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Diffuse
und kontrahierte Vegetation |
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Bereits die semi-ariden
Subtropen Afrikas und Vorderasiens (z.B. Arabische Halbinsel) tragen keine
Waldvegetation. Betrachtet man das nördliche Afrika mit Ägypten
(z.B. nordwestliche Küstenregion bei Mersa Matruh mit 134mm/a), so
findet sich ausdauernde und grundwasserabhängige Baumvegetation in
der Regel nur im Bereich von Wadiverläufen oder niederschlagsabhängig
in Senken im unmittelbaren Küstenbereich (vgl. noch einmal die
Tabelle auf der Seite
Verbreitung!).
Dagegen trägt
der sich westlich anschliessende und weit nach Norden erstreckende Jabal
(Djebel) El Akhdar (genannt das 'Grüne Gebirge', 865m) NO-Libyens
(Jamahiriya) mit seinem breiten Küstenvorhof (Bereich der ehemaligen
griechischen Pentapolis bzw. Cyrenaika, Kornkammer der Antike) bereits
die typisch mediterrane Hartlaubvegetation. Z.B. mit Juniperus phoenicea,
Quercus coccifera etc.
Die Niederschlagshöhe
im Küstenvorhof des Jabal El Akhdar soll 400 - 500mm betragen und
könnte an der Westabdachung des Jabal El Akhdar wohl 600mm/a erreichen.
Es ist damit die feuchteste Landschaft Libyens!
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Nach
dem Zurücktreten der mediterranen Baumvegetation in der Halbwüstenzone,
wird die Landschaft von einer trockenresistenten (xerophytischen) und
schütteren - diffus verteilten - Strauchvegetation (Chamaephyten)
beherrscht.
Die Abstände
zwischen den Individuen sind anfänglich noch sehr gleichmässig.
Abb. A
links: Diffuse Vegetation auf dem weiten Küstenvorhof
bei Mersa Matruh (NW-Ägypten), mit
Thymelaea
hirsuta (Foto © 2004
Kehl).
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Mit
abnehmenden Niederschlägen und damit geringerer Bodenwasser-Verfügbarkeit
für die Pflanzenwurzeln, zieht sich jedoch dieser Vegetationstyp
immer mehr in Senken, Rinnen, an Wadirändern oder Rändern von
Schichtstufen und deren Abflussrinnen zurück - d.h. die Vegetation
kontrahiert.
Heinrich
Walter (1962)
nannte dieses Phänomen den Übergang von der 'diffusen' zur
'kontrahierten' Vegetation, welches die abnehmende Verfügbarkeit
von Bodenwasser spiegelt.
Abb. B
links: Diffuse Vegetation auf den weiten Ebenen
und kontrahierte Vegetation in den Wadis und Abflussrinnen, Süd-Sinai,
(aus Danin
1983, S.13).
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Abb.
links: Schematische Darstellung
des Übergangs von der 'diffusen' in eine 'kontrahierte' Vegetation
bei Abnahme der Niederschläge.
1.
und 2.
Diffuse Vegetation: Bodenwasser
noch gleichmässig verteilt, etwas dichtere Vegetation in
Senken. Niederschlag > 100mm/a.
3.
Kontrahierte Vegetation: Ungleiche
Verteilung des Bodenwassers, mit dem Resultat einer lückigen
Pflanzendecke. Individuen an den Rändern der Senke vor allem
Flachwurzler. In der Mitte Tiefwurzler.
4. Kontrahierte
Vegetation: Akkumulation
von Wasser ausschliesslich in Senken, wo sich ein erheblicher
Wasservorrat bilden kann. Hier finden sich fast ausschliesslich
Tiefwurzler, deren Tiefenwachstum extreme Werte erreichen kann.
(nach Walter 1973, aus Müller-Hohenstein
1981)
5.
Kontrahierte
'ring-shaped' Vegetation: Die
Vegetation kommt hier nur noch an den Rändern von Plajas
vor, wo leichte Sandakkumulationen eine schnelle Austrocknung
des Unterbodens verhindern. Das Zentrum der Plajas wird von sehr
feinerdigen und hoch salzhaltigen Böden, z.B. Takyric Solonchaks,
eingenommen. Das vegetationslose Zentrum der Plajas ohne Sandauflagen
trocknet nach Niederschlägen sehr schnell aus und bildet
harte Oberflächen, auf denen Keimlinge von Therophyten bis
Chamaephyten schnell absterben und sich nicht etablieren können.
(aus
Kehl
et al. (1984) >> hier ein Beispiel!
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Dynamik
der Vegetationsdichte in Abhängigkeit von dem Feuchteangebot:
- GENERELL:
Die Vegetationsdichte ist abhängig von dem Feuchteangebot
(für einen Vergleich müssen der Boden, die Temperatur und
der Vegetationstyp gleich bleiben!)
- Die Pflanzenmasse
(damit die transpirierende Oberfläche) nimmt proportional
mit den Niederschlägen ab.
- Grosse Grasarten
der humiden Gebiete werden in semiariden bis ariden Gebieten von kleineren
xeromorpheren Arten abgelöst, die eine kürzere Entwicklungszeit
benötigen.
- Pro Einheit transpirierender
Fläche steht - in etwa - in humiden und ariden Gebieten etwa die
gleiche Wassermenge zur Verfügung. Dies gilt nicht für Sukkulenten.
- Mit zunehmender
Aridität nimmt die oberirdische Pflanzenmasse ab und die unterirdische
(das Wurzelsystem) zu.
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Verbreitung
und Etablierung von Vegetation in der extremen Wüste |
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Beispiele
aus Ägypten und dem nördlichen Sudan, z.B. Oase Nukheila / Merga
(Types
of vegetation distribution and establishment in the extreme desert of Egypt
and N-Sudan) - cf. Nukheila
oasis |
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| Type
of vegetation |
groundwater
- dependent |
rainwater
- dependent accidental vegetation |
| permanent
vegetation (A) |
permanent
vegetation (B) |
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| Water
supply: |
groundwater
reaching the surface, oases with lakes, water pools |
groundwater
more or less near the surface, oases with open water, often with wells |
storage
of rainfall as surplus water in sediments, often above clay layer
(perched ground-water etc.) |
| Distribution
of vegetation |
contracted
vegetation, clearly recognizable centre and zonation of vegetation,
shallow depressions, between the deepest point and the outer margin
of the oases |
mainly
contracted vegetation often without zonation, monotypic stands common,
sometimes single chamae- or phanerophytes, not strongly bound on depressions |
mainly
contracted vegetation patches in runnels, old dunes with coarse sand,
sand filled notches and crevises with impermeable underground |
| Establishment
and life forms |
perennials
(eventually after rainfall events annuals), in the immediate vicinity
of the open water probably propagation by germination without precipitation
and at the outer margins establishment of vegetation only after rainfall
events, normally vegetative reproduction |
perennials
(eventually after rainfall events annuals), germination and establishment
only after sufficient rainfall, and after the roots have reached the
capillary fringe of the groundwater, reproduction of the vegetation
mainly vegetative |
perennials
and ephemerals grow after occasional showers and perennials continue
to grow for weeks to several years until the plant available water-content
is used up by the root system |
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- Tab.
oben aus:
Kehl, H. (1987)
Zonation and establishment of vegetation in selected uninhabited Egyptian
and Sudanese oases.- Catena 14: 275-290.
Zusammenfassung / Abstract:
-
Gesamter
Artikel / Full article :
[2MB
- 15 pages]
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Bei
durchschnittlichen jährlichen Niederschlägen um 270mm in der
australischen Halbwüste (mit 20,9 °C Mitteltemperatur)
mit hauptsächlich Sommerregen (Variationen sind
nicht bekannt, ganz sicher aber vorhanden), können sich bei günstigen
Abflussverhältnissen, i.d.R. in grossen Catchments, am Rande von
Scarpments oder auch Felsformationen, permanent Bäume als sogenannte
kontrahierte Vegetation etablieren. Es ist der Übergang zu
einer tropischen Halbwüste mit Sommerniederschlägen und einer
diffusen bis kontrahierten Vegetation.
Vgl. Abb. rechts:
Der Ayers Rock (Uluru) im
Herzen Australiens.
(© H.Kehl, Aufn. 1978).
Baumvegetation
findet sich hier am unmittelbaren Rand des Berges (der als Catchment fungiert)
und in der näheren Umgebung jeweils auch in Felsspalten, als Galeriewald
an Billabongs und am Fuss der Berge. Der hohe Anteil krautiger Vegetation
(hier wenige Gräser) ist diffus und gleichmässig verteilt. Der
Niederschlag beträgt etwa 330mm/a und im weiter östlich gelegenen
Alice Springs 286mm/a.
Eine extreme Wüste
(vergleichbar mit der Sahara) fehlt in Australien.
Von Bedeutung ist jedoch die Simpson-Wüste
[date
of access: 27.08.04] nordöstlich des Eyre
Lake
- [date of access: 27.08.04], wo die mittleren Niederschläge
unter 100mm/a liegen.
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Vegetationsmerkmale
subtropisch / tropischer Trockengebiete (Zum
Vergleich Sommerfeuchte Tropen) |
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| Merkmale |
Wüste |
Halbwüste |
Dornsavanne |
Echte
Savanne |
| Deckungsgrad
der Vegetation in % |
meist
< 5 (0,1) |
10
- 50 |
>
50, aber lückig |
100 |
| Verteilung
der Krautschicht |
kontrahiert,
akzidentell |
diffus |
geschlossen |
| Anteil
der Chamaephyten an der Krautschicht in % |
meist
weit > 50 *1 |
meist
weit > 50 |
gegen
Null |
| Therophyten |
<
0,01 *2 |
<
------- artenreich ------- > |
artenarm |
| Phanerophyten |
<
0,01 *2 |
linienhaft
(Trockental, Gebirgsfuss) clusterhaft bis weitständig |
Wuchshöhe
der Krautschicht:
|
<
50 cm |
<
80 cm |
80
- 200 cm |
Phytomasse
der
Gräser (pro
Grundfläche):
|
extrem
niedrig |
sehr
niedrig |
max.
2-5 t ha-1 |
meist
> 5 t ha-1 |
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nach
Schultz 2000, leicht verändert, vor allem für den Bereich 'Wüste' |
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*1
in der Wüste ist
die kontrahierte Vegetation auf Senken und Abflussrinnen konzentriert.
Dabei beträgt der Abstand zwischen einzelnen Vegetationsflecken oft
viele Kilometer, teilweise in der Extremwüste der Sahara weit über
100 km. Lebende Pflanzen werden eher selten angetroffen. Im Laufe der
Jahre kommt es jedoch zu einer Akkumulation toter Pflanzen (standing crop),
was zu dem Eindruck führt, dass Chamaephyten weit überwiegen.
*2 Therophyten treten nur selten
als akzidentelle Vegetation innerhalb dieser Vegetationsinseln nach höchst
sporadischen Niederschlägen auf. Zwischen diesen Niederschlagsereignissen
können viele Jahre vergehen. Lebende Therophyten anzutreffen, ist
daher eher ein Glücksfall. Hemi-Kryptophyten kommen wesentlich häufiger
vor. Phanerophyten ausserhalb der Oasen, z.B. Akazien, Tamarisken etc.
sind sehr selten und auf Senken, Abflussrinen und Wadis mit einem grossen
Catchment-Area beschränkt.
Vgl. Sie dazu die
"Ökologischen
Wüstentypen"
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- Zur Dynamik
der Lebensformenverteilung in Abhängigkeit vom Niederschlagsgradienten
in NW-Ägypten (Mersa Matruh - Qattara Depression) finden Sie
hier
weitere Angaben.
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Halb-,
Vollwüste und extreme Wüste |
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 Vegetations-
und bodenökologisch wurde die Sahara NO-Afrika, vor allem die
"Western Desert" Ägyptens bzw. "Libysche Wüste",
von Mitarbeitern des Instituts für Ökologie an der TU-Berlin
im Rahmen des SFB 69 - Geowissenschaftliche Probleme arider Gebiete
- intensiv untersucht. Unter der Leitung von Prof.
Reinhard Bornkamm wurde die "Western Desert" vegetationsökologisch
und "pflanzensoziologisch" von verschiedenen Wissenschaftlern
sehr ausführlich dokumentiert. Vgl. Sie dazu Weitere
Infos zum Thema sowie Hommage
an Reinhard Bornkamm.
Die floristischen
und ökologischen Ergebnisse sind heute Grundlage für alle weiteren
Arbeiten, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Einige der Arbeiten
werden auch hier erwähnt und im Detail vorgestellt, u.a. "The
plant communities of the Western Desert of Egypt", by R. Bornkamm
and H. Kehl (1990), in Phytocoenologia 19(2): 149-231, und "Landscape
Ecology and Vegetation Units of the Western Desert of Egypt",
by H. Kehl and R. Bornkamm (1993), in Catena Supplements 26: 155-178
(with several ecological maps). Vgl. Sie dazu
Inhaltsangabe
(Contents) - Bornkamm & Kehl (1990)
(kurze
Zusammenfassung) [date
of access: 09.08.06]
den vollständigen
Artikel im PDF-Format
Seiten
149-168
[20 S., 5,46MB]
Seiten
169-188
[20 S., 2,87MB]
Seiten
189-208
[20 S., 3,44MB]
Seiten
209-231
[23 S., 2,99MB]
sowie die
Artenliste
der östlichen Sahara (List of all Species of the Western Desert
of Egypt, leg. and det. by Bornkamm and Kehl) [1,1MB]
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Der
Übergang von der Subtropischen Halbwüste
in die Subtropische Vollwüste Nord-Afrikas
(hier südlich von Mersa bzw. Marsa Matruh an der Mittelmeerküste,
NW-Ägypten bei weit unter 100mm/a Regen)
erfolgt wegen des steilen Niederschlags-gradienten sehr rasch. Mersa Matruh
direkt an der Küste empfängt z.B. noch durchschnittlich 134mm/a
(mit bereits extrem hoher Variabilität von Jahr zu Jahr!).
Abb. rechts:
An den Rändern der Schichtstufenlandschaft im Küstenbereich
(10-20km südlich) konzentriert sich die Vegetation vor allem in Abflussrinnen.
Hier ein Beispiel ca. 15km SSO von Mersa Matruh: Raqabet
El Sikka. Die durchschnittliche Niederschlagshöhe liegt hier
schon deutlich unter 110mm/a.
Koordinaten:
31°05'53.94''N
27°18'51.81''E
Zur Verteilung und
Dynamik der Boden- und Vegetationseinheiten in NW-Ägypten vgl. Sie
bitte: Stahr et al.
(1985), Bornkamm
& Kehl (1985) und Bornkamm
& Kehl (1990) und Kehl
& Bornkamm (1993).
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| |
Etwa
61 km von der Küste
entfernt (auf dem sogenannten Marmarika-Plateau, einer Kalksteinformation),
wird ausschliesslich kontrahierte, ringförmige Vegetation in einer
Vollwüste angetroffen. Die Zentren der Plajas sind hier in
der Regel vegetationsfrei. Die tatsächliche jährliche
Niederschlagshöhe ist hier unbekannt. Sie wurde auf < 80mm/a geschätzt.
Abb. rechts:
Verteilung einer kontrahierten, ringförmigen Playa-Vegetation
bei Abu Mukhaiyat, auf dem Marmarika Plateau (Ad-Diffah), NW-Ägypten,
70km von der Mittelmeer-Küste entfernt -
Bereich Übergang von Halbwüste zur Vollwüste
Koordinaten:
30°42'31.80''N
27°15'16.09''E
Zur Verteilung und
Dynamik der Boden- und Vegetationseinheiten auf dem Marmarika Plateau
in NW-Ägypten vgl. Sie bitte: Kehl
et al. (1984). (Abb. aus Kehl et al. 1984,
S. 311)
Nachzulesen
hier:
(Zusammenfassung)
[date
of access: 08.05.04]
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Weniger als 150km von der Küste entfernt
(am Rande der Qattara Depression), beginnt eine Landschaft mit nur noch
spärlicher und stark kontrahierter Vegetation. Hier beträgt
der jährliche Niederschlag weniger als 50mm/a.
Perenne Vegetation
(sehr wenige Chamaephyten und einige Hemi-Kryptophyten) besiedeln flache
Senken und Abflussrinnen am Rande der Scarpments. Annuelle Vegetation
kommt (auch
Anastatica
hierochuntica - die "richtige" Rose von Jericho)
nur noch sehr selten nach ausreichenden Niederschlägen in Senken
vor.
Abb. links:
Südliches Escarpment des Marmarika-Plateaus mit tiefem Wadi
am Rande der Qattara - Depression (Munhafad al-Qattarah), N-Ägypten,
südlich von Mersa Matruh, - 70m ü.NN. (Foto
© H. Kehl)
In den Abflussrinnen
hin zur Depression siedeln eher spärlich einige Chamaephyten, häufig Halophyten
- [date
of access: 27.08.04], z.B.
|
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In tief eingeschnittenen Tälern der Schichtstufenränder
arider subtropischer Landschaften, in denen Quellen für eine lokal
begrenzte Wasserversorgung sorgen, kann sich oasenartige Vegetation etablieren.
Das hier vorgestellte
Beispiel stammt aus Israel, Schichtstufe am Toten Meer, Arava-Tal. Die
sich seitlich anschliessenden Landschaften sind nahezu vegetationslos,
erhalten jedoch mit wenig unter 100mm/a wesentlich höhere Niederschläge
als z.B. der südliche Rand des Marmarika-Plateaus mit 20 bis 40mm/a
in NW-Ägypten. Schlucht-Oasen mit Quellen fehlen hier vollständig.
Abb. oben:
Schlucht-Oase mit Quelle am Toten Meer, Israel.
www-source: Arid
Zone Hydrology [date
of access: 27.08.04]
Dagegen siedeln unterhalb des südlichen Escarpments des
Marmarika-Plateaus in einem schmalen Streifen am
unmittelbaren Rande der Depression auch einige Phanerophyten
und Nano-Phanerophyten:
Weiter südlich (auch am südlichen Rand der Qattara Depression)
kommen u.a. Akazien dazu, z.B.
Die
in N-Afrika und Arabien heimische Dattelpalme
ist eine typische Oasenpflanze und eine der ältesten Nutzpflanzen
Nordafrikas und des Nahen und Mittleren Ostens. Heute kann sie vielfach
auch in der eu-mediterranen Zone (unmittelbarer Küstenbereich) der
nördlichen Mittelmeerumrandung (von der Türkei bis Spanien)
angetroffen werden. Vgl. ausführliche Beschreibung: Date
Palms [date
of access: 27.08.04]
Berichte und Abbildungen
aus Babylonien (dem Gebiet des heutigen Irak) belegen, dass Dattelpalmen
bereits vor 5.000 Jahren angebaut wurden. In der damaligen Zeit wurden
die Datteln nicht nur frisch oder getrocknet gegessen, sondern es wurde
auch ein wohlschmeckender Wein sowie Essig aus Datteln hergestellt.
Die Echte Dattelpalme
zeichnet sich durch hohe Salzverträglichkeit und Toleranz gegenüber
niedrigen Temperaturen (kein Frost) aus.
Die wichtigsten Dattelexportländer sind die Vereinigten Arabischen
Emirate, Iran, Pakistan, Saudi Arabien und Irak.
vgl. Africalife.de
[date
of access: 12.02.05]
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Weitere
Infos zum Thema: |
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- Zusätzlich
wird hier die VL
als PowerPoint-Präsentation (510 Kb) angeboten!
- Alaily, F.,
R. Bornkamm, H.-P. Blume, H. Kehl & H. Zielinsky (1987) Ecological
Investigations in the Gilf Kebir (SW-Egypt).- Phytocoenologia 15(1):
1-20.
- Alaily, F.,
R. Bornkamm, H. Kehl & M. Renger (1987) Evaluation of land in
SW-Egypt.- Berliner Geowiss. Abh. (A) 75.2: 517-544.
- Bornkamm, R.
(1987a) Allochthonous ecosystems.- Landscape Ecology 1: 119-122.
Nachzulesen
hier:
[4 Seiten]
[date
of access: 08.05.04]
- Bornkamm, R.
(1986) Flora and vegetation of some small oases in S-Egypt.-
Phytocoenologia 14(2): 275-284.
- Bornkamm, R.
& H. Kehl (1990) The plant communities of the Western desert
of Egypt.- Phytocoenologia 19(2): 149-231.
- Bornkamm, R.
& H. Kehl (1989) Landscape ecology of the western desert of
Egypt.- Journal of Arid Environments 17: 271-277.
Nachzulesen
hier:
[1MB
- 7 Seiten]
(gesamter
Beitrag)
- Bornkamm, R.
& H. Kehl (1987a) Ecological Maps of the Western Desert of Egypt
- Vegetation Unit Map, 1:1000000, Printed in Germany by Technische Fachhochschule
Berlin, in the framework of the Special Research Project 'Geosientific
Problems of Arid Areas'.- Attachment of MEISSNER, B. & P.WYCISK
(eds.) Geopotential and Ecology - Analysis of a Desert Region.- Catena
Supplement 26.
- Bornkamm, R.
& H. Kehl (1987b) Landscape ecology of the western desert of
Egypt: Vegetation, Climate, Soils and Landuse.- In: Proc. "Whats
Special about Desert Ecology, 14. - 22. March 1987", Ben Gurion
University, Sede Boqer, Israel.
- Bornkamm, R.
& H. Kehl (1985) Pflanzengeographische Zonen in der Marmarika
(Nordwest-Ägypten).- Flora 176: 141-151.
Nachzulesen
hier:
(Zusammenfassung) [date
of access: 08.05.04]
- Bornkamm, R.,
I. Springuel, F. Darius, M. Sheded & M. Radi (2000) Some observations
on the plant communities of Dungul Oasis (Western Desert, Egypt).- Acta
Botanica croatica 59, 101-109.
Nachzulesen
hier:
(gesamter Beitrag) [date
of access: 15.09.06]
- Bornkamm, R.,
F. Darius & R. Prasse (1998) Element contents of perennial plant
species in the sand desert near Nizzana (Israel).- J. Plant Nutr.
Soil Sci. 161: 189-195.
- Kehl, H. (1987)
Zonation and establishment of vegetation in selected uninhabited Egyptian
and Sudanese oases.- Catena 14: 275-290.
Nachzulesen hier:
(Zusammenfassung) [date
of access: 09.08.06]
Nachzulesen
hier:
[2MB
- 15 Seiten]
(gesamter
Beitrag)
- Kehl, H. &
R. Bornkamm (1993) Landscape Ecology and Vegetation Units of the
Western Desert of Egypt.- In: MEISSNER & WYCISK (eds.) Geopotential
and Ecology - Analysis of a Desert Region.- Catena Supplement 26:
155-178.
Nachzulesen hier:
(kurze Zusammenfassung) [date
of access: 08.05.04]
- Kehl, H. &
R. Bornkamm (1988) The change of soil-vegetation interrelation with
increasing aridity in the northern part of Egypt.- International Conference
on 'Plant Growth, Drought and Salinity in the Arab Region', Giza, Egypt,
3-7 December.
- Kehl, H., K.
Stahr & J. Gauer (1984) Soil vegetation relationship of a small
catchment area on the Libyan Plateau in NW-Egypt.- Berl. Geowiss.
Abh. (A) 50: 303-324.
Nachzulesen hier:
(Zusammenfassung) [date
of access: 08.05.04]
- Stahr, K., R.
Bornkamm, J. Gauer & H. Kehl (1985) Veränderung von Böden
und Vegetation am Übergang von Halbwüste zur Vollwüste.-
Geoökodynamik 6: 99-120.
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Hyperlinks
zum Thema: [date
of access: 28.06.06] |
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