatti
et al. (1998: 981) schreiben dazu: "Thus, according to Eq.1,
the shift to the more depleted values indicates a warming phase of up
to 4°C on Mount Kenya." Und auf S.982 werden für den
gleichen Zeitraum Warmphasen für den Viktoriasee (Flachland),
für den Mount Satima (Kenya, nach Karlen & Rosqvist 1988),
aber auch "in the Northeastern St. Elias Mountains in Southern
Yukon Territory and Alaska and in Swedish Lapland" (nach Denton
& Karlen 1973) hervorgehoben, ohne jedoch Angaben zu den Temperaturen
zu machen. (Lit. vgl. in der Originalarbeit)
Diesen Angaben
zufolge scheint also kein Zweifel daran zu bestehen, dass es sich
hier um Indikatoren einer wesentlichen
globalen, oder wenigstens Erwärmung in der nördlichen Hemisphäre
gehandelt hat, wobei erhebliche regionale Unterschiede auftraten.
Gestützt werden diese Befunde durch die umfangreiche und detaillierte
Arbeit von Mayewski et al. (2004) Holocene
Climate Variability.- Quaternary Research 62: 243-255.
13 S.
[date
of access: 01.10.08]
-
Siehe
auch die Zusammenfassung unten
sowie "Summary and Conclusions" in der Veröffentlichung
von Mayewski et al., ibid. Und hier zur angenommenen Bedeutung der
Sonnenaktivität und der Treibhausgase.
Auch wenn heute kein Zweifel mehr daran bestehen kann, dass die Klimavariabilität
während des Holozäns sehr stark und regional teilweise sehr
unterschiedlich ausgeprägt war und sehr schnelle signifikante
Klimawechsel (rapid climate change / RCC, nach Mayewski et al., ibid)
im Zeitrahmen von wenigen hundert Jahren, oder auch wesentlich kürzer,
mit elementarer Bedeutung für Kulturen, eher zur Normalität
gehörten, ist doch allen genaueren Angaben zur globalen
Temperaturerhöhung oder -abnahme in der Geschichte des Holozäns
eher mit Skepsis zu begegnen. Vieles deutet aber nach dem aktuellen
Stand des Wissens darauf hin, dass die Temperaturschwankungen in der
nördlichen Hemisphäre weitaus höher waren als in der
südlichen Hemisphäre.
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- Ausführliche
Angaben zur Radiokohlenstoffdatierung, ihrer Relevanz und Anwendung
finden Sie
hier,
hier
und hier.
[date
of access: 22.04.08]
- Die in der Literatur
gefundenen Angaben bzgl. Beginn und Ende der verschiedenen Phasen (Klimaoszillationen)
weichen teilweise sehr stark voneinander ab, oder sind sogar
widersprüchlich. Der Schwerpunkt der Angaben bezieht sich auf die
nördliche Hemisphäre, vor allem auf N-Afrika und Europa. Ab
etwa Beginn der Zeitenwende wird berücksichtigt, dass die "Gegenwart"
bei der Angabe BP (before present) auf 1950 festgelegt wurde.
- Die Auflistung
oben soll vermitteln, dass das aktuelle Interglazial generell von Zeiten
mit höheren (sogen. Optima) und niedrigeren (sogen. Pessima) Temperaturen
über mehrere Jahrhunderte (bis Jahrtausende) geprägt war.
- Mit den Begriffen
Pessima und Optima werden keine Aussagen zu den Niederschlagsverhältnissen
verbunden, d.h. humide und aride Phasen korrelieren nicht unbedingt
mit niedrigen und hohen Temperaturen und können ausserdem in den
verschiedenen Klimazonen der nördlichen und südlichen Hemisphäre
(aber auch innerhalb der Hemisphären!) zur gleichen Zeit sehr unterschiedlich
sein. Z.B. erlebte die südliche Sahara zwischen 7.000 und 5.500
BP eine humide Phase und die nördliche Sahara war während
dieses Zeitabschnitts eher trocken. Vgl. Sie dazu noch einmal die Abb.
mit
postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara!
- Um den neuesten
Kenntnisstand bzgl. Temperaturentwicklung im Holozän zu erfahren,
ist das Studium von aktueller (!!) Primärliteratur unabdingbar.
Weitere Angaben in der Literatur unten und
unter
"Klimawandel
und Kulturgeschichte".
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Klimaschwankungen
während der letzten 2.000 bis 3.000 Jahre: |
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Vor
dem Hintergrund der heftig und kontrovers geführten Diskussion
um die Ursachen des gegenwärtigen globalen Temperaturanstiegs,
wird an dieser Stelle die aktuellste
Rekonstruktion der Temperaturentwicklung der vergangenen 2.000 Jahre
auf der Nordhalbkugel (!) unserer Erde dargestellt. Diese weicht ab von
der als "Hockey-Schläger-Kurve"
(Hockeystick) bekannt gewordenen (wissenschaftlich unhaltbaren) Rekonstruktion
nach Mann et al.
(1998, 1999). Selbstredend
müssen die starken Temperaturschwankungen vor dem Industrie-Zeitalter
natürliche Ursachen haben.
Abb. rechts:
(zum Vergrössern anklicken!)
Temperaturentwicklung der letzten 2.000 Jahre nach Moberg
et al. in Nature, Bd. 433, S. 613.
Die
Schwankungsbreite liegt bei etwa einem Grad. Demnach scheinen die Schwankungen
etwa doppelt so stark gewesen zu sein wie bislang angenommen wurde (Moberg
et al. in: Nature, Bd. 433, S.613). Hinzu kommt, dass "der
Einfluss natürlicher Vorgänge auf kurzfristige Klimaschwankungen
[...] sogar mit noch grösseren Unsicherheiten behaftet [ist] als
das Ausmass der Temperaturfluktuationen selbst."
(Kommentar von Sven Titz zu dem o.g. Beitrag von
Moberg et al., in: Spektrum der Wissenschaft, April 2005, 24)
Abb. rechts:
Temperaturentwicklung der letzten 3.000 Jahre im Bereich der Sargassosee,
nach Keigwin, L. D., 1996, The Little Ice Age
and Medieval Warm Period in the Sargasso Sea: Science, v. 274, p.
1504-1508. "The
entirety of Holocene climatic history can be characterized as a sequence
of 10 or more global-scale "little ice ages," fairly irregularly
spaced, each lasting a few centuries, and separated by global warming
events."
Weitere
Infos unter World
Climate Report mit einer kritischen Zusammenfassung der neuesten Ergebnisse.
"WCR is sponsored by the Greening Earth Society, a Western Fuels
Association project (!!) founded to spread the "good news"
that global warming is benficial for the planet." (nach ExxonSecrets.org).
Trotzdem, es lohnt sich sehr, dort mal vobei zu schauen.
[date of access: 31.07.06]
Die Argumente
aller Seiten sollten ernsthaft geprüft und nicht von vornherein
diffamiert werden, wie dies leider von einigen extremen Vetretern beider
Seiten, hauptsächlich leider jedoch von Vertretern der CO2
- Hypothese, immer wieder geschieht. Vgl. Sie dazu "Rahmstorf
contra Singer: Gedanken zum Klima der Debatte".
Ganz generell
lehrt uns die Klimageschichte, dass das Klima immer dynamisch war,
mal mehr und mal weniger. Und es entspricht ganz sicher menschlicher
Hybris, Stabilität und Kontinuität, Gleichgewicht und Harmonie,
als den sogenannten "natürlichen Zustand" zu propagieren.
Es ist nichts als ein Wunsch, eine gefährliche Chimäre, eine
höchst gefährliche Illusion.
Eine
ausführliche und - mehr oder weniger - ausgewogene Diskussion zur
Temperaturentwicklung in den letzten 2.000 Jahren (inkl. Problematik der
"Hockey-Schläger-Kurve") sowie zu den politischen Implikationen
des "Killerarguments" Hockeystick, findet sich in den KlimaNotizen,
m.E. für eine eigene Meinungsbildung unbedingt zu empfehlen.
[date of access: 04.08.06]
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| Zur
Rekonstruktion der letzten 2000 Jahre Temperaturentwicklung: |
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| Einige
Bemerkungen zur Klimadebatte und den überall 'lauernden' Katastrophen: |
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Meeresspiegelschwankungen
- Verlust und Gewinn von Landschaften: |
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Wichtige
Vorbemerkung:
Vor dem Hintergrund geologischer Zeiträume befindet sich "Unsere
Erde (...) augenblicklich in einer Kühlhaus-Episode, der Meeresspiegelstand
ist enorm niedrig, die Eiskappen sind groß, das Nordmeer ist vereist,
die Geschwindigkeit der Ozeanspreizung ist mäßig. Entweder stehen
wir am Ende der känozoischen Kühlhaus-Episode
oder wir leben in einer Zwischeneiszeit (...)." Vgl. Meeresspiegelschwankungen
- Ursachen, Folgen, Wechselwirkungen
- von Hartmut Seyfried und Reinhold Leinfelder, Uni-Stuttgart (vgl. unter
Schlussfolgerungen). [date
of access: 11.03.07]
Abb.
rechts: (zum Vergrössern anklicken!)
Darstellung der "Zeitlichen
Veränderung der Höhe des Weltmeeresspiegels in den letzten
70 Mio. Jahren" (
- Datei), nach Haq et al. 1987,
Grafik bearbeitet von Christian Röhr 2005, wo auch das Copyright
liegt, aus:
Infos
zum Oberrheingraben. [date
of access: 11.03.07] Der Meeresspiegel war bis vor 40 Millionen
Jahren 170 bis 220 Meter höher als heute. Gleichzeitig lagen die
Durchschnittstemperaturen mit
ca. ~22°C weit über den heutigen. Nach neueren Untersuchungen
ist langfristig mit einem weiteren Absinken des Meeresspiegels zu rechnen.
Vgl. Müller, R.D. et al. 2008.
Die
postglaziale Dynamik der Vegetationsausbreitung oder auch ihr Rückzug
im Bereich von Küsten s.l. werden begleitet und beeinflusst von extremen
Meeresspiegelschwankungen,
bei welchen grosse Teile der Schelfgebiete entweder frei gelegt
oder auch wieder überflutet werden.
Ursache
für Transgressionen (Meeresvorstösse) und Regressionen
(Meeresrückzüge) sowie allgemein Meeresspiegelschwankungen können
Landabsenkungen oder -hebungen
(isostatische
Dynamik) oder das Abschmelzen oder Entstehen von Eismassen (eustatische
Dynamik).
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Einige
Bemerkungen zur isostatischen Dynamik |
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Durch
die Mächtigkeit der Eisschilde von ca. 2.000 bis 4.000 m wurde die
Lithosphäre
tief in die viskose Asthenosphäre
hinabgedrückt (in Skandinavien 700- 800 m).
Mit dem Beginn der
Warmzeit und dem Abschmelzen der Eisschilde stiegen diese Landschaften
- nahezu - kontinuierlich auf. Übrigens ein Prozess, der auch gegenwärtig
mit etwa 1cm pro Jahr die skandinavischen Gebirge aufsteigen und ausgleichend
Teile der Nordseeküste sinken lässt. So wird z.B. angenommen,
dass im Mündungsbereich der Weser bis Mitte dieses Jahrhunderts eine
Landabsenkung von etwa 15cm erreicht wird und das mit einem sich verstärkenden
Trend, bei einem zusätzlich vermuteten Meeresspiegelanstieg von ca.
40cm (als Folge einer erwarteten weiteren globalen
Erwärmung). Vergleichen Sie dazu das soeben erschienene Fachbuch
"Klimawandel
und Küste - Die Zukunft der Unterweserregion" (2005) von
Schuchardt,B. & M.Schirmer (Hrsg.)
sowie die Vorabpublikation von Storch et al.
(Januar 2005) im Internet "Projektionen
für Meere und Küsten",
352 KB, 9
S.
[date
of access: 17.02.05]
Zur
Erinnerung:
Die
feste Erdkruste
(im wesentlichen die Lithosphäre) hat unter den Kontinentalplatten
eine Mächtigkeit von 30 bis 70 Kilometern (max. 120 km unter hohen
Gebirgen) und ausserhalb der Kontinente nur maximal 10 km (sogenannte
ozeanische Kruste, die teilweise nur 5 km stark ist).
Die Lithosphäre bildet eine extrem dünne, fest-spröde
Schale (ozeanisch ~0,2% und kontinental ~0,8% des Erdradius) einer
immer noch glühend heissen Kugel, deren Stärke proportional
noch nicht einmal die Schalendicke eines durchschnittlichen Hühner-Eies
erreicht (~1,8% - bei einer Schalendicke von durchschnittlich 0,35
mm und einem horizontalen Durchmesser des Beispiel-Eies von 40 mm). Wir
leben also auf einem höchst fragilen Planeten.
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Näheres
erhalten Sie sehr anschaulich und ausführlich von der Uni
Münster! [date
of access: 03.02.05] |
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Dynamik
des Meeresspiegels - Dynamik der Küstenverläufe |
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Die oben genannte
früh- bis mittel-holozäne Dynamik von Flora und Vegetation
(und zwar weltweit) wurde begleitet von einem permanenten Wandel
der Küstenlinien. Übrigens ein Prozess, der auch
heute noch anhält. Z.B. veränderten sich sowohl die Küstenvegetation
als auch Flora und Fauna der Nordsee-Marschen durch Verlagerung der interglazialen
Küstenlinien.
"Dabei sind
verschiedene, massgeblich durch eustatische Meeresspiegelschwankungen
geprägte Phasen von Meeresvorstössen und -rückzügen
zu unterscheiden. Z.B.:
Die Flandrische
Transgression (Meeresvorstoss) im Atlantikum mit der ihr folgenden
Regression (Meeresrückzug) um 4.000 v. Chr. In der Zeit der Transgression
bildete sich das Wattenmeer im Küstenbereich von 450 km der Nordsee
aus. Während der Stillstands- und Regressionsphase kommt es zur
Bildung des Watts.
Die Dünkirchen-Transgression
ab 600 n.Chr. In dieser Zeit geht ein Teil der Marschen wieder verloren."
(Geschichte
der Nordsee, Uni Kiel) [date
of access: 09.12.04]
Meeresspiegelschwankungen
(seit der letzten Hochvereisung
Anstieg des Meeresspiegels um ca. 120 bis 130 Meter) haben weltweit weite
Teile niedriger Landmassen (Schelfgebiete der Kontinente) im Meer versinken
lassen. Dies trifft selbstredend auch zu für Landschaften, welche
gegenwärtig z.B. von dem Wasser der Nordsee (einem sehr flachen Schelfmeer
mit durchschnittlich 94 Metern Wassertiefe,
[3D-View - JPEG 80Kb] bedeckt werden.
Der Anstieg des
Meeresspiegels erfolgte nicht kontinuierlich, sondern wurde durch
Wärmeperioden beschleunigt, oder war in Kälteperioden sogar
rückläufig.
Die Nordseeküste
(Vgl. Abb. links
oben) hat in den letzten Jahrtausenden und Jahrhunderten durch
Landabsenkungen und den Meeresspiegelanstieg ( Transgression
durch eustatische
und isostatische
Dynamik) ständig Land verloren. Informationen zur Geschichte der
Nordseeentwicklung,
Marschenbildung und Küstenschutz finden Sie in dem Form Erdkunde
an der Uni Lüneburg.
Die kleine Karte
unten mit
der Küste Schleswig-Holsteins führt auf eine Serie von Bildern
* mit der Entstehung der Insel Sylt.
Noch vor etwa 1.200 Jahren gab es die Insel auch nicht ansatzweise. Die
heutige Westseite der Insel war die Westküste (des damals noch nicht
existierenden) Schleswig-Holsteins.
[* Die Herkunft der hier vorgestellten Bildserie ist unklar. Sie war Teil
eines Zeitungs-Inserates und wurde dem Verfasser zur Verfügung gestellt.
Das verwendete Satellitenbild stammt von der Uni Kiel, Geographie, Einführung
in die Fernerkundung, und wurde von Carsten Stech im Rahmen des Projektes
ENGL/EMIR entwickelt, vgl. Link unten!]
Ebenso wie die nordfriesische
Insel Sylt bildeten sich im Laufe der Zeit auch alle anderen Nordsee-Inseln
Frieslands heraus.
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Eindrucksvoll
animiert auf der Website "Geschichte Schleswig-Holsteins" [date
of access: 07.09.04] |
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Infos
zum Satellitenbild der Insel Sylt von Carsten Stech an der
"Uni Kiel" [date
of access: 07.04.05] |
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Entwicklung
des Wattenmeeres (Nordsee) Nationalpark-Atlas Hamb. Wattenmeer [date
of access: 02.08.06] |
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Entstehung
der schleswig-holsteinischen Nordseeküste (Daniel
Kulle / Uni Kiel / Geographie) [date
of access: 25.08.06] |
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Wie
oben am Beispiel der Nordsee gezeigt wurde, führte der Anstieg des
Meeresspiegels seit dem LGM (Late Glacial Maximum) um 120
bis 130m auch in anderen Erdteilen dazu, dass weite Teile der Schelfgebiete
überflutet wurden, welche vorher mit Vegetation bedeckt waren und von
Tieren und Menschen besiedelt waren. Die postglazial überfluteten Gebiete
erreichten eine Fläche, die etwa der Europas entspricht. |
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Diese
Feststellung zu den Meeresspiegelschwankungen trifft natürlich auch
für die Mittelmeer- sowie Schwarzmeer-Region zu. "Frühholozän
stieg der Meeresspiegel als Folge des schmelzenden und sich zurückziehenden
Eises wieder an und erreichte etwa um 6.000 BP die heutige Höhe (VAN
ZEIST et al. 1975). Vergleichsweise leichte Schwankungen bis zu 2 m (d.h.
5-10 mm/a !) traten zwischen 4-3.500 BP an der kleinasiatischen Mittelmeerküste
auf. (KAYAN 1990). In der kühleren Phase 6.000 BP während des
Klimapessimums im Atlantikum (vgl. Klimaschwankungen
im Jungpleistozän und Holozän) lagen jedoch die Temperaturen
im Mittelmeerraum weit unter und die Niederschläge weit über den
aktuellen Werten (CHEDDADI et al. 1996)."
(aus Kehl 1998, Seite
15, Lit.-Angaben vgl. dort!) |
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Abb.
links
(aus
Schneider 1997) zeigt für weite Teile der nördlichen Hemisphäre
die wasserfreien Schelfgebiete während des LMG: Beispielhaft
von SO-Asien und dem Küstenbereich Floridas. Zum Vergleich
wurde in den beiden Abbildungen unten ein Anstieg des Meeresspiegels um
fünf Meter über den aktuellen Stand eingezeichnet.
Das natürliche
Vordringen des Meeres als Folge des Abschmelzens der mächtigen Eisschilde
ging folglich mit den oben erwähnten grossen "Landverlusten"
einher (inkl. "Verlust" von Flora und Fauna).
Für die in den
Küstenregionen siedelnden Menschen nahmen diese Vorgänge
besonders bei schweren Stürmen (auch Sturmfluten) dramatische Ausmasse
an. Nur wenig ist bekannt von einer Sturmflut 115 BD (v.Chr.), die Jütland
verwüstete. Bekannt sind z.B. die Julianenflut an der Nordseeküste
vom 17. Febr. 1164 mit ca. 20.000 Toten (Entstehung des Jadebusens), Überflutungen
im Jahre 1212 in den Niederlanden mit etwa 300.000 Toten, am 16. Januar
1219 (bekannt als erste Marcellusflut) mit etwa 36.000 Toten, am 14. Dez.
im Jahr 1287 (bekannt als Luciaflut) mit ca. 50.000 Toten und die sogenannten
zwei "Groten Manndränken (Grote Mandränke). 1372
ist mit ca. 100.000 Toten und am 11. Okt. 1634 mit ca. 9.000 Toten (50.000
Stück Vieh, 1.300 Häuser). Die 2. Grote Mandränke wird
auch Buchardiflut genannt. Zu nennen sind auch die Weihnachtsflut von
1717 mit 12.000 Toten, die Hollandflut von 1953 sowie auch die Hamburgsturmflut
von 1962.
Wenn Zahlen der
Opfer bis zu Beginn des 18. Jahrh. genannt werden, dann ist die vergleichsweise
geringe Bevölkerungsdichte zu berücksichtigen und gleichzeitig
die Tatsache, dass vergleichbare Vorgänge in anderen Teilen der Welt
mit einer vermutlich sehr hohen Anzahl von Toten in Europa nicht bekannt
wurden.
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Zum
aktuellen Stand der Diskussion über den zukünftigen
Ansieg des Meeresspiegels finden Sie HIER |
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Weiterführende
Literatur: |
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- Alverson,
K.D., R.S. Bradley, T. F. Pedersen (2003) Paleoclimate, Global Change
and the Future.- Springer Verlag, Berlin. (235 S.)
- Behringer, W.
(1988)
Hexen und Hexenprozesse.- dtv, München. (Klima, Kleine Eiszeit,
Klimawandel, Mittelalter)
- Berner, U. &
H. Streif, Hrsg. (2000) Klimafakten - Ein Schlüssel für
die Zukunft, 2. Aufl.- BGR, Hannover.
Sehr zu empfehlen!!
- Blümel,
Wolf Dieter (2006)
Klimafluktuationen
- Determinanten für die Kultur- und Siedlungsgeschichte -
3,3 MB, 29 S. - erschienen
in: Nova Acta Leopoldina NF 94, Nr. 346 (W.D. Blümel, Institut
für Geographie der Universität Stuttgart)
[ URL: http://www.geographie.uni-stuttgart.de/dokumente/aktuelles/LEOPOLDINA_bluemel_2006.pdf;
date of access: 16.12.07]
Sehr
zu empfehlen!!
- Blümel,
Wolf Dieter (2002)
20.000
Jahre Klimawandel und Kulturgeschichte - Von der Eiszeit in die Gegenwart
-
4,8 MB, 35 S. (erschienen
in: Wechselwirkungen - Jahrbuch aus Lehre und Forschung der Universität
Stuttgart)
[ URL: http://hehl-rhoen.de/pdf/Klimawandel2002.pdf;
date of access: 16.12.07]
Sehr
zu empfehlen!!
- Bork, H.-R.,
H. Bork, C. Dalchow, B. Faust, H.-P. Piorr, T. Schatz (1998) Landschaftentwicklung
in Mitteleuropa.- Klett-Perthes Verlag, Gotha - Stuttgart.
- Briffa, K.R.,
Osborn, T.J. and Schweingruber, F.H. (2004)
Large-scale
Temperature inferences from tree rings: a review.- Global &
Planetary Change 40: 11-26. -
16 S.
(vgl. das Abstract)
- Broecker, Wallace
S. (2001)
Was
the Medieval Warm Period Global? - Science Vol. 291. no. 5508,
pp. 1497 - 1499
DOI: 10.1126/science.291.5508.1497
- "During
the Medieval Warm Period (800 to 1200 A.D.), the Vikings colonized
Greenland. In his Perspective, Broecker discusses whether this warm
period was global or regional in extent. He argues that it is the
last in a long series of climate fluctuations in the North Atlantic,
that it was likely global, and that the present
warming should be attributed in part to such an oscillation, upon
which the warming due to greenhouse gases is superimposed."
- Brohan, P.,
J.J. Kennedy, I. Harris, S.F.B. Tett and P.D. Jones (2006)
Uncertainty
estimates in regional and global observed temperature changes: a new
dataset from 1850.- J. Geophysical Research 111, D12106, doi:10.1029/2005JD006548
- Chen, J., L.
King, T. Jiang & D. Wollesen (1998) Klimageschichtliche Forschung
in China: Quellenlage und Ergebnisse im Überblick.- Erdkunde
52: 163-176.
( danach
treten Überschwemmungen und Dürren nicht häufiger auf
als früher)
- Chiessi, C.
M., St. Mulitza, A. Paul, J. Pätzold, J. Groeneveld & G. Wefer
(2008) South Atlantic interocean exchange as the trigger for the
Bølling warm event.- Geology, Vol. 36, No. 12, pp. 919-922.
-
Cubasch, U.,
E. Zorita, J. F. Gonzalez-Rouco, H.v. Storch & I. Fast (2004)
Simulating
the last 1000 years with a 3d coupled model.-
17 S. - [date
of access: 22.03.07]
"Abstract:
A simulation of the climate of the last millennium with a state-of-the
art ocean-atmosphere climate model, which has been forced with solar
variability, volcanism and the change in anthropogenic greenhouse
gases, shows global temperatures during the Little Ice Age of the
order of 1 K colder than present. This is markedly colder than some
accepted empirical reconstructions from proxy data. In this simulation
temperature minima are reached in the Late Maunder Minimum, (around
1700 A.D.) and the Dalton Minimum (1820 A.D.), with global temperature
about 1.2 K colder than today. The model also
produces a Medieval Warm Period around 1100 A.D., with global temperatures
approximately equal to present values. A combination of model
and tree-ring data leads to an improved temperature estimate for
Northern Europe, but not for Southern Europe."
Sehr zu empfehlen!!
- Demezhko, D.
Yu. & I. V. Golovanova (2007) Climatic
changes in the Urals over the past millennium. An analysis of geothermal
and meteorological data.- Clim. Past 3: 237-242. -
6 S.
Abstract
[partly]:
" .... Joint analysis of GSTH and meteorological data bring us
to the following conclusions. First, ground surface temperatures in
the Medieval maximum during 11001200 was 0.38 K higher than
the 20th century mean temperature (19001960). The Little
Ice Age cooling was culminated in 1720 when surface mean temperature
was 1.58 K below than the 20th century mean temperature. Secondly,
contemporary warming began approximately one century prior to the
first instrumental measurements in the Urals. The rate of warming
was +0.25K/100years in the 18th century, +1.15 K/100years in the 19th
and +0.75 K/100years in the first 80 years of the 20th. Finally, the
mean rate of temperature warming increased in final decades of 20th
century. An analysis of linear regression coefficients in running
intervals of 11, 21 and 31 years, shows that there were periods
of warming with almost the same rates in the past, including the 19th
century."
- deMenocal, Peter,
Joseph Ortiz, Tom Guilderson, Michael Sarnthein (2000) Coherent
High- and Low-Latitude Climate Variability During the Holocene Warm
Period.- Science, Vol. 288. no. 5474, pp. 2198 - 2202, DOI: 10.1126/science.288.5474.2198.
Textauszug:
"The warm climate of the Holocene epoch [the last 11,700 thousand
years (11.7 ky B.P.)] conventionally has been viewed as climatically
stable (...) with little evidence of the abrupt millennial-scale climatic
shifts that characterize glacial periods (...). Oxygen isotopic records
from central Greenland ice cores indicate essentially no Holocene
variability, with the notable exception of the Preboreal and early
Holocene cooling events near 10 and 8.2 thousand years ago (ka) (...).
However, recently developed Holocene paleoclimate records from ice
cores and high-latitude marine sediments show that Holocene climate
was also unstable, having been punctuated by several significant,
millennial-scale cooling events, which recurred roughly every 1500
± 500 years (...). The most recent of these Holocene cooling
events was the Little Ice Age between ca. 1300 to 1870 A.D. (...),
when Scandinavian glaciers attained their furthest expansion since
9 ka (...)."
-
Glaser, R.
(2001) Klimageschichte
Mitteleuropas. 1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen.
Sehr
zu empfehlen!! - auch im Internet unter: Historische
Klimaforschung und Historische Klimadatenbank Deutschland (HISKLID)
Anmerkung: Glaser vermutet - im Gegensatz z.B. zu Cubasch
et al. (2004) - dass die gegenwärtigen Mittel-Temperaturen
in der nördlichen Hemisphäre bereits leicht über denen
der Mittelalterlichen Warmzeit (MWZ bzw. MWP) liegen.
Global Climate Change
Student Guide - Contemporary Climate Change: References. Umfangreiche
Zusammenstellung von Literatur zur Klimageschichte.
- Glaser,
R., Ch. Beck & H. Stangl (2003)
Zur
Temperatur- und Hochwasserentwicklung der letzten 1000 Jahre in Deutschland.-
DWD-Klimastatusbericht.
13 S. [date
of access: 02.10.08]
Sehr
zu empfehlen!!
- Haq, B.U., Hardenbol,
J. & P.R. Vail (1987)
Chronology of fluctuating sea levels since the Triassic.- Science,
235, pp. 1156-1167.
- Hare, F.K. (1979)
Climatic
variation and variability: empirical evidence from meteorological and
other sources. In: Proceedings of the World Climate Conference, World
Meteorological Organisation Publication No. 537. WMO, Geneva, pp. 51-87.
- Holzhauser,
H., Magny, M. & Zumbühl, H.J. (2005) Glacier and lake-level
variations in west-central Europe over the last 3300 years.- The
Holocene 15, 789 801.
- Hunt, B.G. (2006)
The
Medieval Warm Period, the Little Ice Age and simulated climatic variability.-
Climate Dynamics, Volume 27, Numbers 7-8: 677-694, Dezember 2006.
- Abstract:
"The CSIRO Mark 2 coupled global climatic model has been used
to generate a 10,000-year simulation for present climatic
conditions. The model output has been analysed to identify sustained
climatic fluctuations, such as those attributed to the Medieval
Warm Period (MWP) and the Little
Ice Age (LIA). Since no external forcing was permitted during
the model run all such fluctuations are attributed to naturally
occurring climatic variability associated with the nonlinear processes
inherent in the climatic system. Comparison of simulated climatic
time series for different geographical locations highlighted the
lack of synchronicity between these series. The model was found
to be able to simulate climatic extremes for selected observations
for century timescales, as well as identifying the associated spatial
characteristics. Other examples of time series simulated by the
model for the USA and eastern Russia had similar characteristics
to those attributed to the MWP and the LIA, but smaller amplitudes,
and clearly defined spatial patterns. A search for the frequency
of occurrence of specified surface temperature anomalies, defined
via duration and mean value, revealed that these were primarily
confined to polar regions and northern latitudes of Europe, Asia
and North America. Over the majority of the oceans and southern
hemisphere such climatic fluctuations could not be sustained, for
reasons explained in the paper. Similarly, sustained seaice
anomalies were mainly confined to the northern hemisphere. An examination
of mechanisms associated with the sustained climatic fluctuations
failed to identify a role for the North Atlantic Oscillation, the
El Niño-Southern Oscillation or the Pacific Decadal Oscillation.
It was therefore concluded that these fluctuations
were generated by stochastic processes intrinsic to the nonlinear
climatic system. While a number of characteristics of the MWP and
the LIA could have been partially caused by natural processes within
the climatic system, the inability of the model to reproduce the
observed hemispheric mean temperature anomalies associated with
these events indicates that external forcing must have been involved.
Essentially the unforced climatic system is unable to sustain
the generation of long-term climatic anomalies."
- Joerin, U.E.,
T.F. Stocker & Ch. Schlüchter (2006) Multicentuary
glacier fluctuations in the Swiss Alps during the Holocene.- The
Holocene 16/5: 687-704.
8 S. [date
of access: 04.10.08]
- Kaser, G. &
P.W. Motte (2008) Gletscherschwund am Kilimandscharo.- SdW Januar
2008, S. 62-69.
- "Ernest
Hemingway machte ihn einst berühmt: den Schnee auf dem Kilimandscharo.
Inzwischen wird die schrumpfende Eiskappe des Tropenvulkans gern
als Kronzeuge für den Klimawandel bemüht. Zu Unrecht,
wie eine sorgfältige Analyse offenbart."
- Keigwin, L.
D. (1996) The Little Ice Age and Medieval Warm Period in the Sargasso
Sea.- Science, v. 274, p. 1504-1508
Vgl. Extraseite
mit Text und Abbildung!
- Knapp &
Mallet,
Refuting
Refugia? - Science, Vol 300, Issue 5616, 71-72 , 4 April 2003.
Sehr
zu empfehlen!!
- Lambeck,
Kurt & John Chappell (2001) "Sea Level Change Through the
Last Glacial Cycle",
Science
27 April 2001:
Vol. 292. no. 5517, pp. 679 - 686.
[date
of access: 28.11.05]
- Lamp, H.H. (1972/1977)
Food
shortage, climatic variability, and epidemic disease in preindustrial
Europe - the mortality peak in the early 1740s.
- LeRoy Ladurie,
E. (1988) Times
of Feast, Times of Famine. A History of Climate since the Year 1000.
- Loehle, C. (2007)
A 2000-year
global temperature reconstruction based on non-treering proxies.- Energy
& Environment 18(7-8): 1049-1058.
Abstract:
Historical data provide a baseline for judging how anomalous recent
temperature changes are and for assessing the degree to which organisms
are likely to be adversely affected by current or future warming.
Climate histories are commonly reconstructed from a variety of sources,
including ice cores, tree rings, and sediment. Tree-ring data, being
the most abundant for recent centuries, tend to dominate reconstructions.
There are reasons to believe that tree ring data may not properly
capture long-term climate changes. In this study, eighteen 2000-year-long
series were obtained that were not based on tree ring data. Data
in each series were smoothed with a 30-year running mean. All data
were then converted to anomalies by subtracting the mean of each
series from that series. The overall mean series was then computed
by simple averaging. The mean time series shows quite coherent structure.
The mean series shows the Medieval Warm Period (MWP) and Little
Ice Age (LIA) quite clearly, with the MWP being approximately 0.3°C
warmer than 20th century values at these eighteen sites."
Diskussion
der Publikation bei ClimateAudit und hier---
vgl. Grafik!
- Mayewski, P.A.,
E. Rohling, C. Stager , W. Karlén, K. Maasch, L.D. Meeker, E.
Meyerson , F. Gasse, S. van Kreveld, K. Holmgren, J. Lee-Thorp, G. Rosqvist,
F. Rack, M. Staubwasser and R. Schneider (2004)
Holocene
Climate Variability.- Quaternary Research 62: 243-255.
13 S. [date
of access: 01.10.08]
Abstract:
"Although the dramatic climate disruptions of the last glacial
period have received considerable attention, relatively little has
been directed toward climate variability in the Holocene (11,500 cal
yr B.P. to the present). Examination of ~50 globally distributed paleoclimate
records reveals as many as six periods of significant rapid climate
change during the time periods 90008000, 60005000, 42003800,
35002500, 12001000, and 600150 cal yr B.P. Most
of the climate change events in these globally distributed records
are characterized by polar cooling, tropical aridity, and major atmospheric
circulation changes, although in the most recent interval (600150
cal yr B.P.), polar cooling was accompanied by increased moisture
in some parts of the tropics. Several intervals coincide with major
disruptions of civilization, illustrating the human significance of
Holocene climate variability."
Keywords:
Climate; Rapid climate change; Holocene; Solar variability
Siehe dazu auch
Joerin et al. (2006)
Mudelsee M, Börngen
M, Tetzlaff G, Grünewald U (2003) No
upward trends in the occurrence of extreme floods in central Europe.
4
Seiten - Nature 425:166169.
Zusammenfassung der Ergebnisse in InnovationsReport
vom 17. Sept. 2003.
( danach
treten Überschwemmungen nicht häufiger auf als früher)
- Müller,
R.D., M. Sdrolias, C. Gaina, B. Steinberger & Ch. Heine (2008)
Long-Term Sea-Level Fluctuations Driven by Ocean Basin Dynamics.- Science
7 March 2008: Vol. 319. no. 5868, pp. 1357 - 1362.
Abstract
- Münch,
P. (1992)
Lebensformen in der frühen Neuzeit - 1500 - 1800.- Propyläen,
Frankf./Main-Berlin. (604 S.)
- betr. Kleine
Eiszeit, Klima, Mittelalter, Klimaoptimum im 11. und 12. Jh., Missernten,
Überschwemmungen, Verschwinden von Kulturpflanzen, Artensterben,
Verteilungskämpfe, Hexenverbrennungen als Folge sozialer Unsicherheit,
Weil das Klima jeweils sehr rasch umschlug, suchte man nach Schuldigen,
vgl. auch Wolfgang Behringer (1988)
- Muscheler, R.,
B. Kromer, S. Björck, A. Svensson, M. Friedrich, K. F. Kaiser &
J. Southon (2008) Tree rings and ice cores reveal 14C calibration
uncertainties during the Younger Dryas.- Nature Geoscience 1, 263
- 267 (2008)
Abstract:
"The
Younger Dryas interval during the Last Glacial Termination was an
abrupt return to glacial-like conditions punctuating the transition
to a warmer, interglacial climate. Despite recent advances in the
layer counting of ice-core records of the termination, the timing
and length of the Younger Dryas remain controversial. Also, a steep
rise in the concentration of atmospheric radiocarbon at the onset
of the interval, recorded primarily in the Cariaco Basin, has been
difficult to reconcile with simulations of the Younger Dryas carbon
cycle. Here we discuss a radiocarbon chronology from a tree-ring record
covering the Late Glacial period that has not been absolutely dated.
We correlate the chronology to ice-core timescales using the common
cosmic production signal in tree-ring 14C and ice-core 10Be concentrations.
The results of this correlation suggest that the Cariaco record may
be biased by changes in the concentration of radiocarbon in the upper
ocean during the early phase of the Younger Dryas climate reversal
in the Cariaco basin. This bias in the marine record may also affect
the accuracy of a widely used radiocarbon calibration curve over this
interval. Our tree-ring-based radiocarbon record is easily reconciled
with simulated production rates and carbon-cycle changes associated
with reduced ocean ventilation during the Younger Dryas."
- Oppo, D. (1997)
Millennial Climate Oscillations.- Science 278 (14 Nov. 1997).
- Overpeck, J.
et al. (1997) Arctic Environmental Change of the Last Four Centuries.-
Science, v. 278, n. 5341 p. 1251-1256.
- Pfister, Chr.
(1999) Wetternachhersage
- 500 Jahre Klimavariationen und Naturkatastrophen (1496-1995).
Sehr
zu empfehlen!!
- Post, J.D. (1985)
Climate:
present, past and future. Vol. 1, Fundamentals and climate now, Vol.
2 Climatic history and the future.
- Pott, R. (1997)
Von der
Urlandschaft zur Kulturlandschaft - Entwicklung und Gestaltung mitteleuropäischer
Kulturlandschaften durch den Menschen.- Verh. Ges. Ökologie
27: 5-26.
Reichholf,
J. H. (2007) Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends.-
S. Fischer, Frankfurt/M. (4.Aufl., 03.2007)
- Rietti-Shati,
M., A. Shemesh, W. Karlen (1998)
A 3000-Year Climatic Record from Biogenic Silica Oxygen Isotopes in
an Equatorial High-Altitude Lake.- Science, Vol. 281. no. 5379, pp.
980 - 982, DOI: 10.1126/science.281.5379.980.
- Schlüchter,
Ch. & U. Jörin (2004)
Holz-
und Torffunde als Klimaindikatoren - Alpen ohne?- Die Alpen 6.
Textauszug:
"Die Kleine Eiszeit vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts
hat die grösste Gletscherausdehnung in den letzten 10.000 Jahren
gebracht. Demgegenüber waren die Alpengletscher etwas über
50% der letzten 10.000 Jahre von geringerer Ausdehnung als heute.
Die Phasen kleiner Alpengletscher fallen dabei
mit den Anfangszeiten erhöhter Sonnenaktivität zusammen,
was den Schluss zulässt, dass der Einfluss der Sonnenaktivität
auf die Gletscherentwicklung bisher unterschätzt wurde."
Siehe dazu auch
Joerin et al. (2006)
- Sheng Hu, Feng,
Darrell Kaufman, Sumiko Yoneji, David Nelson, Aldo Shemesh, Yongsong
Huang, Jian Tian, Gerard Bond, Benjamin Clegg, Thomas Brown (2003)
Cyclic Variation and Solar Forcing of Holocene Climate in the Alaskan
Subarctic.- Science, Vol. 301. no. 5641, pp. 1890 - 1893, DOI: 10.1126/science.1088568.
Abstract:
"High-resolution analyses of lake sediment from southwestern
Alaska reveal cyclic variations in climate and ecosystems during the
Holocene. These variations occurred with periodicities similar to
those of solar activity and appear to be coherent with time series
of the cosmogenic nuclides 14C and 10Be as well as North Atlantic
drift ice. Our results imply that small variations
in solar irradiance induced pronounced cyclic changes in northern
high-latitude environments. They also provide evidence that
centennial-scale shifts in the Holocene climate were similar between
the subpolar regions of the North Atlantic and North Pacific, possibly
because of Sun-ocean-climate linkages."
- Schönwiese,
C. (1995) Klimaänderungen. Daten, Analysen, Prognosen. - Heidelberg.
- Soon, W, S.
Baliunas, C. Idso, S., Idso, and D.R. Legates (2003) Reconstructing
climatic and environmental changes of the past 1000 years: A reappraisal.
Energy & Environment 14: 233-296.
- Stauffer, B.
(1993) Ist ein über mehrere Jahrtausende stabiles Klima die
Ausnahme?- Spektrum der Wissenschaft, November 1993: 16-18.
-
von Storch,
H., E. Zorita, J. M. Jones, Y. Dimitriev, F. González-Rouco
& S. F. B. Tett (2004)
Reconstructing
Past Climate from Noisy Data.- Science, Vol. 306. no. 5696,
pp. 679 - 682 (22 October 2004) -
Zusammenfassung vom GKSS:
Temperaturschwankungen
des letzten Millenniums wahrscheinlich größer als bisher
angenommen
hier die neu
berechnete Kurve
"Abstract:
Übliche Methoden zur Rekonstruktion vergangener Klimaveränderungen,
die auf der Analyse von sogen. Proxydaten für das Paläoklima
(u. a. von Baumringen, Korallen und Eiskernen) beruhen, unterschätzen
wahrscheinlich die tatsächlichen Temperaturschwankungen um
einen Faktor bis zu 2, möglicherweise sogar noch mehr. (...)
Die vorgestellte Studie stellt eine Neuabschätzung der vergangenen
Temperatur Schwankungen dar. Sie stellt weder Behauptungen in Frage
hinsichtlich der Identifizierung von Signalen der von Menschen gemachten
Klimaänderungen in den letzten Jahrzehnten, die auf der Geschwindigkeit
der Veränderungen beruhen, noch hinsichtlich wahrscheinlicher
oder möglicher zukünftiger Klimaänderungen."
Sehr
zu empfehlen!!
Interviews
by and with Hans von Storch - These are interviews with eminent
scientists, which have been part of the development of the 20th
century science in one or the other way; they are "Zeitzeugen".
At the time of the interview, they were typically 75 years old -
so that they can look back on career extending over 50 and more
years - and somewhat detached from the daily practice and responsibility
of leading scientists.
Themenbereiche:
Sturmfluten, Klimawandel: Anpassung und Vermeidung, Kyoto, "Hockeystick"
[URL:
http://w3g.gkss.de/staff/storch/interview.htm- date of access:
02.04.07]
Sehr
zu empfehlen!!
- Stulc P., Golovanova
I.V., Selezniova G.V. (1997) Climate Change in the Urals, Russia,
Inferred from Borehole Temperature Data.- Studia Geophysica et Geodaetica,
Volume 41, Number 3, July 1997 , pp. 225-246(22).
- Tsoar, H. (1995)
Desertification in Northern Sinai in the Eighteenth Century.- Climatic
Change 29: 429- 438.
- Von Rudloff,
H. (1967) Die
Schwankungen und die Pendelungen des Klimas in Europa seit dem Beginn
der regelmässigen Instrumenten-Beobachtungen (1670) mit einem Beitrag
über die Klimaschwankungen in historischer Zeit
Sehr
zu empfehlen!!
- Vrielynck, B.
& P. Bouysse (2003) The
Changing Face of the Earth.
- Wallen, C.C.
(1977) Climates of Central and Southern Europe.- In: LANDSBERG,
H. E. (ed.) World Survey of Climatology, Volume 6.- Elsevier Science
Publ., Amsterdam - Oxford - New York.
- Wipf A. (2001)
Gletschergeschichtliche
Untersuchungen im spät- und postglazialen Bereich des Hinteren
Lauterbrunnentals (Berner Oberland, Schweiz).- Geographica Helvetica,
Heft 2: 133 - 144.
- "Mit
der Datierung der Basis eines Moores, das nur etwa 200 m ausserhalb
der grössten postglazialen Gletscherausdehnung, aber innerhalb
eines spätglazialen Moränenwalles liegt, konnte der Übergang
vom Spät- zum Postglazial mit dem bis anhin ältesten Hinweis
in den Alpen auf 10390 ± 150 yBP mindestdatiert werden.
Die für den Schweizer Alpenraum einzigartige Abfolge von Moränenwallen
im Hinteren Lauterbrunnental ermöglichte es, mittels 14C-Datierungen
exemplarisch eine Chronologie von postglazialen Hochstandsphasen
aufzustellen. Insbesondere gelang es, die mehrteilige Löbben-Kaltphase
(mehrfach) nachzuweisen. Um 4475 ±
75 yBP sowie um 3340 ± 80 yBP erreichten die Gletscher
ihre grösste postglaziale Ausdehnung im Bereich der Oberhornalp.
Weitere Hochstandsphasen zeichnen sich um 3800 yBP (?), um
3500 yBP, um 3200 yBP, um 2550 yBP, um 2300
yBP, um 1750 yBP, um 1300 yBP, um 1000 yBP, um
750 yBP, um 300 yBP sowie um 1774/76, um 1822 und um 1850 ab.
Der allgemeine Gletscherschwund seit 1850 wurde von drei kurzen
Vorstoss- bzw. Stillstandsphasen (1880/90, 1920/30 und 1970/80er
Jahre) unterbrochen."
- White, K. &
D.J. Mattingly (2006) Versunkene Seen in der Sahara.- Spektrum
der Wissenschaft, Sept. 2006: 46-53.
- Yancheva, Gergana,
Norbert R. Nowaczyk, Jens Mingram, Peter Dulski, Georg Schettler, Jörg
F. W. Negendank, Jiaqi Liu, Daniel M. Sigman, Larry C. Peterson&
Gerald H. Haug (2007) Influence of the intertropical convergence
zone on the East Asian monsoon.- Nature 445, 74-77 (4 January 2007).
Abstract:
"The AsianAustralian monsoon is an important component
of the Earth's climate system that influences the societal and economic
activity of roughly half the world's population. The past strength
of the rain-bearing East Asian summer monsoon can be reconstructed
with archives such as cave deposits (...) but the winter monsoon
has no such signature in the hydrological cycle and has thus proved
difficult to reconstruct. Here we present high-resolution records
of the magnetic properties and the titanium content of the sediments
of Lake Huguang Maar in coastal southeast China over the past 16,000
years, which we use as proxies for the strength of the winter monsoon
winds. We find evidence for stronger winter monsoon winds before
the BøllingAllerød warming, during the Younger
Dryas episode and during the middle and late Holocene, when cave
stalagmites suggest weaker summer monsoons (...). We conclude that
this anticorrelation is best explained by migrations in the intertropical
convergence zone. Similar migrations of the intertropical convergence
zone have been observed in Central America for the period
ad 700 to 900 (...), suggesting global climatic changes at that
time. From the coincidence in timing,
we suggest that these migrations in the tropical rain belt could
have contributed to the declines of both the Tang dynasty in China
and the Classic Maya in Central America."
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Infos
im Internet: |
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- Adams
J.M. & Faure H. (1997)
Die
glaziale und postglaziale Vegetationsgeschichte Afrikas.
-
Zur Rekonstruktion
der Klimageschichte mit Hilfe von Stalagmitenforschung in DER SPIEGEL
(2007 / Heft 42) - "Versteinertes
Wasser (in SPIEGEL-ONLINE)
- Geologen
erkunden einen neuen Weg, das Klima der Vergangenheit zu rekonstruieren:
Tropfsteine in Höhlen erlauben Rückschlüsse darauf,
wie Temperaturen und Niederschlag über die Jahrtausende schwankten.
Lässt sich so auch erfahren, wie das Wetter im Garten Eden
war?"
"Für die Paläoklimatologie waren die vergangenen
zwei Jahrzehnte das Zeitalter der Eiskerne. Die kommenden zwei könnten
die der Speläotheme sein", prophezeit der Oxford-Gelehrte
Gideon Henderson in der Fachzeitschrift "Science". Und
auch Raymond Bradley, Geowissenschaftler an der University of Massachusetts,
gesteht den steinernen Konkurrenten zu, sie produzierten "ganz
außergewöhnliche Einblicke".
- Umfangreiche
Literatur zum Thema finden Sie auf der
Website
von Dr Manfred Mudelsee (Alfred Wegener Institute for Polar
and Marine Research, publiziert häufig zusammen mit Fleitmann
und Mangini), der hier seine 'peer-reviewed' Papers vorstellt. Mudelsee
et al. (2003) konnten übrigens in einer umfangreichen Studie
nachweisen, publiziert in Nature, dass Intensität und Häufigkeit
von Elbe- und Oder-Hochwasser in den letzten 150 Jahren nicht zugenimmen
haben.
- Baier, A.
Von
Wolkenschichten, Wärmespeichern und Vulkanen - einige Aspekte zur
"Klimakatastrophe", Angewandte Geologie, Uni Erlangen
(hier auch eine sehr umfangreiche und profunde Zusammenstellung der
Klimageschichte).
Sehr
zu empfehlen!!
[
URL: http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/klima1.htm,
date of access: 13.07.07]
- BGR
(Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)
Klima
in der Holozän-Warmzeit. [date
of access: 06.06.08]
- Global Climate
Change Student Guide - Contemporary Climate Change: References.
Umfangreiche
Zusammenstellung von Literatur zur Klimageschichte der Manchester
Metropolitan University, 2008.
- The Fezzan Project:
Geoarchaeology of the Sahara -
Palaeoclimate
and environment - Tyndall Centre for Climate Change Research, University
of East Anglia.
- Ray,
N. & J.M Adams (2001)
A GIS-based
Vegetation Map of the World at the Last Glacial Maximum (25,000-15,000
BP), (auch als
1,97 MB),
nach denen z.B. die Tropischen Regenwälder nur noch auf sehr kleinen
inselartigen Flächen vorhanden waren.
- Paleoclimatology
-
The
Study of Ancient Climates .Page Paleontology Science Center (a non-profit
organization)
- Scotese,
Christopher
R.
Paleomap
Project
- Blümel,
Wolf Dieter (2006)
Klimafluktuationen
- Determinanten für die Kultur- und Siedlungsgeschichte -
4,79 MB, 29 S. . erschienen
in: Nova Acta Leopoldina NF 94, Nr. 346 (Institut
für Geographie der Universität Stuttgart)
[ URL: http://www.geographie.uni-stuttgart.de/dokumente/aktuelles/LEOPOLDINA_bluemel_2006.pdf;
date of access: 16.12.07]
Sehr
zu empfehlen!!
- Blümel,
Wolf Dieter (2002)
20.000
Jahre Klimawandel und Kulturgeschichte - Von der Eiszeit in die Gegenwart
-
4,79 MB, 35 S. (erschienen
in: Wechselwirkungen - Jahrbuch aus Lehre und Forschung der Universität
Stuttgart)
[ URL: http://hehl-rhoen.de/pdf/Klimawandel2002.pdf;
date of access: 16.12.07]
Sehr
zu empfehlen!!
- Martina Kunz-Pirrung
& Michael Pirrung (SS2002) Eisschilde und Eiskernarchive, speziell
"Eiszeiten
und Warmzeiten".- Institut für Geowissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität
Jena (sehr zu empfehlen!).
[URL:http://www.igw.uni-jena.de/angeol/vorlesungen/eis/Eis.htm#_Eiszeiten_und_Warmzeiten;
date of access: 29.08.06]
Sehr
zu empfehlen!!
- Detlef
Kutz
Klima
macht Geschichte - 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte im Spiegel der
Klimaentwicklung, Sendung:
WDR 5 Leonardo, 23.05.2003 (geändertes Manuskript)
[URL:http://www.kutz.de/werke/klima_geschichte.htm;
date of access: 16.02.05]
- Klimatologie,
Klimageographie:
Klima-
und Zirkulationsschwankungen seit dem Tertiär unter Geographie-Diplom
(vgl. dort unter "Physische Geographie" > "Klimatologie"
> "Klima- und Zirkulationsschwankungen seit dem Tertiär"!
[URL:
http://www.geographie-diplom.de/; date of access: 07.08.06]
Sehr
zu empfehlen!!
- Der
Gletscherblues - Grosser Aletsch - vor und zurück im Rhythmus
von Jahrhunderten, in
KlimaNotizen,
Newsletter 4, von Klaus Öllerer, mit vielen Grafiken.
[URL:
http://www.klimanotizen.de/html/newsletter_4.html ; date of access:
07.08.06]
- Historisches
Lexikon der Schweiz: Von 8000 v.Chr. bis 1200 n.Chr.,
Kaltphasen
und Warmphasen mit Gletscherausdehnungen und -rückzügen
[URL:
http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7770-3-4.php ; date of access: 07.08.06]
- Kapitel
7, Erdneuzeit: 2 Quartär:
Eiszeit
und Menschen, von Dr. Jörg Resag (2006)
[URL:
http://www.joergresag.privat.t-online.de/mybk4htm/chap72.htm ; date
of access: 07.08.06]
Regionale
Klimaentwicklung im Holozän - Griechenland, östlicher Mittelmeerraum
(Grosses Geländepraktikum, Referentin Svenja Brockmüller,
Uni Marburg, Geographie)
[URL:
http://web.uni-marburg.de/geographie//HPGeo.old/personal/Brueckner/EX_Griechenland_2003/landeskunde/
brockmueller/referat.htm#5 ; date of access: 07.08.06]
- Kurt
Lambeck & John Chappell (2001) "Sea Level Change Through
the Last Glacial Cycle",
Science
27 April 2001:
Vol. 292. no. 5517, pp. 679 - 686.
[date
of access: 28.11.05]
Chronologie
von Hitze, Dürre und Hungersnot seit 3.500 v.Chr.
- Eine umfangreiche Zusammenstellung, die sicher überprüft
werden muss. Im wesentlichen beruft sich die Seite auf nur eine Quelle,
nämlich den "Atlas der Naturkatastrophen" von
Lesley Newson
(2002)
[URL:http://www.naturgewalt.de/duerrechronologie.htm - date of access:
08.08.06]
- Hamburger
Bildungsserver -
Wetterextreme
und Klimawandel in der Geschichte: Dürren
[URL:
http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/klima/klimafolgen/extreme/extreme-140.html
date of access: 08.08.06]
-
Einen exzellenten
Überblick im Internet zur Vegetationsentwicklung seit
dem letzten (!) Vereisungshöhepunkt (LGM = Late Glacial Maximum
= Würm / Weichsel / Wisconsin - Vereisung vor etwa 25.000 [24.000]
bis 18.000 [15.000] Jahren) 1*
bieten
- Ray, N.
& J.M Adams (2001)
1*
Nach neueren
Untersuchungen von Meerespiegelschwankungen wird der Zeitraum für
das LGM auf den Zeitraum 30.000 - 20.000 Jahren BP ermittelt. Vgl. "Colder
and drier for longer? Implications of the "new" Late Glacial
Maximum (30-20,000 BP) for humans in Australia and the region", by
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