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Die
Sonne ... |
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.....ist der alleinige Energielieferant für die Erde.
Damit ist die variierende Sonneneinstrahlung der Sonne (Bestrahlungsstärke)
für den Energiehaushalt der Erde und damit für die Dynamik von Wetter und Klima auf der Erde "verantwortlich".
Vgl. Sie dazu "Die
Sonne und das Klima" (UBA). Und unbestritten ist ferner, dass Kalt-
und Warmzeiten auf der Erde kosmische Ursachen haben.
Relativ kurze Perioden von Klimaschwankungen in der holozänen
Geschichte korrelieren nachgewiesenermassen mit der dynamischen Sonnenfleckenaktivität.
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Ganz
generell: Ein
stabiles und gleichbleibendes Klima hat es während der 'augenblicklichen'
Zwischeneiszeit nie gegeben. Relativ schnelle Klimawechsel gab es nicht nur in den letzten 1.000 bzw.
2.000 Jahren (vgl. Rekonstruktionen von
Storch et al. und Moberg
et al.), sondern auch in den letzten 10.000 Jahren (vgl.
Kirkby 2007 und Rasmussen
et al. 2007 sowie
Temp.-Verlauf).
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Über die wirkliche
und
zweifellos multikausale Bedeutung des Einflusses der Sonnenaktivität
auf die Atmosphäre der Erde (mit einer Vielzahl von Rückkoppelungseffekten) gehen die
Meinungen jedoch weit auseinander. Wiederholt wird häufig die Vermutung von den Verfechtern der CO2-Hypothese,
wenn schon in der Geschichte eine deutliche Korrelation nicht nur sehr wahrscheinlich, sondern sogar sicher ist,
und auch die Sonnenaktivität nach dem aktuellen Stand des Wissens höher ist als in den letzten 8.000
Jahren,
-
so lassen sich aber zurzeit die
besonders stark steigenden Temperaturen seit den 1980er Jahren nicht nur mit erhöhter Sonnenaktivität
erklären - oder bestenfalls bis zu 30%
(vgl. Solanki
et al. 2003, weitere umfangreiche Infos unten).
-
Anmerkung zur Temperaturentwicklung:
Seit einigen Jahren werden weitere Temperaturzunahmen jedoch nicht mehr beobachtet, von einigen Forschungseinrichtungen
wird sogar ein
auffälliger
Temperaturrückgang (und hier)
ermittelt. Von anerkannten Klimawissenschaftlern
wird aktuell prognostiziert, die globalen Temperaturen könnten in den nächsten 10-15 Jahren stagnieren
und im Nordatlantikraum sei wohl eine leichte Abkühlung wahrscheinlich.
-
Immer wieder wird jedoch betont,
dass bisher noch keine zuverlässigen physikalischen Modelle existieren, um die indirekte Wirkung erhöhter
Sonnenaktivität (z.B. geringere
Wolkenbildung) auf das Klima der Erde befriedigend abbilden zu können.
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Bevor auf das Phänomen
der
Sonnenflecken
-Aktivität für das globale Klima eingegangen wird, muss - zum wiederholten Male
- darauf hingewiesen werden, dass die Klimadynamik von vielen - teilweise heute noch nicht gut verstandenen
- Faktorenkomplexen abhängig ist. Vgl. Sie dazu den immer noch aktuellen und zusammenfassenden, eher populärwissenschaftlichen
Beitrag, von Sven Titz im SdW vom April 2007.
-
Ganz sicher gehören zu diesen vielfältigen Faktorenkomplexen
die hoch komplizierten Systeme der Atmosphäre, der Hydrosphäre (Ozean und Wasserkreislauf),
der Kryosphäre (Eis- und Schneeflächen), der Biosphäre (Pflanzen und Tiere), der
Pedosphäre (Boden) und der Lithosphäre (Gestein).
-
Und bezüglich aktueller Temperaturentwicklung in
unterschiedlichen Höhen der Atmosphäre (vgl. z.B. Labitzke
et al. 2006) sind, neben dem direkten Einfluss der Sonne und dem Kohlendioxidgehalt, auch ganz wesentlich
die Wirksamkeit zeitlich variierender Aerosolgehalte (anthropogen und nicht-anthropogen) in der Atmosphäre
zu erfassen (vgl. z.B. GISS 2007, Govindan
2002).
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Sonnenflecken:
Die Anzahl der Sonnenflecken
wird gesteuert durch solaren Magnetismus
-
mehr Sonnenflecken bedeuten mehr Protuberanzen und
mehr Strahlung und damit Erwärmung auf der Erde,
-
geringerer solarer Magnetismus bedeutet weniger Sonnenflecken
und führt zur Abkühlung auf der Erde.
Detaillierte Informationen zur Bedeutung unseres Zentralgestirns
erhalten Sie unter "Solar
and Heliospheric Observatory" (SOHO), "It's a project of international cooperation between
ESA (European Space Agency) and NASA (North American Space Agency)". Siehe auch NASA,
Solar Physics - The Sunspot-Cycle, oder
"NeunPlaneten: Die Sonne".
Ausgiebige Informationen zur Physik der Sonne stellt das Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik - KIS
von der Uni-Freiburg zur Verfügung. [date
of access: 21.02.05]
Abb.
rechts: An
Erupting Solar Prominence from SOHO - Credit: SOHO-EIT Consortium, ESA, NASA
"Our Sun is still very active. In the year 2000, our
Sun went though Solar Maximum, the time in its 11-year cycle where the most sunspots and explosive activities
occur. Sunspots, the Solar Cycle, and solar prominences are all caused by the Sun's changing magnetic field. Pictured
above is a solar prominence that erupted in 2002 July, throwing electrons and ions out into the Solar System.
The above image was taken in the ultraviolet light emitted by a specific type of ionized helium, a common element
on the Sun. Particularly hot areas appear in white, while relatively cool areas appear in red. Our Sun should
gradually quiet down until Solar Minimum occurs, and the Sun is most quiet. No one can precisely predict when
Solar Minimum will occur, although some signs indicate that it has started already!"
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Sonnenfleckenzyklen (Grafiken
auf eigener
Seite!): |
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Die kürzesten bisher bekannten Perioden von
Klimaschwankungen korrelieren offensichtlich eng mit der
Sonnenfleckenaktivität, d.h. den
Schwankungen der sogenannten
"Solarkonstanten" (einer Grösse also, die noch nie konstant war!). Dabei handelt es sich
um den
-
Schwabe-Zyklus von durchschnittlich 11 (9-14) Jahren,
vgl. Abbildung
-
Hale-Zyklus von etwa 22 Jahren (auch magnetischer Zyklus
genannt),
-
Schove-Zyklen von ca. 42 bzw. ca. 50 Jahren,
-
Gleissberg-Zyklus von 80-90 (bis 120) Jahren (zwischen
Minimum und Maximum liegen etwa 40-45 Jahre), der den Schwabe-Zyklus moduliert und über ein beträchtliches
Akkumulationspotential verfügt (vgl. Abbildung ) und
dem
-
Seuss-Zyklus (auch De Fries Zyklus genannt), auch Zyklus
208a genannt, von 180-210 (208) Jahren.
-
1.500-Jahreszyklus (auch
DansgaardOeschger event genannt), vgl. Braun et al.
(2005)
Possible solar origin of the 1.470-year glacial climate cycle demonstrated in a coupled model.- Nature 438: 208
- 211, und
Rahmstorf,
S. (2003) Timing of abrupt climate change: A precise clock.- Geophysical Research Letters, Vol. 30, No. 10,
1510.
Die verschiedenen Sonnenfleckenzyklen
können sich überlagern und zeichnen sich selbst durch starke Schwankungen
in ihrer Intensität aus.
Nature 431: 1084 - 1087, 28. October 2004 "Unusual activity of the Sun
during recent decades compared to the previous 11.000 years" by Solanki
et al..
Abb.
rechts: "Aus C14-Daten rekonstruierte Sonnenfleckenzahlen
(10-Jahres-Mittelwerte) für die vergangenen 11.400 Jahre (blaue Kurve) und die direkt beobachteten Sonnenfleckenzahlen
seit 1610 (rote Kurve). Die verlässlichen C14-Daten enden 1900, so dass der starke Anstieg der Sonnenaktivität
im 20. Jahrhundert dort nicht in Erscheinung tritt. Die Rekonstruktion zeugt deutlich, dass ein vergleichbarer
Zeitraum hoher Sonnenaktivität mehr als 8.000 Jahre zurückliegt."
Grafik:
Max-Planck-Gesellschaft
- Presseinformation vom 27. Oktober 2004 - 4
S [date of access: 30.03.07]
MPI für Sonnensystemforschung. Weiterer Text in
der Presseinformation des MPI unten.
Abb.
rechts: Aus
C14-Daten rekonstruierte Sonnenfleckenzahlen für die vergangenen 1.125 Jahre und die direkt beobachteten
Sonnenfleckenzahlen seit 1610 (rote Kurve). Grafik aus NATURE
der Publikation Solanki
et al..
Berner &
Streif (2000, S. 22) schreiben zur Überlagerung
von Sonnenfleckenzyklen: "Der jüngste
Sonnenfleckenzyklus
erreichte Mitte des Jahres 2000 seinen Höhepunkt. Gleichzeitig nimmt gegenwärtig
die Sonnenenergie im Rahmen des Gleissberg-Zyklus zu - das nächste Maximum wird etwa im Jahr 2020
erwartet. Zudem erlangt auch der 208-jährige Solarzyklus
[Seuss-Zyklus] innerhalb der nächsten
Jahrzehnte sein Maximum. Dieser nahezu synchrone Anstieg in den unterschiedlichen Zyklen spricht dafür, dass
sich der derzeit beobachtete Erwärmungstrend des Erdklimas unabhängig von anthropogenen Einflüssen
in näherer Zukunft fortsetzen wird."
Abb.
rechts: Sonnenfleckenzyklen
der letzten 400 Jahre. Die Zahl der Sonnenflecken-Gruppen schwankt in einem regelmässigen Zyklus von etwa
11 (8-15) Jahren, welche in Gruppen auftreten (Gleissberg-Zyklen mit ca. 80-90 Jahren).
Vergleichen Sie zu diesen Aussagen bitte auch die relativ neuen
- und ergänzenden - Erkenntnisse der MPG (Max-Plank-Gesellschaft) - sowie der NASA (Ergebnisse präsentiert
von Hathaway und Wilson Mitte Dez. 2006 auf dem Treffen der American Geophysical
Union in San Francisco) sowie die neuesten Publikationen dazu
Publikationen zur
Dynamik der Sonnenfleckenaktivität von der NASA, Marshall Solar Physics
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Neben einer
starken Zunahme der Sonnenfleckenzahlen innerhalb des
im Mittel 11-jährigen Gruppen-Zyklus, ist auch eine starke Veränderung der Länge der Sonnenfleckenzyklen
zu beobachten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts tauchen diese Zyklen in immer kürzeren Abständen auf.
Abb.
rechts: Die
Länge der Sonnenfleckenzyklen zeigt eine auffallende Ähnlichkeit mit der Temperaturänderung zwischen
1860 und 1990. Aus: Friis-Christensen,
E. & K. Lassen (1991) Abbildung
stark verändert und ergänzt. Anmerkungen zu Korrekturen der Kurve (die letzten 30 Jahre) auf Extraseite.
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Bzgl.
Sonnenfleckenaktivität ist allerdings zu berücksichtigen, dass nach Meinung einiger Wissenschaftler
Intensität und Eindeutigkeit der "Kopplung von Sonnenaktivitäts-Zyklen und Warm- / Kaltzeiten auf
der Erde noch keineswegs sicher" bestimmt werden können, obwohl dies gemeinhin angenommen wird (...).
Z.B. deckt sich "das markante Maunder-Minimum (...) zwar gut mit der "Kleinen Eiszeit", aber womöglich
ist dies nur ein zufälliges Zusammentreffen", so der Sonnenphysiker Wolfgang Rammacher (Uni-Freiburg,
KIS
/ Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik) in einer freundlichen und informativen Mail |
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Stand
der Forschung - Publikationen, Presseinformationen und widersprüchl. Meldungen |
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Weitere, umfangreiche Literatur zum Thema "Sonnenaktivität" |
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2010, Sept.
- "Long-term
Evolution of Sunspot Magnetic Fields", by Matthew Penn, William Livingston, in arXiv:1009.0784v1 [astro-ph.SR]
- [date of access: 28.09.10]
Besprechung
in SPON unter "Experten
prophezeien lange Sonnenschwäche", am 20.09.2010 von Holger Dambek.
- [date of access: 28.09.10]
Diese
Aussage ist sicherlich interessant vor dem Hintergrund der Prognose des MPI aus dem Jahre
2004, wonach die hohe Sonnenaktivität noch einige Jahrzehnte andauern wird, sowie den aktuellen Sunspot
Cycle Predictions des Marshall Space Flight Centers, Solar Physics, der NASA, vom 3. Sept. 2010, denen zufolge
evtl. eine starke Abnahme der Sonnenfleckenzahlen zu erwarten ist, mit "important
consequences for the Earth's upper atmosphere".
- [date of access: 28.09.10]
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2010, Sept.
- "Unsere
Sonne ist erwacht", ein Beitrag von Thomas
Bührke vom 15.09.2010, in der FR-Online.
- [date of access: 28.09.10] |
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2004 - 2006 - Center for Sun-Climate Research,
Copenhagen |
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 Publications,
Conference Contributions, Other Talks, Outreach Activities
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2009, Dec. - American Geophysical Union (AGU). |
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AGU Fall Meeting, 14 - 18 Dec. 2009, San Francisco,
USA
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Featured Lecture Videos
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 Lecture
U34A: "Consequences of an unusually long and deep solar minimum I" including: [date
of access: 22.02.2010]
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Solanki, S.K., N.A. Krivova & L.E. Vieira: Solar magnetic field and irradiance: How unusual is the current
minimum?
McCracken, F.B. McDonald, J. Beer, J. Abreu & F. Steinhilber: The effects of low solar activity upon the
cosmic radiation and the interplanetary magnetic field over the past 10,000 years, and implications for the future.
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2004, Aug. - Die Max-Planck-Gesellschaft in
München ... |
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Presseinformation der Max-Planck-Gesellschaft vom 2. August 2004 - [date of access: 09.12.04] ...
fand in Zusammenarbeit mit einer finnischen Wissenschaftlergruppe, die den Verlauf der Sonnen-Helligkeit in den
vergangenen 150 Jahren untersuchte, heraus, dass Sonnenaktivitäten, wie etwa Sonnenflecken, Strahlungsstürme
oder Gasausbrüche
seit
Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 1970 etwa im gleichen Mass zugenommen haben wie die Durchschnittstemperatur
auf der Erde. Für die starke Erwärmung der letzten 30 Jahre seien die Korrelationen jedoch eher
gering.
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Presseinfo. der Max-Planck-Gesellschaft vom 27.
Oktober 2004 - [date of
access: 19.02.05]
"Sonne
seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute", Internationales Forscherteam rekonstruiert
historischen Verlauf der Sonnenaktivität und prognostiziert deren Rückgang in wenigen Jahrzehnten. [...]
Wie die Wissenschaftler aus Deutschland, Finnland und der Schweiz in der neuen Ausgabe der Zeitschrift 'Nature'
berichten, muss man über 8.000 Jahre in der Erdgeschichte zurück gehen, bis man einen Zeitraum findet,
in dem die Sonne im Mittel ebenso aktiv war wie in den vergangenen 60 Jahren [...]. Aus dem Studium
früherer Perioden mit hoher Sonnenaktivität sagen die Forscher voraus, dass die
gegenwärtig hohe Aktivität der Sonne wahrscheinlich nur noch wenige Jahrzehnte andauern wird.
(...) Da auch die Helligkeit der Sonne leicht mit der Sonnenaktivität schwankt, ergibt sich aus der neuen
Rekonstruktion auch, dass die Sonne heute etwas heller scheint als in den 8.000 Jahren davor. Ob dieser Effekt
einen wesentlichen Beitrag zur globalen Erwärmung des Erdklimas im vergangenen Jahrhundert geleistet haben
könnte, ist eine offene Frage. Die Forscher
[...] weisen jedoch darauf hin, dass die Sonnenaktivität seit etwa 1980 auf ungefähr konstantem Niveau
verharrt - abgesehen von Schwankungen mit dem 11-jährigen Aktivitätszyklus der Sonne (Schwabe-Zyklus,
der seinen Höhepunkt etwa 2002 hatte) - während die Temperatur auf der Erde in diesem Zeitraum einen
starken Anstieg erfahren hat.
Allerdings zeigt der ähnliche
Verlauf von Erdtemperatur und Sonnenaktivität während der letzten Jahrhunderte (mit
Ausnahme der letzten 20 Jahre), dass der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Erdklima weiterer
Forschung bedarf."
Hier
die engl. Version der Presseinfo. vom 28.Okt. 2004, unter dem Titel "The
Sun is More Active Now than Over the Last 8000 Years" -
"The activity of the Sun over the last 11,400 years,
i.e., back to the end of the last ice age on Earth, has now for the first time been reconstructed quantitatively
by an international group of researchers led by Sami K. Solanki from the Max Planck Institute for Solar System
Research (Katlenburg-Lindau, Germany). The scientists have analyzed the radioactive isotopes in trees that lived
thousands of years ago. As the scientists from Germany, Finland, and Switzerland report in the current issue of
the science journal "Nature" from October 28, one needs to go back over 8,000
years in order to find a time when the Sun was, on average, as active as in the last 60 years. Based on
a statistical study of earlier periods of increased solar activity, the researchers predict that the current level
of high solar activity will probably continue only for a few more decades."
Vgl.
Abbildung
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Presseinfo. der Max-Planck-Gesellschaft vom 14.
September 2006 -
[date of access: 30.03.07]
"Sonne ist nicht schuld am Klimawandel - Zwar nimmt die Aktivität der Sonne seit
dem 17. Jahrhundert zu, doch den Klimawandel löst sie höchstwahrscheinlich nicht aus"
"Ob der Mensch den Klimawandel verursacht ist umstritten - auch die zunehmende Sonnenaktivität
könnte für die steigenden Temperaturen auf der Erde verantwortlich sein. Wie Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts
für Astrophysik in Garching jetzt gemeinsam mit amerikanischen und schweizerischen Forschern berechnet haben,
ist diese Aktivität dafür jedoch noch zu schwach. Sie fassten vorhandene Messdaten und neue theoretische
Erkenntnisse zusammen und berechneten damit Klimamodelle. Die
seit dem 17. Jahrhundert beobachtete Erderwärmung hätte demnach eine bis zu fünffach
stärkere Sonnenaktivität erfordert. "Die Einflüsse des Menschen müssen im letzten Jahrhundert
also weitaus größer gewesen sein als die der Sonnenaktivität", interpretiert der Max-Planck-Wissenschaftler
Henk Spruit die Ergebnisse. Die Forscher schließen allerdings nicht aus, dass ultraviolette Strahlung der
Sonne zum Klimawandel beiträgt - dazu existieren bislang
noch keine zuverlässigen physikalischen Modelle. (Nature, 14. September
2006)" Es
lohnt sich, die Bemerkungen oben mehrere Male zu lesen, um ihre wirkliche Bedeutung zu erfassen.
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2005, Sept. - Die Max-Planck-Gesellschaft
in Hamburg ... |
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MPI
für Meteorologie,
(in Online
- Innovationsreport) 29. September 2005
"Klimaänderung so rasant wie noch nie - Hamburger
Klimaforscher präsentieren neueste Modellergebnisse für das kommende Jahrhundert" [date
of access: 04.10.05]
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2003, Juli/Okt. - Ruhr-Universität Bochum
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Presseinform der Ruhr-Universität Bochum
vom 01.07.2003 -
[date of access: 01.03.07]
"Himmlischer Treibhauseffekt - Kosmische Strahlung bestimmt unser Klima" - GSA Today:
Wasserkreislauf ist Klimatreiber Nr. 1. "Die Sonne selbst durchlebt verschiedene Zyklen, z. B. entwickeln
sich periodisch mehr oder weniger Sonnenflecken, die mit erhöhter Aktivität der Sonne einhergehen. Diese
Unterschiede allein sind aber zu schwach, um die irdischen Klimaschwankungen zu erklären. Sie werden
jedoch dadurch verstärkt, dass bei größerer Sonnenaktivität auch das Magnetfeld der Sonne
wächst und kosmische Strahlung von der Erde weg lenkt. Es treffen also weniger kosmische Partikel auf
die Atmosphäre, es entwickeln sich weniger Wolken und
es wird wärmer." Besprechung der Forschungsergebnisse von Shaviv,
N.J. & J. Veizer (2003)
Celestial
Driver of Phanerozoic Climate? -
0.4MB, 40S. GSA Today, Vol. 13, No. 7).
(GSA)
Geological
Society of America. - vgl. auch: Veizer, Jan (2005)
Celestial
Climate Driver: A Perspective from Four Billion Years of the Carbon Cycle.- Geoscience Canada, Vol. 32,
No. 1, 13-28 (March 2005).
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Presseinform der Ruhr-Universität Bochum vom
31.10.2003 - [date of access:
01.03.07]
"Schlagabtausch über die Ursachen des Treibhauseffekts"
- Veizer und Shaviv wehren sich gegen Unterstellungen (von Rahmstorf et al.) - und fordern: Zurück zur sachlichen
Diskussion in der Klimaforschung.
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2001, Mai -
Universität Heidelberg ... |
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Presseinfo. der Universität Heidelberg vom
17.05.2001 - [date
of access: 20.10.07]
Forscher aus Heidelberg und Bern werfen Zweifel an Szenarien
zur Klimaänderung auf. -
-
"Ulrich Neff und Augusto Mangini von der Heidelberger
Akademie der Wissenschaften legen heute in "Nature" gemeinsam mit Forschern aus Bern und Leipzig eine
neue Studie vor: "Strong coherence between solar variability and the monsoon in Oman between 9 and 6 kyr
ago". Forscher aus Heidelberg und Bern werfen Zweifel an populären Szenarien zur Klimaänderung
auf. Im renommierten Wissenschaftsjournal "Nature" veröffentlichen Ulrich Neff und Augusto Mangini
von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften heute gemeinsam mit Kollegen eine neue Studie, die einen starken
Zusammenhang zwischen der Änderung der Sonnenintensität und dem Monsun in Oman zwischen 9600 und 6100
Jahren vor Heute nachweist."
"Wenn
aber ein großer Teil der Variation des 14C auf Änderung der Sonnenintensität zurückzuführen
ist und daran gibt es wenig Zweifel kann man auf Grund der Ergebnisse an den Stalagmiten vermuten,
dass selbst diese geringen Änderungen der Sonnenintensität einen beträchtlichen Einfluss auf das
Klima haben können.
Diese
Vermutung wird von Klimaforschern als provokant eingestuft.
Diese bereits mehrfach geäußerte Vermutung wird
von den Klimaforschern bisher nicht recht akzeptiert und wird zurzeit zum Teil sehr emotional diskutiert. Die
Kontroverse ist insofern brisant, als das IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change) die seit nunmehr 100
Jahren beobachtete zweifelsfreie Erwärmung des Erdklimas vorwiegend auf die Zunahme der Treibhausgase zurückführt
und alle anderen Ursachen als gering und wenig verstanden einschätzt." etc.
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2001 - 2008
- Freie Universität Berlin ... |
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Ankündigung eines Fortbildungs-Kolloquiums
vom 18.04.2001 [date of access: 02.05.08]
'Sonnenflecken und Klima: Gibt es doch einen Zusammenhang?'
von Prof. Dr. Karin Labitzke
-
"Die Frage einer globalen Klimaänderung gehört
zu den am heftigsten diskutierten Themen unserer Tage. Welchen Anteil hat der Mensch an der beobachteten Erwärmung,
welchen Anteil haben natürliche Prozesse?
Auch wenn
die Sonnenstrahlung sehr konstant ist und zur Zeit nur um 1 Promille zwischen Maximum und Minimum im 11-jährigen
Sonnenfleckenzyklus schwankt, stellt diese Variabilität doch einen wichtigen Faktor dar, und in der Vergangenheit,
als es stärkere Schwankungen gab, verursachte sie globale Temeraturänderungen von ca. 0,5°.
Wird das Klima unserer Erde extremer, werden die Schwankungen größer? Unter den vielen bekannten
Faktoren, die das Klima beeinflussen, spielt der von Menschen in jüngster Zeit verursachte Anstieg der Treibhausgase,
wie Methan und Kohlendioxid, eine wichtige Rolle.
Die einzelnen Komponenten dieser Einflüsse sollen aufgezeigt
werden, und es wird ein Mechanismus beschrieben, durch den auch die heute beobachtete geringe Änderung in
der Sonnenstrahlung zu deutlichen klimawirksamen Signalen in der Atmosphäre führen kann."
-
Vgl. Sie auch:
Katja Matthes
(2003)
Der Einfluss des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus
und der QBO auf die Atmosphäre - eine Modellstudie - The Influence of the 11-Year Solar Cycle and the
QBO on the Atmosphere - a model study.- Dissertation an der FU-Berlin, Gutachter Labitzke und Cubasch.
"
... Die Ergebnisse zeigen, dass das direkte Sonnensignal aus der oberen Stratosphäre über dynamische
Wechselwirkungsmechanismen verstärkt und bis in die Troposphäre hinein übertragen wird. Neben einer
Erwärmung der mittleren Atmosphäre im Sonnenfleckenmaximum ergeben sich auch Änderungen von Zirkulationsmustern
in der Troposphäre. Das Modell ist nicht nur in der Lage das Sonnensignal, sondern auch die beobachtete Wechselwirkung
mit den tropischen Windschwingungen in den hohen Breiten zu reproduzieren: Wie in der Realität treten im
Modell große Stratosphärenerwärmungen in der Westphase der QBO unter Sonnenfleckenmaximum-Bedingungen
auf. ..." (Einige Abschnitte als -
Dateien - die gesamte Dissertation
kann als Zip-File heruntergeladen werden)
-
"Über
den dominierenden solaren Einfluß auf den Klimawandel seit 1701 - 300-jährige Klimadiagnose kontra
Treibhausdebatte" von Horst Malberg, Univ.-Prof. (a.D.) für Meteorologie und Klimatologie.
"Der
UN-Klimabericht 2007 (IPCC, 2007) über einen anthropogen verursachten Klimawandel hat in Wissenschaft, Politik,
Medien und Öffentlichkeit intensive Reaktionen ausgelöst. In der zum Teil emotional bis ideologisch
geführten Diskussion vermischen sich dabei aus meteorologischer Sicht nicht selten Dichtung und Wahrheit.
Reine Szenarienrechnungen werden in unzulässiger Weise wie Prognosen interpretiert und dramatisiert. Völlig
unhaltbar wird es in der Klimadebatte, wenn singuläre Wetter- und Witterungsereignisse, also kurzfristige
und regionale Launen der Natur, als Indiz oder Beweis für die Auswirkungen einer anthropogen verursachten
globalen Erwärmung dargestellt werden. ..."
Umfangreiche Darstellung, unbedingt lesenswert.
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2006 - 2007 - NASA - GISS ... |
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In
einer Meldung vom
21.12.2006 schreibt science@nasa
- [date of access: 16.04.07]
"Scientists
Predict Big Solar Cycle" - Solar cycle 24,
due to peak in 2010 or 2011 "looks like its going to be one of the most intense cycles since record-keeping
began almost 400 years ago," says solar physicist David Hathaway of the Marshall Space Flight Center. He
and colleague Robert Wilson presented this conclusion last week at the American Geophysical Union meeting in San
Francisco. (...)"
Abb. rechts: "Hathaway
and Wilson's prediction for the amplitude of Solar Cycle 24."
Umfangreiche Darstellung
ppt
"According to their analysis, the next Solar Maximum
should peak around 2010 with a sunspot number of 160 plus or minus 25. This would make it one of the strongest
solar cycles of the past fifty yearswhich is to say, one of the strongest in recorded history. (...)
Astronomers have been counting sunspots since the days of
Galileo, watching solar activity rise and fall every 11 years. Curiously,
four of the five biggest cycles on record have come in the past 50 years. "Cycle 24 should fit
right into that pattern," says Hathaway."
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In
einer Meldung vom
15.03.2007 -
[date of access: 16.04.07]
"Global 'Sunscreen' Has Likely Thinned", report
NASA Scientists - "A new NASA study has found
that an important counter-balance to the warming of our planet by greenhouse gases sunlight blocked by
dust, pollution and other aerosol particles appears to have lost ground. (...)
The thinning of Earth's "sunscreen" of aerosols
since the early 1990s could have given an extra push to the rise in global surface temperatures. The finding,
published in the March 16 issue of Science, may lead to an improved understanding of recent climate change. In
a related study published last week, scientists found that the opposing forces of global warming and the cooling
from aerosol-induced "global dimming" can occur at the same time."
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Der
Anstieg von Gleissberg- und Seuss-Zyklus, d.h. erhöhte Sonnenflecken-Aktivität, deuten auf Erwärmung
der nächsten Jahrzehnte hin. Dies wird auch von Forschern aus Deutschland, Finnland und der Schweiz angenommen,
vgl. oben die PresseInfo der MPG vom 28. Okt. 2004.
"Sunspot
Cycle Predictions": (Updated 2007/09/12) "Early
records of sunspots indicate that the Sun went through a period of inactivity in the late 17th century. Very few
sunspots were seen on the Sun from about 1645 to 1715 (38 kb JPEG image). Although the observations were not as
extensive as in later years, the Sun was in fact well observed during this time and this lack of sunspots is well
documented. This period of solar inactivity also corresponds
to a climatic period called the "Little Ice Age" when rivers that are normally ice-free froze and snow
fields remained year-round at lower altitudes. There is evidence that the Sun has had similar periods
of inactivity in the more distant past. The connection
between solar activity and terrestrial climate is an area of on-going research. (...)
Although sunspots themselves produce only minor effects
on solar emissions, the magnetic activity that accompanies the sunspots can produce dramatic changes in the ultraviolet
and soft x-ray emission levels. These changes over the solar cycle have important consequences for the Earth's
upper atmosphere." [date
of access: 08.04.07]
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Den
Stand der Dinge erfahren Sie im NASA, Goddard Institute for Space Studies: GISS surface temperature trends analysis
and Global
Temperature Trends. [http://www.giss.nasa.gov/data/update/gistemp/2004/
; date of access: 13.03.05]
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Nach
Erkenntnissen des Sonnenphysikers David Hathaway (NASA, Marshall Space Flight Center) zeigen aktuelle Berechnungen,
dass der
nächste Sonnenzyklus (der Zyklus 24) einer der intensivsten Zyklen seit Beginn der Aufzeichnungen
vor 400 Jahren sein wird (siehe oben!). Sollten diese Berechnungen zutreffen, wird dieser Höhepunkt 2010
bis 2011 voraussichtlich erreicht, was wohl auch zu einer weiteren Zunahme der globalen Temperaturen führen
könnte. Vergleiche auch: Scientists
Predict Big Solar Cycle
Abb.
rechts: "In red, David Hathaway's predictions for the next two solar cycles and, in pink, Mausumi
Dikpati's prediction for cycle 24"
Diese Prognosen sind jedoch umstritten (vgl. Abb. rechts!).
Vor dem Hintergrund, dass der Zyklus 23 niedrigere Sonnenfleckenzahlen als 22 und 21 aufwies und die Temperaturen
nicht in dem prognostizierten Umfang gestiegen sind, sondern seit einigen Jahren eher auf relativ hohem Niveau
stagnieren und von Mausumi
Dikpati für den Zyklus 24 gleiche Sonnenfleckenzahlen berechnet wurden, wie im Zyklus 23 nachgewiesen
wurden, sind weitere Temp.-Steigerungen sogar unwahrscheinlich. Sollten die Prognosen
für den Zyklus 25 zutreffen, kann mit einer Trendumkehr gerechnet werden (bei steigenden CO2-Gehalten,
was mittlerweile auch von den Verfechtern der CO2-Hypothese
vermutet wird!). Auch an dieser Stelle muss jedoch betont werden, dass starke Abhängigkeiten zwischen
den globalen Temperaturveränderungen und den sich verändernden Sonnenaktivitäten zweifelsfrei bestehen,
doch zur Komplexität dieses Beziehungsgeflechtes noch viel Unsicherheit existiert. "The
slowdown we see now means that Solar Cycle 25, peaking around the year 2022, could be one of the weakest in centuries,"
says
Hathaway.
Insgesamt ist ein ständiger und starker Anstieg der Solarkonstanten
in den letzten 100 Jahren beobachtet worden, dies bei gleichzeitiger und stetiger Zunahme der Sonnenfleckenaktivität
im etwa 11jährigen Zyklus. [http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3098734/;
date of access: 05.01.07]
Verstärkt wird dieser Trend durch Überlagerungseffekte,
z.B. dem aktuell beginnenden El
Niño im Pazifik. Der Klimatologe Schönwiese
(Uni Frankfurt) hält die Aussagen der NASA-Wissenschaftler jedoch für "einigermassen spekulativ,
aber nicht ausgeschlossen" und nimmt weiterhin an, "dass
die steigenden Temperaturen der vergangenen 100 Jahre zu 60 Prozent vom Menschen verursacht worden sind."
Der Rest gehe auf natürliche Schwankungen zurück. (in einem Interview mit FR-Online vom 5.Jan. 2007.
Diese Meinung vetritt auch Henk Spruit vom Max-Planck-Institut für Astrophysik, der eine signifikante Korrelation
von globaler Erwärmung und Sonnenfleckenaktivität ausschliesst. [http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/panorama/?em_cnt=1043795;
date of access: 05.01.07] [http://science.orf.at/science/news/145692;
date of access: 05.01.07]
Vgl. Sie dazu: Hathaway, Wilson, and Reichmann J. (1999)
A synthesis of solar cycle prediction techniques.-
2.9MB, 12S. - Geophys. Res.
104, 22,375.
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Aktuelle
Publikationen
zur Dynamik der Sonnenfleckenaktivität von der NASA, Marshall Solar Physics |
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KlimaPortal ... |
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Forum
for Climate and Global Change - Stellungnahme
zum Beitrag "Mehr Sonne für mehr Klarsicht" von E. Gärtner in der Chemischen Rundschau
(Heft Nr.5, 11. März 2003) von
Sami Solanki, Atsumu Ohmura, Jürg Beer, Claus Fröhlich,
Mojib Latif, Stefan Rahmstorf, Christian-D. Schönwiese, Urs Neu (2003) Die Sonne spielt für das
Klima zur Zeit nur eine untergeordnete Rolle - (letzte Bearbeitung durch Klima-Portal: 19.07.2006)
[date
of access: 04.05.07]
-
Der erste Absatz lautet:
"Seit Jahren wird von verschiedener Seite hartnäckig immer wieder postuliert, die gegenwärtige
globale Erwärmung sei primär durch die Sonne verursacht. Dabei werden jedoch entsprechende Hinweise
sehr selektiv herausgesucht und Untersuchungen, die dies widerlegen, unbeachtet gelassen."
-
Zum Ende der Ausführungen heisst es z.B.:
"Es ist nicht auszuschließen, dass künftig
noch indirekte Wirkmechanismen der Sonne identifiziert werden können. Es scheint aber eher unwahrscheinlich,
dass indirekte Wirkungen viel stärker sind als die direkte Wirkung der Strahlungsintensität. Letztere
wird nämlich heute schon in Modellen berücksichtigt und erklärt die beobachtete Reaktion des Klimasystems
bereits recht gut - etwa das Ausmaß der Abkühlung in den solaren Minima. Auch wenn ein starker physikalischer
Rückkopplungsmechanismus für die Wirkung der Sonnenaktivität gefunden würde, könnte die
Erwärmung
insbesondere der letzten zwei Jahrzehnte trotzdem
nicht mit dem Einfluss der Sonne erklärt werden. Die Sonnenaktivität hat sich nämlich in dieser
Zeit je nach Art der Auswertung der verschiedenen
Messungen gar nicht verändert [11] oder zeigt einen nur geringen Anstieg [12].
Auch wenn man die extreme Annahme trifft, dass die Klimaschwankungen vor 1970 zu 100% durch die Sonne verursacht
worden sind, so könnte der Sonneneinfluss aufgrund der bisher vorgeschlagenen Mechanismen höchstens
etwa 30% der Erwärmung in den letzten drei Jahrzehnten erklären [13]. Dieser Temperaturanstieg kann
auch in Klimamodellen nur mit Berücksichtigung der Zunahme der Treibhausgase simuliert werden."
-
Anmerkung dazu:
Wenn
im 1. Absatz die selektive Diskussion von Publikationen beklagt wird, dann trifft dieser Vorwurf in gleichem Masse
auch die Verfasser dieses Erklärungsversuches selbst. Und zusätzlich werden die Arbeits-Methoden und
Ansätze nicht konformer Wissenschaftler subtil diskreditiert, auch offensichtlich ein Unterschied gemacht
zwischen Publikationen "peer reviewed" (skeptisch) und "peer reviewed" (konform). Darauf wurde
im Text hinlänglich hingewiesen und Beispiele genannt. a) Zusätzlich
verwundert, dass einer der Verfasser (Solanki mit anderen) noch 2004 in Nature publizierte: "Unusual
activity of the Sun during recent decades compared to the previous 11.000 years", wo vorsorglich darauf
hingewiesen wird, dass eine erhöhte Aktivität seit 1980 nicht festzustellen sei (was der beigefügten
Grafik
widerspricht), dies unabhängig von den Schwabezyklen, die jedoch seit Mitte des letzten Jahrhunderts
ganz besonders
intensiv ausfallen (vgl. Sie die darauf folgenden Grafiken mit der Angabe der höchsten Sonnenfleckenzahl
um 2000 sowie zur Vorhersage
der Intensität des Schwabe-Zyklus, aber auch NewScientist.com
- Sun
more active than for a millennium) und
b) in Erwägung gezogen wird (als extreme Annahme), dass bis
1970 Klimaschwankungen zu 100% durch die Sonne verursacht wurden und die Sonne in den letzten 30 Jahren zu maximal
30% an der Erwärmung beteiligt ist, wo es doch in dem Gleichen Artikel heisst, die Sonnenaktivität habe
sich ("je nach Art der Auswertung" - d.h. Interpretation so, wie es einem gerade gefällt!) gar
nicht verändert. c) Nach Solanki et al. kann davon ausgegangen
werden, dass die Phase extrem hoher Sonnenfleckenzahlen noch mehrere Jahrzehnte anhalten wird (und das ist sogar
günstig vor dem Hintergrund, dass die Bedeutung der Sonnenaktivität für die gegenwärtige globale
Erwärmung von Verfechtern der CO2-Hypothese marginalisiert wird, aber nach mehreren Jahrzehnten
auch niemand für falsche Aussagen zur Verantwortung gezogen werden kann, und das erinnert wieder an das Resumé
von Christian
Pfister (1999) bzgl. Einführung des Katalysators). d) Vor
dem Hintergrund der vielen Widersprüchlichkeiten in diesem Beitrag durchaus bedeutender Klimawissenschaftler
aus dem deutschsprachigen Raum, die deutlicher nicht zeigen können, wieviel Unsicherheiten bei der Erklärung
der augenblicklichen Erwärmung existieren, werden die sogenannten "Wissenschafler-Antworten"
auf der UBA-Website noch absurder. Vgl. dazu auch
Weitere
Literatur und Hyperlinks zum Thema
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Weitere Angaben ... |
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George C. Reid: The sun-climate question: Is there a real connection? Aeronomy Laboratory, NOAA/ERL,
Boulder, Colorado. U.S. National Report to IUGG, 1991-1994, Rev. Geophys. Vol. 33 Suppl., © 1995 American
Geophysical Union (Ein Überblick!)
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 Sun
more active than for a millennium: "The Sun is more active now than it has been for a millennium.
The realisation, which comes from a reconstruction of sunspots stretching back 1150 years, comes just as the Sun
has thrown a tantrum." (Physical
Review Letters, 2003/2004)
Abb. rechts: Sunspots are more
frequent than at any time for more than 1000 years. NewScientist.com
- [date of access: 18.01.07]
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 Max-Plank-Institut
für Sonnensystemforschung / MPG: THE SUN AND THE EARTH'S CLIMATE, Does the Sun affect climate?
Von Natalie
Krivova (PhD). (arbeitet und publiziert mit Prof. S.K.
Solanki)
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"Global
Warming" and Solar Flux: Warming / Ein Beitrag
der University
of Nebraska-Lincoln, Natural Resources. - Intellicast - Global "cooling" about to kick in?
"It is common knowledge that there have been warming
global surface temperatures recently, at least during the last thirty years. Many people have attributed this
warming to steadily increasing carbon dioxide levels, but speculation and controversy still remains as to the
exact cause of this global warming. Following is a NASA GISS (Goddard Institute for Space Studies) graph showing
US annual mean temperature anomalies since 1900, adjusted for urban factors. Note
the pronounced warming in the 1920s and 1930s and also since about 1970. Note also the cooling from 1900 to about
1915 and starting in the 1940s. (...)
Abb. rechts: US Annual Temperature
Anomalies - NASA GISS - Global Warming and Solar Flux
The periods of warming shown above also coincide nicely
with the stronger eleven year solar cycles shown below. The cooler periods during the last one hundred years or
so correspond with the weaker solar cycles of the last one hundred years. Thus it seems that the sun is a factor
in the global temperatures and the stronger cycles of late may be a significant factor in recent global warming."
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Klimaveränderung
- Treibhauseffekt oder Sonnenaktivität. -
Einen guten Überblick zum Stand der Forschung vor 5 Jahren
bzgl. Sonnenaktivität und Klima der Erde bieten
Schmitt, D. & M.
Schüssler (2002) in: Astronomie + Raumfahrt im Unterricht, 39,
5, 31-35 (Manuskript) - 4.3
MB, 8S [date
of access: 01.03.07]
"Der 11-jährige Aktivitätszyklus der Sonne
taucht da und dort, mal mehr und mal weniger
deutlich in den verschiedenen Klimadaten auf, global gesehen scheinen jedoch andere Einflüsse von grösserer
Bedeutung. Über längere Zeiträume hinweg
jedoch deuten die Daten auf einen merklichen Einfluss der veränderlichen Sonne auf das Klimageschehen hin,
auch wenn dessen genaues Ausmass und die Wirkungsmechanismen selbst noch unklar sind. Die Frage, wer
denn nun der Verursacher der globalen Erwärmung der letzten hundert Jahre ist, Sonne oder Kohlendioxid, ist
vermutlich falsch gestellt: beide
"Verdächtige" scheinen die Hand im Spiel zu haben. Wir können allerdings
ziemlich sicher sein, dass bei weiter zunehmenden Emissionen
von Kohlendioxid der Treibhauseffekt die Überhand gewinnt und es gibt gute Hinweise dafür, dass dies
seit etwa 1970 bereits geschehen ist. Aber wir dürfen die Wirkung der Sonnenaktivität nicht aus dem
Auge verlieren; auch wenn wir die Sonne nicht beeinflussen können, müssen wir doch die Ursachen ihrer
Veränderlichkeit und ihren Einfluss auf das Klima besser verstehen lernen, um zu wissen, was wir in Zukunft
möglicherweise von ihr zu erwarten haben." (S.6/7)
Vgl. Sie dazu auch Cubasch
(2002). Auch hier wird ein Zusammenspiel von gestiegenen Kohlendioxidgehalten und erhöhter Sonnenaktivität
postuliert, welche zusammen die steigenden globalen Temperaturen der letzten 30 Jahre erklären.
Wird neben den gestiegenen Kohlendioxidgehalten
und dem (kaum verstandenen) Wirkungskomplex Atmosphäre - Sonnenaktivität (z.B. auch geringere
Wolkenbildung) auch noch der Umstand berücksichtigt, dass eine temperaturerhöhende Abnahme
von Aerosolen beobachtet werden kann, wird deutlich, wieviele "Verdächtige" ihre Hände
im Spiel haben könnten.
Zusammengegefasst
wird hier die Vermutung geäussert, dass die aktuelle globale Erwärmung wohl auf eine Kombination von
CO2 -Effekt und Sonnenaktivität zurückzuführen ist, wobei über die jeweiligen Anteile
keine Klarheit herrscht. Hinzu kommen auch noch die zeitlich und regional variierende Bedeutung der Aerosole
und die evtl. unterschätzte Methanabgabe von Pflanzen.
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"Cosmic
Rays and Earth Climate" von Henrik Svensmark (2000), in: Space
Science Reviews 93: 155-166. 2.9MB,
12S. [date of access:
05.01.07]
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 Laboratory
for Atmospheric and Space Physics, University of Colorado at Boulder: - LASP
over longer periods of time
Abb. rechts: "Measuring
solar variability SIM (Spectral Irradiance Monitor) and Sorce (Solar Radiaton & Climate Experiment)"
- LASP
(Laboratory for Atmospheric and Space Physics), Colorado University
Anmerkung: Wie Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts
ein sogenanntes "Modernes Minimum" herausgelesen werden kann, ist nicht so leicht nachzuvollziehen.
Zyklus 23 (siehe oben!) zeigt bestenfalls eine Abschwächung auf hohem Niveau. Vgl. Solanki
et al. (2004), MPG 2004 und auch die folgende Abb. des LASP mit der TSI (Reconstructed
Total Solar Irradiance). Im übrigen müsste dann wesentlich eher von einem "Minimum" um 1900
(Krakatao-Ausbruch) gesprochen werden. Um ein Minimum im eigentlichen Sinne, d.h. ein Minimum solarer Aktivität,
handelte es sich aber mitnichten.
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Laboratory for Atmospheric and Space Physics, University of Colorado at Boulder: LASP
over longer periods of time
Abb.
rechts: Measuring Earth's surface temperature and solar radiation
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Zur solaren Aktivität im Holozän vergleichen Sie bitte die umfangreiche Arbeit von Maura
V. Vonmoos (2005) "Rekonstruktion
der solaren Aktivität im Holozän mittels Beryllium-10 im GRIP Eisbohrkern".- Dissertation an
der ETH Zürich. - [1.992KB, 145
S, date of access:
03.05.07]
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"A
Millenium Scale Sunspot Reconstruction: Evidence For an Unusually Active Sun Since the 1940s" by
Ilya G. Usoskin, Sami K. Solanki, Manfred Schuessler, Kalevi Mursula, Katja Alanko.- Phys.Rev.Lett. 91 (2003)
21110
-
"The extension of the sunspot number series backward
in time is of considerable interest for dynamo theory, solar, stellar, and climate research. We have used records
of the Be-10 concentration in polar ice to reconstruct the average sunspot activity level for the period between
the year 850 to the pr esent. Our method uses physical models for processes connecting the Be-10 concentration
with the sunspot number. The reconstruction shows reliably that the period
of high solar activity during the last 60 years is unique throughout the past 1150 years. This nearly
triples the time interval for which such a statement could be made previously."
Source:
http://arxiv.org/abs/astro-ph/0310823v1
[date of access: 27.04.07]
Längere Zusammenfassung (deutsch) in:
innovationsreport.de
[date of access: 18.01.07]
d.h. die Sonne ist seit 1940
so aktiv wie seit 1.150 Jahren nicht mehr (Studie
des Max-Planck-Instituts für Aeronomie zur Sonnenfleckenaktivität)
Diese Erkenntnisse sind vor dem
Hintergrund der ein Jahr später (!!) gemachten Behauptung von Stefan Rahmstorf (PIK Potsdam) von besonderem
Interesse, der in einem ausführlichen und durchaus sehr wichtigen
Kommentar zu den Thesen
der "Klimaskeptiker" [date
of access: 02.02.07] sagte: "... seit 60 Jahren hat die Sonnenaktivität
nicht zugenommen, wie Prof. Sami Solanki, Direktor des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung
und einer der führenden Experten auf diesem Gebiet, bestätigt" - was definitiv eine falsche
Behauptung ist (siehe oben!) - und in einem Interview zwei Jahre später (!!) mit Astrid Dähn unter
dem Titel "Unglückliche Verquickung von Politik und Wissenschaft" in
Technology Review (03/2005) [date
of access: 22.01.07], sagte ".. die Sonnenaktivität hat seit 1940 gar
nicht zugenommen. Und auch der Anstieg vor 1940 war relativ klein verglichen mit dem,
was die Treibhausgase, die der Mensch produziert hat, inzwischen an Störung des Strahlungshaushalts verursachen."
Diese überaus dreisten Falschaussagen und an (gewollte?) Irreführung grenzenden
Behauptungen Prof. Dr. Stefan Rahmstorfs werden auch aktuell ständig von ihm vor grossem Publikum wiederholt,
z.B. aktuell am 27.06.2007 in einer Phoenix-TV-Diskussionsrunde.
Aber
vielleicht haben ja Usoskin et al. (2003) "A Millenium
Scale Sunspot Reconstruction: Evidence For an Unusually Active Sun Since the 1940s".- Phys. Rev.
Lett. 91 (2003) 211101, oder Solanki
et al. (2004) "Unusual activity of the Sun during recent decades compared to the previous 11.000 years".-
Nature 431: 1084-1087, 28. October, oder
"The Solar Physics
Group at NASA's Marshall Space Flight Center", ihre zahlreichen Forschungsergebnisse mittlerweile
widerrufen und niemand hat es bemerkt?
Zur Erinnerung hier die programmatischen
Vorgaben von Prof. Dr. Stephen Schneider: "So
we have to offer up scary scenarios, make simplified, dramatic statements, and make little mention of any doubts
we might have [...] Each of us has to decide what the right balance is between being effective and being honest
und den § 6 aus "Unseriöse
Informations- und Desinformationstaktiken". Eine höchst zweifelhafte Methode dieser "Öffentlichkeitsarbeit"
scheint mittlerweile zu sein, vor der Hysterie zu warnen, sie aber gleichwohl intensivst zu schüren.
Übrigens: "..
Wissenschaft lebt vom offenen und mit sachlichen Argumenten ausgetragenen Streit .." und an anderer Stelle
des
gleichen Artikels: "Es ist unverantwortlich, in der Öffentlichkeit durch Weglassen von Fakten
bewusst einen falschen Eindruck zu erwecken. Es ist ebenso unverantwortlich, voller Überzeugung Theorien
zu vertreten, die nichteinmal durch wissenschaftliche Fachpublikationen gedeckt sind .." sagte Rahmstorf
am 5.9.2002 in DIE ZEIT (Flotte
Kurven, dünne Daten - Im Medienstreit um den Klimawandel bleibt die Wissenschaft auf der Strecke) sehr
zu recht.
Anmerkung:
Von sachlicher Auseinandersetzung ist in dem besagten Artikel wenig zu spüren, dagegen - leider - viel von
persönlicher Diffamierung (z.B. Skeptiker sind international unbekannte Autoren, Publikationen ohne wissenschaftliche
Begutachtung, Finanzierung der Kritiker durch die Braunkohleindustrie etc.) und unsinnigen Behauptungen (z.B.
Elbeflut ist bereits Folge von "Global Warming" etc.). Man ist versucht anzumahnen: Wer im Glashaus
(!) sitzt, sollte nicht allzu unbedacht mit Steinen werfen ... Aber vielleicht ist es ja so - der Logik und Argumentation
z.B. von Rahmstorf oder tw. auch früheren Aussagen von Cubasch folgend -, dass Wissenschaftler vom MPI für
Aeronomie keinen blassen Schimmer von Paläoklimatologie und Paläoklimatologen keine Ahnung von solarer
Astrophysik oder Aeronomie haben?
Das mag noch amüsieren, vor allem, wenn man bedenkt, dass
z.B. M.Mann vor seiner Publikation der unseeligen Hockeystick-Kurve
absolut unbekannt war und seine Arbeit offensichtlich überhaupt nicht ernsthaft überprüft wurde.
Aber wie sagte doch
Cubasch:
"Die Arbeit von Mann war schliesslich in Nature erschienen, einem renommierten Fachjournal mit
Gutachtern. In solchen Fällen müssen sich die IPCC-Mitarbeiter auf den Begutachtungsprozess verlassen.
Jede Publikation im IPCC-Bericht noch einmal nachzurechnen, würde viel zu lange dauern." Das
ist sicher richtig, aber: Ist
es nicht auch so, dass uns manche "wissenschaftliche" Ergebnisse zu einem bestimmten Zeitpunkt sehr
gelegen kommen? Problematisch wird es jedoch, wenn kritische Wissenschaftler verwandter Disziplinen,
die Ungereimtheiten und Widersprüche in der Argumentation jener Kollegen ausmachen, die einen überwiegend
anthropogenen Klimawandel für bewiesen halten und horrible Projektionen (z.B. eben auch von Prof. Ulrich
Cubasch, 2001, Variabilität
der Sonne und Klimaschwankungen) mit höchst fragwürdigen Daten publizieren (die Fragwürdigkeit
hätte Cubasch auch vor MM 2005, und Moberg 2005, auffallen können, vgl. Rekonstruktion
der mittleren Temp. ...), in die Nähe der rechten Szene gerückt werden, oder ihnen unterstellt wird,
sie seien nicht für den nachhaltigen Schutz der Umwelt. Man könnte dieses Vorgehen als unverantwortlich
bezeichnen. Es
ist absolut falsch zu meinen, dass - sollte sich die Solarhypothese als ebenso wichtig oder sogar wichtiger herausstellen
als die CO2-Hypothese - die Menschheit für den Schutz ihrer Umwelt nichts zu unternehmen hätte,
wie Cubasch in dem o.g. Beitrag befürchtet.
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Hier
eine weitere "Experten-Meinung": In einem
Interview mit dem Magazin
Stern (26. Januar 2007) sagte Johann Jungclaus (Projektleiter des laufenden Millenniumsexperiments in Hamburg.
Seit 1999 ist er am Max-Planck-Institut für Meteorologie tätig), dass die Sonnenaktivität deutlich
geringer schwankte als bisher angenommen, denn die Forschungsergebnisse hätten gezeigt, in den letzten
400 Jahre sei die Veränderung der Sonnenstrahlung fast
vier mal kleiner gewesen als bisher angenommen. Hier wird eine Grafik von Prof. Solanki gezeigt, wonach
Sonnenaktivität und Temperaturverlauf bis 1980 eine hoch signifkante Korrelation zeigen. (vgl. dazu die Publikation
von Solanki!)
-
"Insbesondere die Messungen mit Satelliten über
die letzten 30 Jahre zeigen keinen Trend in der Sonnenaktivität, mit dem man
die Erwärmung der Erde erklären kann. Das gilt auch, wenn man noch ungeklärte Rückkoppelungen
beachtet. (...) Einige Forscher geben veränderte Meeresströmungen zum Beispiel als Ursache für
den letzten großen Klimawandel an, was allerdings sehr umstritten ist. Dieser letzte Klimawandel wird kleine
Eiszeit genannt und dauerte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. (...) Auch die Meeresströmungen können
durch äußere Faktoren beeinflusst werden, was ja die zu erwartende Abschwächung
des Golfstroms zeigt."
Der
geneigte Leser möge entscheiden, welcher "Expertenmeinung" oder welchem "Expertenglauben"
- vgl. Golfstrom-Streit - er mehr Vertrauen schenkt.
In jedem Fall drängt sich der Eindruck eines sich schnell drehenden Spekulationskarussells auf.
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Anmerkung: |
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Die
Auswertung von Strahlungsmessungen über Satelliten bzgl. Strahlungsvariabilität und Intensität
erbrachte nach Fröhlich (2006) für die letzten
Zyklen keinen signifikanten Trend einer Zunahme. Dies wurde wenige Jahre vorher von Willson
& Mordinov (2003) noch anders gesehen. Zur Problematik von
Strahlungsmessungen und zum Komplex "Sonne
und Klima" finden Sie auf der
Website
des Umweltbundesamtes (UBA) wertvolle Hinweise.
Dort heisst es auch:
UBA:
"Die vor allem bis Mitte des 20. Jahrhunderts
relativ hohe Korrelation von Sonnenaktivität und Temperatur deutet darauf hin, dass der Einfluss der Sonne
durch Rückkopplungsmechanismen indirekt auch grösser sein könnte. Bisher konnte jedoch kein entsprechender
Mechanismus identifiziert werden."
Richtig ist, dass diese hohe Korrelation bis
in die 80er Jahre nachgewiesen werden konnte. Vgl. Thejll &
Lassen (2000) sowie Solar
Activity and Climate (Danish Meteorological Institute - DMI)
[date of access: 04.05.07]
Zur Bedeutung der Resultate von
Thejll & Lassen (2000) heisst
es u.a. in einem Artikel von
BBC News vom 3. Mai 2000:
"The authors recognise the controversial nature of the subject, and say they hope their findings
will move climate researchers towards a more balanced view.
Peter Thejll said: "It
became political. We're now seeing that the Sun plays a role, and something in addition to the Sun. Maybe that
will help people see there is room for both."
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Zusammengefasst scheint also die Einschätzung
der aussergewöhnlich hohen Sonnenaktivität für die gegenwärtige globale Temperaturzunahme
noch mit grossen Unsicherheiten behaftet zu sein, da besonders indirekte Prozesse nur unzureichend bekannt sind. |
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In Bezug auf zukünftige Klimaänderungen
ist die Bemerkung von Ulrich Cubasch sicher richtig, dass " ... man (...) also die Unsicherheiten in der
Berücksichtigung der Sonnenintensität nicht als Argument dafür nehmen (kann), (...) keine Maßnahmen
zur Stabilisierung der Treibhausgase (zu) ergreif(en)."
Variabilität
der Sonne und Klimaschwankungen [last
date of access: 10.04.07] |
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