TU-BERLIN Erläuterungen zur Vorlesung TWK an der TU-Berlin
Inst. f. Ökologie
LV-TWK-Kehl
PD Dr. H. Kehl
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Die Florenreiche der Erde
 
 
Abb. A1-01/01: "Florenreiche der Erde" (aus Walter & Breckle, 1983: 11-14, farblich leicht modifiziert!)
 

Pflanzengeografisch werden folgende Florenreiche unterschieden:

Holarktis: Die gesamte aussertropische Nordhemisphäre - es ist das grösste, doch am wenigsten eigenständige Florenreich, in welchem sich kaum endemische Pflanzenfamilien entwickelt haben. Der höchste Artenreichtum wird in den jeweils eisfreien Gebieten während der pleistozänen Vereisung angetroffen;

Paläotropis: Tropischer Teil der Alten Welt: Afrika, Indien, SO-Asien und Polynesien, hier ein hoher Anteil eigenständiger bzw. endemischer Pflanzenfamilien;

Neotropis: Tropen der Neuen Welt nördlich und südlich des Äquators in Süd- und Mittelamerika mit einem hohen Anteil endemischer Pflanzenfamilien, besonders charakteristisch sind Cactaceae und Bromeliaceae, die nur hier vorkommen;

Australis: Nur Australien als stark isoliertes und völlig eigenständiges Florengebiet, die Gattung Eucalyptus mit ca. 600 Arten kam nur hier vor, Acacia ist mit ca. 400 Arten vertreten;

Antarktis: Südlicher Teil Südamerikas, Antarktis, Süd-Neuseeland, ist extrem artenarm, vor allem Flechten und Moose;

Capensis: Nur äusserste SW-Spitze von Afrika mit extrem hohem Artenreichtum und vielen Endemiten.

 
 
© Harald Kehl
TU-Berlin - Institut für Ökologie

 
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