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ANMERKUNGEN: |
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Relevanz
von sogenannten "Globaltemperaturen": |
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Die
Berechnung von mittleren Globaltemperaturen
bzw. Temperaturabweichungen, oder -anomalien von einem willkürlich bestimmten Mittelwert für eine
bestimmte Zeitspanne (als Normalität, die es nicht gibt, da das Klima immer dynamisch und nie statisch war
und ist) ist extrem wirklichkeitsfremd und nicht nur ökologisch unsinnig. Der gefundene Index ist ein Kunstprodukt
und eine oberflächliche "Wahrheit". Die Genauigkeit von 0.6 ± 0.2 K "globaler Temperaturerhöhung"
(als Abweichung vom Mittelwert) seit etwa 1850 soll wissenschaftliche Seriosität suggerieren, die in diesem
Kontext überhaupt nicht möglich ist. Auch wenn gebetsmühlenhaft von sogenannten Experten das Gegenteil
behauptet wird.
Vgl. Essex, C., R. McKitrick and B.
Andresen (2007) Does
a global temperature exist?- J. Non-Equilibrium Thermodynamics, 32, 1-28.
Folgte man den (wissenschaftlich unzulässigen)
methodischen Ansätzen jener Experten, dann blieben immer noch folgende Umstände zu berücksichtigen:
Die Dichte der Messnetze ist regional sehr unterschiedlich (vgl. NASA-GISS
Global Maps from GHCN Data / NASA-GISS
Surface Temperature Analysis und
A.
Kapala, 2002, Meteorologisches Institut der Universität Bonn), die tatsächlichen Beobachtungsjahre
- "station record length" - pro Klimastation (weltweit nur wenige tausend) weichen sehr stark voneinander
ab (oft unter 30 Jahre). Im wesentlichen wird die nördliche Hemisphäre in der Nähe von Siedlungsstrukturen
(mit ihren unterschiedlich wirksamen Wärmeinseln) abgedeckt und in der südlichen Hemisphäre, inkl.
Tropenbereich, ist das Messnetz extrem schwach ausgeprägt. Aus weiten Teilen der semiariden und ariden Gebiete
liegen überhaupt keine Messdaten vor und aus der Antarktis und Arktis nur noch verschwindend wenige.
Nebenbei: Wer einmal das "Vergnügen"
hatte, als seriös bezeichnete Datenreihen im mediterranen oder nordafrikanischen Bereich auf Plausibilität
zu überprüfen, findet jene "Experten" verwegen, die solche Messwerte verwenden. Abenteuerlich
wird es aber, wenn solche Daten dann auch noch "angepasst" werden. In welche Richtung eigentlich?
Diese Frage ist sicherlich berechtigt. "Kurt
Brunner, Professor für Kartographie an der Universität der Bundeswehr München, interpretiert die
Klimadaten der Vergangenheit "extrem anders" als viele seiner Kollegen. Ausgehend von derselben Datenbasis
ließen sich unterschiedliche Szenarien modellieren. "Man kann sich das so rechnen, wie es einem passt,
möchte ich fast sagen". Aus: Schwachstellen
der "Klima-Bibel", Bayern 3, vom 14.06.2007)
[last date of access: 18.11.07]
Alleine die Richtwerte für die verschiedenen
Klima- bzw. Vegetationszonen (oder auch Klimata) weichen bereits innerhalb der ÖkoZonen um mehrere Grad voneinander
ab, je nachdem wo und wie (!) die Daten gewonnen wurden (z.B. Höhe ü.NN, Nähe zu Siedlungsstrukturen,
allgemein der Nutzungsgrad der Landschaft - von a- bis meta-hemerob, Nähe zu Feuchtgebieten oder Küstennähe
etc.), oder nicht zuletzt in Abhängigkeit davon, wie genau die Messinstrumente der Klimastationen waren bzw.
sind.
Ein Temperatur-Mittelwert zwischen den
unterschiedlichen ÖkoZonen,
von den Tropen bis zu den eisbedeckten Polen, ist ebenso Nonsense, wie das
"Globalklima"
ansich.
Auch einzelnen Klimaforschern scheint diese
Erkenntnis nicht ganz fremd. Vgl. Sie dazu auch die neueste Publikation von Mann
et al. (2009). Nach Drew Shindell, einem der Mitautoren, ist es nicht zielführend, 'immer mit der
globalen Durchschnittstemperatur zu argumentieren. Stattdessen müsse es darum gehen, die regionalen Auswirkungen
der Klimaänderungen besser zu untersuchen - "wo sie eine Rolle spielen für Menschen, Wasserversorgung
und Ökosysteme"'.
Die kurz- bis langfristige Variabilität
an einem Ort hat eine wesentlich grössere ökologische Bedeutung als der errechnete Mittelwert als Basis.
Minimale Temperaturerhöhungen in einer Zone kompensieren entsprechende Abnahmen in einer anderen Zone. Alleine
die Messungen der Durchschnittstemperaturen auf dem Höhengradienten einer Gebirgsabdachung in jeweils der
gleichen Höhe über der Bodenoberfläche führen zu Aussagen, die für die jeweiligen Ökosysteme
völlig irrelevant sind (Kehl 1998). Es sind Werte
ohne ökologisch relevante Bedeutung. Sogenannte globale Mittelwerte und Abweichungen von ihnen sind Konstrukte,
die der Orientierung dienen, die jedoch dem Laien den Blick verstellen für eine dynamische Wirklichkeit,
ebenso wie starre Grenzen zwischen Klima- bzw. Vegetationszonen, die es bestenfalls für Kartografen gibt.
Generell ist die Veränderung der Variabilität
der Standortparameter (Temperatur, Niederschlag etc. mit ihren Minima und Maxima über einen ausreichend langen
Zeitraum beobachtet) und nicht der Mittelwert der Temperatur von ökologischer Relevanz für die Beurteilung
von Klimaveränderungen, lokal und regional. Und hier sind i.d.R. die weiten Standortamplituden der jeweiligen
zonalen Flora und Fauna von ausschlaggebendem Interesse.
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Kyoto-Protokoll: |
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In
einer Broschüre des Bundesministerium für Bildung und Forschung (Herausforderung
Klimawandel, BMBF / 2003) -
[59 S.] heisst es zu den Herausforderungen und Perspektiven der Klimaforschung: [date
of access: 07.09.06] |
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S.10:
"Daher ist das Protokoll in seiner jetzigen Form kaum geeignet, das Klima zu stabilisieren. Seine Wirkung
ist eher im politischen Bereich zu finden, da es die einzige völkerrechtliche Basis für weitergehende
Massnahmen darstellt." |
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S.51:
"... die Auswirkungen des Kyoto-Protokolls sind nur vereinzelt hochgerechnet worden. Danach scheint
die im Kyoto-Protokoll vorgesehene Reduktion der Treibhausgas-Emissionen der Industrieländer nur einen geringen
Effekt auf die Temperaturentwicklung zu haben ...". |
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Der
treffenden Bemerkung von Prof.
Horst-Joachim Lüdecke (HTW Saarbrücken) ist vorbehaltlos zuzustimmen, wo es in dem Beitrag "Klimawandel
und menschgemachtes CO2" -
[1,05 MB, 41 S.] auf S. 13 heisst: "Man beachte die sublime Unverschämtheit
dieses Satzes (auf S.10 - BMBF / 2003) dem offenbar nicht als mündig angesehenen Bürger gegenüber."
[date of access: 07.09.06] |
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Pressemittteilung
idw / Leibniz-Gemeinschaft: |
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Die
o.g. Pressemitteilung mit dem Titel "Alte Hüte in neuen Medien?" wurde von 17 Personen unterzeichnet.
Davon waren (soweit ersichtlich): |
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nur
4 im engeren und weiteren Sinne Klimatologen, 6 stehen dem PIK sehr nahe (tw Mitglieder oder Unterstützer),
4 beschäftigen sich mit der Klimapolitik oder machen Politikberatung im Umweltbereich, und 3 haben mit der
Klimaforschung im eigentlichen Sinne nichts zu tun, 2 davon sind Ozeanografen, ebenso wie Rahmstorf. Die Liste
suggeriert Internationalität, jedoch müsste der Wirkungsort einiger Unterzeichner eher Potsdam lauten.
Mit der Leibniz-Gemeinschaft hat die Mehrzahl der Unterzeichner nicht direkt zu tun. Einige Angaben sind falsch.
Erstaunlich auch, dass sich so wenige hochkarätige Klimatologen bereit gefunden haben, diesen "Zwischenruf"
zu unterzeichnen. Immerhin unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft. Man möge selber recherchieren und sich
seine eigene Meinung bilden. |
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Anmerkung
zu Leggewie et al. |
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Welche
Art des "Umdenkens" (siehe oben!) tatsächlich gemeint ist, wird deutlich in einem aggressiven und
mit skurilen Falschaussagen durchsetzten Artikel von Schellnhuber, Leggewie und Schubert in einem ZEIT-Artikel
(Online) vom 16.04.2010 (Wirtschaft) mit dem Titel "Zwei Grad und nicht mehr - Die Angriffe auf den Klimaschutz
mehren sich. Sie sind haltlos und verlogen", mit dem unsachlichen und emotionalisierenden Titelbild einer
Eisbärenmutter auf "Futtersuche über Eisschollen". |
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Von
Bedeutung in diesem Artikel ist lediglich eine Bemerkung im letzten Absatz: "Selbst wenn es gar keinen
gefährlichen Klimawandel gäbe, wofür leider nichts spricht [ es
aber auch keine Beweise gibt, siehe auch
hier
lt. Schellnhuber], wäre
dieser Entwicklungspfad (nachhaltigerer Lebensstil, Bewegung in das ungerechte Nord-Süd-Verhältnis,
gemeinsame Zukunftsvorsorge) sinnvoll und empfehlenswert." |
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Anmerkung
zu Whitehouse / BBC |
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David
Whitehouse was BBC Science Correspondent 19881998, Science Editor BBC News Online 19982006 and the
2004 European Internet Journalist of the Year. He has a doctorate in astrophysics and is the author of The Sun:
A Biography (John Wiley, 2005). |
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[1] "Das
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK e.V.) erhält jährlich 6,4 Millionen Euro aus Bundes-
und Landesmitteln und weitere 3,3 Millionen aus anderen Quellen, über die keine Angaben gemacht werden. Es
ist ein eingetragener Verein (zu den Mitgliedern gehört auch die Münchner Rückversicherung), der
Direktor des Instituts, Hans Joachim Schellnhuber, ist der Bundesregierung als Klimaberater verpflichtet."
FAZ.NET
[date of access: 27.09.07]
-
Anmerkung:
Lt. Email von Herrn Rahmstorf vom 13.01.08 ist die Aussage "und weitere 3,3 Millionen aus anderen Quellen,
über die keine Angaben gemacht werden" in der FAZ.Net "schlicht gelogen". Herrn
Rahmstorfs Angaben zufolge finden sich die genauen Finanzierungsquellen in den Zweijahresberichten, die auch im
Internet zur Verfügung gestellt werden (und bisher nicht gefunden werden konnten).
Hier das seit einiger Zeit nicht mehr verwendete,
jedoch als Hintergrundinformation aussagekräftige Logo
des PIK Potsdam mit unübersehbar metaphysischem "Touch", welches man eher bei einer sektenähnlichen
Gemeinschaft vermuten würde. Gesicherte
Informationen zur Symbolik des Logos stehen nicht zur Verfügung, doch lassen sich Ähnlichkeiten mit
diversen Symbolen
der Freimaurerei nicht von der Hand weisen. Tiefere Einblicke in die "Philosophie" der Bewegung
vermittelt das sogenannte "Potsdamer
Manifest 2005" und ein Aufsatz von Sven
Titz (2008 / 93) im NOVO-Magazin
unter dem Titel "Klimaschutz:
eine Frage der Motivation?"
4 S.
(Auszug).
[last date of access: 04.02.12]
-
Untertitel:
"Der Eifer, mit dem einige Klimaforscher die Vermeidung von CO2 - Emissionen fordern, erklärt sich
auch aus ihrer Weltanschauung. Spekulativ-biologische Vorstellungen und esotherische Denkmodelle dienen als Bezugspunkte
für eine Vision weltweiter soziopolitischer Organisation, die sich als neu und moderat gebärdet."
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[1a]
Diese Meldung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aus dem POLIXEA
PORTAL sollte sehr aufmerksam gelesen werden. Achten Sie auf die Wortwahl! Und vgl. Sie dann Dennis
Bray & Hans von Storch (2007)
132 S.,
"The Perspectives of Climate
Scientists on Global Climate Change",
sowie AAAS
all-stars lead biased discussion von
World Climate Report.
[date of access: 02.12.07]
Und bzgl. umumstössliche Wahrheiten z.B.
eines Herrn Rahmstorf, stellt Martin Urban in seinem Artikel "Die Kunst, den Zweifel auszuhalten", SdW
vom Januar 2008, S. 93, treffend fest: "Wer die Wahrheit weiss, mit dem ist keine Diskussion darüber
möglich."
-
Anmerkung:
Lt. Email von Herrn Rahmstorf vom 13.01.08 hat dieser sich über den
Titel
seines eigenen Beitrages in FAZ "auch sehr geärgert", was durchaus nachvollziehbar ist.
Dazu ist jedoch anzumerken: Wer sich als Wissenschaftler bei einem derart strittigen Thema fleissig der Medien
bedient und sich damit dem Niveau der Journaille aussetzt (was m.E. nun überhaupt nicht seriös ist),
sollte sich nachträglich nicht über die Geister, die er rief, beklagen. Sich nun über die "dramatisierenden"
und in Extreme verdrehenden Medien zu echauffieren, entbehrt - wie bereits oben angedeutet - nicht ganz der Komik.
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Anmerkung
zur
Datenmanipulation
in der Wissenschaft.
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[2]
Sicher ist ein Schelm, wer
bei dem Begriff "Leugner" üble Intentionen für bestimmte Assoziationen unterstellt? Man darf
diesen Versuch auch als infam bezeichnen. |
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[3]
"The Working Group I contribution is the first of three that comprise the full IPCC Fourth
Assessment Report, which includes the input of more than 1,200 authors and 2,500 scientific expert reviewers from
more than 130 countries. In subsequent reports, Working Group II evaluates Impacts, Adaptation and Vulnerability
and Working Group III evaluates Mitigation of Climate Change." Vgl. Sie auch: Annex
I - III, "Glossary" to "Reviewers of the IPCC WG 1 Fourth Assessment Report".
48 S.
Findings
of the IPCC Fourth Assessment Report: Climate Change Science,
Union of Concerned Scientists
(UCS). ("According to the George
C. Marshall Institute, the UCS was the fourth-largest recipient of foundation grants for climate studies in
the period 2000-2002, a fourth of its $24M grant income being for that purpose.")
Wieweit diesen Angaben zu vertrauen ist, erfahren
Sie evtl. hier: "An
Analysis of the Review of the IPCC 4AR WG 1 Report by John McLean (August 2007, updated 24 October 2007)
27
S. und "Bias
and Concealment in the IPCC Process: The "Hockey-Stick" Affair and its Implications", by David
Holland (2007) - Reprinted from Energy & Environment, Vol. 18, No. 7+8. )
34
S. Anmerkung:
Energy & Environment is not a peer-reviewed science
publication!
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[4]
Um einen Einblick in journalistische
"Zwänge" (zwanglos übertragbar auf alle möglichen Problemfelder) zu erhalten, lohnt es
sich Joris Luyendijk (2007) "Wie im echten Leben - Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges"
- Tropen Verlag, 255 Seiten, 19,80 EUR, zu lesen. Besprechung von Harald Staun "Kritik an Korrespondenten"
in Spiegel-Online
vom 30. Sept. 2007. [date
of access: 07.10.07] |
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[4a]
In einer persönlichen Email vom 13.01.08 teilte Herr Rahmsdorf mit, dass sich seine Ausführungen
lediglich auf eine in der Pressemitteilung - bis dato - herunterladbare Grafik bezogen hätten. Der Artikel
von Shaviv und Veizer (2003) als solcher sei von ihm dort nicht kritisiert worden. Der Vorwurf der Diskriminerung
käme einer Verleumdung gleich.
Anmerkung:
Dazu ist anzumerken, dass in der PM an keiner Stelle explizit auf die eher unscheinbare Grafik (als Teil eines
angefügten kleinen Grafik-Kompositums) verwiesen wird. Die Pressemitteilung ist per se keine populärwissenschaftliche
Publikation und nahezu ausschliesslich eine Besprechung der o.g. Publikation von Shaviv & Veizer. Für
die PM ist schon die Gesamt-Grafik eine Nebensächlichkeit, auf welche an keiner Stelle des Textes hingewiesen
wird. Es handelt sich im übrigen nicht um ein normales Zitat, sondern um eine unzulässige und diskriminierende
Kategorisierung (!) der Quelle.
Nur ein Bruchteil der auf S. 83 angeführten
Literatur wird im Text zitiert. In der Definition von Rahmstorf zeichnen sich "Klimaskeptiker" dadurch
aus, das sie "den Sinn von Klimaschutzmassnahmen vehement bestreiten" (Rahmstorf 2004: 77). Entsprechende
Anmerkungen finden sich nicht in der PM und diesbezügliche schriftliche Äusserungen von Shaviv oder
auch Veizer sind dem Autor dieser Seiten nicht bekannt. Eine Anfrage bei Herrn Veizer
erbrachte keine Bestätigung, ganz im Gegenteil. Gleichwohl wird von Veizer angenommen, dass: "Eine
signifikante Reduktion der Treibhausgase (...) die globale Temperatur nicht deutlich verringern (wird), da nur
ungefähr ein Drittel der Erwärmung im vergangenen Jahrhundert auf den Menschen zurückgeht."
Und wer nur ein wenig mit der mathematischen Statistik vertraut ist, weiss, dass diese Aussagen eine hohe
Wahrscheinlichkeit besitzen.
Der Artikel von Shaviv und Veizer wird an anderer
Stelle - vgl. Pressemitteilung
idw - u.a. auch von Herrn Rahmstorf als Spekulation und fragwürdige Wissenschaft heftig kritisiert.
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[5] Dazu
drei Literaturtips:
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"Romantik - Eine deutsche Affäre"
von Rüdiger Safranski (2007) im Hanser Verlag. "Es ist der Roman des deutschen Geistes"
wie Matthias Matussek in Der Spiegel vom 03.09.07 treffend meinte.
-
"Der sanfte Wahn -
Ökologismus
total" von Heinrich Eilingsfeld (1993) in der Sutter Verlagsgesellschaft.
-
"Die Lust am Untergang - Selbstgespräche
auf Bundesebene" von Friedrich
Sieburg (2010) in Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main (zuerst erschienen 1954). Vgl. Besprechung
in
Wikipedia.
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[5a]
In der Besprechung des Romans von
Michael Crichton (KLima-Angst) von Cord Riechelmann in SZ
Online vom 20.01.2005 heisst es dazu: "Sein [Crichtons] Gegner ist das amerikanische Juste-milieu
in Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und Naturschutzorganisationen. Also
fragt er nach dem Effekt, den die Protagonisten des Just-milieu im Zusammenhang mit der Erderwärmung zuerst
hervorbringen. Und findet ihn in der Angst. Dass
es einen Konnex zwischen ökologischer Kommunikation (Niklas Luhmann) und der Angst gibt, hat
Luhmann bereits 1986 betont und entgegen seiner sonstigen Gewohnheit der Angst eine große politische
und moralische Zukunft vorausgesagt. Die Angst kann den Anspruch erheben, allgemein zu sein: volonté
générale, schreibt Luhmann. (...) Der Witz von Luhmanns Kennzeichnung der Angst als volonté
générale wird deutlicher, wenn man eine Bestimmung des Philosophen Robert Spaemann dazunimmt: ,Volonté
générale ist ja ein rechter Begriff." |
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[6]
"Der verwandelte Glaubenseifer - Religionen und Ersatzreligionen", von Josef
Schmid, Politisches
Feuilleton am 30.10.2007 im Deutschlandradio Kultur. [date
of access: 30.10.07] Der aufmerksame
Beobachter fühlt sich unweigerlich erinnert an eine "von der amerikanischen politischen Kultur geprägte",
wirtschaftlich hoch effiziente Organisation, welche für sich Anspruch nimmt, eine empirische
Wissenschaft zu sein und "die Welt in Aufgeklärte und Unaufgeklärte (einteilt).
Kritik gehört für sie zur Gegenaufklärung." Diese Art des Selbstverständnisses
kommt bekannt vor. Überspitzt und sicher nicht ohne Polemik, wäre dann evtl. von den "Scientologen"
des PIK-Potsdam zu sprechen?
Siehe auch den FAZ-Untertitel zu "Kirche,
Sekte, Menschenverführer", 8. Dez. 2007, S.2. - vgl. Scientology
- und den Katholischen Nachrichtendienst:
"Hat der wahrscheinlich nächste
UN-Generalsekretär, der Südkoreaner Ban Ki-moon, Verbindungen zur Mun-Sekte?" Vgl. Mun-Sekte!
- dort den Abschnitt zur politischen Einflussnahme.
Nach eigenem Bekunden ist Ban
Ki-moon kein Mitglied irgendeiner Kirche oder Religionsgemeinschaft.
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[7]
Diese Form der Diskriminierung scheint Methode zu haben (nicht nur bei IPCC- oder PIK- "embedded
journalists") und ist evtl. auch PIK-typisch. Zu dieser Auffassung kann gelangen, wer das Interview in
DIE ZEIT, 11.10.2007, Nr. 42, mit Herrn Prof. Hans Joachim Schellnhuber gelesen hat. Herr Schellnhuber ist Direktor
des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Distinguished Science Adviser of the Tyndall Centre for
Climate Change Research (siehe Anmerkung 1 und interessante
Hintergründe: Wer mit Wem?). Titel des Interviews: "Der
Kampf um die Lufthoheit - Forscher sammeln nicht nur Daten. Sie machen auch Politik." Zitat Schellnhuber:
"... ich war mit der kühlen wissenschaftlichen Rationalität nicht durchgedrungen. Das ist ähnlich
wie mit Leuten, die Darwins Evolutionstheorie nicht akzeptieren ...".
Die in diesem Vergleich liegende Anmassung
ist auch deswegen besonders perfide, weil Charles Robert Darwin als aussergewöhnlicher Wissenschaftler sich
der Wahrheit verpflichtet fühlte, in keiner Hinsicht dem bequemen und seinerzeitigen "Mainstream"
folgte und vor allem seine Erkenntnisse
nicht "marktschreierisch" und ungeprüft in die Welt "hinaus posaunt" hatte. Darwin war
wohl eher eine bescheidene Persönlichkeit, übrigens ein gelernter Theologe, den es anfänglich sogar
Überwindung kostete, die geradezu umstürzlerischen Ergebnisse seiner vieljährigen Forschungsarbeit
vorzustellen. Immerhin erschütterte die von ihm (sowie Alfred
Russel Wallace) entwickelte Evolutionstheorie
das Selbstbild der Menschen in bisher ungekanntem Masse. Wurden nicht gerade die wenigen Evolutionstheoretiker
als Ketzer und Häretiker in der Viktorianischen Zeit verspottet und angegriffen?
Die Konsens-Wissenschaft
des IPCC und die Bauchgefühle
aus dem PIK mit den fundierten Erkenntnissen eines Charles Darwin vergleichen zu wollen, ist unerträglich
vermessen. Und geradezu bösartig ist es, die seinerzeitigen "Skeptiker" aus Klerus und konservativer
"Mainstream"-Wissenschaft mit den heutigen Skeptikern der AGW-Hypothese zu assoziieren, da gerade diese
in aller Regel einen besonderen Abstand zu Metaphysik und religöser Natur-Verklärung haben.
Bei Betrachtung des Vereins-Logos
des PIK Potsdam sind Zweifel angebracht, ob hier, mit Verlaub, Metaphysik, Esoterik und Naturwissenschaft
bzw. Glauben, Naturverklärung und gesichertes Wissen überhaupt noch getrennt werden sollen. Zweifellos
ist das Logo jedoch ein Bekenntnis zu theistischen Ideenwelten.
Vgl. Sie auch "Das
Niveau der Klimadebatte", "Zum sogenannten Treibhauseffekt",
"Bedeutung
der Sonnenaktivität" und Literatur
dazu. Dort finden Sie auch viel "kühle, wissenschaftliche Rationalität".
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