TU-BERLIN Erläuterungen zur Vorlesung TWK an der TU-Berlin
Inst. f. Ökologie

LV-TWK-Kehl
PD Dr. H. Kehl ZM54
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 Zur Hurrikan-Häufigkeit
  
 
Textauszug aus:
IPCC Report Climate Change 2007: The Physical Science Basis - Summary for Policymakers:
   
  “There is observational evidence for an increase in intense tropical cyclone activity in the North Atlantic since about 1970, correlated with increases of tropical sea surface temperatures. There are also suggestions of increased intense tropical cyclone activity in some other regions where concerns over data quality are greater. Multi-decadal variability and the quality of the tropical cyclone records prior to routine satellite observations in about 1970 complicate the detection of long-term trends in tropical cyclone activity. There is no clear trend in the annual numbers of tropical cyclones.”
By Courtesy of Earth System Science Center, Hurricane Isabel 1963
 
 
 Offizielle Statistik des National Hurricane Center, NOAA
 

Bitte beachten Sie, dass die folgende Tabelle des National Hurricane Center, NOAA (National Oceanic & Atmospheric Administration, U.S. Department of Commerce) [date of access: 03.06.2007] nur jene Hurrikane berücksichtigt, welche von Bedeutung für die Landfläche der USA waren (landfalling hurricanes).

Die nicht unerhebliche Zahl der östlich und südöstlich der Küste der USA über den Atlantik ziehenden Wirbelstürme wurden in dieser Tabelle nicht erfasst (vgl. dazu die vollständige Liste aller Hurrikane - incl. Major Hurricanes - von 1851 bis 2006 bzw. die Grafiken weiter unten!).

2006 erreichte kein Hurrikan der Stärke 3+ das Festland der USA, wogegen fünf Hurrikane dieser Kategorie östlich über den Atlantik zogen (lt. Grafik auf Seite 16 der unten genannten Publikation in SdW 06/2007).

 
 
 

Tab. 1: "Number of hurricanes by Saffir-Simpson Category to strike the mainland U.S. each decade (Only the highest Saffir-Simpson Category to affect the U.S. has been used).

 
Decade Saffir-Simpson Category All
1, 2, 3, 4, 5
Major
3, 4, 5
1 2 3 4 5
1851-1860 8 5 5 1 0 19 6
1861-1870 8 6 1 0 0 15 1
1871-1880 7 6 7 0 0 20 7
1881-1890 8 9 4 1 0 22 5
1891-1900 8 5 5 3 0 21 8
1901-1910 10 4 4 0 0 18 4
1911-1920 10 4 4 3 0 21 7
1921-1930 5 3 3 2 0 13 5
1931-1940 4 7 6 1 1 19 8
1941-1950 8 6 9 1 0 24 10
1951-1960 8 1 5 3 0 17 8
1961-1970 3 5 4 1 1 14 6
1971-1980 6 2 4 0 0 12 4
1981-1990 9 1 4 1 0 15 5
1991-2000 3 6 4 0 1 14 5
2001-2006 * 6 2 6 1 0 15 7
1851-2006 * 110 73 75 18 3 279 96
Average per
Decade
*
7.1 4.7 4.8 1.2 0.2 17.9 6.2
 
Tab. 1aus: U.S. Hurricane Strikes by Decade - übertragen von der Website NOAA/ National Weather Service, leicht verändert und ergänzt aus Publikation Blake, Eric S., Edward N. Rappaport & Chr. Landsea (2007) - NOAA Technical Memorandum NWS TPC-5 PDF-File [2.800 KB]
 

Vgl. auch:
NOAA Technical Memorandum NWS TPC-5: The Deadliest, Costliest, and most intense United States Hurrricanes from 1851 to 2006 - updated 2007 (and other frequently requested hurricane facts), from NOAA - NWS - Tropical Prediction Center, Miami, Florida, and
Dr. Christopher Landsea,, NOAA/AOML/Hurricane Research Division, Miami, Florida (Dr. Cristopher Landsea hat sich erst kürzlich unter Protest aus dem Autoren-Team des IPCC zurück gezogen)

Full Report of NOAA Technical Memorandum NWS TPC-5: etc., available inPDF or MS-Word format.

 

Anmerkung:
Hier muss noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die Tabelle oben (Tab. 1) ausschliesslich die für das Festland der USA relevanten Hurrikane aufführt. Durchschnittlich (mit extrem grossen Schwankungsbreiten) etwa ein Drittel aller starken Hurrikane (3+) über dem Atlantik erreicht auch das Festland der USA. Bezogen auf 10-Jahres-Zeiträume ist hier ein leichter Rückgang starker Hurrikane (3+) zu verzeichnen, auch wenn die Schäden immens zugenommen haben (Zu den Ursachen vgl. unten die "Conclusions" des o.g. Artikels von Blake, Rappaport & Landsea (2007) sowie Textauszug des Statements einer Gruppe von Hurrikanforschern.

 
 
 Tropische Zyklone über dem Nord-Atlantik:
 

Bzgl. Hurrikane muss zur Kenntnis genommen werden, dass es bisher keinen statistischen Befund für eine Zunahme der Häufigkeit oder Stärke von Hurrikanen in den letzten 150 Jahren, d.h. von 1851 bis 2004 im Bereich des Nord-Atlantiks gibt, welche von Bedeutung für das U.S.-Amerikanische Festland waren.

Das Gegenteil ist richtig, trotz kontinuierlicher Erwärmung seit dem Ende der sogenannten "Kleinen Eiszeit" (Klimapessimum) ab etwa 1850, d.h. einem leichten globalen Oberflächen-Temperaturanstieg von 0.6 ±0.2 K in den letzten 150 Jahren.

Eine Ausnahme bilden jedoch aktuell einzelne Jahre, z.B. 2004 und 2005. In 2005 wurde die bisher höchste Zahl von Hurrikanen registriert. Bereits im folgenden Jahr 2006 war deren Häufigkeit jedoch weit unterdurchschnittlich. Generell sagen einzelne Jahre überhaupt nichts aus über Klimaentwicklungen. Dafür sind Daten von wenigstens 30 Jahre notwendig.

Wird das langjährige Mittel aller tropischen Zyklone über dem Nordatlantik betrachtet, so kommt es auf den gewählten Zeitabschnitt an. Die Tabelle unten (Tab. 2 bzw. Table 7 aus Blake, Eric S., Edward N. Rappaport & Chr. Landsea (2007) - NOAA Technical Memorandum NWS TPC-5 PDF-File) zeigt für den relativ kurzen Zeitraum von 10 Jahren von 1997 bis 2006 eine überdurchschnittliche Anzahl schwerer Hurrikane, wogegen für längere Zeiträume der Durchschnittswert bei 2.5 liegt (und nicht bei 2 wie in Tab. 3 angegeben).

Bei dem Wert von 1.8 für den Zeitraum von 1851-2006 muss berücksichtigt werden, dass laut Blake et al.(2007) für die Zeit vor 1900 nur unvollständige Statistiken vorliegen. Ausserdem ist bzgl. höherer Werte ab 1966 die Einbeziehung subtropischer Stürme ab 1967 in diese Statistik zu bedenken sowie eine wesentliche bessere Erfassung von Wirbelstürmen mit Hilfe geostationärer Satelliten. Vgl. Statement on Tropical Cyclones and Climate Change PDF-File, 247 KB, 13S. (November 2006) [date of access: 04.06.2007]

Ein Vergleich des 10-Jahres-Zeitraums von 1997-2006 in Tab. 2 mit einem Durchschnittswert schwerer Hurrikane von 3.6 mit den Angaben in Tab. 3 zeigt, dass die Anzahl der Hurrikane der Kategorie 3+ vor 2004 drastisch unter dem Durchschnittswert gelegen muss. Verglichen mit dem Durchschnittswert von 2.5 für den Zeitraum von 1950-2000 erscheint der Wert von 3.6 sehr hoch zu sein. Für den 10-Jahres-Zeitraum von 1950-1959 lag er aber z.B. bei 3.9. Und geht man davon aus, dass durchschnittlich in den nächsten Jahren die Hurrikan-Häufigkeit gleich hoch bleibt, dann kann wohl für den Zeitabschnitt von 2000-2009 wieder mit einem ähnlichen Wert wie 1950-1959 gerechnet werden. Betrachtet man noch einmal den Zeitraum von 1950-2000 im Hinblick auf Perioden geringer Häufigkeit schwerer Hurrikane, dann fällt vor allem eine extrem hurrikanarme Zeitspanne zwischen 1965-1994 auf, in welcher schwere Hurrikane nur weit unterschnittlich auftraten und zwar mit einer Häufigkeit von 1.6. Eine direkte Beziehung zu den global steigenden Temperaturen ist in Bezug auf schwere Hurrikane der Kategorie 3+ kaum herzustellen. Vgl. dazu den Abschnitt 21 (siehe unten!) des Statement on Tropical Cyclones and Climate Change PDF-File, 247 KB, 13S. (November 2006) [date of access: 04.06.2007]

 
 

Hier (unten) die vollständige Liste aller Hurrikane (incl. Major Hurricanes) von 1851 bis 2006, zusammengestellt von Christopher Landsea, National Hurricane Center (NOAA, USA). Eine weitere Liste wurde entwickelt von Paul Linsay und zwar auf der Basis der Landsea-Auswertungen. Landsea kommt übrigens in der hier genannten Auswertung auf einen jährlichen Durchschnittswert von 6.1 Hurrikanen insgesamt und von 2.3 Hurrikanen der Kategorie 3+ für den Zeitraum von 1965 bis 2006. Damit liegt dieser Wert unter dem für den Zeitabschnitt von 1950-2000 mit 2.5 Hurrikanen der Kategorie 3+.

 
  Tab. 2: "Table 7. Average number of tropical cyclones* which reached storm, hurricane and major hurricane status. Updated from Blake et. al. (2005)" inBlake, Rappaport & Landsea, 2007)
 
PERIOD Number of
Years
Average number
of
Tropical Storms

Average number
of Hurricanes

Average number of
Major Hurricanes
1851 - 2006 156 8.7 5.3 1.8
1944# - 2006 63 10.6 6.1 2.7
1957 - 2006 50 10.7 6.0 2.4
1966$ - 2006 41 11.1 6.2 2.3
1977 - 2006 30 11.4 6.3 2.5
1987 - 2006 20 12.6 6.8 2.9
1997& - 2006 10 14.5 7.8 3.6
Remarks:
* Includes tropical storms after 1967
# Start of aircraft reconnaissance
$ Start of geostationary satellite coverage
& 10year average 1950-1959 = 3.9 Major Hurricanes
 

"CONCLUSIONS 

In virtually every coastal city from Texas to Maine, the present National Hurricane Center Director (Bill Proenza) and former directors have stated that the United States is building toward its next hurricane disaster. Hurricane Katrina is a sad reminder of the vulnerability of the United States to hurricanes. 

The areas along the United States Gulf and Atlantic coasts where most of this country’s hurricane related fatalities have occurred are also experiencing the country’s most significant growth in population. Low hurricane experience levels, as shown by Hebert et al. (1984), Jarrell et al. (1992) and Table 12, are a serious problem and could lead to future disasters. This situation, in combination with continued building along the coast, will lead to dangerous problems for many areas in hurricanes. Because it is likely that people will always be attracted to live along the shoreline, a solution to the problem lies in education and preparedness as well as long-term policy and planning.

The message to coastal residents is this: Become familiar with what hurricanes can do, and when a hurricane threatens your area, increase your chances of survival by moving away from the water until the hurricane has passed!  Unless this message is clearly understood by coastal residents through a thorough and continuing preparedness effort, disastrous loss of life is inevitable in the future." (aus Blake, Rappaport & Landsea, 2007)

 
 
 
 

Quelle der Abbildungen oben: Christopher Landsea, National Hurricane Center, Hurrican Research Division: "How many tropical cyclones have there been each year in the Atlantic basin? What years were the greatest and fewest seen?"

 
 
 
 

Tab. 3: Kombinierte Tabelle mit Angaben u.a. zu tropischen Stürmen, Hurrikanen (nach Saffir-Simpson-Kategorien, siehe oben!) und den Anomalien der Oberflächentemperatur im Ostpazifik etc. Hier von Bedeutung sind die hervorgehobenen Zeilen zur Hurrikanhäufigkeit.

Sturmsaison 1950-2000
langjähriges Mittel
2004 2005 2006 1997
extremer
El Niño
1955
extreme
El Niña
tropische Strürme
(Vorhersage Ende Mai)
9,6 15
(14)
28
(15)
10
(17)
8 12
Hurrikane
(Vorhersage)
5,9 8 *1
(8)
15
(8)
5
(9)
3 9
starke Hurrikane (Kategorie 3+)
(Vorhersage)
2 *2 6
(3)
7
(4)
2
(5)
1 6
summierte Sturmenergie in
10.000 Quadratknoten
87,5
(Median)
224,9 248,9 78,5 40,1 199,0
Anomalie der Oberflächentemperatur
im Ostpazifik in Grad Celius
0 +0.9 -0,7 +1.1 +2,5 -2,1
offizielle Todesfälle   ± 3.321 ± 2.280 17 11 ± 1.518
Schäden in Milliarden Dollar   44,9 124 0,5 0,13 8,2
*1 Nach NOAA, NHC waren es 2004 insgesamt 9 Hurrikane
*2 Nach Landsea lag das langjährige Mittel für starke Hurrikane (Kategorie 3+) von 1950-2000 bei 2.5
 

Quelle:
Thomas Langkamp (2007) Wirbelstürmen war es 2006 zu windig - Die Rekord-Hurrikansaison 2005 schien zu den Warnungen zu passen, dass der Klimawandel Stürme und Unwetter verstärkt. Doch 2006 hielt der Trend nicht an: Es gab nur fünf Hurrikane statt fünfzehn wie im Jahre davor. Warum? - Spektrum der Wissenschaft, Juni 2007: 16-20.
(Tabelle leicht verändert!)

 
 
 

Eine stetige Zunahme von schweren Wirbelstürmen innerhalb der letzten 35 Jahre wird verschiedentlich für den Pazifischen Ozean (hier Zyklone bzw. Taifune genannt) behauptet, jedoch von NOAA nicht bestätigt:

"For the Northeast Pacific, the records stand at maximums of 27 tropical storms / hurricanes in 1992 and 16 hurricanes in 1990. Reliable records go back in this basin to around 1966 when geostationary satellite coverage began. For the Northwest Pacific, the peak year stands at 1964 with 39 tropical storms, 26 of which became typhoons. Reliable records for this basin begin around 1960."
Vgl.
Record number of storms by basin [date of access: 23.09.05]

 
 
 
Bzgl. Schäden durch Hurrikane vgl. die folgenden Textauszüge:
 
   

Blake, Rappaport & Landsea (2007: 8)

"The study by Jarrell et al. (1992) used 1990 census data to show that 85% of U.S. coastal residents from Texas to Maine had never experienced a direct hit by a major hurricane. This risk is higher today as an estimated 50 million residents have moved to coastal sections during the past twenty-five years. The experience gained through the landfall of 7 major hurricanes during the past 3 years has not lessened an ever-growing concern brought by the continued increase in coastal populations." (Hervorh. durch den Autor)

Statement on Tropical Cyclones and Climate Change PDF-File, 247 KB, 13S. (November 2006) [date of access: 04.06.2007] Weitere Angaben zu diesem Statement weiter unten!

 
 

 
Weiterführende Informationen:
 
   

Donnelly, Jeffrey P. & Jonathan D. Woodruff (2007) Intense hurricane activity over the past 5,000 years controlled by El Niño and the West African monsoon.- Nature 447, 465-468 (24 May 2007) [date of access: 05.06.2007]

Abstract (adopted from NATURE):
"The processes that control the formation, intensity and track of hurricanes are poorly understood. It has been proposed that an increase in sea surface temperatures caused by anthropogenic climate change has led to an increase in the frequency of intense tropical cyclones, but this proposal has been challenged on the basis that the instrumental record is too short and unreliable to reveal trends in intense tropical cyclone activity. Storm-induced deposits preserved in the sediments of coastal lagoons offer the opportunity to study the links between climatic conditions and hurricane activity on longer timescales, because they provide centennial- to millennial-scale records of past hurricane landfalls. Here we present a record of intense hurricane activity in the western North Atlantic Ocean over the past 5,000 years based on sediment cores from a Caribbean lagoon that contain coarse-grained deposits associated with intense hurricane landfalls. The record indicates that the frequency of intense hurricane landfalls has varied on centennial to millennial scales over this interval. Comparison of the sediment record with palaeo-climate records indicates that this variability was probably modulated by atmospheric dynamics associated with variations in the El Niño/Southern Oscillation and the strength of the West African monsoon, and suggests that sea surface temperatures as high as at present are not necessary to support intervals of frequent intense hurricanes. To accurately predict changes in intense hurricane activity, it is therefore important to understand how the El Niño/Southern Oscillation and the West African monsoon will respond to future climate change."
Artikel dazu in Spiegel-Online

     
   

Zur Bedeutung von "El Niño - Southern Oscillation (ENSO)" siehe auch Hier,Hier und Hier!

   
   

Emanuel, K., R. Sundararajan, J. Williams (2008) Hurricanes and Global Warming - Results from Downscaling IPCC AR4 Simulations.- American Meteorological Society, 347-367 (March 2008). PDF-File, 20 S. [date of access: 18.04.2008]

Die o.g. Verfasser diskutieren hier die Abhängigkeit von Global Warming und Hurrikan-Häufigkeit. Vgl. Sie dazu auch Climate Audit und eine Pressemitteilung des MIT als Reaktion auf die 'peer reviewed' - Publikation von Emanuel et al. (2008).

     
    Emanuel, K., (2006) Anthropogenic Effects on Tropical Cyclone Activity - I. Frequently Asked Questions about Global Warming and Hurricanes, Part II: Essay.
     
    Emanuel, Kerry - Homepage - mit vielen Publikationen und weitere Infos.
     
    Landsea, C.W. et al. (1996)Downward trends in the frequency of intense Atlantic hurricanes during the past five decades.- Geophysical Research Letters, 23, 1697-1700. [date of access: 07.11.06]
     
    Michaels, Patrick (2005) Global Warming and Hurricanes: Still no Connection.
     
    Michaels, Patrick (2005) Global Warming Blows - Or Does It? There's no shame in good hurricane science.
     
    Rappaport, Edward N. & Jose Fernandez-Partagas (1995) The Deadliest Atlantic Tropical Cyclones, 1492-1996. - 28 May 1995 - NOAA Technical Memorandum NWS NHC 47, updated 22 April 1997 by Beven, Jack . [date of access: 04.06.2007]
     
   

McBride et al. (2006) Statement on Tropical Cyclones and Climate Change PDF-File, 247 KB, 13S.
[date of access: 04.06.2007] Liste der Verfasser siehe unten!

This statement was authorized by participants of the WMO International Workshop on Tropical Cyclones, IWTC-6, San Jose, Costa Rica, November 2006. This resulted from discussion and review through the two weeks of the workshop. The process was overseen by WMO Tropical Meteorology Research Programme TMRP Committee TC2: Impact of Climate Change on Tropical Cyclones. Membership:

John McBride (Australia, Committee Chair); Kerry Emanuel, Thomas Knutson, Chris Landsea, Greg Holland, Hugh Willoughby (USA); Johnny Chan, C.-Y. Lam (Hong Kong, China); Julian Heming (United Kingdom), Jeff Kepert (Australia).

Purpose of the statement:
To provide an updated assessment of the current state of knowledge of the impact of anthropogenically induced climate change on tropical cyclones. ...

Sehr zu empfehlen!

     

Textausschnitt aus dem o.g. Artikel:
(Lit.-Angaben siehe Artikel - hier auch eine umfangreiche Liste der aktuellen und diskutierten Literatur)

     
 
     
   

Trenberth, Kevin E. (2007) Wärmere Meere - stärkere Hurrikane.- SdW, September 2007, S. 34-41.

"Alles deutet darauf hin, dass sich durch die globale Erwärmung die Zerstörungsgewalt tropischer Wirbelstürme erhöht. Sowohl die Windstärke als auch die Niederschlagsmengen werden in bedrohlicherweise zunehmen."

Dr. Trenberth hat als "koordinierender Leitautor zum Sachstandsbericht des UN-Klimarats (IPCC) aus diesem Jahr beigetragen" (SdW 2007/09, S. 41).

Der reisserische Charakter des Artikels wird auf S.35 deutlich, wo ein Hurrikan in einer Collage abgebildet ist, der die Grösse Nordamerikas hat. Auf der folgenden Seite heisst es in einer Überschrift suggestiv "Der Mensch ist schuld". In dem Artikel finden sich zahlreiche Falschaussagen und unhaltbare Bemerkungen, welche nur erklärt werden können vor dem Hintergrund der von Landsea geäusserten Skepsis.

Anmerkung:
Die Seriosität dieses Artikels können Sie selbst überprüfen, in dem Sie sich die offiziellen Statistiken und Interpretationen von NOAA NCDC: Climate of 2004 - Atlantic Hurricane Season, oder auch einfach die Tabelle 1 auf dieser Seite anschauen.

Textauszug:
"Impacts of 2004 Season: Nine tropical systems affected the US during 2004. The estimated cost of damage to the US from hurricanes and tropical storms in 2004 is over $42 billion. This is the most costly hurricane season ever for the US, with the second most costly, at $35 billion, being 1992, the year that Hurricane Andrew impacted Florida.

Five hurricanes made landfall in the US with Hurricane Alex also impacting North Carolina without officially making landfall. The record number of landfalling hurricanes in a season is 6 and this occurred in both 1916 and 1985. 2004 shares second place with 1933. An unprecented 4 hurricanes (Charley, Frances, Ivan and Jeanne) affected Florida this year, indeed no other state has been affected by four hurricanes in one season since Texas in 1886. An estimated one in five homes in Florida were damaged by hurricanes during August and September 2004 and 117 people lost their lives in the state from the storms."

Abgesehen von dem Umstand, dass in dem o.g. Artikel manipulative Falschaussagen (das hätte der Redaktion von SDW auffallen müssen!!) zum anthropogenen Temperaturanstieg stehen (z.B. Abb. 1 und 2 auf S.38, was schon unerträglich ist), ist es zusätzlich interessant, sich die hochumstrittenen Thesen, aber auch Wissenschaft von Trenberth in den ausführlichen Anmerkungen in World Climate Report (WCR)   "A Man on a Mission" anzuschauen.

Textauszug:
"The fact that Trenberth admits to be on a mission to try “to get people to think about things in a different fashion…[that] all meteorological events around the world are influenced in some way by global warming” is precisely the reason that Landsea quit the IPCC. Obviously Trenberth has an agenda, and it is one that lies outside of the current state of our best science."

Bemerkungen zu WCR in Wikipedia [Hinweis]

Zu den Statistik-Kenntnissen von Trenberth schreibt Steve McIntire (welcher Statistik-Fehler in MBH98 sowie in den Aussagen zur Temperaturentwicklung durch NASA GHCN aufdeckte) am 5. Jan. 2005 unter der Überschrift "Trenberth on Statistics":

Textauszug:
"It’s too bad that so many climate scientists, who hold themselves out as authorities, actually have such sketchy knowledge of statistics and that, despite this, have generally failed to involve statistical professionals in their work."

 

Wu, Y., S. Wu, and P. Zhai. (2007) The impact of tropical cyclones on Hainan Island’s extreme and total precipitation.- International Journal of Climatology, DOI: 10.1002/joc.1464. Besprechung des Artikels von World Climate Report unter dem Titel: Tropical Cyclones Decreasing in China?

Zitat: "We have reported similar findings from throughout the world, but as the 2007 hurricane gets started, we will surely be bombarded with the message that global warming is causing more hurricanes worldwide - yet historical evidence proves otherwise."

     
 
 
Copyright © 2008 Harald Kehl / TU-Berlin - Institut für Ökologie

 
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