 |
 |
 |
 |
|
|
 |
Eiszeiten
und andere Ursachen: |
| |
(Angaben
tw aus: Chorlton, W. (1985) Der Planet Erde: Eiszeiten.- Time-Life-Bücher) |
|
|
|
"Der kontinuierliche Wechsel
zwischen warm und kalt
Der
Mensch hat das normale Klima unserer Erde nie kennengelernt. Während des grössten Teils seiner 4,6 Milliarden
dauernden Existenz war unser Planet entweder unwirtlich heiss oder trocken und völlig eisfrei. Nur siebenmal
brachten Eiszeitalter, die durchschnittlich 50 Millionen Jahre dauerten, niedrigere Temperaturen mit sich; das Aufkommen
der Menschheit fällt in das jüngste dieser Eiszeitalter" (Chorlton
1985: 20)
|
|
|
|
 |
Zeitalter
- Epochen - Zyklen: |
|
|
|
|
|
|
-
Eis - Zeitalter
treten im Abstand von etwa 150 Mio. Jahren auf und dauern etwa 50-65 Mio. Jahre,
-
Eis
- Epochen dauern etwa 2,4 Mio. Jahre.
Mit Alt-, Mittel- und Jungpleistozän
sowie eingelagerten Kalt- und Warmzeiten, wobei nach heutigen Erkenntnissen die Temperaturen während der
jeweiligen Kaltzeiten ca. 4 - 6 °C tiefer und während der Warmzeiten ca. 2 - 3 °C höher als heute
waren. Eis-Epochen setzen sich aus vielen Eiszeit-Zyklen zusammen.
-
Eiszeit - Zyklen
dauern etwa 100 bis 125.000 Jahre, dazwischen liegende Interglaziale bzw. Warmzeiten nur etwa 15 bis 20.000
Jahre. Die letzte Eem-Warmzeit dauerte jedoch nur 11.000 Jahre. Der letzte Eiszeit-Zyklus, vor etwa 11.500 Jahren zu
Ende gegangen, entspricht etwa dem Jungpleistozän.
|
|
|
|
| |
 |
Ursachen für mittel- bis langfristige
globale Klimaveränderungen sind:
|
Abb.
oben: (zum Vergrössern anklicken!) "Der kontinuierliche Wechsel zwischen
warm und kalt in der Erdgeschichte. Abbildung verändert nach Chorlton (1985, S. 21). |
|
Infos zu kosmischen Ursachen für globale Vereisungen finden Sie weiter unten! |
| |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Eis-Zeitalter
mit ca. 150 Mio. Zykluszeit und einer Dauer von ca. 50 - 65 Mio. Jahren: |
|
|
|
|
Insgesamt
wurden bisher 7 Eiszeitalter innerhalb von 4,6 Milliarden Jahren nachgewiesen (davon
6 im letzten Viertel dieses Zeitraumes), gegenwärtig wird die Vermutung geäussert, dass der Durchgang unseres
Sonnensystems durch die Spiralarme unserer Galaxie im Abstand von jeweils ca. 150 Millionen Jahren Eis-Zeitalter
auslösen könnte ( Siehe Abb. unten "Auftreten von Kalt- und Warmzeiten ..." und
vgl. HIER:
) [date of access: 04.10.04] |
|
|
|
|
Bzgl. Ursachen des 150 Mio.
- Jahre - Zyklus handelt es sich jedoch weitgehend um Spekulationen, da bisher ein verlässliches Gesamtbild
unserer Galaxie gar nicht vorliegt. Vgl. Astrophysical Journal Letters, 10.9.2005, S.
L149 (besprochen in SdW, Okt. 2005, S. 10) |
| |
|
| |
|
| |
|
Die mittlere globale Temperatur von
~22°C bestimmte die überwiegende Zeit der Erdgeschichte.
Paläoklimatologen vermuten, dass wir uns gerade am Ende eines Eiszeitalters befinden, jedoch innerhalb einer Eis-Epoche,
von der wir nicht wissen, wann sie zu Ende ist. (verändert
nach: ©
Paleontology Science Center Paleoclimatology - The Study of Ancient Climates)
[date of access: 03.02.05]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Zur Orientierung:
Die aktuelle
Durchschnittstemperatur auf der Erde beträgt ~15°C,
wie in der Abb. "Klimaentwicklung und -schwankungen" zu erkennen ist. |
Abb. oben:
(zum Vergrössern anklicken!) Zyklisches Auftreten von Kalt- und Warmzeiten mit
ca. 150 Millionen Jahren Zykluszeit. |
| |
|
|
| |
|
Überblick zur Klimageschichte seit dem Tertiär auf der Website Geographie-Diplom |
| |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Eiszeit-Zyklen:
Globale Veränderungen mit einer Zeitspanne von ca. 100 bis 125.000 Jahren: |
| |
|
| |
|
"The medium term
climate changes includes the semi-regular advances and retreats of the glaciers during an individual Ice Age. The last
2.8 Ma have been marked by large global climate oscillations that have been recurring at approximately a 100,000 yr.
periodicity at least for the past 800,000 years. The warm periods, called interglacial periods, appear to last approximately
15,000 to 20,000 years before regressing back to a cold ice age climate." |
|
| |
|
(verändert nach: ©
Paleontology Science Center Paleoclimatology - The Study
of Ancient Climates) [date
of access: 11.08.06] |
Abb. oben:
(zum Vergrössern anklicken!) Zyklisches Auftreten von Kaltzeiten mit
ca. 100 bis 125.000 Jahren Zykluszeit. |
| |
|
|
| |
|
Auch innerhalb
von Eiszeit-Zyklen wechseln sich kältere (mit Gletschervorstössen) und wärmere Phasen (mit Gletscher-
bzw. Eisschild-Rückzügen) ab. Dies trifft übrigens auch zu auf das aktuelle Holozän (als relativ
kurzes Interglazial = Zwischenwarmzeit), in welchem Gletschervorstösse
und -rückgänge durchaus normal sind. |
|
|
 |
|
|
|
 |
Vielfältige
kosmische Ursachen für Vereisungen: |
| |
|
| |
|
Die Ursache für die verschiedenen Vereisungen liegen
nach heutigem Wissensstand im Zusammenwirken sich verändernder kosmischer Bedingungen, die der serbische Mathematiker,
Geophysiker und Astronom Milutin Milankovic (geb. am 28. Mai 1879 in Dali bei Osijek, Kroatien, damals zu
Österreich-Ungarn gehörend und gestorben am 12. Dez. 1958 in Belgrad, nun Jugoslawien bzw. aktuell Serbien)
zwischen 1912 und 1941 durch umfassende Berechnungen nachwies (aber bereits teilweise schon vor 2.000 Jahren von dem
Astronom Hipparchos von Nikäa erkannt wurde) und die hier nur kurz angedeutet werden können.
Milankovic' Berechnungen in seinem Werk "Théorie
mathématique des phénomènes thermiques produits par la radiation solaire" (1920,
erarbeitet in Budapest an der Akademie der Wissenschaften), basierten auf Ideen (1842) des französischen Mathematikers
Joseph
Alphonse Adhémar sowie des Schotten James
Croll (1875) und wurden - obwohl von Wladimir Köppen und seinem Schwiegersohn Alfred Wegener in
den 20er Jahren unterstützt (vgl. Köppen
& Wegener 1924, Klimate der geologischen Vorzeit) - lange angezweifelt, bis sie durch geologische
bzw. sedimentologische Untersuchungen in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts endgültig bewiesen wurden.
|
|
| |
|
| |
|
Eine Zusammenstellung aller
Erkenntnisse und Theorien können Sie bei Wikipedia
Hinweis
bzw. bei Scott
Rutherford von der Roger Williams University, Dept. of Environmental Sciences, Bristol, Rhode Island, oder
auf den Seiten der NASA,
nachlesen! [date of access: 07.09.04] |
| |
|
| |
|
| |
 |
Hier
nur ein kurzer Überblick:
(1 ka = 1.000 Jahre) |
| |
|
| |
-
Die Exzentrizität
(100 ka) - Änderung des Ellipsenradius der Erdumlaufbahn: Die jährliche Umlaufbahn der Erde
verändert sich im Laufe einer Periode von rund 100.000 Jahren von einem fast vollkommenen Kreis zu einer länglichen
Ellipse und wieder zurück zum Kreis. Dabei schwankt die Entfernung der Erde zur Sonne um 18,5 Millionen Kilometer
(aktuell nur 4,9 Mio km).
-
Die Schiefe der Ekliptik bzw. Neigungswinkel
der Erdrotationsachse, gen. Obliquität (41 ka): Die Rotationsachse der Erde verläuft nie lotrecht zur
Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne, sondern in einem Winkel, der im Verlauf einer Periode von 41 ka zwischen 21°55'
und 24°18'° schwankt. Zurzeit beträgt der Neigungswinkel 23°26'25". Wegen dieser Neigung der Erdachse
ändert sich die Intensität der auf jeden Punkt der Erde treffenden Sonnenstrahlung während der einjährigen
Umlaufzeit, die die Jahreszeiten verursacht. Wenn der Neigungswinkel am grössten ist, kommt es auf der Nord- wie
auf der Südhalbkugel zu den heissesten Sommern und kältesten Wintern. Vor 25 ka (LGM, vgl. oben!) erhielt
die Erde auf 65° nördlicher Breite nur soviel Sonne wie heute auf 71° nördlicher Breite, rund 450km
weiter nördlich.
-
Die Präzession (25.780 Jahre
- [nach anderen Angaben 19 bis 23 ka]): Während sich die Form der Umlaufbahn (Exzentrizität)
und der Neigungswinkel der Rotationsachse (Schiefe der Ekliptik) ändern, vollführt die Erde gleichzeitig eine
langsame Kreiselbewegung im Raum - ihre Achse beschreibt einen Kreis (Wanderung des Himmelsnordpols), den sie alle 25.780
Jahre vollendet und der als Umlauf des Perihels bezeichnet wird. Überlagert wird die Präzession von
der
Nutation.
Diese Kreiselbewegung, die sogen. Präzession,
hat zur Folge, dass sich der Abstand zwischen Erde und Sonne (aktuell mittl. Abstand 149.597.870 km) in
einer bestimmten Jahreszeit langsam verändert. So erreicht auf der Nordhalbkugel die Erde auf ihrer Umlaufbahn
gegenwärtig den sonnennächsten Stand (das Perihel) im Winter (Januar mit 147.099.600 km in Sonnennähe)
und den sonnenfernsten Stand (das Aphel mit 152.096.200 km in Sonnenferne) Anfang Juli.
(www. source Zeiss
Planetarium Jena) [date
of access: 05.05.04] Diese Kombination begünstigt milde Winter und kühle Sommer - und damit
das Anwachsen von Eisdecken. Vor rund 11 ka jedoch waren die Verhältnisse genau umgekehrt und damit nach Ansicht
vieler Wissenschaftler die Voraussetzungen für das Abschmelzen des Eises auf der Nordhalbkugel gegeben.
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Das
Holozän - ein klimadynamisches Interglazial: |
| |
|
| |
Aber
offensichtlich extrem stabil verglichen mit anderen Interglazialen! |
| |
|
| |
 |
Das aktuelle Holozän als Interglazial
(d.h. die heutige Warmzeit) umfasst bisher etwa 10.500 (11.500) Jahre und ist ganz sicher endlich.
Die sogenannte Eem-Warmzeit als Interglazial zwischen dem vorletzten
Eiszeit-Zyklus, der Saale-Eiszeit, und der letzten langen Vereisung, der Weichsel-Vereisung, dauerte z.B. "nur"
etwa 10.000 - 12.000 Jahre.
|
| |
|
|
|
| |
|
Das Eem-Interglazial war allem Anschein nach durchschnittlich wärmer
und zeichnete sich durch extrem kalte Zwischenstadien von einigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten aus (Greenland Ice Core
Program - GRIP).
|
|
| |
|
Abb. rechts
nach: Dansgaard
& Johnsen (1969) und Schönwiese
(1995) - Weitere Literaturangaben zur Abbildung vgl. dort!
(verändert und ergänzt). |
Abb.: (zum
Vergrössern anklicken!) Holozäne Optima und Pessima (nur Temperaturen) im wesentlichen der
nördlichen Hemisphäre. |
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
 |
Ausbreitungsdynamik der Flora:
Neben der o.g., erdgeschichtlich weit zurückliegenden Ausbreitungsdynamik der Flora (bedingt durch Verlagerung
der Landmassen als Folge der o.g. Plattentektonik,
oder Ereignisse mit Massensterben als Folge externer Einflüsse, vgl. oben!), führen die pleistozänen
Klimaentwicklungen mit sich abwechselnden Glazialen
(Vereisungen) und Interglazialen (Warmzeiten) zu ständigen Wanderungsbewegungen der Flora. [date
of access: 07.09.04]
Von George H. Michaels and Brian M. Fagan (2003),
The University of California, wurden maximale Eisausdehungen, Meeresspiegelschwankungen und Vegetationsverbreitungen
während der letzten 130.000 Jahre dargestellt, speziell während der maximalen Vereisung (LGM = late glacial
maximum) vor 30.000 - 20.000 Jahren (Würm / Weichsel / Wisconsin).
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Besonders die Verbreitung von Vegetationsformationen
während dieses Zeitraums von Michaels & Fagan ist jedoch umstritten und für Europa und Afrika während
der letzten Hochvereisung wohl nicht richtig. vgl. "The
Ice Age". [date of access: 28.11.05]
|
Abb.: (zum
Vergrössern anklicken!) Klimaentwicklung
und -schwankungen mit den Temp.-Kurven
des letztgenannten Eiszeit-Zyklus von etwa 125 ka (125.000 Jahre), wobei das gegenwärtige Holozän detaillierter
dargestellt wird. |
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
 |
Dynamik
der tropischen Regenwälder Afrikas: Sicher scheint dagegen, dass die tropischen Regenwälder
Afrikas (und S-Amerikas) während des LGM (Late Glacial Maximum) auf nur wenige, mosaikartige Reste
geschrumpft waren und während des Atlantikums (holozäne Optima) mit wesentlich höheren Temperaturen als
aktuell ihre stärkste Ausbreitung erfuhren. Vgl. Flora
& Vegetation der Immerfeuchten Tropen - Teil 2 |
|
| |
|
|
|
| |
|
Abb. rechts
nach: Adams J.M. & Faure H. (1997) Palaeovegetation maps of the Earth during the Last
Glacial Maximum, and the early and mid Holocene: an aid to archaeological research.-
Journal of Archaeological Science. v.24 p.623-647. (verändert und ergänzt). |
Abb.: (zum
Vergrössern anklicken!) Vegetationsverbreitung auf dem afrikanischen Kontinent während des
LGM bis zur Gegenwart. Postglazial setzte auch in anderen Teilen unserer Erde eine Vegetationsdynamik in Abhängigkeit
von sich verändernden Niederschlags- und Temperaturbedingungen ein. |
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
 |
Die Sahara im
Holozän: Bitte beachten Sie, dass die jeweiligen humiden und ariden Phasen nicht unbedingt den gesamten
Raum der Sahara betrafen, z.B. in der zweiten holozänen Feuchtphase die nördlichen Zonen der Sahara nur sehr
geringe zyklonale Niederschläge erhielten |
|
| |
|
|
|
| |
|
Abb. rechts
nach: Kevin White & David J. Mattingly (2006) Versunkene Seen in der Sahara.- SdW,
September 2006, S. 51. (verändert und ergänzt) |
Abb.: (zum
Vergrössern anklicken!) Aride und feuchte Phasen in der Sahara Afrikas während des
Holozäns. |
| |
|
|
|
| |
|
| |
 |
Während der Hochphase des
letzten Eiszeit-Zyklus' traten in Gruppen sogenannte Dansgaard-Oeschger-Zyklen mit einer Periode von 1.500
bis 3.000 Jahren auf. Kennzeichnend sind rasche Erwärmung
(Flora und Fauna aus Randgebieten wandert ein) und danach kontinuierlicher Rückgang
der Temperaturen (eingewanderte Flora und Fauna weicht wieder zurück). Eine
Sequenz dieser Zyklen wird Bond-Zyklus genannt und von einem sogenannten Heinrich-Ereignis abgeschlossen.
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Wärme-
und Kälteperioden |
| |
|
| |
 |
Innerhalb des aktuellen
Holozäns können Wärme-
und Kälteperioden unterschiedlicher Dauer nachgewiesen werden, welche einen erheblichen
Einfluss auf die Vegetationsdynamik hatten. |
| |
|
|
|
| |
|
-
Hocherwärmung im Atlantikum:
Besonders hervorzuheben sind nach
Claussen
[date of access: 05.05.04] Ausdehnungen
der Savannenvegetation (Sahelgürtel mit spärlicher Vegetation und monsunalen Niederschlägen von 50
bis 200mm/a) nach Norden während der Hocherwärmung des Atlantikums, den sogenannten holozänen Optima
vor ca. 7.000 und ca. 4.500 Jahren. Vgl. in Abb. Klimaschwankungen
im Jungpleistozän und Holozän, den Zeitabschnitt 'Holozäne Optima'. Die Savannenvegetation
zog sich wegen ausbleibender sommermonsunaler Niederschläge um etwa 5.500 BP jedoch relativ abrupt zurück
und führte wiederum zu einer Ausdehnung der Wüstengebiete, wie wir sie heute kennen.
-
Kälteperiode gerade vorbei:
Die letzte bedeutende begann Anfang 16. Jahrh. und endete Mitte 19. Jahrh. als sogenannte "Kleine Eiszeit"
(LIA) mit dem sogen.
Maunderminimum
um etwa 1645 - 1715 mit geringerem solarem Magnetismus und dem Dalton-Minimum zum Ende der Kleinen Eiszeit. Die Alpengletscher
hatten während dieses relativ langen Zeitraums ihre grösste Ausdehnung seit mehreren tausend Jahren erreicht
(vgl. Abbildung links mit einem Beispiel des Aletschgletschers). Siehe dazu auch Klimanotizen.de.
[date of access: 22.02.05]
-
Wärmeperiode seit ca. 1860:
Sie begann etwa 1860 und hält weiterhin an. Verantwortlich dafür sind wesentlich
solare
Einflüsse ( Literatur
dazu). Einige Indizien könnten jedoch darauf hindeuten, dass sie durch direkte oder indirekte anthropogene
Einflüsse (z.B. Treibhausgase, Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen) - marginal - verstärkt wird.
|
|
| |
|
|
| |
|
Abb.: (zum
Vergrössern anklicken!) Holozäne und glaziale Temperaturänderungen sowie Vegetationsentwicklungen
SE-Europas und des östlichen Mittelmeerraums. |
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
Abb.: (zum
Vergrössern anklicken!) Holozäne Gletschervorstösse und Optima mit Gletscherrückgängen
am Beispiel des Aletsch-Gletschers in den Alpen.. |
| |
|
| |
Weitere
detaillierte Angaben zu holozänen Klimaschwankungen weiter  |
|
|
 |
|
|
|
 |
Bedeutung
der Sonnenfleckenaktivität für die globale Klimaentwicklung |
| |
|
| |
NEU! Ausführliche
und aktuelle Infos zu diesem Themenkomplex finden Sie unter |
 |
|
| |
|
| |
NEU! Infos
zur Klimaentwicklung und zum Stand der Diskussion finden Sie unter |
 |
|
|
|
 |
|
| |
|
 |
Kleine
Auflistung holozäner Klimaschwankungen: 1* |
| |
|
| |
(zu Altersangaben "BP" und "BC" vgl. Sie bitte Wikipedia!
und die Anmerkung unten) |
| |
 |
 |
 |
BP *2 |
BD *2 |
Phasen / Perioden |
| ca.
11.500 - ca. 8.500 |
ca. 9.500
- ca. 6.500 |
generell
humide Phase im Bereich der Sahara Afrikas, (White &
Mattingly 2006, SDW, Sept.: 46-53) - Vgl. Sie dazu auch die Abb. mit postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara! |
| ca.
9.700 |
ca. 7.700
|
Feuchteperiode
in Afrika, der Tschadsee hat etwa die Grösse des Kaspischen Meeres erreicht (Science, 18.10.2002) - Vgl.
Sie dazu auch die Abb. mit
postglazialen ariden und humiden
Phasen in der Sahara! |
| ca.
9.200 - ca. 5.700 |
ca. 7.200
- ca. 3.700 |
Periode des Atlantikum
als wärmster Abschnitt des Holozän, Temp. in der nördlichen Hemisphäre etwa 1 bis 2 K höher
als heute, jedoch ähnlich feucht wie heute (nach Berner &
Streif 2000: 135); nach Schönwiese (1995)
wird das Atlantikum in 3 Maxima (7-6 ka BP, 4-5 ka BP und 3 ka BP) aufgeteilt. |
ca.
8.300 - ca. 7.800 |
ca. 6.300 - ca. 5.800 |
ca. 500 Jahre Dürreperiode
in Afrika, nachgewiesen im Gletschereis des Kilimandscharo. Der Tschadsee schrumpft und droht auszutrocknen
(vgl. nächste Angabe für die Sahara!); - Vgl. Sie dazu auch die Abb. mit postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara! |
ca.
8.200 ca. 7.500 |
ca.
6.200 ca. 5.500 |
starker Kälteeinbruch
(ca. 200 Jahre) begleitet von extrem ariden Phasen zwischen 8 und 7 ka BP in der nördlichen Hemisphäre
(GISP2-Eiskern Grönland und Ammersee, Bayern, nach Berner &
Streif 2000: 135 sowie Klimaentwicklung in der Holozän-Warmzeit,
Website
der GGR) |
zwischen
ca. 8.000 - ca. 7.000 |
zwischen
ca. 6.000 - ca. 5.000 |
unbeständige,
insgesamt aride Phase im Bereich der Sahara Afrikas, (White
& Mattingly 2006, SDW, Sept.: 46-53) |
| ca.
7.000 - ca. 5.000 |
ca.
5.000 - ca. 3.000 |
Optimum
(1. Temp.-Max. im Atlantikum nach Schönwiese)
mit wesentlich höheren Durchschnittstemperaturen (um 2 bis 4 K in Europa und N-Amerika, Wintertemperaturen
jedoch niedriger als heute), einer weitaus geringeren Vergletscherung als heute und einer Waldgrenze in den Alpen,
die etwa 200 - 300 Meter höher lag, humide Phase an den äquatorseitigen Rändern der Sahara
mit Ausdehnung der Savannenvegetation nach Norden, die humide Phase dauert hier von etwa 7.000 bis etwa 5.000
BP (vgl. Sie die Abb. mit
postglazialen ariden und humiden
Phasen in der Sahara!) |
| ca.
6.700 - ca. 5.500 |
ca.
4.700 - ca. 3.500 |
Lange
- eher schwach - aride Phase in N-Afrika, langsamer Vegetationsrückgang
im nördlichen Bereich der Sahara (nach Claussen
et al., 1999) |
| ca.
6.100 - ca. 5.400 |
ca. 4.100 - ca. 3.400 |
Klimapessimum
mit sehr niedrigen Temperaturen in der nördlichen Hemisphäre |
ca.
5.440 (± 30 J.) |
ca. 3.940 (±
30 J.) |
Abrupter Beginn einer
sehr ariden Phase in N-Afrika mit schnellem Vegetationsrückzug in der Sahara. (nach Claussen
et al., 1999) |
ab
ca. 5.000 BP - dato: |
ab ca. 3.000 BD
- dato: |
Beginn einer
ariden Phase im Bereich der Sahara Afrikas, die bis heute anhält, (White
& Mattingly 2006, SDW, Sept.: 46-53) |
| ca.
5.300 - ca. 4.200 |
ca.
3.300 - ca. 2.200 |
Optimum
(2. Temp.-Max. im Atlantikum nach Schönwiese / bzw. Übergang zum Subboreal)
mit wesentlich höheren Durchschnittstemperaturen und geringerer Vergletscherung als heute und einer Waldgrenze
in den Alpen, die etwa 200 - 300 Meter höher lag, im 2. Optimum Entwicklung der ägyptischen Hochkultur.
Entstehung der Anlagen
von Stonehenge (in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, England, etwa 13 Kilometer nördlich
von Salisbury) |
| ca.
5.200 - ca. 5.000 |
ca. 3.200 - ca. 3.000 |
Dürreperiode
und kühle Bedingungen in Afrika, nachgewiesen im Gletschereis des Kilimandscharo; |
| ca.
4.000 - ca. 3.700 |
ca. 2.000 - ca. 1.700 |
Dürreperiode
in Afrika, nachgewiesen im Gletschereis des Kilimandscharo (Science, 18.10.2002, S. 589, zit. in SdW, Dez. 2002,
S. 44); |
| ca.
4.000 - ca. 3.600 |
ca. 2.000 - ca. 1.600 |
Extrem
abrupt einsetzende Dürreperiode in N-Afrika. "The transition to today's arid climate was
not gradual, but occurred in two specific episodes. The first, which was less severe, occurred between 6,700
and 5,500 years ago. The second, which was brutal, lasted from 4,000 to 3,600 years ago. Summer temperatures
increased sharply, and precipitation decreased, according to carbon-14 dating. This event devastated ancient civilizations
and their socio-economic systems." (Besprechung des Artikels von Claussen
et al., 1999 in ScienceDaily) |
| ca.
3.500 - ca. 3.100 |
ca. 1.500 - ca. 1.100 |
Klimapessimum:
ausgeprägteste Klimaverschlechterung in der Löbben Kaltphase, dokumentiert in der Schweiz durch
Gletschervorstösse. "Insbesondere gelang es, die mehrteilige Löbben-Kaltphase (mehrfach)
nachzuweisen. Um 4475 ± 75 yBP sowie um 3340 ± 80 yBP erreichten die Gletscher ihre
grösste postglaziale Ausdehnung im Bereich der Oberhornalp." Wipf
(2001) |
ab
ca. 3.100 |
ab ca. 1.100 |
Optimum
(3. Temp.-Max. im Atlantikum nach Schönwiese / im Subboreal) relativ kurze Phase
mit höheren Durchschnittstemperaturen und geringerer Vergletscherung als heute, wird verschiedentlich auch
"Klimaoptimum der Bronzezeit" genannt |
| ca.
2.900 - ca. 2.300 |
ca. 950 -
ca. 350 |
Klimapessimum
am Ende der Bronzezeit (auch "Homerisches Minimum" genannt) bis in die Eisenzeit, mit den bisher
niedrigsten holozänen Temperaturen, bisher unklar, ob nur in Europa. Häufig wird diese Phase auch "Klimapessimum
der Bronzezeit" (3.200-2.800) genannt, vgl. u.a. Wolf-Dieter Blümel
(2002) - siehe auch unter Publikationen!
In aktuellen Untersuchungen wird diese sehr kühle Phase auf die indirekten Auswirkungen einer
extrem geringen Sonnenaktivität zurückgeführt, vgl. Martin-Puertas,
C. et al. (2012). |
| |
ca. 350 BD
- ca. (250) ca. 350 AD |
Römisches
Optimum ( "Globale"
Temperaturerhöhung?) Lokale Erwärmung um ca. 4K (um 2.300-2.000 cal. year B.P., -
siehe dazu Anmerkung unten!
- Angaben modifiziert am 01.10.08), nach Sediment-Untersuchungen eines israelisch-schwedischen Wissenschaftlerteams
in Ost-Afrika (Bergsee auf dem Mt. Kenia, Klimageschichte von 4.550 - 1.250 BP), vgl. Rietti-Shati
et al. (1998). Wesentliche Erwärmung in der nördlichen Hemisphäre. Bergbau
in den Alpen, wo heute Dauerfrost herrscht - extrem starker Rückgang der Vergletscherung; die Gletscherzungen
lagen mindestens 300m höher als heute (vgl.
Schlüchter & Joerin, 2004), Holzhauser
et al. (2005), Joerin
et al. (2006) und die Abbildung;
Hannibal gelingt es, die Alpen zu überqueren 217 BC / zweiter Punischer Krieg 218-201 BC. Von Blümel
(2002) wird auf der Basis umfangreicher Feldforschungen angenommen, dass die Mitteltemperaturen in
Europa während des römerzeitlichen Klimaoptimums etwa 1 - 1,5° C höher waren als heute. Teilweise
höhere Temperaturen als heute für diesen Zeitraum wurden auch von dem DFG-Projekt
Drama gefunden. Bereits um 250 AD setzte dann "eine dramatische Verschlechterung"
ein. |
| |
ca. 350 -
ca. 550 |
Klimapessimum
der
Völkerwanderungszeit;
Trockenheit in Zentralasien, Aridisierung und Abkühlung auch in Italien und Arabien, starke Ausdehnung der
Gletscher im Alpenraum, verbunden mit einem Sinken der Baumgrenze. Heftige Sturmfluten an europäischen Küsten. |
| |
ca. 750 -
(ca. 850) ca. 1250 (ca.1150) |
Mittelalterliches Wärmeoptimum,
Wikinger (Normannen s.l.) besiedeln die südlichen Küstenregionen Grönlands und treiben Ackerbau;
sie entdecken lange vor Kolumbus (N-) Amerika. In England, aber auch im östlichen Mitteleuropa (Ostpreussen,
Pommern), entstehen zahlreiche Weinanbaugebiete. Die landwirtschaftlichen Anbaugrenzen in den Mittelgebirgen reichen
etwa 200 m höher als heute. Stärkster Rückgang des Waldes (Bork
et al. 1998) und intensive Ausweitung der Ackerflächen. Die Alpengletscher haben sich fast wieder
so weit zurück gezogen, wie zur Zeit des wesentlich länger andauernden "Römischen Optimums"
und die Geschwindigkeit des Eisrückzuges nach dem davor liegenden Pessimum entspricht der Dynamik nach dem
Ende der "Kleinen Eiszeit". Vgl. Joerin
et al. (2006).
Die Temperaturen lagen nach
Loehle (2007) vermutlich vor
allem in der nördlichen Hemisphäre und regional 1 bis 1.5 K über der langjährigen Mitteltemperatur,
oder entsprachen nach Cubasch
et al. (2004) und Moberg
et al. (2005) etwa den heutigen. Glaser
(2001) vermutet jedoch, dass die aktuellen Werte bereits leicht über denen des Mittelalterlichen
Wärmeoptimums liegen.
Auf der Grundlage von Feldforschungen wird von Blümel
(2002: 22) dagegen angenommen, dass die mittleren Temperaturen im Vergleich zu heute um 1,5 - 2,0 °C
gestiegen waren und Vermutungen gerechtfertigt sind, dass dieses Optimum auch in den Randgebieten der sommerfeuchten
Tropen (Namibia) zu höheren Niederschlägen geführt hatte (ibid, S.25-26).
Übrigens: auch während dieser Zeit kam es immer wieder zu Kälteeinbrüchen in Mittel-
und Nordeuropa, die mit Phasen geringer Niederschläge in Mittelamerika korrelierten und wohl zum Kollaps
der klassischen Mayakultur während einer Superdürre zwischen 1.300 - 1.100 BP führten! (vgl.
Peterson & Haug 2006)
|
| |
ca.
1150 - 1850 |
Klimapessimum
(Kleine Eiszeit), in Mittelamerika lange Periode
geringer Niederschläge, Wikinger verlassen im 15. Jahrh. Grönland, Missernten und Hungersnöte treten
in Europa auf (kühl und regenreich), Sturmfluten und Überschwemmungen sind häufig, die Getreidepreise
steigen zum Ende der Kleinen Eiszeit in unermessliche Höhen - um 1805 herum, gleichzeitig sogenanntes Dalton
- Minimum (Maunder - Minimum 400 - 330 BP), die Temperaturen lagen weltweit vermutlich ca. 2 K unter den heutigen;
vgl. Hinweise zur Sonnenfleckenaktivität! |
| |
1850 - dato Erwärmung
|
Heftige und sehr kontroverse
Diskussion
darüber, ob anthropogen bedingt oder nicht, vor dem Hintergrund einer auf 6.57 Milliarden angewachsenen
Menschheit (2006, Dez.). Hier aktuelle
Zahlen zur Weltbevölkerung. |
| Gegenwart: |
'Modernes
Optimum' mit leichter Abnahme der Permafrostgebiete und Zunahme der Niederschläge an den südlichen Rändern
der Sahara? Satellitenbilder zeigen keine Ausweitung der Sahara (Science 31 July 1998: Vol.
281. no. 5377, pp. 633 - 634), aber gegenwärtig einen Rückgang der Wüsten Afrikas und eine Zunahme
der Vegetation an den nördlichen und südlichen Rändern der Savannenzonen (New Scientist, 2002,
Nr. 2361, S. 4). Gleichzeitig findet eine zunehmende Degradation fragiler Böden und Vegetation durch Übernutzung
statt. Vermutlich
Rückgang des arktischen, nicht jedoch des antarktischen Eises. |
|
|
|
| |
1*
& 2* Anmerkungen:
-
Bei der hier verwendeten Zeitangabe BP (before present) handelt es
sich im Wesentlichen um Kalenderjahre vor Heute. Die Altersangabe BP wird eigentlich für unkallibrierte 14C
- Daten verwendet. "Present" - also die Gegenwart - ist das Jahr 1950, es ist das Jahr der "Erfindung"
dieser Methode. Generell ist in der populärwissenschaftlichen, aber auch wissenschaftlichen Literatur, nicht immer
klar, ob es sich um kallibrierte 14C - oder unkallibrierte 14C - Daten handelt. Hinzu kommt, dass
die zeitlichen Angaben zum gleichen Ereignis in der Literatur oft sehr weit voneinander abweichen, eine Diskussion über
die Hintergründe dieser Abweichungen gehört jedoch nicht zum Anliegen dieser Übersicht. Da die o.g. Zeitangaben
ausschliesslich der Orientierung dienen und Abweichungen von ±50 - 80 Jahren BD (before date) bzw. BC (before
christ) in diesem Kontext völlig unerheblich sind, wurde bei Altersangaben BD das Jahr 1950 als Ausgangsjahr nicht
mehr berücksichtigt.
|
|
|
| |
-
Die markante Temperaturerhöhung bezieht sich auf einen Hochgebirgssee
des Mount Kenya. Rietti-Shatti et al. (1998: 981) schreiben dazu: "Thus, according to Eq.1, the shift
to the more depleted values indicates a warming phase of up to 4°C on Mount Kenya." Und auf S.982 werden
für den gleichen Zeitraum Warmphasen für den Viktoriasee (Flachland),
für den Mount Satima (Kenya,
nach Karlen & Rosqvist 1988), aber auch "in the Northeastern St. Elias Mountains in Southern Yukon Territory
and Alaska and in Swedish Lapland" (nach Denton & Karlen 1973) hervorgehoben, ohne jedoch Angaben zu den
Temperaturen zu machen. (Lit. vgl. in der Originalarbeit)
Diesen Angaben zufolge scheint also kein Zweifel daran zu bestehen,
dass es sich hier um Indikatoren einer wesentlichen globalen, oder wenigstens Erwärmung in der nördlichen
Hemisphäre gehandelt hat, wobei erhebliche regionale Unterschiede auftraten. Gestützt werden diese Befunde
durch die umfangreiche und detaillierte Arbeit von Mayewski et al. (2004) Holocene
Climate Variability.- Quaternary Research 62: 243-255.
13 S. [date
of access: 01.10.08] - Siehe
auch die Zusammenfassung unten sowie "Summary and Conclusions"
in der Veröffentlichung von Mayewski et al., ibid. Und hier zur angenommenen Bedeutung der Sonnenaktivität
und der Treibhausgase. Ferner: Rasmussen
et al. (2007) und Kirkby (2007). Auch wenn heute kein Zweifel mehr daran bestehen
kann, dass die Klimavariabilität während des Holozäns sehr stark und regional teilweise sehr unterschiedlich
ausgeprägt war und sehr schnelle signifikante Klimawechsel (rapid climate change / RCC, nach Mayewski et al., ibid)
im Zeitrahmen von wenigen hundert Jahren, oder auch wesentlich kürzer, mit elementarer Bedeutung für Kulturen,
eher zur Normalität gehörten, ist doch allen genaueren Angaben zur globalen
Temperaturerhöhung oder -abnahme in der Geschichte des Holozäns eher mit Skepsis zu begegnen. Vieles deutet
aber nach dem aktuellen Stand des Wissens darauf hin, dass die Temperaturschwankungen in der nördlichen Hemisphäre
weitaus höher waren als in der südlichen Hemisphäre.
|
| |
-
Ausführliche Angaben zur Radiokohlenstoffdatierung, ihrer Relevanz
und Anwendung finden Sie
hier,
hier
und hier.
[date of access: 22.04.08]
-
Die in der Literatur gefundenen Angaben bzgl. Beginn und Ende der
verschiedenen Phasen (Klimaoszillationen) weichen teilweise sehr stark voneinander ab, oder sind sogar widersprüchlich.
Der Schwerpunkt der Angaben bezieht sich auf die nördliche Hemisphäre, vor allem auf N-Afrika und Europa.
Ab etwa Beginn der Zeitenwende wird berücksichtigt, dass die "Gegenwart" bei der Angabe BP (before present)
auf 1950 festgelegt wurde.
-
Die Auflistung oben soll vermitteln, dass das aktuelle Interglazial
generell von Zeiten mit höheren (sogen. Optima) und niedrigeren (sogen. Pessima) Temperaturen über mehrere
Jahrhunderte (bis Jahrtausende) geprägt war.
-
Mit den Begriffen Pessima und Optima werden keine Aussagen
zu den Niederschlagsverhältnissen verbunden, d.h. humide und aride Phasen korrelieren nicht unbedingt mit niedrigen
und hohen Temperaturen und können ausserdem in den verschiedenen Klimazonen der nördlichen und südlichen
Hemisphäre (aber auch innerhalb der Hemisphären!) zur gleichen Zeit sehr unterschiedlich sein. Z.B. erlebte
die südliche Sahara zwischen 7.000 und 5.500 BP eine humide Phase und die nördliche Sahara war während
dieses Zeitabschnitts eher trocken. Vgl. Sie dazu noch einmal die Abb. mit
postglazialen
ariden und humiden Phasen in der Sahara!
-
Um den neuesten Kenntnisstand bzgl. Temperaturentwicklung im Holozän
zu erfahren, ist das Studium von aktueller (!!) Primärliteratur unabdingbar. Weitere Angaben in der Literatur
unten und unter
"Klimawandel
und Kulturgeschichte".
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Klimaschwankungen
während der letzten 2.000 bis 3.000 Jahre: |
| |
|
| |
 |
Vor dem Hintergrund der heftig
und kontrovers geführten Diskussion
um die Ursachen des gegenwärtigen globalen Temperaturanstiegs, wird an dieser Stelle die aktuellste
Rekonstruktion der Temperaturentwicklung der vergangenen 2.000 Jahre auf der Nordhalbkugel (!) unserer Erde dargestellt.
Diese weicht ab von der als "Hockey-Schläger-Kurve"
(Hockeystick) bekannt gewordenen (wissenschaftlich unhaltbaren) Rekonstruktion nach Mann
et al. (1998, 1999). Selbstredend müssen die starken Temperaturschwankungen vor dem Industrie-Zeitalter natürliche
Ursachen haben.
|
|
| |
|
| |
 |
Die Schwankungsbreite liegt bei
etwa 1-2 Grad. Demnach scheinen die Schwankungen etwa doppelt so stark gewesen zu sein wie bislang angenommen wurde
(Moberg et al. in: Nature, Bd. 433, S.613). Hinzu kommt, dass "der Einfluss
natürlicher Vorgänge auf kurzfristige Klimaschwankungen [...] sogar mit noch grösseren Unsicherheiten
behaftet [ist] als das Ausmass der Temperaturfluktuationen selbst."
(Kommentar von Sven Titz zu dem o.g. Beitrag von
Moberg et al., in: Spektrum der Wissenschaft, April 2005, 24)
|
Abb.: (zum
Vergrössern anklicken!) Temperaturentwicklung der letzten 2.000 Jahre nach Moberg
et al. in Nature, Bd. 433, S. 613. |
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|
| |
 |
Temp.-Schwankungen im Bereich der Saragossasee
im Atlantik (vor der ostamerikanischen Küste):
"The entirety of Holocene climatic history can be characterized
as a sequence of 10 or more global-scale "little ice ages," fairly irregularly spaced, each lasting a few
centuries, and separated by global warming events." (Keigwin 1986)
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Abb.:
Keigwin, L. D., (1996) The
Little Ice Age and Medieval Warm Period in the Sargasso Sea: Science, v. 274, p. 1504-1508. |
(zum
Vergrössern anklicken!) Temperaturentwicklung der letzten 3.000 Jahre im Bereich der Sargassosee |
| |
|
|
|
| |
 |
Weitere Infos: |
|
| |
|
|
|
| |
|
Büntgen,
U. et al. (2011) 2500
Years of European Climate Variability and Human Susceptibility.- Science DOI: 10.1126/science.1197175, Published
Online 13 January 2011. (Siehe unten Abstract !)
Aktuelle Besprechung in SPON,
14.01.2011, von Axel Bojanowski, unter dem Titel "Wetterdaten
erklären Geheimnisse der Geschichte"
|
| |
|
|
| |
|
 World
Climate Report mit einer kritischen Zusammenfassung der neuesten Ergebnisse. "WCR is sponsored by the Greening
Earth Society, a Western Fuels Association project (!!) founded to spread the "good news" that global
warming is benficial for the planet." (nach ExxonSecrets.org).
Trotzdem, es lohnt sich sehr, auch dort einmal vobei zu schauen.
[date of access: 31.07.06]
|
| |
|
|
|
| |
|
| |
|
|
|
| |
Die Argumente aller Seiten sollten ernsthaft geprüft
und nicht von vornherein diffamiert werden, wie dies leider von einigen extremen Vetretern beider Seiten, hauptsächlich
leider jedoch von Vertretern der CO2 - Hypothese, immer wieder geschieht.
Ganz generell lehrt uns die Klimageschichte, dass das Klima
immer dynamisch war, mal mehr und mal weniger. Und es entspricht ganz sicher menschlicher Hybris, Stabilität und
Kontinuität, Gleichgewicht und Harmonie, als den sogenannten "natürlichen Zustand" zu propagieren.
Es ist nichts als ein Wunsch, eine gefährliche Chimäre, eine höchst gefährliche Illusion.
|
| |
|
| |
|
| |
Zur
Rekonstruktion der letzten 2000 Jahre Temperaturentwicklung: |
 |
|
| |
Einige
Bemerkungen zur Klimadebatte und den überall 'lauernden' Katastrophen: |
 |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Meeresspiegelschwankungen
- Verlust und Gewinn von Landschaften: |
| |
|
| |
 |
Wichtige
Vorbemerkung: |
| |
|
|
| |
|
Wie oben bereits angedeutet, befindet sich unsere Erde vor dem Hintergrund
geologischer Zeiträume "... augenblicklich in einer Kühlhaus-Episode, der Meeresspiegelstand ist enorm
niedrig, die Eiskappen sind groß, das Nordmeer ist vereist, die Geschwindigkeit der Ozeanspreizung ist mäßig.
Entweder stehen wir am Ende der känozoischen Kühlhaus-Episode
oder wir leben in einer Zwischeneiszeit (...)."
Vgl. Meeresspiegelschwankungen
- Ursachen, Folgen, Wechselwirkungen - von Hartmut
Seyfried und Reinhold Leinfelder, Uni-Stuttgart (vgl. unter Schlussfolgerungen). [date
of access: 11.03.07]
|
| |
|
|
| |
 |
Der
Meeresspiegel war bis vor 40 Millionen Jahren 170 bis 220 Meter höher als heute. Gleichzeitig lagen die
Durchschnittstemperaturen mit ca. ~22°C weit über den heutigen. Nach neueren
Untersuchungen ist langfristig mit einem weiteren Absinken des Meeresspiegels zu rechnen. Vgl.
Müller, R.D. et al. 2008.
Abb. rechts: aus
Infos zum Oberrheingraben. Darstellung der
"Zeitlichen
Veränderung der Höhe des Weltmeeresspiegels in den letzten 70 Mio. Jahren"
- Datei, nach Haq et al. 1987, Grafik bearbeitet von Christian Röhr 2005, wo
auch das Copyright liegt [date of access:
11.03.07]
|
| |
|
|
| |
 |
Die postglaziale Dynamik
der Vegetationsausbreitung oder auch ihr Rückzug im Bereich von Küsten s.l. werden begleitet und beeinflusst
von extremen Meeresspiegelschwankungen,
bei welchen grosse Teile der Schelfgebiete entweder frei gelegt oder auch wieder überflutet werden. |
| |
|
|
| |
 |
Dabei ist zu berücksichtigen,
dass auch während des letzten Glazials extreme Meeresspiegelschwankungen auftraten
- einhergehend mit Temperaturen, die typisch für Interglaziale sind. Während
der letzten Hochvereisung (LGM) vor etwa 30.000 [28.000] bis etwa 20.000 [18.000] Jahren lag der Meeresspiegel ca. 120
- 130 (135) m unter dem heutigen. |
| |
|
|
| |
 |
Ursache für Transgressionen
(Meeresvorstösse) und Regressionen (Meeresrückzüge) sowie allgemein Meeresspiegelschwankungen
können Landabsenkungen oder -hebungen (isostatische
Dynamik) oder das Abschmelzen oder Entstehen von Eismassen (eustatische
Dynamik). |
| |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
Einige
Bemerkungen zur isostatischen Dynamik |
| |
|
|
| |
 |
Durch die Mächtigkeit
der Eisschilde von ca. 2.000 bis 4.000 m wurde die Lithosphäre
tief in die viskose Asthenosphäre
hinabgedrückt (in Skandinavien 700- 800 m). |
| |
|
|
| |
 |
Mit dem Beginn der Warmzeit und dem Abschmelzen der Eisschilde stiegen
diese Landschaften - nahezu - kontinuierlich auf. Übrigens ein Prozess, der auch gegenwärtig mit etwa 1cm
pro Jahr die skandinavischen Gebirge aufsteigen und ausgleichend Teile der Nordseeküste sinken lässt. So wird
z.B. angenommen, dass im Mündungsbereich der Weser bis Mitte dieses Jahrhunderts eine Landabsenkung von etwa 15cm
erreicht wird und das mit einem sich verstärkenden Trend, bei einem zusätzlich vermuteten Meeresspiegelanstieg
von ca. 10cm (bis 40cm und mehr lt. IPCC als Folge einer erwarteten weiteren globalen
Erwärmung).
Vergleichen Sie dazu das soeben erschienene Fachbuch "Klimawandel
und Küste - Die Zukunft der Unterweserregion" (2005) von Schuchardt,B. &
M.Schirmer (Hrsg.)
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
 |
Zur
Erinnerung: |
| |
|
|
| |
|
Die
feste Erdkruste (im wesentlichen
die Lithosphäre) hat unter den Kontinentalplatten eine Mächtigkeit von 30 bis 70 Kilometern (max. 120 km unter
hohen Gebirgen) und ausserhalb der Kontinente nur maximal 10 km (sogenannte ozeanische Kruste, die teilweise nur 5 km
stark ist). Die Lithosphäre bildet eine extrem dünne, fest-spröde Schale (ozeanisch
~0,2% und kontinental ~0,8% des Erdradius) einer immer noch glühend heissen Kugel, deren Stärke proportional
noch nicht einmal die Schalendicke eines durchschnittlichen Hühner-Eies erreicht (~1,8% - bei einer Schalendicke
von durchschnittlich 0,35 mm und einem horizontalen Durchmesser des Beispiel-Eies von 40 mm). Wir leben also auf einem
höchst fragilen Planeten.
|
| |
|
| |
Näheres
erhalten Sie sehr anschaulich und ausführlich von der
Uni Graz!
[date
of access: 20.03.10] |
| |
|
|
|
 |
|
| |
|
 |
Dynamik
des Meeresspiegels - Dynamik der Küstenverläufe |
| |
|
| |
 |
Die oben genannte früh- bis mittel-holozäne Dynamik
von Flora und Vegetation (und zwar weltweit) wurde begleitet von einem permanenten Wandel
der Küstenlinien. Übrigens ein Prozess, der auch heute noch anhält. Z.B. veränderten sich sowohl
die Küstenflora und -vegetation als auch dieFauna der Nordsee-Marschen durch Verlagerung der interglazialen
Küstenlinien.
"Dabei sind verschiedene, massgeblich durch eustatische Meeresspiegelschwankungen
geprägte Phasen von Meeresvorstössen und -rückzügen zu unterscheiden. Z.B.:
Die Flandrische Transgression (Meeresvorstoss) im Atlantikum
mit der ihr folgenden Regression (Meeresrückzug) um 4.000 v. Chr. In der Zeit der Transgression bildete sich das
Wattenmeer im Küstenbereich von 450 km der Nordsee aus. Während der Stillstands- und Regressionsphase kommt
es zur Bildung des Watts.
Die Dünkirchen-Transgression ab 600 n.Chr. In dieser
Zeit geht ein Teil der Marschen wieder verloren."
(Geschichte der Nordsee,
Uni Kiel) [date of access: 09.12.04]
Meeresspiegelschwankungen
(seit der letzten Hochvereisung Anstieg des Meeresspiegels um ca.
120 bis 130 (135) Meter) haben weltweit weite Teile niedriger Landmassen (Schelfgebiete der Kontinente) im Meer versinken
lassen. Dies trifft selbstredend auch zu für Landschaften, welche gegenwärtig z.B. von dem Wasser der Nordsee
(einem sehr flachen Schelfmeer
mit durchschnittlich 94 Metern Wassertiefe,
[3D-View - JPEG 80Kb] bedeckt werden.
Der Anstieg des Meeresspiegels erfolgte nicht kontinuierlich,
sondern wurde durch Wärmeperioden beschleunigt, oder war in Kälteperioden sogar rückläufig.
Die Nordseeküste (Vgl. Karte links
oben) hat in den letzten Jahrtausenden und Jahrhunderten durch Landabsenkungen und den Meeresspiegelanstieg (Transgression
durch eustatische
und isostatische
Dynamik) ständig Land verloren. Informationen zur Geschichte der Nordseeentwicklung,
Marschenbildung und Küstenschutz finden Sie in dem Forum Erdkunde an der Uni Lüneburg.
Die kleine Karte links
unten mit der Küste Schleswig-Holsteins führt
auf eine Serie von Bildern * mit der Entstehung der Insel Sylt. Noch vor etwa 1.200
Jahren gab es die Insel auch nicht ansatzweise. Die heutige Westseite der Insel war die Westküste (des damals noch
nicht existierenden) Schleswig-Holsteins.
[* Die Herkunft der hier vorgestellten Bildserie ist unklar. Sie war Teil eines Zeitungs-Inserates und wurde dem
Verfasser zur Verfügung gestellt. Das verwendete Satellitenbild stammt von der Uni Kiel, Geographie, Einführung
in die Fernerkundung, und wurde von Carsten Stech im Rahmen des Projektes ENGL/EMIR entwickelt, vgl. Link unten!]
Ebenso
wie die nordfriesische Insel Sylt bildeten sich im Laufe der Zeit auch alle anderen Nordsee-Inseln Frieslands heraus.
|
| |
|
| |
|
Infos
zum Satellitenbild der Insel Sylt von
Carsten
Stech an der "Uni Kiel" [date
of access: 07.04.05] |
| |
|
Entwicklung
des Wattenmeeres (Nordsee ) Nationalpark-Atlas
Hamb. Wattenmeer [date
of access: 02.08.06] |
| |
Entstehung
der schleswig-holsteinischen Nordseeküste
(Daniel
Kulle / Uni Kiel / Geographie) [date
of access: 25.08.06] |
| |
|
| |
|
| |
|
|
|
| |
 |
Wie oben am Beispiel der
Nordsee gezeigt wurde, führte der Anstieg des Meeresspiegels seit dem LGM (Late Glacial Maximum)
um 120 bis 130 (135) m auch in anderen Erdteilen dazu, dass weite Teile der Schelfgebiete überflutet wurden, welche
vorher mit Vegetation bedeckt waren und von Tieren und Menschen besiedelt waren. Die postglazial überfluteten Gebiete
erreichten eine Fläche, die etwa der Europas entspricht. |
| |
|
|
| |
|
Diese Feststellung zu den
Meeresspiegelschwankungen trifft natürlich auch für die Mittelmeer- sowie Schwarzmeer-Region zu. "Frühholozän
stieg der Meeresspiegel als Folge des schmelzenden und sich zurückziehenden Eises wieder an und erreichte etwa
um 6.000 BP die heutige Höhe (VAN ZEIST et al. 1975). Vergleichsweise leichte Schwankungen bis zu 2 m (d.h. 5-10
mm/a !) traten zwischen 4-3.500 BP an der kleinasiatischen Mittelmeerküste auf. (KAYAN 1990). In der kühleren
Phase 6.000 BP während des Klimapessimums im Atlantikum (vgl. Klimaschwankungen
im Jungpleistozän und Holozän) lagen jedoch die Temperaturen im Mittelmeerraum weit unter und die Niederschläge
weit über den aktuellen Werten (CHEDDADI et al. 1996)." (aus Kehl
1998, Seite 15, Lit.-Angaben vgl. dort!) |
|
|
|
|
|
|
|
 |
Das natürliche Vordringen des Meeres
als Folge des Abschmelzens der mächtigen Eisschilde ging folglich mit den oben erwähnten grossen "Landverlusten"
einher (inkl. "Verlust" von Flora und Fauna).
Für die in den Küstenregionen siedelnden Menschen
nahmen diese Vorgänge besonders bei schweren Stürmen (auch Sturmfluten) dramatische Ausmasse an.
|
|
|
|
|
|
| |
|
-
Nur wenig ist bekannt von einer Sturmflut 115 BD (v.Chr.), die Jütland
verwüstete. Bekannt sind z.B.
-
die Julianenflut an der Nordseeküste vom 17. Febr. 1164 mit
ca. 20.000 Toten (Entstehung des Jadebusens),
-
Überflutungen im Jahre 1212 in den Niederlanden mit etwa 300.000
Toten,
-
am 16.
Januar 1219 (bekannt als erste Marcellusflut) mit etwa 36.000 Toten,
-
am 14. Dez. im Jahr 1287 (bekannt als Luciaflut) mit ca. 50.000 Toten
und die sogenannten
zwei "Groten Manndränken (Grote Mandränke).
-
1372 ist mit ca. 100.000 Toten und
-
am 11. Okt. 1634 mit ca. 9.000 Toten (50.000 Stück Vieh, 1.300
Häuser). Die 2. Grote Mandränke wird auch Buchardiflut genannt. Zu nennen sind auch die
-
Weihnachtsflut von 1717 mit 12.000 Toten, die
-
Hollandflut von 1953 sowie auch die
-
Hamburgsturmflut von 1962.
|
Abb.: (zum Vergrössern anklicken!)
zeigt für weite Teile der nördlichen Hemisphäre die wasserfreien Schelfgebiete während des LMG:
Beispielhaft von SO-Asien und dem Küstenbereich Floridas.
Zum Vergleich wurde in den beiden Abbildungen unten ein Anstieg des
Meeresspiegels um fünf Meter über den aktuellen Stand eingezeichnet. (aus
Schneider 1997) [date of access: 11.03.07]
|
|
|
|
|
 |
Wenn Opferzahlen bis
zu Beginn des 18. Jahrh. genannt werden, dann ist die vergleichsweise geringe Bevölkerungsdichte zu berücksichtigen
und gleichzeitig die Tatsache, dass vergleichbare Vorgänge in anderen Teilen der Welt mit einer vermutlich sehr
hohen Anzahl von Toten in Europa nicht bekannt wurden. |
|
|
|
|
|
Uni
Stuttgart (Geol.): Meeresspiegelschwankungen
- Ursachen, Folgen, Wechselwirkungen: [date
of access: 05.09.08] |
|
(von Hartmut Seyfried
und Reinhold Leinfelder - sehr zu empfehlen!) |
|
Zum
aktuellen Stand der Diskussion
über den zukünftigen Anstieg des Meeresspiegels |
| |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Weiterführende
Literatur: |
| |
|
| |
-
Alverson, K.D., R.S. Bradley, T. F. Pedersen (2003) Paleoclimate,
Global Change and the Future.- Springer Verlag, Berlin. (235 S.)
-
Behringer, W. (1988)
Hexen und Hexenprozesse.- dtv, München. (Klima, Kleine Eiszeit, Klimawandel, Mittelalter)
-
Berner, U. & H. Streif, Hrsg. (2000) Klimafakten - Ein
Schlüssel für die Zukunft, 2. Aufl.- BGR, Hannover.
Sehr zu empfehlen!!
-
Blümel, Wolf Dieter (2006)
Klimafluktuationen
- Determinanten für die Kultur- und Siedlungsgeschichte -
3,3 MB, 29 S. - erschienen in:
Nova Acta Leopoldina NF 94, Nr. 346 (W.D. Blümel, Institut
für Geographie der Universität Stuttgart) [
URL: http://www.geographie.uni-stuttgart.de/dokumente/aktuelles/LEOPOLDINA_bluemel_2006.pdf; date of access: 16.12.07]
Sehr zu empfehlen!!
-
Blümel, Wolf Dieter (2002)
20.000
Jahre Klimawandel und Kulturgeschichte - Von der Eiszeit in die Gegenwart -
4,8 MB, 35 S. (erschienen in: Wechselwirkungen - Jahrbuch
aus Lehre und Forschung der Universität Stuttgart) [ URL: http://hehl-rhoen.de/pdf/Klimawandel2002.pdf;
date of access: 16.12.07] Sehr zu empfehlen!!
-
Bork, H.-R., H. Bork, C. Dalchow, B. Faust, H.-P. Piorr, T. Schatz
(1998) Landschaftentwicklung in Mitteleuropa.- Klett-Perthes Verlag, Gotha - Stuttgart.
-
Briffa, K.R., Osborn, T.J. and Schweingruber, F.H. (2004)
Large-scale
Temperature inferences from tree rings: a review.- Global & Planetary Change 40: 11-26. -
16 S. (vgl. das Abstract)
-
Broecker, Wallace S. (2001)
Was
the Medieval Warm Period Global? - Science Vol. 291. no. 5508, pp. 1497 - 1499 DOI: 10.1126/science.291.5508.1497
-
"During the Medieval Warm Period (800 to 1200 A.D.), the
Vikings colonized Greenland. In his Perspective, Broecker discusses whether this warm period was global or regional
in extent. He argues that it is the last in a long series of climate fluctuations in the North Atlantic, that it was
likely global, and that the present warming should be attributed in part to such an oscillation,
upon which the warming due to greenhouse gases is superimposed."
-
Brohan, P., J.J. Kennedy, I. Harris, S.F.B. Tett and P.D. Jones
(2006)
Uncertainty
estimates in regional and global observed temperature changes: a new dataset from 1850.- J. Geophysical Research
111, D12106, doi:10.1029/2005JD006548
-
Büntgen, U., Tegel, W., Nicolussi, K., McCormick, M., Frank,D.,
Trouet, V., Kaplan, Jed O., Herzig, F., Heussner, K.-U., Wanner, H., Luterbacher, J., and Jan Esper (2011)
2500 Years of European
Climate Variability and Human Susceptibility.- Science DOI: 10.1126/science.1197175, Published Online 13 January
2011.
"Abstract: Climate variations have influenced
the agricultural productivity, health risk, and conflict level of preindustrial societies. Discrimination between environmental
and anthropogenic impacts on past civilizations, however, remains difficult because of the paucity of high-resolution
palaeoclimatic evidence. Here, we present tree ringbased reconstructions of Central European summer precipitation
and temperature variability over the past 2500 years. Recent warming is unprecedented, but modern hydroclimatic variations
may have at times been exceeded in magnitude and duration. Wet and warm summers occurred during periods of Roman and
medieval prosperity. Increased climate variability from ~AD 250 to 600 coincided with the demise of the Western Roman
Empire and the turmoil of the Migration Period. Historical circumstances may challenge recent political and fiscal reluctance
to mitigate projected climate change."
-
Chen, J., L. King, T. Jiang & D. Wollesen (1998) Klimageschichtliche
Forschung in China: Quellenlage und Ergebnisse im Überblick.- Erdkunde 52: 163-176.
( danach treten
Überschwemmungen und Dürren nicht häufiger auf als früher)
-
Chiessi, C. M., St. Mulitza, A. Paul, J. Pätzold, J. Groeneveld
& G. Wefer (2008) South Atlantic interocean exchange as the trigger for the Bølling warm event.- Geology,
Vol. 36, No. 12, pp. 919-922.
-
Claussen, M. (2003)
Klimaänderungen:
Mögliche Ursachen in Vergangenheit und Zukunft.
10 S. - UWSF Umweltchem Ökotox 15 (1) 21 30 (Beitragsserie:
Klimaänderung und Klimaschutz) [date
of access: 22.02.2010]
-
Zusammenfassung:
In diesem Übersichtsartikel werden
zwei Klimadefinitionen, die meteorologische und die systemanalytische, vorgestellt. Verschiedene Ursachen für Klimaänderungen
werden vergleichend diskutiert: die extern angetriebene Klimavariabilität und die ohne äußeren Anstoß,
aufgrund von internen Instabilitäten im System ausgelöste, freie oder interne Klimavariabilität. Sowohl
die angetriebene als auch die freie Klimavariabilität kann sich durch periodische, zufällig periodische und
abrupte Klimaänderungen bemerkbar machen. Abschließend werden die verschiedenen Möglichkeiten der Klimavorhersage
betrachtet.
-
Cubasch, U., E. Zorita, J. F. Gonzalez-Rouco, H.v. Storch &
I. Fast (2004)
Simulating
the last 1000 years with a 3d coupled model.-
17 S. - [date
of access: 22.03.07]
"Abstract: A simulation of the climate
of the last millennium with a state-of-the art ocean-atmosphere climate model, which has been forced with solar variability,
volcanism and the change in anthropogenic greenhouse gases, shows global temperatures during the Little Ice Age of the
order of 1 K colder than present. This is markedly colder than some accepted empirical reconstructions from proxy data.
In this simulation temperature minima are reached in the Late Maunder Minimum, (around 1700 A.D.) and the Dalton Minimum
(1820 A.D.), with global temperature about 1.2 K colder than today. The model also produces a
Medieval Warm Period around 1100 A.D., with global temperatures approximately equal to present values. A combination
of model and tree-ring data leads to an improved temperature estimate for Northern Europe, but not for Southern Europe."
Sehr zu empfehlen!!
-
Demezhko, D. Yu. & I. V. Golovanova (2007) Climatic
changes in the Urals over the past millennium. An analysis of geothermal and meteorological data.- Clim. Past
3: 237-242. -
6 S.
Abstract [partly]: " .... Joint analysis
of GSTH and meteorological data bring us to the following conclusions. First, ground surface temperatures in the Medieval
maximum during 11001200 was 0.38 K higher than the 20th century mean temperature (19001960). The
Little Ice Age cooling was culminated in 1720 when surface mean temperature was 1.58 K below than the 20th century mean
temperature. Secondly, contemporary warming began approximately one century prior to the first instrumental measurements
in the Urals. The rate of warming was +0.25K/100years in the 18th century, +1.15 K/100years in the 19th and +0.75 K/100years
in the first 80 years of the 20th. Finally, the mean rate of temperature warming increased in final decades of 20th
century. An analysis of linear regression coefficients in running intervals of 11, 21 and 31 years, shows that there
were periods of warming with almost the same rates in the past, including the 19th century."
-
deMenocal, Peter, Joseph Ortiz, Tom Guilderson, Michael Sarnthein
(2000) Coherent High- and Low-Latitude Climate Variability During the Holocene Warm Period.- Science, Vol. 288.
no. 5474, pp. 2198 - 2202, DOI: 10.1126/science.288.5474.2198.
Textauszug: "The warm climate of the Holocene
epoch [the last 11,700 thousand years (11.7 ky B.P.)] conventionally has been viewed as climatically stable (...) with
little evidence of the abrupt millennial-scale climatic shifts that characterize glacial periods (...). Oxygen isotopic
records from central Greenland ice cores indicate essentially no Holocene variability, with the notable exception of
the Preboreal and early Holocene cooling events near 10 and 8.2 thousand years ago (ka) (...). However, recently developed
Holocene paleoclimate records from ice cores and high-latitude marine sediments show that Holocene climate was also
unstable, having been punctuated by several significant, millennial-scale cooling events, which recurred roughly every
1500 ± 500 years (...). The most recent of these Holocene cooling events was the Little Ice Age between ca. 1300
to 1870 A.D. (...), when Scandinavian glaciers attained their furthest expansion since 9 ka (...)."
-
Dorale et al. (2010) Sea-Level
Highstand 81,000 Years Ago in Mallorca.- Science 12 February 2010: Vol. 327. no. 5967, pp. 860 - 863, DOI: 10.1126/science.1181725
-
Abstract
"Global sea level and Earths climate are closely linked. Using speleothem encrustations from coastal caves
on the island of Mallorca, we determined that western Mediterranean relative sea level was ~1 meter above modern sea
level ~81,000 years ago during marine isotope stage (MIS) 5a. Although our findings seemingly conflict with the eustatic
sea-level curve of far-field sites, they corroborate an alternative view that MIS 5a was at least as ice-free as the
present, and they challenge the prevailing view of MIS 5 sea-level history and certain facets of ice-age theory."
-
Glaser, R. (2001) Klimageschichte
Mitteleuropas. 1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen. Sehr
zu empfehlen!! - auch im Internet unter: Historische
Klimaforschung und Historische Klimadatenbank Deutschland (HISKLID) Anmerkung:
Glaser vermutet - im Gegensatz z.B. zu Cubasch et al. (2004) - dass die gegenwärtigen
Mittel-Temperaturen in der nördlichen Hemisphäre bereits leicht über denen der Mittelalterlichen Warmzeit
(MWZ bzw. MWP) liegen.
Global Climate Change Student Guide - Contemporary Climate Change:
References. Umfangreiche Zusammenstellung von Literatur zur
Klimageschichte.
-
Glaser, R., Ch. Beck & H. Stangl (2003)
Zur
Temperatur- und Hochwasserentwicklung der letzten 1000 Jahre in Deutschland.- DWD-Klimastatusbericht.
13 S. [date
of access: 02.10.08] Sehr zu empfehlen!!
-
Haq, B.U., Hardenbol, J. & P.R. Vail (1987)
Chronology of fluctuating sea levels since the Triassic.- Science, 235, pp. 1156-1167.
-
Hare, F.K. (1979) Climatic
variation and variability: empirical evidence from meteorological and other sources. In: Proceedings of the World
Climate Conference, World Meteorological Organisation Publication No. 537. WMO, Geneva, pp. 51-87.
-
Holzhauser, H., Magny, M. & Zumbühl, H.J. (2005)
Glacier and lake-level variations in west-central Europe over the last 3300 years.- The Holocene 15, 789 801.
-
Hunt, B.G. (2006)
The
Medieval Warm Period, the Little Ice Age and simulated climatic variability.- Climate Dynamics, Volume 27, Numbers
7-8: 677-694, Dezember 2006.
-
Abstract:
"The CSIRO Mark 2 coupled global climatic model has been used to generate a 10,000-year simulation for present
climatic conditions. The model output has been analysed to identify sustained climatic fluctuations, such as those attributed
to the Medieval
Warm Period (MWP) and the Little
Ice Age (LIA). Since no external forcing was permitted during the model run all such fluctuations are attributed
to naturally occurring climatic variability associated with the nonlinear processes inherent in the climatic system.
Comparison of simulated climatic time series for different geographical locations highlighted the lack of synchronicity
between these series. The model was found to be able to simulate climatic extremes for selected observations for century
timescales, as well as identifying the associated spatial characteristics. Other examples of time series simulated by
the model for the USA and eastern Russia had similar characteristics to those attributed to the MWP and the LIA, but
smaller amplitudes, and clearly defined spatial patterns. A search for the frequency of occurrence of specified surface
temperature anomalies, defined via duration and mean value, revealed that these were primarily confined to polar regions
and northern latitudes of Europe, Asia and North America. Over the majority of the oceans and southern hemisphere such
climatic fluctuations could not be sustained, for reasons explained in the paper. Similarly, sustained seaice
anomalies were mainly confined to the northern hemisphere. An examination of mechanisms associated with the sustained
climatic fluctuations failed to identify a role for the North Atlantic Oscillation, the El Niño-Southern Oscillation
or the Pacific Decadal Oscillation. It was therefore concluded that these fluctuations were generated
by stochastic processes intrinsic to the nonlinear climatic system. While a number of characteristics of the MWP and
the LIA could have been partially caused by natural processes within the climatic system, the inability of the model
to reproduce the observed hemispheric mean temperature anomalies associated with these events indicates that external
forcing must have been involved. Essentially the unforced climatic system is unable to sustain the generation
of long-term climatic anomalies."
-
Joerin, U.E., T.F. Stocker & Ch. Schlüchter (2006)
Multicentuary glacier fluctuations
in the Swiss Alps during the Holocene.- The Holocene 16/5: 687-704.
8 S. [date
of access: 04.10.08]
-
Kaser, G. & P.W. Motte (2008) Gletscherschwund am Kilimandscharo.-
SdW Januar 2008, S. 62-69.
-
"Ernest Hemingway machte ihn einst berühmt: den Schnee
auf dem Kilimandscharo. Inzwischen wird die schrumpfende Eiskappe des Tropenvulkans gern als Kronzeuge für den
Klimawandel bemüht. Zu Unrecht, wie eine sorgfältige Analyse offenbart."
-
Kirkby, J. (2007) Cosmic Rays and Climate.- Surveys
in Geophysics 28, 333-375.
44 S. [date
of access: 08.12.09]
-
Keigwin, L. D. (1996) The Little Ice Age and Medieval Warm
Period in the Sargasso Sea.- Science, v. 274, p. 1504-1508
Vgl. Extraseite
mit Text und Abbildung!
-
Knapp & Mallet,
Refuting
Refugia? - Science, Vol 300, Issue 5616, 71-72 , 4 April 2003. Sehr
zu empfehlen!!
-
Lambeck,
Kurt & John Chappell (2001) "Sea Level Change Through the Last Glacial Cycle",
Science
27 April 2001: Vol. 292. no. 5517, pp. 679 - 686. [date
of access: 28.11.05]
-
Abstract:
"Sea level change during the Quaternary is primarily a consequence of the cyclic growth and decay of ice sheets,
resulting in a complex spatial and temporal pattern. Observations of this variability provide constraints on the timing,
rates, and magnitudes of the changes in ice mass during a glacial cycle, as well as more limited information on the
distribution of ice between the major ice sheets at any time. Observations of glacially induced sea level changes also
provide information on the response of the mantle to surface loading on time scales of 103 to 105 years. Regional analyses
indicate that the earth-response function is depth dependent as well as spatially variable. Comprehensive models of
sea level change enable the migration of coastlines to be predicted during glacial cycles, including the anthropologically
important period from about 60,000 to 20,000 years ago."
-
Lamp, H.H. (1972/1977) Food
shortage, climatic variability, and epidemic disease in preindustrial Europe - the mortality peak in the early 1740s.
-
LeRoy Ladurie, E. (1988) Times
of Feast, Times of Famine. A History of Climate since the Year 1000.
-
Loehle, C. (2007)
A 2000-year global temperature reconstruction based on non-treering proxies.- Energy & Environment 18(7-8): 1049-1058.
Abstract:
Historical data provide a baseline for judging how anomalous recent temperature changes are and for assessing the degree
to which organisms are likely to be adversely affected by current or future warming. Climate histories are commonly
reconstructed from a variety of sources, including ice cores, tree rings, and sediment. Tree-ring data, being the most
abundant for recent centuries, tend to dominate reconstructions. There are reasons to believe that tree ring data may
not properly capture long-term climate changes. In this study, eighteen 2000-year-long series were obtained that were
not based on tree ring data. Data in each series were smoothed with a 30-year running mean. All data were then converted
to anomalies by subtracting the mean of each series from that series. The overall mean series was then computed by simple
averaging. The mean time series shows quite coherent structure. The mean series shows the Medieval Warm Period (MWP)
and Little Ice Age (LIA) quite clearly, with the MWP being approximately 0.3°C warmer than 20th century values at
these eighteen sites." Diskussion
der Publikation bei ClimateAudit und hier---
vgl. Grafik!
Energy & Environment is not a peer-reviewed science publication!
-
Mayewski, P.A., E. Rohling, C. Stager , W. Karlén, K. Maasch,
L.D. Meeker, E. Meyerson , F. Gasse, S. van Kreveld, K. Holmgren, J. Lee-Thorp, G. Rosqvist, F. Rack, M. Staubwasser
and R. Schneider (2004)
Holocene
Climate Variability.- Quaternary Research 62: 243-255.
13 S. [date
of access: 01.10.08]
Abstract: "Although the dramatic climate disruptions
of the last glacial period have received considerable attention, relatively little has been directed toward climate
variability in the Holocene (11,500 cal yr B.P. to the present). Examination of ~50 globally distributed paleoclimate
records reveals as many as six periods of significant rapid climate change during the time periods 90008000, 60005000,
42003800, 35002500, 12001000, and 600150 cal yr B.P. Most of the climate change events in these
globally distributed records are characterized by polar cooling, tropical aridity, and major atmospheric circulation
changes, although in the most recent interval (600150 cal yr B.P.), polar cooling was accompanied by increased
moisture in some parts of the tropics. Several intervals coincide with major disruptions of civilization, illustrating
the human significance of Holocene climate variability."
Keywords: Climate; Rapid climate change; Holocene; Solar variability
Siehe dazu auch Joerin
et al. (2006)
Mudelsee M, Börngen M, Tetzlaff G, Grünewald U (2003)
No upward trends in the occurrence of extreme
floods in central Europe. 4
Seiten - Nature 425:166169. Zusammenfassung der Ergebnisse in InnovationsReport
vom 17. Sept. 2003. ( danach
treten Überschwemmungen nicht häufiger auf als früher)
-
Müller, R.D., M. Sdrolias, C. Gaina, B. Steinberger &
Ch. Heine (2008) Long-Term Sea-Level Fluctuations Driven
by Ocean Basin Dynamics.- Science 7 March 2008: Vol. 319. no. 5868, pp. 1357 - 1362.
Abstract
-
Münch, P. (1992)
Lebensformen in der frühen Neuzeit - 1500 - 1800.- Propyläen, Frankf./Main-Berlin. (604 S.)
-
betr. Kleine Eiszeit, Klima, Mittelalter, Klimaoptimum im 11.
und 12. Jh., Missernten, Überschwemmungen, Verschwinden von Kulturpflanzen, Artensterben, Verteilungskämpfe,
Hexenverbrennungen als Folge sozialer Unsicherheit, Weil das Klima jeweils sehr rasch umschlug, suchte man nach Schuldigen,
vgl. auch Wolfgang Behringer (1988)
-
Muscheler, R., B. Kromer, S. Björck, A. Svensson, M. Friedrich,
K. F. Kaiser & J. Southon (2008) Tree rings and ice cores reveal 14C calibration uncertainties during the Younger
Dryas.- Nature Geoscience 1, 263 - 267 (2008)
Abstract:
"The Younger Dryas interval during the Last Glacial
Termination was an abrupt return to glacial-like conditions punctuating the transition to a warmer, interglacial climate.
Despite recent advances in the layer counting of ice-core records of the termination, the timing and length of the Younger
Dryas remain controversial. Also, a steep rise in the concentration of atmospheric radiocarbon at the onset of the interval,
recorded primarily in the Cariaco Basin, has been difficult to reconcile with simulations of the Younger Dryas carbon
cycle. Here we discuss a radiocarbon chronology from a tree-ring record covering the Late Glacial period that has not
been absolutely dated. We correlate the chronology to ice-core timescales using the common cosmic production signal
in tree-ring 14C and ice-core 10Be concentrations. The results of this correlation suggest that the Cariaco record may
be biased by changes in the concentration of radiocarbon in the upper ocean during the early phase of the Younger Dryas
climate reversal in the Cariaco basin. This bias in the marine record may also affect the accuracy of a widely used
radiocarbon calibration curve over this interval. Our tree-ring-based radiocarbon record is easily reconciled with simulated
production rates and carbon-cycle changes associated with reduced ocean ventilation during the Younger Dryas."
-
Oppo, D. (1997) Millennial Climate Oscillations.- Science
278 (14 Nov. 1997).
-
Overpeck, J. et al. (1997) Arctic Environmental Change of
the Last Four Centuries.- Science, v. 278, n. 5341 p. 1251-1256.
-
Peltier, W.R. (2007) Postglacial coastal evolution: Ice-ocean-solid
Earth interactions in a period of rapid climate change.- Geological Society of America Special Papers 426, 5-28
-
Abstract
"The most recent glacial-interglacial transition of the late Pleistocene ice age was accompanied by an increase
in globally averaged ice-equivalent eustatic sea level of ?120 m. This increase in sea level occurred over a period
of ?10,000 yr and was accompanied by highly significant regional inundations of the land by the sea as well as by significant
regional emergence of the land from the sea in the initially ice-covered regions. These migrations of the coastline
can be accurately predicted given only an assumed known history of the deglaciation of the continents. An especially
interesting aspect of the suite of physical interactions involved in the global process of glacial isostatic adjustment
concerns the influence of variations in the Earth's rotation on the local histories of relative sea level, which may
be inferred on the basis of radiocarbon dating of suitable sea-level index points. The observed variability in sea level
may be interpreted in terms of fundamentally important climatological and solid Earth geophysical properties of Earth
System processes that govern system evolution."
-
Pfister, Chr. (1999) Wetternachhersage
- 500 Jahre Klimavariationen und Naturkatastrophen (1496-1995).
Sehr
zu empfehlen!!
-
Post, J.D. (1985) Climate:
present, past and future. Vol. 1, Fundamentals and climate now, Vol. 2 Climatic history and the future.
-
Pott, R. (1997) Von
der Urlandschaft zur Kulturlandschaft - Entwicklung und Gestaltung mitteleuropäischer Kulturlandschaften durch
den Menschen.- Verh. Ges. Ökologie 27: 5-26.
-
Reichholf,
J. H. (2007) Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends.- S. Fischer, Frankfurt/M. (4.Aufl.,
03.2007)
-
Rasmussen, S. O.; Vinther, B. M.; Clausen, H. B.; Andersen, K.
K. (2007) Early Holocene climate oscillations recorded in three Greenland ice cores.- Quaternary
Science Reviews, Volume 26, Issue 15-16, p. 1907-1914.
-
Rietti-Shati, M., A. Shemesh, W. Karlen (1998)
A 3000-Year Climatic Record from Biogenic Silica Oxygen Isotopes in an Equatorial High-Altitude Lake.- Science, Vol.
281. no. 5379, pp. 980 - 982, DOI: 10.1126/science.281.5379.980.
-
Schlüchter, Ch. & U. Jörin (2004)
Holz-
und Torffunde als Klimaindikatoren - Alpen ohne?- Die Alpen 6.
Textauszug: "Die Kleine Eiszeit vom 17. bis Mitte
des 19. Jahrhunderts hat die grösste Gletscherausdehnung in den letzten 10.000 Jahren gebracht. Demgegenüber
waren die Alpengletscher etwas über 50% der letzten 10.000 Jahre von geringerer Ausdehnung als heute. Die
Phasen kleiner Alpengletscher fallen dabei mit den Anfangszeiten erhöhter Sonnenaktivität zusammen,
was den Schluss zulässt, dass der Einfluss der Sonnenaktivität auf die Gletscherentwicklung bisher unterschätzt
wurde." Siehe dazu auch
Joerin et al. (2006)
-
Sheng Hu, Feng, Darrell Kaufman, Sumiko Yoneji, David Nelson,
Aldo Shemesh, Yongsong Huang, Jian Tian, Gerard Bond, Benjamin Clegg, Thomas Brown (2003) Cyclic Variation and Solar
Forcing of Holocene Climate in the Alaskan Subarctic.- Science, Vol. 301. no. 5641, pp. 1890 - 1893, DOI: 10.1126/science.1088568.
Abstract: "High-resolution analyses of lake sediment
from southwestern Alaska reveal cyclic variations in climate and ecosystems during the Holocene. These variations occurred
with periodicities similar to those of solar activity and appear to be coherent with time series of the cosmogenic nuclides
14C and 10Be as well as North Atlantic drift ice. Our results imply that small variations in solar
irradiance induced pronounced cyclic changes in northern high-latitude environments. They also provide evidence
that centennial-scale shifts in the Holocene climate were similar between the subpolar regions of the North Atlantic
and North Pacific, possibly because of Sun-ocean-climate linkages."
-
Schönwiese, C. (1995) Klimaänderungen.
Daten, Analysen, Prognosen. - Heidelberg.
-
Soon, W, S. Baliunas, C. Idso, S., Idso, and D.R. Legates (2003)
Reconstructing climatic and environmental changes of the past 1000 years: A reappraisal. Energy & Environment
14: 233-296.
Energy & Environment is not a peer-reviewed science publication!
-
Stauffer, B. (1993) Ist ein über mehrere Jahrtausende
stabiles Klima die Ausnahme?- Spektrum der Wissenschaft, November 1993: 16-18.
-
von Storch, H., E. Zorita, J. M. Jones, Y. Dimitriev, F. González-Rouco
& S. F. B. Tett (2004) Reconstructing
Past Climate from Noisy Data.- Science, Vol. 306. no. 5696, pp. 679 - 682 (22 October 2004) - Zusammenfassung
vom GKSS: Temperaturschwankungen
des letzten Millenniums wahrscheinlich größer als bisher angenommen
hier die neu
berechnete Kurve
"Abstract: Übliche Methoden
zur Rekonstruktion vergangener Klimaveränderungen, die auf der Analyse von sogen. Proxydaten für das Paläoklima
(u. a. von Baumringen, Korallen und Eiskernen) beruhen, unterschätzen wahrscheinlich die tatsächlichen Temperaturschwankungen
um einen Faktor bis zu 2, möglicherweise sogar noch mehr. (...) Die vorgestellte Studie stellt eine Neuabschätzung
der vergangenen Temperatur Schwankungen dar. Sie stellt weder Behauptungen in Frage hinsichtlich der Identifizierung
von Signalen der von Menschen gemachten Klimaänderungen in den letzten Jahrzehnten, die auf der Geschwindigkeit
der Veränderungen beruhen, noch hinsichtlich wahrscheinlicher oder möglicher zukünftiger Klimaänderungen."
Sehr zu empfehlen!!
Interviews
by and with Hans von Storch - These are interviews with eminent scientists, which have been part of the development
of the 20th century science in one or the other way; they are "Zeitzeugen". At the time of the interview,
they were typically 75 years old - so that they can look back on career extending over 50 and more years - and somewhat
detached from the daily practice and responsibility of leading scientists.
Themenbereiche:
Sturmfluten, Klimawandel: Anpassung und Vermeidung, Kyoto, "Hockeystick" [URL:
http://w3g.gkss.de/staff/storch/interview.htm- date of access: 02.04.07] Sehr
zu empfehlen!!
-
Stulc P., Golovanova I.V., Selezniova G.V. (1997) Climate
Change in the Urals, Russia, Inferred from Borehole Temperature Data.- Studia Geophysica et Geodaetica, Volume 41,
Number 3, July 1997 , pp. 225-246(22).
-
Tsoar, H. (1995) Desertification in Northern Sinai in the
Eighteenth Century.- Climatic Change 29: 429- 438.
-
Von Rudloff, H. (1967) Die
Schwankungen und die Pendelungen des Klimas in Europa seit dem Beginn der regelmässigen Instrumenten-Beobachtungen
(1670) mit einem Beitrag über die Klimaschwankungen in historischer Zeit
Sehr
zu empfehlen!!
-
Vrielynck, B. & P. Bouysse (2003) The
Changing Face of the Earth.
-
Wallen, C.C. (1977) Climates of Central and Southern Europe.-
In: LANDSBERG, H. E. (ed.) World Survey of Climatology, Volume 6.- Elsevier Science Publ., Amsterdam - Oxford - New
York.
-
Wipf A. (2001) Gletschergeschichtliche
Untersuchungen im spät- und postglazialen Bereich des Hinteren Lauterbrunnentals (Berner Oberland, Schweiz).- Geographica
Helvetica, Heft 2: 133 - 144.
-
"Mit der Datierung der Basis eines Moores, das nur etwa 200
m ausserhalb der grössten postglazialen Gletscherausdehnung, aber innerhalb eines spätglazialen Moränenwalles
liegt, konnte der Übergang vom Spät- zum Postglazial mit dem bis anhin ältesten Hinweis in den Alpen
auf 10390 ± 150 yBP mindestdatiert werden. Die für den Schweizer Alpenraum einzigartige Abfolge von
Moränenwallen im Hinteren Lauterbrunnental ermöglichte es, mittels 14C-Datierungen exemplarisch eine Chronologie
von postglazialen Hochstandsphasen aufzustellen. Insbesondere gelang es, die mehrteilige Löbben-Kaltphase (mehrfach)
nachzuweisen. Um 4475 ± 75 yBP sowie um 3340 ± 80 yBP erreichten die
Gletscher ihre grösste postglaziale Ausdehnung im Bereich der Oberhornalp. Weitere Hochstandsphasen zeichnen sich
um 3800 yBP (?), um 3500 yBP, um 3200 yBP, um 2550 yBP, um 2300 yBP, um 1750 yBP,
um 1300 yBP, um 1000 yBP, um 750 yBP, um 300 yBP sowie um 1774/76, um 1822 und um 1850 ab. Der allgemeine
Gletscherschwund seit 1850 wurde von drei kurzen Vorstoss- bzw. Stillstandsphasen (1880/90, 1920/30 und 1970/80er Jahre)
unterbrochen."
-
White, K. & D.J. Mattingly (2006) Versunkene Seen in der
Sahara.- Spektrum der Wissenschaft, Sept. 2006: 46-53.
-
Yancheva, Gergana, Norbert R. Nowaczyk, Jens Mingram, Peter Dulski,
Georg Schettler, Jörg F. W. Negendank, Jiaqi Liu, Daniel M. Sigman, Larry C. Peterson& Gerald H. Haug (2007)
Influence of the intertropical convergence zone on the East Asian monsoon.- Nature 445, 74-77 (4 January 2007).
Abstract:
"The AsianAustralian monsoon is an important component of the Earth's climate system that influences the
societal and economic activity of roughly half the world's population. The past strength of the rain-bearing East Asian
summer monsoon can be reconstructed with archives such as cave deposits (...) but the winter monsoon has no such signature
in the hydrological cycle and has thus proved difficult to reconstruct. Here we present high-resolution records of the
magnetic properties and the titanium content of the sediments of Lake Huguang Maar in coastal southeast China over the
past 16,000 years, which we use as proxies for the strength of the winter monsoon winds. We find evidence for stronger
winter monsoon winds before the BøllingAllerød warming, during the Younger Dryas episode and during
the middle and late Holocene, when cave stalagmites suggest weaker summer monsoons (...). We conclude that this anticorrelation
is best explained by migrations in the intertropical convergence zone. Similar migrations of the intertropical convergence
zone have been observed in Central America for the period ad 700 to 900 (...), suggesting global
climatic changes at that time. From the coincidence in timing, we suggest that these migrations
in the tropical rain belt could have contributed to the declines of both the Tang dynasty in China and the Classic Maya
in Central America."
|
| |
|
| |
|
 |
Infos
im Internet: |
| |
|
| |
-
Adams J.M. & Faure H. (1997)
Die
glaziale und postglaziale Vegetationsgeschichte Afrikas.
-
Zur Rekonstruktion der Klimageschichte mit Hilfe von Stalagmitenforschung
in DER SPIEGEL (2007 / Heft 42) - "Versteinertes
Wasser (in SPIEGEL-ONLINE)
-
Geologen erkunden einen neuen Weg, das Klima der Vergangenheit
zu rekonstruieren: Tropfsteine in Höhlen erlauben Rückschlüsse darauf, wie Temperaturen und Niederschlag
über die Jahrtausende schwankten. Lässt sich so auch erfahren, wie das Wetter im Garten Eden war?"
"Für die Paläoklimatologie waren die vergangenen zwei Jahrzehnte das Zeitalter der Eiskerne. Die
kommenden zwei könnten die der Speläotheme sein", prophezeit der Oxford-Gelehrte Gideon Henderson in
der Fachzeitschrift "Science". Und auch Raymond Bradley, Geowissenschaftler an der University of Massachusetts,
gesteht den steinernen Konkurrenten zu, sie produzierten "ganz außergewöhnliche Einblicke".
-
Umfangreiche Literatur zum Thema finden Sie auf der
Website
von Dr Manfred Mudelsee (Alfred Wegener Institute for Polar and Marine Research, publiziert häufig zusammen
mit Fleitmann und Mangini), der hier seine 'peer-reviewed' Papers vorstellt. Mudelsee
et al. (2003) konnten übrigens in einer umfangreichen Studie nachweisen, publiziert in Nature, dass Intensität
und Häufigkeit von Elbe- und Oder-Hochwasser in den letzten 150 Jahren nicht zugenimmen haben.
-
Baier, A.
Von
Wolkenschichten, Wärmespeichern und Vulkanen - einige Aspekte zur "Klimakatastrophe", Angewandte
Geologie, Uni Erlangen (hier auch eine sehr umfangreiche und profunde Zusammenstellung der Klimageschichte).
Sehr zu empfehlen!!
[ URL: http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/klima1.htm,
date of access: 13.07.07]
-
BGR
(Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)
Klima
in der Holozän-Warmzeit. [date
of access: 06.06.08]
-
Global Climate Change Student Guide - Contemporary Climate
Change: References.
Umfangreiche
Zusammenstellung von Literatur zur Klimageschichte der Manchester Metropolitan University, 2008.
-
The Fezzan Project: Geoarchaeology of the Sahara -
Palaeoclimate
and environment - Tyndall Centre for Climate Change Research, University of East Anglia.
-
Ray, N. & J.M Adams (2001)
A GIS-based Vegetation Map of the World at the Last
Glacial Maximum (25,000-15,000 BP), (auch als
1,97 MB), nach denen z.B. die Tropischen Regenwälder
nur noch auf sehr kleinen inselartigen Flächen vorhanden waren.
-
Paleoclimatology
-
The
Study of Ancient Climates .Page Paleontology Science Center (a non-profit organization)
-
Scotese, Christopher
R.
Paleomap
Project
-
Blümel, Wolf Dieter (2006)
Klimafluktuationen
- Determinanten für die Kultur- und Siedlungsgeschichte -
4,79 MB, 29 S. . erschienen in:
Nova Acta Leopoldina NF 94, Nr. 346 (Institut für Geographie
der Universität Stuttgart) [
URL: http://www.geographie.uni-stuttgart.de/dokumente/aktuelles/LEOPOLDINA_bluemel_2006.pdf; date of access: 16.12.07]
Sehr zu empfehlen!!
-
Blümel, Wolf Dieter (2002)
20.000
Jahre Klimawandel und Kulturgeschichte - Von der Eiszeit in die Gegenwart -
4,79 MB, 35 S. (erschienen in: Wechselwirkungen - Jahrbuch
aus Lehre und Forschung der Universität Stuttgart) [ URL: http://hehl-rhoen.de/pdf/Klimawandel2002.pdf;
date of access: 16.12.07] Sehr zu empfehlen!!
-
Martina Kunz-Pirrung & Michael Pirrung (SS2002) Eisschilde
und Eiskernarchive, speziell
"Eiszeiten
und Warmzeiten".- Institut für Geowissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena
(sehr zu empfehlen!). [URL:http://www.igw.uni-jena.de/angeol/vorlesungen/eis/Eis.htm#_Eiszeiten_und_Warmzeiten;
date of access: 29.08.06] Sehr zu
empfehlen!!
-
Detlef
Kutz
Klima
macht Geschichte - 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte im Spiegel der Klimaentwicklung, Sendung:
WDR 5 Leonardo, 23.05.2003 (geändertes Manuskript)
[URL:http://www.kutz.de/werke/klima_geschichte.htm;
date of access: 16.02.05]
-
Klimatologie, Klimageographie:
Klima-
und Zirkulationsschwankungen seit dem Tertiär unter Geographie-Diplom
(vgl. dort unter "Physische Geographie" > "Klimatologie" > "Klima- und Zirkulationsschwankungen
seit dem Tertiär"! [URL:
http://www.geographie-diplom.de/; date of access: 07.08.06] Sehr
zu empfehlen!!
-
Der Gletscherblues
- Grosser Aletsch - vor und zurück im Rhythmus von Jahrhunderten, in
KlimaNotizen,
Newsletter 4, von Klaus Öllerer, mit vielen Grafiken. [URL:
http://www.klimanotizen.de/html/newsletter_4.html ; date of access: 07.08.06]
-
Historisches Lexikon der Schweiz: Von 8000 v.Chr. bis 1200
n.Chr.,
Kaltphasen
und Warmphasen mit Gletscherausdehnungen und -rückzügen
[URL: http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7770-3-4.php
; date of access: 07.08.06]
-
Kapitel 7, Erdneuzeit:
2 Quartär:
Eiszeit
und Menschen, von Dr. Jörg Resag (2006) [URL:
http://www.joergresag.privat.t-online.de/mybk4htm/chap72.htm ; date of access: 07.08.06]
-
Regionale
Klimaentwicklung im Holozän - Griechenland, östlicher Mittelmeerraum (Grosses Geländepraktikum, Referentin
Svenja Brockmüller, Uni Marburg, Geographie) [URL:
http://web.uni-marburg.de/geographie//HPGeo.old/personal/Brueckner/EX_Griechenland_2003/landeskunde/ brockmueller/referat.htm#5
; date of access: 07.08.06]
-
Kurt
Lambeck & John Chappell (2001) "Sea Level Change Through the Last Glacial Cycle",
Science
27 April 2001: Vol. 292. no. 5517, pp. 679 - 686. [date
of access: 28.11.05]
-
Chronologie
von Hitze, Dürre und Hungersnot seit 3.500 v.Chr.
- Eine umfangreiche Zusammenstellung, die sicher überprüft werden muss. Im wesentlichen beruft sich die Seite
auf nur eine Quelle, nämlich den "Atlas der Naturkatastrophen" von Lesley Newson
(2002) [URL:http://www.naturgewalt.de/duerrechronologie.htm - date
of access: 08.08.06]
-
Hamburger
Bildungsserver -
Wetterextreme
und Klimawandel in der Geschichte: Dürren [URL:
http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/klima/klimafolgen/extreme/extreme-140.html date of access:
08.08.06]
-
Einen exzellenten Überblick im Internet zur Vegetationsentwicklung
seit dem letzten (!) Vereisungshöhepunkt (LGM = Late Glacial Maximum = Würm / Weichsel / Wisconsin - Vereisung
vor etwa 25.000 [24.000] bis 18.000 [15.000] Jahren) 1*
bieten
-
Ray, N. & J.M Adams (2001)
1*
Nach neueren Untersuchungen von Meerespiegelschwankungen
wird der Zeitraum für das LGM auf den Zeitraum von ca. 30.000 - ca. 20.000 BP ermittelt.
Vgl.:
-
Lambeck, K., Y. Yokoyamab & T. Purcella (2002) Into and
out of the Last Glacial Maximum: sea-level change during Oxygen Isotope Stages 3 and 2.- Quaternary Science Reviews,
Volume 21, Issues 1-3, January 2002, Pages 343-360.
-
Abstract:
[date
of access: 18.03.10] "Sea-level data from seven
different regions have been used to estimate the global change in ocean and ice volumes for the time interval leading
into and out of the Last Glacial Maximum (LGM). The estimates are earth-model dependent and parameters are chosen that
minimize discrepancies between the individual estimates for each region. Good coherence between estimates from different
localities has been found. The main conclusions are: (i) Ice volumes approached their maximum
values 30.000 (calendar) years ago and remained nearly constant until 19.000 years ago. This defines the
period of maximum global glaciation [LGM]. (ii) The post-LGM sea-level rise is marked by changes
in rates with maximum rates of about 15 mm/year occurring from 16,000 to 12,500 years ago and again from 11,500 to 9000
years ago. Ice volumes in the interval between these two periods of rapid rise, corresponding to the Younger Dryas,
is nearly constant. (iii) The melting at the end of the LGM is characterized by an initially high rate
over about 500 years followed by about 2500 years of a comparatively slow increase in ocean volume. (iv)
The lead into the LGM is characterized by a sea-level fall of about 50 m occurring within a few thousand years. Similar
rates of falling and rising sea levels occur during the earlier part of the oxygen isotope stage 3 interval."
-
Clark et al. (2008) The Last Glacial Maximum.- Science
Vol. 325. no. 5941, pp. 710 - 714 (7 August 2009)
-
Abstract:
[date
of access: 18.03.10] "We
used 5704 14C, 10Be, and 3He ages that span the interval from 10,000 to 50,000 years ago (10 to 50 ka) to constrain
the timing of the Last Glacial Maximum (LGM) in terms of global ice-sheet and mountain-glacier extent. Growth of the
ice sheets to their maximum positions occurred between 33.0 and 26.5 ka in response to climate forcing from decreases
in northern summer insolation, tropical Pacific sea surface temperatures, and atmospheric CO2. Nearly all ice sheets
were at their LGM positions from 26.5 ka to 19 to 20 ka, corresponding to minima in these forcings. The onset of
Northern Hemisphere deglaciation 19 to 20 ka was induced by an increase in northern summer insolation, providing the
source for an abrupt rise in sea level. The onset of deglaciation of the West Antarctic Ice Sheet occurred between 14
and 15 ka, consistent with evidence that this was the primary source for an abrupt rise in sea level ~14.5 ka."
|
| |
|
 |
Freundlicher
Hinweis: Wenn
Sie Inhalte dieser Website zitieren oder diskutieren, was sehr erwünscht ist, bitte verfälschen Sie nicht
die Inhalte durch unvollständige Zitate bzw. reissen Sie die Inhalte nicht aus dem Zusammenhang, und bitte geben
Sie die Quellen richtig und vollständig an. |
| |