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Es stellt sich mittlerweile die Frage, ob das zweifelhafte Niveau der Debatte über
das Klima noch zu unterbieten ist, wenn
Al Gore (Ex-US-Vizepräsident in seinem Film "An Inconvenient Truth")
populistisch den "Kampf" gegen globale Erwärmung mit dem Kampf gegen Nazis oder islamische Terroristen
in Verbindung bringt, wenn die Bemerkung von Margaret Beckett (Foreign Secretary, UK) im November 2006 stimmen
sollte, wonach sie Vergleiche anstellte zwischen
"climate
sceptics to advocates of Islamic terror. Neither, she said, should have access to the media" und wenn
- wie selbstverständlich - mittlerweile vom "Kampf
gegen den Klimawandel" (mit absurden Prognosen) und von CO2
als dem
"Killergas"
gesprochen wird. Und beängstigend wird es, wenn z.B. lt. wiwo.de
(Wirtschaftswoche) "der Chef des UN-Klimarats, Rajendra Pachauri, (...) sogar den dänischen Statistikprofessor
Björn Lomborg, der mit seinem Buch Apokalypse No gegen den Klimastrich bürstete, mit Adolf
Hitler verglichen haben (soll)" und extremistische
Umweltschützer fordern: "When weve finally gotten serious about global warming, when the
impacts are really hitting us and were in a full worldwide scramble to minimize the damage, we should have
war crimes trials for these bastards - some sort of climate Nuremberg ...". Vgl. Sie dazu auch George
Monbiot, Environment Correspondent for The London Guardian, in seinem gerade erschienenen Buch " Heat:
How to Stop the Planet from Burning". [ vgl.
Anmerkung]
Vielleicht dann sogar verhandelt vor einer
Art "Weltparlament", dem das IPCC, nach Meinung
des langjährigen Umweltredakteurs Bernhard Pötter [date
of access: 17.05.2007] bei
der "tageszeitung" ("taz"), Berlin, schon sehr nahe kommt? Einem "Weltparlament",
dem dann AlGore als Polit-Propaganda-Profi,
"Erweckungsprediger"
und unser "Weltpräsident" vorsteht? Vgl. Sie die deutsche
Fan-Seite für AlGore und die Fussnote [*1
] !
In der Tat, es wird immer absurder und auch
kurioser, wenn z.B. einschlägige Politiker (z.B. ohne jedwede fachliche Qualifikation) sich zu der reisserischen
und von jeglicher Kenntnis ungetrübten Forderung versteigen: "Es ist zu verhindern, dass in 100 Jahren
die Sahara bis Berlin reicht oder London, Hamburg und der Grossteil von Holland vom Meer bedeckt werden."
( Reinhard
Bütikofer in einem SPIEGEL-Interview
mit dem Titel "Wir
haben keine zweite Chance" vom 2. Febr, 2007). So verwegen ist es da nicht, eine heilige Klima-Inquisition
aufziehen zu sehen.
Und neuerdings werden sogar kleinliche und
rechthaberische Wetten angeboten, wonach vorsichtige Prognosen
von Klimawissenschaftlern, denen zufolge in den nächsten 10-15 Jahren die globalen Oberflächentemperaturen
eher gleich bleiben und in der nördlichen Hemispäre evtl. sogar sinken, nicht zutreffend sind. Die unfassbar
lächerliche Begründung von Stefan Rahmstorf, Michael Mann und anderen für die Wette können
Sie hier
und hier
nachlesen.
Leseprobe: "Natürlich könnten
wir mit unserer Einschätzung daneben liegen. Den Kollegen stehen die kompletten Datensätze zur Verfügung,
mit denen sie zudem Monate lang gearbeitet haben, während wir uns allein auf ihre Publikation verlassen müssen.
Aber das Schöne an ihrer Vorhersage ist ja, dass wir in wenigen Jahren wissen werden, ob sie zutrifft
denn es handelt sich um nachprüfbare Kurzzeitvorhersagen, von denen wir gerne künftig mehr sehen.
Warum haben wir eine Wette über diese
Vorhersage vorgeschlagen? Hauptsächlich deshalb, weil wir über die weltweite Berichterstattung in den
Medien besorgt sind. ..." (vgl. Sie dazu das Statement
von Stephen Schneider! und evtl. Goethes Zauberlehrling, aber ohne rettenden Meister)
Die spöttisch-polemischen Bemerkungen
der Journalisten Miersch
& Maxeiner liessen da nicht lange auf sich warten. Sarkastisch-ironische Sätze zu den 'Don Quichottischen"
Verrenkungen einiger Wissenschaftler bzw. zum pseudowissenschaftlichen Talk einiger Experten finden sich aber
bereits in einer Publikation zu den Meeresspiegelschwankungen
von Prof. Seyfried und Prof. Leinfelder (beide Uni Stuttgart, Geologie) von 1993 unter der Überschrift "Zauberlehrling
gesucht".
Da heisst es am Ende des Abschnitts:
"Es nimmt also nicht Wunder, wenn die Autoren
einer kürzlich erschienenen zusammenfassenden Studie weitere Forschungsaktivitäten zum Thema fordern,
zumindest 'unless nasty surprises are assigned a zero probability'. Wohlan, Ihr Narren !"
Hoch dramatische Worte, die den Untergang der
Welt beschwören, hört man zunehmend auch von führenden Köpfen des IPCC.
"Den
Klimawandel zu leugnen und nichts zu tun, um ihn zu bremsen, sei kriminell verantwortungslos.
"Das hat der Exekutivsekretär der Vereinten Nationen Yvo
de Boer [ein ausgebildeter Sozialpädoge und Sozialarbeiter, Anm. Verfasser] auf der Konferenz des Weltklimarats
IPCC in Valencia gesagt", lt. FAZ.Net vom 14. November 2007.
"Furchterregend
wie ein Science-Fiction-Film" - so bewertet Uno-Generalsekretär
Ban Ki Moon den neuen Weltklimabericht",
lt. SPIEGEL-ONLINE-WISSENSCHAFT vom 17.Nov. 2007. Wenn aber beschlossene Sache ist, dass der
Umgang
mit dem Klimawandel "die Feuertaufe für die im Entstehen begriffene Weltgesellschaft"
ist (so Schellnhuber und Rahmstorf vom
PIK), und
"The
impact of global climate change is not limited to specific areas of our lives. With its social, cultural, economic
and psychological implications, climate change represents a shift towards a new era, which concerns all levels
of the global community: markets and mindsets, global cooperations and democracy." (The
Great Transformation, Climate Change as Cultural Change),
dann heiligt evtl. das Ziel die unsäglichsten
Mittel? Handelt es sich bei der Sprache der Protagonisten nicht bereits um Demagogie?
[*1a ]
Bereits Anfang 2007 warnte selbst die
Münchner
Rück vor Hysterie in der Klimadebatte, [date
of access: 18.01.2007] (obwohl doch quasi Vereinsmitglied des
PIK Potsdam) und titelte DER SPIEGEL am 07.05.2007 "Die grosse Klima-Hysterie - Hilfe ...die Erde schmilzt!"
Der
Ex-Kanzler Helmut Schmidt (natürlich als inkompetenter, nicht prädestinierter und gänzlich unwissender
Verharmloser?) rief anlässlich des G8-Gipfels zu mehr Gelassenheit in der Klimadebatte auf und nannte in
einem Interview die Diskussion um den Klimawandel "hysterisch überhitzt, auch und vor allem durch
die Medien". "Aber sich darüber [über den klimatischen Wechsel, Anm. Autor] aufzuregen
und zu meinen, diesen Wechsel könnte der Mensch durch gemeinsamen Beschluss in Heiligendamm aufhalten, das
ist reine Hysterie, das ist dummes Zeug."
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Von immer mehr
Wissenschaftlern (aber auch Politikern) wird der Alarmismus heftig kritisiert. "According to Prof Hulme
[Director of the respected Tyndall Centre for Climate Change Research, University of East Anglia],
the climate change debate has become 'negative, depressive and reactionary', with environmentalists
vying to find ever more apocalyptic visions of the future. (...) He has simply had enough of eco-fundamentalists
hijacking the scientific agenda [Eine besonders unrühmliche Rolle spielt hier die alarmistische "Greenpeace-Industry"].
.... Dr Tim Palmer, one of Britain's leading experts on climate modelling, last week also warned that "hyping
can be dangerously counter-productive", zit. aus: The
risks of global warning - Scaremongering damages the credibility of real ecological research, says Robert
Matthews, The First Post (Nov. 8,
2006). [date
of access: 07.05.07]
Ähnlich sieht das auch der Nordirische
Umweltminister Sammy Wilson, der aktuell in einem Artikel im News Letter meinte, dass die Sicht der "green
campaigners" auf den Klimawandel einer "hysterical
pseudo-religion" gleiche und "reasoned debate must replace the scaremongering of the
green climate alarmists." BBC
News Channel, vom 5 September 2008. [date
of access: 05.09.08]
Vgl.
Sie dazu auch von Prof. (em) Dr Arthur Rörsch, ehemals Molecular Genetics, Leiden University, The Netherlands,
"Good
Scientific Practice and the Lomborg Affair in Denmark"
[3 S.] und
"Pseudoscientific
elements in climate change research"
[22 S.]
Bemerkenswert ist dabei die Methode (die mit gutem Recht als erschreckend peinlich,
ehrverletzend und damit unwürdig und schäbig bezeichnet werden muss), mit der sich jener junge und ehrgeizige
Ozeanograf aus Potsdam anheischt, einen emeritierten Kollegen mit einer veritablen Qualifikation im Hinblick auf
die Beurteilung von Klimafragen anzugreifen (hier ein sachliches
Interview des Angegriffenen, welcher weit eher und mit gutem Recht als Klimatologe bezeichnet werden könnte),
und anderen kurzerhand die Qualifikation abspricht, die Widersprüchlichkeit in der Klimadebatte aufzuzeigen.
Diese Seite soll ein wenig das - von einigen Wissenschaftlern, Politikern und vielen Medien - ständige
und absurde Katastrophengerede und vor allem jene, aus menschlicher Hybris geborene Idee hinterfragen, wonach
die Erhaltung eines bestimmten Umwelt- bzw. Klimazustandes ein elementares Ziel zu sein hat und jegliche Veränderung
zum Chaos für Gesellschaften führen muss (vgl.
"Das
soziale Konstrukt des Klimas"
[8S.] von Nico Stehr und Hans von
Storch, 1997, Hans von Storch (2005)
Klima
inszenierter Angst
[4S.] sowie die Bemerkungen
von Josef H. Reichholf [*2 ] in
einem SPIEGEL-Interview vom 7. Mai 2007).
Dies vor dem Hintergrund, dass mittlerweile
mit dem Begriff 'Klima' ganz selbstverständlich 'Katastrophe' assoziiert wird und aus besonders berufenem
Munde (!?), nämlich dem des anerkannten Astrophysikers (und leider auch Schwätzers) Stephen Hawking
bei einem lockeren "Talk mit Beckmann", bereits - ganz in der Tradition eines Nostradamus - der klimabedingte
Weltuntergang für das Jahr 3.000 prophezeit wird. Aber wie hiess es doch so schön sarkastisch, ironisch
und recht flapsig in der bsz
(Bochumer
Stadt- und Studierendenzeitung): "Jede Glaubensgemeinschaft, die etwas auf sich hält, seien es
Christen, Azteken oder bloß drogenkonsumierende Sektenfuzzis, sollte eine Untergangstheorie zu predigen
wissen."
Aber permanent geschürte Angst (z.B. vor
islamischen Terroristen und/oder der "Klimakatastrophe", vgl. Heribert Prantl in der SZ vom 9. Juli
2007, S.4 "Der Angstmach-Minister") ist und war wohl schon immer das Herrschaftsinstrument der Politik
par excellence.
Thomas Deichmann, Chefredakteur des
NOVO-Magazins
[date of access: 15.02.07]
bemerkt dazu im Vorwort des Jan./Febr.
Heftes 2007 unter der Überschrift "Gutes
Klima, böser Mensch?" u.a.:
"Wir sind der Auffassung, dass sich
derartige Diskussionen [z.B. um den Klimawandel, Superrezession nach Stern
Review on the Economics of Climate Change, einem von Umweltökonomen heftig kritisierten politischen Auftragswerks
der britischen Regierung, Anm. Verfasser] über die möglichen Auswirkungen einer anhaltenden Erderwärmung
nicht primär aus dem eigentlichen Sachverhalt heraus verstehen lassen. Dafür gibt es zu viele Widersprüche,
zumal sich auch ganz grundlegend die Frage stellt, warum man sich nicht anders (sachlicher, ruhiger, selbstbewusster)
dem Thema nähert. Offenbar liegt es daran, dass das
Thema von der Politik kolonisiert worden ist" - und instrumentalisiert
wird. (Hervorh. und Ergänzung durch Verfasser)
Und zweifellos passte "in einer Atmosphäre
der generellen Sorge um die Umwelt (...) die Warnung
vor dem Klimakollaps in die politische Landschaft," so Nico
Stehr und Hans von Storch (breits am 04.10.2000). Zur Entstehung dieser 'politischen Landschaft' vgl. "Die
deformierte Gesellschaft" von Hanna Thiele (2006).
Und es ist zu
fragen, ob z.B. auch jene kritischen Wissenschaftler,
die den sogenannten 'Heidelberg
Appeal' (nicht zu verwechseln mit dem
'Heidelberg
Appeal Nederland Foundation (HAN)') kurz nach Rio '92 unterzeichneten (ein sehr allgemeiner Protest gegen
irrationale Ideologien, die sich gegen Wissenschaft, Technik und Fortschritt stellen - aber kein direkter Bezug
zur Klimaentwicklung und -diskussion -, jedoch gegen
"pseudo-scientific arguments or false and non-relevant
data" - und die Mystifizierung von Natur ist
Pseudowissenschaft, vgl. J.H.
Reichholf 2007), immerhin mittlerweile ca. 4.000 Wissenschaftler, darunter 92 Nobelpreisträger, zu den
Unbelehrbaren gehören?
Vielleicht sogar vom Typus des "bezahlten
Lobbyisten", des "Don Quichotte", oder des emeritierten, ganz sicher aber "exzentrischen Wissenschaftlers"
(vgl. pejorativen Duktus in
"Die
Klimaskeptiker" von Stefan Rahmstorf, PIK) bzw. zu den vernachlässigbaren Kritikern der IPCC-Politik
oder sogar korrupten
Opportunisten unter den Wissenschaftlern? Aber ganz sicher sind die wenigen aktuellen Kritiker keine
Klimatologen, so Prof. Hans Joachim Schellnhuber vom PIK
(Potsdam-Institut
für Klimafolgenforschung). Als Entschuldigung (aber keinesfalls Rechtfertigung!) für dieses erschreckende
Niveau bietet sich evtl. an, politikberatenden Ozeanografen oder Klimatologen (oder auch selbsternannten Klimafolgenforschern)
einen besonders hohen Rechtfertigungsdruck zu attestieren. In jedem Fall ist es ein
Verlust von wissenschaftlicher Etikette (vgl. die Forderungen
von Stephen Schneider).
In der Zusammenfassung eines
Vortrages von Prof. von Storch mit dem Titel "Ist
Klimaforschung Physik?", vom 23.03.2010, wird deutlich, wieweit die Klimaforschung sich von der seriösen
Wissenschaft entfernt hat. Dort heisst es:
-
"Viele Klimaforscher kommen aus der
Physik oder verwandten Gebieten, von Ingenieurswissenschaften bis hin zur Meteorologie. Insofern finden sich Methoden
aus der Physik häufig angewandt in der Klimaforschung aber ist Klimaforschung deshalb eine Art Physik?
In dem Vortrag werden einige Aspekte herausgearbeitet, die die Klimaforschung anders machen, insbesondere
die Unmöglichkeit echter Experimente (abgesehen von Modellexperimenten), die Abwesenheit einer Falsifikationskultur,
und die Nutzung historischer, oft wenn nicht meist inhomogener Daten. Was aber die Klimaforschung ganz anders
macht, ist der postnormale Kontext, wonach einerseits die Unsicherheiten aller Aussagen notgedrungen
hoch sind, in der andererseits hoch-relevante wirtschaftliche und politische Entscheidungen betroffen sind und
zusätzlich kulturelle Werte eine Rolle spielen. Insofern stellt sich heraus, dass, obwohl vordergründig
viel Physik in der Klimaforschung enthalten ist, es doch eine Feld mit einer ganz eigenen Aufstellung ist, und
von daher auch mit anderen Konzepten betrieben werden muß. Stichworte sind hier transdisziplinäre Selbstreflektion
und Klimaservice..."
Und in einem Interview
mit 3sat-nano vom
16.02.2010 sagte Hans von Storch u.a.:
-
"Zweifellos ist die Klimaforschung
in eine Glaubwürdigkeitskrise gekommen, die sie aber durchaus auch selber verschuldet hat", (...) "Wir
haben in den vergangenen Jahren eine Neigung zur Dramatisierung gesehen. ..." (...) Die Wissenschaft habe
dabei mitgespielt (...) und bekomme nun die Rechnung für "ein unkluges Verhalten, das darauf ausgerichtet
war, eine gewisse politische Klientel zu befriedigen". Man habe übertrieben, um bestimmten ökonomischen
und politischen Zielen zu dienen und Angst zu machen. "Es gibt viele Akteure in der Klimawissenschaft, die
auch politisch Akteure sind", kritisiert Storch zudem.
Wer aber ist nun wirklich "Klimatologe",
wer Ideologe, wer Lobbyist für wen oder was und wer keiner, oder bestenfalls in eigener Sache?
-
Generell ist wohl eine Illusion anzunehmen,
es gäbe Wissenschaftler ohne jedwede persönliche Interessen (z.B. direkte oder indirekte ökonomische
oder universitätsinterne) bzw. Voreingenommenheiten. Deshalb sollten Veröffentlichungen in Fachzeitschriften
- unabhängig von den Präferenzen ihrer Verfasser - nach der Qualität der Inhalte beurteilt werden.
Hierfür gibt es i.d.R. qualifizierte Peer Reviews und diverse Prüfverfahren. Damit wird jeglicher "Gesinnungswissenschaft"
ein Riegel vorgeschoben.
-
Vorverurteilungen und Ausgrenzungen von Wissenschaftlern,
die in irgendeiner Form der Industrie oder sonstigen global operierenden Unternehmen nahe stehen, gleichen
einem modernen McCarthyismus, [*3
]
wie ihn Elizabeth M. Whelan (Präsidentin des
American
Council on Science and Health) kritisiert hat. Vgl. Artikel im NOVO-Magazin,
Heft 77, August 2005. -
[date of access: 12.02.07]
-
Kann
es sein, dass es bereits wieder ein "vorgeschriebenes
Denken und eine vorgeschriebene Sprache für bestimmte Vorgänge gibt?" (vgl.
Heinrich Böll in seiner Rede
am 15. Okt. 1983
140S. , zur Verleihung des Robert-Bosch-Preises ....), nur
noch Reflexe (und keine Reflexionen) und nur noch Schwarz-Weiss-Denken bzgl. Klimaentwicklung?
In Bezug auf Prognosen
und Szenarien ist sicher aufschlussreich, noch einmal das gewaltige Werk "Global
2000 - Der Bericht an den Präsidenten" (1981) zur Hand zu nehmen und sich dort ab Seite 212 die
vorgestellten Klimaszenarien anzuschauen. Übrigens von hervorragenden Klimatologen der Zeit entwickelt. Drei
Möglichkeiten standen damals noch zur Auswahl: Keine Veränderung, Erwärmung oder Abkühlung.
Alle Szenarien unterscheiden sich wesentlich vom neuesten 4th AR Climate Change 2007 des IPCC. Dem Report
zufolge ist jetzt eines nahezu unumstösslich: Die menschengemachte
Katastrophe kommt, wenn ...
Und
seitdem (vor allem deutsches, wohl eher wirtschafts-) politisches Ziel ist/war, auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm
im Juni 2007 ein international verbindliches Klimaschutz-Abkommen unter UN-Dach als Nachfolger des Kyoto-Klimaschutzprotokolls
zu erreichen, ist AGW, der anthropogen bedingte
Klimawandel sakrosankt, jeglicher Zweifel daran schon fast Häresie.
Vgl.
Sie dazu aktuell den Beitrag "Propheten
der Angst: Wer nicht für uns
" von der
Frankfurter Publizistin Cora
Stephan aktuell im DeutschlandRadio
Kultur - Signale, Gedanken zur Zeit - vom 09.09.2007. [date
of access: 09.09.07]
Mit
Cora
Stephan möchte man bzgl. Katastrophenerwartung
ironisch hinzufügen: "Die Welt geht unter und wir sind schuld daran, basta. Das kann uns niemand
nehmen. (...) Insbesondere der deutsche Mensch lässt ungern ab von jenem Grössenwahn, dass er zu allem
fähig ist, selbst dazu, den Weltuntergang herbeizuführen." Vgl. wiederum Beitrag
in DeutschlandRadio Kultur bereits am 13.05.2007. [date
of access: 25.05.07]
Ausnahmsweise soll hier einmal Henryk M. Broder
(2002) zitiert werden, der meint, in diesem Land auch einen besonders ausgeprägten "Katastrophismus"
erkannt zu haben: "Wenn
es etwas gibt, auf dass man sich mit letzter Sicherheit verlassen kann, dann ist es der deutsche Katastrophismus.
Alles, was schief gehen kann, muss schief gehen, damit sich die apokalyptischen Sehnsüchte erfüllen.
Bleibt die Katastrophe wider Erwarten aus, kommt es zu einem schweren Katzenjammer, der nur von der Aussicht auf
das nächste Unheil geheilt wird. (gefunden
in Oekologismus.de
- nicht mehr online)
Und
um die Welt (diesmal vor der herbei
geredeten "Klimakatastrophe") zu retten, sind besonders die Tugenden, oder besser wohl "Eigenheiten
des preussischen Idealismus" (auch Selbstdefinitionen eines Nachkriegsdeutschland) geradezu prädestiniert.
So schrieb
Andrzej
Szczypiorski 1993 in einem Geo-Artikel "Unser paradoxer
Nachbar" (Nr.4/April: 62) u.a.: "Viele Polen vermuten hinter diesem Streben [nach untadeligem
Auftreten] die preussische Sucht, andere zu übertreffen, dieses etwas unreife Begehren des Preussen, immer
der Klassenprimus zu sein. Besonders dann, wenn in dieser Klasse ganz Europa, oder die Welt sitzt." Dem
Optimismus des ehemaligen Deutschland-Korrespondenten der NZZ
(13. Juni 2008), Eric Gujer, möchte man da gerne zustimmen, der eine Abnahme dieses "Strebersyndroms"
erkannt haben will.
Vor dem Hintergrund
des Menetekels einer menschengemachten (Klima-)Katastrophe lohnt es sich, das Interview
mit Hans von Storch im SPIEGEL - Magazin vom 12.03.2007, S. 156, zu lesen.
-
"Wir haben noch genug Zeit - Der Klimaforscher
Hans von Storch über unbegründete Ängste vor dem Weltuntergang, die Folgen der Erderwärmung
für Deutschland und die Anpassungsfähigkeit des Menschen".
Abdruck
bei IB-Rauch und als PDF-Datei bei GKSS-Forschungszentrum
5 S. (Spiegel-Version nicht mehr zugänglich) [date
of access: 29.07.08] Der
Klimaforscher Prof. Dr. Hans von Storch ist Leiter
des Bereiches 'Systemanalyse und Modellierung' am Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrums
in Geesthacht.
Nicht
zuletzt: Vor dem Hintergrund der Brisanz
der globalen Bevölkerungsentwicklung mit all ihren unausweichlichen Folgen (z.B. konkrete Ressourcenverknappung,
besonders Wasserver- und -gebrauch, Ausweitung von Anbauflächen und Produktionskapazitäten zur Befriedigung
des Nahrungsmittelbedarfs, siehe
hier! - was von den Medien und damit der Öffentlichkeit überhaupt nicht ausreichend wahrgenommen
wird) verblassen alle Probleme, die sich evtl. aus der Zunahme der globalen Temperaturen mit ihren spekulativen
Folgen ergeben, entgegen den übertrieben pessimistischen, alarmistischen und inkompetenten - so der
Klimaökonom
Prof. Richard S.J. Tol im Interview - ausschliesslich klimabezogenen Annahmen im Stern-Report
(Stern Review on the Economics of Climate Change).
Siehe weitere Publikationen
von Richard Tol und Goklany,
Indur M. (2008)
What to Do about Climate Change.- Policy
Analysis Nr. 609 (Febr.), publ. by CATO
- Institute.
28
S. mit besonderem Bezug zum "FTA" (fast track assessment) sponsored by the U.K. Department of
Environment, Forests and Rural Affairs sowie zum o.g. "Stern-Review".
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Anmerkung: |
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Am 23. März 2008 machte ein aufmerksamer
Besucher dieser Website, Herr Michael Limburg (Pressesprecher von EIKE Europäisches
Institut für Klima und Energie), darauf aufmerksam, dass das von mir bis heute fälschlicherweise
George Monbiot zugeschriebene
Zitat von David Roberts, "staff writer" der Gristmill-Website,
stammt. Auf diesen Umstand wurde Herr Limburg von Christopher
Monckton hingewiesen. Hier bestätigt sich auf eindrucksvolle Weise, dass die "erleuchteten"
oder "bekehrten" Jünger einer Bewegung immer am gefährlichsten sind.
Dass George Monbiot in seiner Einstellung jedoch
gar nicht so weit weg ist von unverantwortlichem Gerede, zeigt das folgende Zitat: "Every time someone
dies as a result of floods
in Bangladesh [hier Infos zu den Ursachen der Überschwmmungen, Anm. Verfasser], an airline executive
should be dragged out of his office and drowned." The
Guardian, 5 December 2006.
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*1:
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Bernhard
Pötters Beiträge zur Klimaproblematik in der Zeitung "taz", Berlin - in ihren Anfängen
eine Art linkes "Projekt Gegenöffentlichkeit" und oft Sprachrohr von Minderheiten - sind verblüffend
kritiklose und teilweise unfreiwillig komische und lächerliche Reflektionen der Mainstream-Klimatologie,
wenn z.B. das IPCC in die Nähe eines dann absolutistischen Weltparlaments gerückt wird. Eventuell mit
dem "Erweckungsprediger"
Al Gore (NZZ-Online) an der Spitze? Aber vielleicht war das ja eher als Glosse gemeint? Es ist erschreckend,
wie dieser sogenannte "Umweltredakteur" kritische
Wissenschaftler diffamiert, z.B. als "Betonköpfe"
bezeichnet und aus wissenschaftlicher Perspektive unverzeihlichen Unsinn behauptet, oder Halbwissen verbreitet,
z.B. "Die
globale Erwärmung ist ohne Beispiel in den letzten 10.000 Jahren".
Oder ist ein Journalist immer auf der sicheren
Seite, wenn er sogenannte offizielle Verlautbarungen zitiert, besonders solche des IPCC oder sogenannter seriöser
Klimaforscher?
In dem Artikel "Amtliche
Lüge vom prima Klima" wird das Niveau jener "Vierbuchstaben-Zeitung" mit Leichtigkeit
unterboten und mit dem wohlwollenden Hinweis in diesem Artikel auf eine "vertrauliche" Schwarze
Liste (tatsächlich von Rahmstorf in einem ZEIT-Interview
vom 10.02.2005 geäussert), erstellt von "seriösen Klimaforschern", mit 31 Namen von "Klimaskeptikern",
"in der Regel (handelt es sich) um Laien (...), die nicht selten mit den einfachsten fachlichen Grundtatsachen
in Konflikt stehen", bereits eine bestürzende Nähe zur Diskreditierungsmethode - mit Verlaub -
des "Stürmer" erreicht. Vgl. Sie dazu auch "Die
rabiaten Methoden des Klimaforschers Rahmstorf" in SPIEGEL-Online vom 12.09.2007. Näheres
zu Bernhard Pötter
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*1a:
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Demagogie
betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er
der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge
schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen
will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder
durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt. Martin Morlock 1977, gefunden
in Wikipedia zum Thema "Demagogie".
(Hervorh. durch den Autor) |
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*2:
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SPIEGEL:
Wieso ist eigentlich zum Dogma geworden, dass wir uns vor wärmeren Zeiten fürchten müssen?
Reichholf: Das ist mir auch ein Rätsel.
Noch in den sechziger Jahren fürchteten sich die Menschen eher vor einer neuen Eiszeit - und das wäre
auch eine grosse Gefahr für uns. Denn Zeiten mit Wetterverschlechterung waren die Katastrophenzeiten, nicht
Phasen wärmeren Klimas. Gerade um eine wachsende Bevölkerung auf diesem Planeten zu ernähren, müssten
wir uns ein wärmeres Klima wünschen. Denn in den wärmeren Regionen ist der Aufwand viel geringer,
das Überleben zu sichern."
Vor dem Hintergrund dieser zutreffenden Bemerkungen
und der nachgewiesenen wesentlich grösseren Ausdehnung
der Immergrünen Tropischen Regenwälder während des wesentlich
wärmeren Atlantikums, überrascht die Meldung doch sehr, wonach "Flora und Fauna in den feucht-warmen
Regenwäldern keinen starken Temperaturanstieg vertragen" Vgl. "Forscher
fürchten Verlust kompletter Klimazonen". Näheres
zu Prof. Josef H. Reichholf
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*3:
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Wenn
Wissenschaftler in ihren Publikationen mittlerweile beteuern, "Neither Spencer nor Christy receives any
research support or funding from oil, coal or industrial companies or organizations, or from any private or special
interest groups. All of their climate research funding comes from state and federal grants or contracts"
(vgl. "Global
Temperature Report 1978 - 2003"), oder andere Wissenschaftler ihren Publikationen, welche evtl. dem Mainstream
widersprechen, erklärende Worte an den Anfang stellen, sie seien durchaus für den Umweltschutz und für
das Sparen von Energie (viele Beispiele!), oder das Einverständnis mit dem anthropogenen Klimawandel vorab
bestätigen, obwohl doch ihr Beitrag ganz andere Schlüsse zulässt, dann ist eine Atmosphäre
entstanden, die an unselige Zeiten erinnert. |
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