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"Unser Kopf
ist rund, damit unser Denken die Richtung wechseln kann." Francis Picabia |
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Umweltdynamik
- Bedingung jeglicher Entwicklung |
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Bedingung
für das Verständnis von Florenverbreitung und -entwicklung ist die Kenntnis und Akzeptanz einer sich
ständig ändernden Umwelt,
von lang- bis kurzfristig in Abhängigkeit von der Perspektive.
-
Die folgenden Bemerkungen beziehen sich deshalb im wesentlichen
auf die Einschätzungen, Diskussionen und Hintergründe von historischen und möglichen, anthropogenen bis
nicht-anthropogenen Umweltveränderungen. Sie stehen ausserhalb der Vorlesungsreihe, spielen jedoch durchaus eine
Rolle, wenn es um "Internationale Umweltpolitik" geht (Leitthema des Moduls 4.8.)
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Im Gegensatz zu den extrem langsamen Kontinentalbewegungen,
deren Bedeutung für die Florenverbreitung und -entwicklung in relevanten Zeiträumen nur sehr gering ist, haben
wir es bzgl. der Dynamik des Klimas mit vergleichsweise raschen Veränderungen zu tun. Letztere hat zu einer
ausserordentlichen Florendynamik innerhalb relativ kurzer Zeiträume geführt, was bereits Anfang des
20. Jahrh. bekannt war. Wenige Jahrtausende, Jahrhunderte oder sogar nur Jahrzehnte (besonders am Beginn des aktuellen
Interglazials) haben zu gravierenden Veränderungen der Umweltbedingungen für Flora und Fauna geführt.
Anthropogen bedingte Veränderungen von Vegetationen spielen sich dagegen in sehr kurzen Zeiträumen ab.
Vgl.
Hausrath 1911, "Pflanzengeographische Wandlungen
der deutschen Landschaft", S. 51 ff
Vergleichsweise extreme Klimaveränderungen innerhalb weniger
Jahrzehnte bis Jahrhunderte in der aktuellen Warmzeit (Holozän, Interglazial) mit ihrem elementaren Einfluss auf
die landwirtschaftliche Produktion - vgl. Temperaturentwicklung
in der nördlichen Hemisphäre sowie Gletscherdynamik
in den Alpen am Beispiel des Aletschgletschers - spiegeln auch die Entwicklung menschlicher Gesellschaften. In
sogenannten Gunstperioden ( Klimaoptima)
entstanden Hochkulturen und in Zeiten von Klimapessima
kam es Wanderungsbewegungen und Hungersnöten etc.
Zur hoch dynamischen Umwelt gehören auch spontane und
folgenreiche lokale Landschaftsveränderungen durch Vulkanausbrüche (auch mit globalklimatischen Folgen),
Insel-Entstehungen und -absenkungen, Erdrutsche, Überschwemmungen etc. mit erheblichem Einfluss auf die jeweilige
Flora und Vegetation. Und dies völlig unabhängig von menschlicher Tätigkeit, was natürlich
auch für die Zukunft gilt.
Die Bedeutung
anthropogen bedingter Umweltveränderungen (z.B. Klima, Vegetation etc.) wird gegenwärtig heftig diskutiert.
Bzgl. wünschenswerter Zustände von Flora und Fauna gibt es Streit zwischen der konservativen Naturschutzauffassung
und dem eher liberal-progressiven Standpunkt. Die Position des Verfassers dieser Seiten lässt sich unschwer
aus den Stellungnahmen zu verschiedenen Themenbereichen ableiten.
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Die
natürliche Dynamik unserer Umwelt - eine Katastrophe? |
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Generell
wurden und werden weltweit spürbare, aber auch lokale Umweltveränderungen jeglicher Art,
vor allem wenn sie sich im Bereich menschlicher Erfahrung zutrugen und -tragen, als bedrohlich empfunden
(vgl. Christian Pfister 1999) und -
konsequenterweise - eine paradiesische
Gegenwelt der Unbeschwertheit ersehnt, was eben auch sehr "menschlich" ist. In diesen Kontext gehört
auch die Sehnsucht nach einer "natürlichen Natur" als Gegenwelt zur "künstlichen Kultur".
Ob es sich nun um den Problemkreis Klima ( Details
1, Details
2), oder auch Flora & Fauna ( Details
1, Details
2) handelt, immer geht es um die Definition eines un/bestimmten i.d.R. historischen Umwelt-Zustandes als Basis für
Zielvorstellungen.
Aus dem breiten Spektrum der zu diesem Thema geführten Diskussionen
soll stellvertretend die, aktuell vor allem in der westlichen Welt, zu beobachtende Fokussierung auf die i.d.R. negativ
und übertrieben kommentierte, Möglichkeit
anthropogen bedingter globaler Klimaänderungen (mit all ihren Folgen) kritisch hinterfragt werden
(vgl. Links unten!).
Vor
allem auch deshalb, weil bei eher fachfremden kritischen Naturwissenschaftlern, welche die heftigen Diskussionen
der Klimatologen untereinander (bzw. jener, die sich dafür ausgeben) aufmerksam verfolgen, der Eindruck stärker
wird, dass politische Implikationen von grösserer Bedeutung sind als verifizierbare wissenschaftliche Aussagen.
Und von IPCC-Wissenschaftlern
jede kritische Hinterfragung als unlauterer Skeptizismus abgewertet wird, aber mittlerweile auch der sogenannten 'political
correctness'
widerspricht.
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ABER
AUCH HEUTE GILT: |
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Sogenannte
"Mehrheitsmeinungen"
sind ganz besonders kritisch
zu hinterfragen, vor allem, wenn sie politisch instrumentalisiert werden.
Nicht nur die deutsche Geschichte sollte uns hier eine Mahnung sein. Aber auch "Lehrmeinungen"
haben sich in der Vergangenheit immer wieder als Mythos erwiesen. Selbstredend wird und
muss dies auch in der Zukunft so sein. |
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| Hinweise und Einschätzungen
zur globalen Artendynamik und -vielfalt: |
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| Einschätzungen
zum globalen Artensterben (Spekulation oder Nachweis) |
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| Einige Bemerkungen
zur Klimadebatte und den überall 'lauernden' Katastrophen: |
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| Überblick
zur Klimaentwicklung |
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| Kleine Auflistung
holozäner Klimaschwankungen |
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Ein
möglicher Hintergrund allgegenwärtiger Ängste - Die globale Bevölkerungsentwicklung |
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"If we refuse to reduce our numbers
ourselves, nature
will find much less pleasant ways to control human population: malnourishment, starvation, disease, stress and violence."
David Pimentel 1994, Prof. für Ökologie und
Ökosystembiologie an der Cornell University,USA
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Verständlich
wird die allgegenwärtige Angst vor - als katastrophal empfundenen - Veränderungen u.a. im Angesicht einer
stetig steigenden Weltbevölkerung, von z.B. 1 Milliarde Menschen um 1804, bereits 2 Milliarden Menschen 1927 und
6.7 Milliarden Menschen Ende 2007. Laut aktuellem UN-Bericht - vgl. Abb. unten! - steigt die Weltbevölkerung
bis zum Jahre 2050
auf max. etwa 10.8 und min. etwa 9.2 Milliarden
Menschen bei nun super-exponentiellem
Wachstum, vgl.
UNFPA
239 KB, 4S. [date
of access: 13.03.05], mit einhergehenden Verteilungs- und Zugriffskämpfen um begrenzte Ressourcen
und einer globalen - von Umweltstabilität und -kontrolle abhängenden - Ökonomie.
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97% des Bevölkerungswachstums findet in den Schwellen- und Entwicklungsländern statt. "Wenn
die Fruchtbarkeit auf dem heutigen Niveau bleibt, würde die Weltbevölkerung bis ins Jahr 2150 von heute 6
auf 296 Milliarden Menschen anschwellen - eine völlig unvorstellbare Entwicklung." (ECOPOP)
Vor dem Hintergrund der Brisanz der globalen Bevölkerungsentwicklung mit all ihren unausweichlichen Folgen
(z.B. bzgl. Wasserver- und -gebrauch, siehe unten!) verblassen alle Probleme, die sich evtl. aus
der Zunahme der
globalen Temperaturen mit ihren spekulativen Folgen ergeben, entgegen den übertrieben pessimistischen, alarmistischen
und inkompetenten (so
der Klimaökonom
Prof. Richard S.J. Tol im Interview,
7
S. ) Annahmen im Stern-Report
(Stern Review on the Economics of Climate Change). Siehe weitere Publikationen
von Richard Tol.
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Abb.
oben: Wachstum der Weltbevölkerung nach Schätzungen der UN: World Population Prospects: The 2006 Revision
Population Database. Die Zahl 9.2 Mrd. bis 2050 bezieht sich auf die mittlere Projektion und die Zahl 10.8 Mrd. auf
hohe Zuwachszahlen. Dabei muss berücksichtigt werden, das in der Vergangenheit die Werte stehts nach oben korrigiert
werden mussten. Deshalb wurde hier eine gemittelte Zahl eingetragen.
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Zur
Bedeutung des Wachstums der Weltbevölkerung und des aufkommenden Alarmismus hier eine treffende und vorausschauende
Bemerkung des Physikers
und Astronomen Prof. Dr. Heinz Haber: |
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"Nicht
jene Katastrophenmeldungen, die wir laufend für die nächsten 20 oder 30 Jahre den Zeitungen entnehmen
müssen, haben das Hauptgewicht, NEIN, es ist die stets wachsende Zahl der Menschen auf dieser Erde."
Heinz
Haber (1992) |
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Von
Umweltstabilität und Kontrolle der Umwelt sind vor allem die technisch hoch sensiblen westlichen Industriegesellschaften
in hohem Masse abhängig. Vor diesem Hintergrund darf auch der kürzlich vorgelegte 700 Seiten - Report (
Stern Review on the Economics of Climate Change,
30.10.2006 [date of access: 25.11.06])
des Ökonomen Sir Nicholas Stern kritisch hinterfragt werden, dessen (eurozentristische) Aussagen sich auf "Berechnungen"
(besser Spekulationen, vgl. unten die Kritik des Klimaökonomen
Prof. Richard S.J. Tol im Interview,
7
S. ) von Klimaforschern und "Klimafolgenforschern"
beziehen.
Es
kann mittlerweile überhaupt kein Zweifel daran bestehen, dass ein Verlassen klimatisch unwirtlich werdender Orte
(vgl.
Völkerwanderung
Hinweis)
- ob menschengemacht oder nicht ist hier unerheblich - , so leicht nun nicht mehr möglich ist. Und aktuelle
Wanderungsbewegungen - i.d.R. jedoch mit ökonomischem Hintergrund - werden vor allem von den Industrienationen
mit allen Mitteln eingeschränkt. [date
of access: 08.04.05]
Vorschläge
aus dem Elfenbeinturm, wie jener von Prof.
Alley im SdW (März 2005, S. 48/49), in dem durchaus bemerkenswerten Beitrag 'Das sprunghafte Klima', zum
Thema Globaler Temperaturzunahme, unter der Überschrift 'Sich für die Zukunft wappnen', in dem
es heisst: "Landwirte, die mit einer Dürre rechnen, können Brunnen
bohren [...]. Schlimmstenfalls verkaufen sie ihren Besitz und ziehen weg",
entbehren nicht einer bitteren Ironie. Und man könnte die Bemerkung ignorieren, wenn sie nicht einen kaum zu übertreffenden
Zynismus gegenüber dem weitaus grössten Teil der Menschheit in den afrikanischen und südostasiatischen
Ländern der tropischen Klimazonen darstellte.
Eine verblüffende Unkenntnis (sehr zurückhaltend formuliert)
ökologischer Zusammenhänge beweist die Forderung, "zum Beispiel könnten
Kommunen schon jetzt Bäume pflanzen, die während einer plötzlichen Dürreperiode mit stürmischen
Winden den Boden festhalten."
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World Population Counter |
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Hatte der
Physiker Prof. Heinz Haber (1965) noch angenommen, dass zwischen 0,5 und 1 Milliarde Menschen die Erde auf
nachhaltig ökologischer Grundlage bewohnen können, so wurde von anderen Wissenschaftlern die ökologisch
begründete Tragfähigkeit der Erde bei 2 bis 2 ½ Milliarden Menschen errechnet (nach dem Biologen
und Bevölkerungswissenschaftler Prof.
Paul R. Ehrlich 1968, "The Population Bomb", und David
Pimentel 1994). Mit demnächst zwischen 9 und 10 - bis ca. 2050 - Milliarden Menschen
kann die Lage wohl als höchst bedenklich gelten. Vgl. dazu unten "Wieviele Menschen
erträgt die Natur" !
Leider
entspricht die aktuelle nationale und internationale Politik immer noch genau jenem Bewusstsein und Verhalten, welches
schon vor vielen Jahren von Horst
Haitzinger in einer Karikatur überaus treffend dargestellt wurde (aus "Globetrottel", Verlag F. Bruckmann,
München, 1989-1992)
Die optimale Populationsgrösse sowie die "Überbevölkerung" der Erde wurde von OPT
(Optimum Population Trust) folgendermassen beschrieben:
"The
optimum population of a country is the one which is most likely to produce a good and sustainable quality of life for
its inhabitants without adversely affecting the quality of life either of people who live in other countries or of people
who will live in future times."
Und
an anderer Stelle zur Definition von "Überbevölkerung": OPT
"By
'overpopulation' is meant the presence in a territory of more inhabitants that can obtain their subsistence and comforts
from the resources of the territory, and do so without causing progressive damage to the environment or being driven
into conflicts for the control of resources - for example, oil
or water. Such overpopulation is a primary and major cause of conflicts and damage to the environment's ability
to meet human needs. [date of access: 23.07.07]
Der Ökologe Prof. David Pimentel warnte: "If
we refuse to reduce our numbers ourselves, nature will find much less pleasant ways to control human population: malnourishment,
starvation, disease, stress and violence." (David Pimentel 1994, Prof.
für Ökologie und Ökosystembiologie an der Cornell University, nach
Hillel J. Hoffmann, Cornell University)
[date of access: 13.03.05]
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"Wie viele Menschen erträgt die Natur? |
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Die Umweltbelastung hängt ab von Bevölkerungsdichte
(B), Ressourcenverbrauch pro Kopf (Konsumverhalten K) und Technologie (mehr oder weniger umweltbelastende Technik T):
U = B, K,T
Je nachdem, wie viel wir konsumieren und wie umweltschonend die
von uns angewendete Technologie ist, erträgt die Erde mehr oder weniger Menschen. Nach William Rees und Mathis
Wackernagel ("Our Ecological Footprint", 1996) beträgt die Fläche von ökologisch produktivem
Land weltweit rund 9 Mrd. ha. Bei einer Weltbevölkerung von 6 Milliarden würde demnach pro Person 1,5 ha zur
Verfügung stehen. Der Verbrauch ist aber sehr ungleich verteilt. Der "ökologische Fussabdruck" eines
Menschen (dabei wird der Energieverbrauch in die dafür beanspruchte Landfläche umgerechnet) beträgt bei
einem durchschnittlichen Lebensstandard wie in Indien 0,4 ha, bei einem europäischen Niveau 3-4 ha, beim USA-Level
5,1 ha. Rees und Wackernagel weisen darauf hin, dass der heutige weltweite (in Nord und Süd sehr unterschiedliche)
Ressourcenverbrauch die langfristige Tragfähigkeit der Erde bereits um 30% übersteigt. Wenn alle Menschen
soviel verbrauchen würden wie die Amerikaner, bräuchte es drei Erdbälle wie den unsrigen, um der Nachfrage
nach Ressourcen zu genügen. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch bei einem angemessenen, bescheidenen Lebensstil
etwa 2 - 3 ha benötigt, dann hätten auf der Erde 3 bis maximal 4,5 Mrd. Menschen Platz.
Prof. Arthur A. Westing, Oslo, kam in einer 1990 erschienenen
Studie zum Schluss, die Tragfähigkeit der Erde liege bei 2 Mrd. Menschen. 1994 kam die amerikanische Gesellschaft
zur Förderung der Wissenschaft zum gleichen Ergebnis. Auf ähnliche Resultate kamen die amerikanischen Professoren
Paul Ehrlich und David Pimentel." (Lit.-Angaben vgl.
im Original-Beitrag von ECOPOP) - siehe auch oben!
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Es ist also allerhöchste Zeit, nicht nur unseren Lebensstil zu hinterfragen. Er ist durchaus "Verhandlungssache",
obwohl 1992 US-Präsident George Bush (senior) auf der Umweltkonferenz von Rio de Janeiro gerade dies - wohl in
Unkenntnis der tatsächlichen Situation und auch verantwortungslos - vehement von sich wies. |
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Jede Politik (in allen Ländern) muss daher die Familienplanung als entscheidende Komponente einschliessen.
"Entgegen einer weitverbreiteten Meinung sinkt die Geburtenrate nicht automatisch, wenn sich
die sozio-ökonomische Lage eines Volkes verbessert. Zahlreiche Beispiele belegen, dass nur qualitativ gute Familienplanungsprogramme
die Kinderzahlen rasch zum Sinken bringen - und zwar auch in Ländern mit geringen wirtschaftlichen Fortschritten."
ECOPOP [date
of access: 13.03.05, Beitrag nicht mehr verfügbar am 26.10.2011]
Andere Lösungsmöglichkeiten (eher neoliberale und marktorientierte)
wurden im "Copenhagen
Consensus"
Hinweis
vorgeschlagen.
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Ressourcenver-
und gebrauch - z.B. Konsum von Wasser |
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"The world is dangerously
short of water and a global crisis could be just 20 years away" - by the former editor of NATURE Phillip
Ball (1999) H2O: A Biography of Water.- Weidenfeld & Nicolson, 387pp.. |
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Vor
dem Hintergrund, dass |
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sich die Vereinten Nationen im November 2002 zum Menschenrecht auf
Wasser bekannt haben,
-
1.1 Milliarden Menschen noch immer keinen Zugang zu einer angemessenen
Wasserversorgung haben,
-
2.4 Milliarden Menschen über keine ausreichende Abwasserentsorgung
verfügen,
-
bereits heute weit über 0.5 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit
oder chronischem Wassermangel leiden,
-
2.2 Mio. Kinder jährlich wegen unzureichender Wasserversorgung
sterben und die
-
Nahrungsmittelproduktion in den meisten sogenannten Entwicklungsländern
nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten kann,
-
weltweit bereits weit über 1 Milliarde Menschen chronisch unterernährt
sind,
-
sich Wasser im Rahmen der Kommerzialisierung aller Lebensbereiche
zu einer für viele Menschen kaum noch bezahlbaren Ware entwickelt hat, (vgl. "Das
Wassersyndikat")
-
sich innerhalb der letzten 70 Jahre der
Wasserverbrauch
Hinweis
versechsfacht hat,
-
das alles bei rapide steigendem pro-Kopf-Verbrauch an Energie zur
Erreichung von Entwicklung und Fortschritt nach "westlichem" Vorbild,
-
in vielen Ländern mehr Grundwasser entnommen wird als "die
Natur" nachliefert,
-
die Abholzung und vor allem qualitative Verschlechterung von Wäldern
in den temperaten und tropischen Klimazonen als Folge von Verwertungsinteressen ständig zunimmt (allein zwischen
1995 und 2000 wurden in Afrika nach einer Studie der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO rund 40.000
Quadratkilometer Wald zerstört - das entspricht etwa der Fläche der Niederlande),
sind vor allem konkrete Massnahmen für ein
nachhaltiges Ressourcen-Management, vor allem der 'global
common goods', eine starke Hinwendung zu den "nachwachsenden
Rohstoffen" unter
Berücksichtigung von
"Ökobilanzen" (LCA Life
Cycle Assessment), eine Hinterfragung des masslosen Konsums und Massnahmen zur Geburtenkontrolle, lange überfällig.
Es ist also allerhöchste Zeit, dass z.B. die UN eine globalpolitische Verantwortung wahrnimmt und Vorschläge
erarbeitet, z.B. bzgl. nachhaltiger Nutzung der Wasserressourcen ohne
Kommerzialisierung dieses Grundlebensmittels (siehe Bemerkungen dazu weiter unten), vor allem aber für
eine nachhaltige und ökologisch begründete Landnutzung in den verschiedenen Klimazonen eintritt. Dies unter
Berücksichtigung einer langfristigen ökologischen Tragfähigkeit der natürlichen Systeme. Und die
dafür notwendige (Umwelt-)Politik unterstützt für das Ressourcen-Management durch eine gerechte Internationale
Umweltplanung, welche eine Schlüsselrolle für
die Zukunft spielen wird. Besondere
Bedeutung hat z.B. die zunehmende Wasserknappheit für Menschen der trockenen und warmen Klimate der sommerfeuchten
Tropen mit besonders hohem Bevölkerungswachstum und nur begrenzten Agrarflächen.
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Weitere
Infos: |
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Weltwasserentwicklungsbericht
der Vereinten Nationen [239
KB, 36 S.] sowie den Beitrag 
"Konflikte um das Wasser - Was sagt
das Völkerrecht" von Prof. Kunig (Wissenschaftsmagazin der FU-Berlin) [date
of access: 19.02.05]
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 z.B.
der Film "Und dann
der Regen" (Originaltitel: También la lluvia).
"2000 wurde Cochabamba Schauplatz des Guerra del Agua
(Wasserkrieg). Nach der durch den internationalen Währungsfonds [IMF]
erzwungenen Privatisierung der Wasserversorgung verdreifachte die neue Gesellschaft Aguas de Tunari (Tochterunternehmen
des U.S.-amerikanischen Bechtel-Konzerns)
innerhalb kürzester Zeit die Wasserpreise. Dies führte Anfang 2000 zu heftigen Protesten und einem Generalstreik.
Nach Zusammenstößen der Demonstranten mit der Polizei eskalierte die Gewalt und im April 2000 wurde das Kriegsrecht
über die Stadt verhängt. Mitte April 2000 nahm die Regierung die Privatisierung schließlich zurück."
(aus Wikipedia,
28.12.2011)
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The
'International Water Management Institute' (IWMI)
[date of access: 07.04.11] is a nonprofit scientific research organization (funded by CGIAR) focusing
on the sustainable use of water and land resources in agriculture and on the water needs of developing countries. IWMI
works with partners in the South to develop tools and methods to help these countries eradicate poverty through more
effective management of their water and land resources.
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Fred Pearce (2007) macht in seinem Buch "Wenn die Flüsse versiegen" sehr zu Recht darauf aufmerksam,
dass das Wasserproblem von wesentlich grösserer Relevanz ist als das CO2-Problem. (gebundene
Ausgabe: 360 S., im Verlag Kunstmann, ca. € 25)
"Alle Welt redet von schwindenden Energieressourcen; dass
sich daneben eine ungleich gravierendere Wasserkrise anbahnt, ist bis jetzt kaum ins Bewusstsein gedrungen.
[Hervorh. Autor]
Selbst wer umweltbewusst zu Hause Wasser spart, weiss selten,
wieviel "virtuelles Wasser" er über Nahrung und Kleidung tatsächlich verbraucht: 5.000 Liter Wasser
sind nötig, um ein Kilo Reis zu erzeugen, 11.000 Liter für das Rindfleisch eines Hamburgers, unglaubliche
20.000 Liter stecken in 1kg Kaffeepulver. Kein Wunder, dass sich die Flüsse der Welt in atemberaubendem Tempo leeren
? während durch Überregulierung andererseits die Flutgefahr dramatisch steigt. Längst weiss man, dass
gigantomanische Bewässerungs- und Staudammprojekte eine enorme ökologische und ökonomische Verschwendung
darstellen. Doch schon geht man weltweit dazu über, auch die unterirdischen Wasserreservoirs leer zu pumpen. Ressourcenkriege
um Wasser bahnen sich an ..."
Besprechung im Science-Shop
(gehört zur Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesell.)
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Wolfgang Kinzelbach (ETH-Zürich, Institut f. Umweltingenieurwissenschaften, Professur Grundwasser und Hydromechanik)
geht in seinen Publikationen
und Vorträgen besonders auf die Problematik der begrenzten Wasserressourcen und die Möglichkeiten des
nachhaltigen Wassermanagements u.a. auch in ariden und semi-ariden Gebieten.
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Weitere
hilfreiche Informationen zur Wasserproblematik finden Sie auf den Seiten des The
Stockholm International Water Institute (SIWI), THE UN WORLD WATER DEVELOPMENT REPORT, Water for People,
Water for Life - 2003
World Water Assessment Programme (36 pp.- Kurzfassung),
Website WWAP,
sowie auf den Info-Seiten, erstellt für eine CD-ROM mit dem Titel "Water - The Key Resource" vom Verfasser
im Rahmen des Workshops Transboundary
Water Management (InWEnt, Berlin und Feldafing 2003).
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Vgl. Sie dazu auch die Anmerkungen zur Vereinbarkeit
von Ökologie und Ökonomie!
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Nahrungsmittelproduktion
und 'virtueller' Wasserverbrauch: |
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"um 1 t Weizen anzubauen, braucht man 1.000 t Wasser. ... Seit Ende der 80er Jahre haben die Länder im
Nahen Osten und in Nordafrika jährlich 40 Mio. t Getreide und Mehl importiert. Es fliesst also mehr «virtuelles»
Wasser
Hinweis
in die Region, als ganz Ägypten für die Bewässerung
von Feldern aus dem Nil holt. ... «Virtuelles» Wasser ist nicht nur in Unmengen vorhanden, es kostet auch
erstaunlich wenig. Die Weizenpreise sind in den letzten 100 Jahren stetig gefallen [was aktuell nicht mehr zutrifft,
siehe Anmerkung unten!]. Auf dem von den USA und der EU beherrschten Markt für landwirtschaftliche Produkte
wird Weizen gegenwärtig für etwa die Hälfte der Produktionskosten gehandelt."
Prof. J. A. Allan, Wasserexperte am Institut für Orientalische und Afrikanische Studien der Londoner Universität,
Schweizerische
UNESCO-Kommission. [date of access:
07.03.07]
Anmerkung: Allgemein steigender Bedarf, die Spekulation an
Nahrungsmittelbörsen (Kasino-Kapitalismus) und die Verwendung von Weizen für die AgroSprit-Herstellung
haben die Preise für Weizen von 2000 bis 2008 um mehr als 400% ansteigen lassen.
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Zur
Produktion von Nahrungsmitteln erforderliche Wassermenge in der Region Naher Osten/Nordafrika |
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Geschätztes
Äquivalent an «virtuellem»
Wasser
Hinweis
für die Nahrungsmittelimporte der Region Naher Osten/Nordafrika (1994)
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| Produkt |
Einheit |
Wasseräquivalent
in 1.000 m³ pro Einheit |
Land |
Wasseräquivalent
in 1.000 m³ pro Nettoimport |
| Rinder |
Stück |
4 |
Algerien |
12.397 |
Schafe
und Ziegen |
Stück |
0,5 |
Bahrain |
680 |
| Getreide |
Tonne |
1,5 |
Ägypten |
18.171 |
frisches
Rindfleisch |
Tonne |
20 |
Irak |
2.180 |
| frisches
Geflügelfleisch |
Tonne |
6 |
Islamische
Republik Iran |
11.519 |
frisches
Schaffleisch |
Tonne |
10 |
Jemen |
3.375 |
| Zitrusfrüchte |
Tonne |
1 |
Jordanien |
3.467 |
| Palmöl |
Tonne |
2 |
Kuwait |
2.784 |
| Hülsenfrüchte |
Tonne |
1 |
Libysch-Arabische
Volks-Jamahiria |
3.237 |
| Wurzel-
und Knollengemüse |
Tonne |
1 |
Mauretanien |
-2*
|
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Marokko |
2.419 |
| Quelle: Fao, 1999 |
Saudi-Arabien |
13.863 |
| * Negative Zahlen weisen auf einen
Exportüberschuss hin; Mauretanien etwa ist ein Nettoexporteur von Vieh, die Türkei von Getreide und Vieh.
|
Syrien |
1.014 |
| Türkei |
-3.468 |
| Vereinigte
Arabische Emirate |
3.362 |
|
Aus:
Prof. J. A. Allan, Wasserexperte am Institut für Orientalische und Afrikanische
Studien der Londoner Universität,
Schweizerische UNESCO-Kommission. |
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Hier
einige Beispiele für Verbrauchsmengen virtuellen Wassers. Die Produktion von/eines .... |
|
-
" 0,25 l Bier benötigt bis 75 l Wasser
-
1 Tasse Tee benötigt 35 l Wasser
-
1 Tasse Kaffee benötigt 140 l Wasser
-
1 kg Papier benötigt ca. 750 l Wasser, bzw. ein DIN-A4-Blatt
bis 10 l Wasser
-
einem ca. 2 g schweren Mikrochip benötigt 32 l Wasser
-
1 kg Weizen benötigt ca. 1.100 l Wasser
-
Baumwoll-T-Shirts benötigt ca. 2.000 l Wasser
-
1 kg Hühnereier benötigt ca. 4.500 l Wasser
-
1 kg Reis benötigt ca. 3.0005.000 l Wasser
-
1 kg Rindfleisch benötigt ca. 15.000 l Wasser, wobei nur
155 Liter tatsächliches Wasser verbraucht wird
-
durchschnittlichen PKWs benötigt zwischen ca. 20.000 bis
300.000 l Wasser"
aus Wikipedia
[Hinweis]
, nach UNESCO-IHE
u.a. (siehe unten!), eingefügt nach Hinweis von Dipl. Pol. Jara Kehl.
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Mit
der Bilanzierung virtuellen Wassers beschäftigt sich vor allem das UNESCO - IHE
Institute
for Water Education. [date of
access: 07.03.07]
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Zur Erläuterung und Erinnerung |
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Abb. rechts:
Das "Gesetz vom Minimum" wurde lt.
Wikipedia von
Carl Sprengel
Hinweis
1828 entwickelt und dem Chemiker und Agrarwissenschaftler
Justus von Liebig
Hinweis
ab 1855 popularisiert.
Das "Gesetz vom Minimum" besagt, "dass derjenige
Pflanzennährstoff, der im Verhältnis zum Bedarf in geringster Menge zur Verfügung steht, entscheidend
ist für die Höhe des Ertrages. Wenn ein Boden also etwa zu wenig Phosphat enthält, kann man diesen Mangel
nicht durch erhöhte Gaben von Stickstoff, Kalium usw. ausgleichen." (aus Bauernhof.net)
In
semi-ariden und ariden Gebieten ist das Angebot an Wasser in aller Regel der limitierende Faktor.
"Schon Liebig stellte sich diese Frage [nach Versorgungssicherheit
bei steigender Weltbevölkerung, Anm. Autor] und behandelte sie im Zusammenhang mit seinen Darlegungen über
die "Raubwirtschaft" und deren Folgen mit grosser Eindringlichkeit und Ausführlichkeit."
Nähere Angaben zu von Liebig und dem "Gesetz vom Minimum" auf den Seiten des Liebig-Museums,
Giessen.
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Der
Kampf um mehr oder weniger begrenzte Ressourcen:
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"Wenn
alle Menschen soviel verbrauchen würden wie die Amerikaner [oder allgemein die hochentwickelten
Industrieländer, Anm. Autor],
bräuchte es drei Erdbälle wie den unsrigen, um der Nachfrage nach Ressourcen zu genügen."
ECOPOP
[date of access: 13.03.05] |
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Verteilungskämpfe
und Kriege um den Zugang zu Ressourcen ... |
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sind auch in Zukunft - und zwar zunehmend - unausweichlich. Diese werden aktuell unter fadenscheinigsten
und ständig wechselnden Begründungen bzw. Legitimationen geführt (vgl. z.B. Terrorgefahr, Gefährdung
der nationalen Sicherheit, oder auch zynischen Rhetorik zum vermeintlichen Kampf um Freiheit, Demokratie, Menschenrechte
und allgemein gegen das "Böse"). |
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Vgl.
dazu - immer noch hoch aktuell - Zbigniew
Brzezinski
Hinweis
(1999) "Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft" bzw. (1998) "The Grand Chessboard:
American Primacy and Its Geostrategic Imperatives," ( Besprechung
- Oliver Thränert, Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn) sowie "Vernichtendes
Urteil über Bushs Begründung für Irak-Krieg" - 400 S. - Bericht des U.S. - Senats sowie
die Ausführungen in Wikipedia
Hinweis
zu einem der hauptsächlichen Gründe
für Kriege in Geschichte und Gegenwart, z.B. Zitat: "Raubkriege begleiten die menschliche
Kulturgeschichte von jeher." |
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Hier
einige Aspekte z.B. zur Auseinandersetzung um Wasser- und Genressourcen: |
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"Wachsende Konkurrenz um
knappe Ressourcen" von Kanzleramtsminister de Maizière (16. Oktober 2006 in einem Interview) und
- durchaus dazu gehörend - "Saatgut
und Gentechnologie - Der Kampf um die letzten Ressourcen" von Lorenzo Ravagli (Verlag Freies Geistesleben,
Ausgabe 10/99) - vgl. dazu auch die Bedeutung von "Biopiraterie"
Hinweis
für Entwicklungsländer, sowie aktuell
"Das Wasser-Syndikat -
Über die Verknappung und Kommerzialisierung einer lebensnotwendigen Ressource" von Jens Loewe (2007),
entwürfe, Bd.10, 231 S., Pforte Verlag. Jens Loewe erläuternd seine Einschätzung in einem Interview
unter dem Titel: "Wasser
besitzt mehr Kriegspotenzial als Öl" im Neuen Deutschland vom 22.03.07. Vgl. dazu auch Anmerkungen
zu und von Pearce (2007) und Kinzelbach oben! [date
of access: 23.07.07]
Öl
oder Wasser - was versiegt zuerst? von Holger Steltzner in FAZ.NET vom 13.01.2008
[date of access: 28.01.08]
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Land
grabbing: Landwirtschaftlich nutzbare Böden werden zu einem knappen Gut, weshalb sie ... |
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... zunehmend von ökonomischem
Interesse sind. Wie bereits auf der Seite "Zur
Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie" kurz angesprochen, wird neben der internationalen Spekulation
mit Nahrungsmitteln die zunehmende Inbesitznahme von fruchtbaren Agrarflächen in Entwicklungsländern
(sogenanntes "land grabbing") zu einer Bedrohung der eigenen Nahrungsmittelproduktion in diesen
Ländern. [date
of access: 07.05.12] |
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"Unter land grabbing wird der großflächige
Kauf oder die Pacht von Agrarflächen durch staatliche Akteure und private Investoren, sowohl aus Industrie-
als auch aus Schwellenländern, durch ausländische Direktinvestitionen verstanden (BMZ 2009: 3)."
(aus:
"Land
Grabbing" in Afrika) [date
of access: 07.05.12]
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Eine umfangreiche Studie
zu den Hintergründen und Ausmassen des
"Land Grabbing" wurde im April 2012 publiziert, u.a. unterstützt von BMZ und GIZ, und kommentiert
von Business Insider International unter dem Titel "These
14 Countries Are Buying Incredible Amounts Of Foreign Land In Deals You Never Hear About." [date
of access: 07.05.12] |
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Die
aktuelle Klimadebatte bzw. das von den Medien angeheizte ... |
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... Spekulationskarussell
um den anthropogen bedingten Klimawandel scheint wie eine Ablenkung von anderen Verantwortlichkeiten,
wie bereits angedeutet. Besonders, da die Katastrophen-"Prognosen"
bzw. Szenarien (story lines) nicht hinreichend verifiziert sind und die Klimadebatte trotzdem - nach Ansicht des
Verfassers - eine gefährlich politisch-ideologische Dimension erreicht hat. |
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*1:
"Die Weltbevölkerungsuhr zählt natürlich nicht wirklich
die Menschen, die tagtäglich auf der Erde geboren werden oder sterben. Ihr liegen Daten des US-amerikanischen Population
Reference Bureau (PRB) zugrunde. Experten beim PRB errechnen den Zuwachs der Weltbevölkerung bis auf die Sekunde."
(aus Deutsche
Stiftung Weltbevölkerung) Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch andere "Weltbevölkerungsuhren",
denen unterschiedliche statistische Methoden zugrunde liegen.
Die Abweichungen
in der Darstellung der aktuellen Weltbevölkerung betragen bis zu 80.000.000 Menschen. Z.B. hatte am 26.Okt.
2011, 22.30h das U.S. Census Office 6,970,931,893
und das Population Reference Bureau 7,013,756,065 Menschen statistisch ermittelt, Differenz über 40.000.000.
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| Einige Bemerkungen
zur Klimadebatte und den überall 'lauernden' Katastrophen: |
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| Bemerkungen zu
Erkenntnissen und Interpretationen der aktuellen Klimaentwicklung: |
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